Jakob Lorber - Ernährung der Kinder - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber - Ernährung der Kinder

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Muttermilch, die beste Ernährung für den Säugling

„Kinder, die lange von der Brust der kräftigen Mutter die Nahrung erhielten – vorausgesetzt, dass sie so naturgesund und unverdorben ist wie eine Eva –, werden riesenhaft stark, und der Kampf mit einem Löwen wird sie nicht ermüden“ (GEJ.03_211,06).

Bereits für schwangere Frauen, aber auch für stillende Mütter ist eine gesunde Ernährung wichtig, denn eine falsche Ernährung schädigt das Kind schon im Mutterleib und es wird auch die Muttermilch verdorben. Erhalten dann noch die Kinder später viele Süßigkeiten, werden dadurch ihr Magen und die nötigen Verdauungswerkzeuge derart schlecht und geschwächt, dass das Kind bald in allerlei Leibeskrankheiten verfällt, an denen es dann sogar versterben kann (GEJ.10_182,10-12).

Stillende Mütter sollen zur Gesundheit ihrer Kinder nur die durch Moses bekanntgegebenen reinen Speisen zu sich nehmen, anderenfalls das Kind von einer guten und sanften Anderen, die reine und einer stillenden Mutter empfohlene Speisen isst, säugen lassen. Denn wenn Kinder schon in ihrer ersten Lebenszeit mit allerlei Übeln behaftet werden, so liegt dies hauptsächlich an der zugeführten höchst unpassenden Nahrung, mit der eine zu große Menge arger und unreiner Geister in den Leib geführt werden (GEJ.01_242,06-09).

Wenn eine Mutter in ihrem Gemüt stark erregt ist, soll sie ihr Kind solange nicht stillen bis sie wieder ruhig geworden ist, denn über die Muttermilch können Störungen im Körper und in der Seele des Kindes hervorgerufen werden (GEJ.06_080,08; ER.01_062,04).

Stillende Mütter sollen sich neben starken Gemütsbewegungen vor allem auch von alkoholischen Getränken enthalten, denn dadurch setzen sie schlechte Spezifika in ihre Brust, die zu sehr Galle erzeugen oder schon erzeugte aufrütteln. Auch sollten sie sich von Hülsenfrüchten enthalten, besonders Bohnen. Gut geeignet dagegen sind Mehlspeisen von Weizen, Roggen und weißem Mais, wie auch in nicht fetter Milch gekochte Wassergerste oder Reis sowie mäßig genossen Fleischbrühen und Braten vom Fleisch reiner Tiere (Er.01_062,04-06).

Mütter sollen ihr Kind mindestens sechs Monate voll und mindestens weitere sechs Monate teilweise stillen, denn „einen Säugling nährt nichts so gut wie die Mutterbrust“. Nicht mehr gestillt werden sollen die Kinder, wenn sich die ersten Zähne zeigen (GEJ.03_211,06; Er.01_062,06).

Ernährung abgestillter Kleinkinder
Werden die Kinder von Anfang an mäßig und mit einer reinen Speise ernährt, so werden sie dem Leib und der Seele nach vollkommen gesund bleiben (GEJ.10_210,01).

Empfindliche Kinder, die durch äußere Einflüsse leicht gereizt werden können, sollen, solange sie noch kein Gedächtnis haben, nur mit Speisen genährt werden, die das Blut nicht erhitzen sondern kühlend herab stimmen (Er.01_062,03).

Die beste erste Kost abgestillter Kinder mit einem hitzigem Blut ist gekochte Weizenkleie mit etwas reinem Honig vermengt, oder auch mit etwas Honig oder Zucker versüßtes Gerstenwasser, manchmal besser gekochte Feigen und gekochtes Johannisbrot. Ist das Kind dann etwas älter geworden, so ist auch ein leichtes Linsenmus gut.
Nicht zu empfehlen ist anfänglich tierische Milch, da die Tiere nicht ganz gesund sein und somit auch keine gesunde Milch geben könnten, was besonders in der Winterzeit der Fall ist. Auch wenn die Milch von einem vollblütigen, hitzigen Tier käme, könnte dies einem vollblütigen Kind schaden.
Erst wenn Kinder ein bis zwei Jahre alt geworden sind, können sie mit leichter, durch Wasser verdünnter Milch gefüttert werden.
Ein gutes Nahrungsmittel ist gekochtes Obstmus, besonders von guten Äpfeln und feineren Birnen. Sie reinigen das Blut und stimmen hitzige Kinder herab.
Kinder, vor allem hitzköpfige, sollten erst dann mit Fleisch genährt werden, wenn sie die Zähne gewechselt haben. Bekommen die Kinder – besonders die hitzköpfigen – früher Fleischspeisen, so wird dadurch ihr Blut zu sehr genährt, ihr Fleisch zu fett und demzufolge ihre Transpirationswerkzeuge zu sehr verschleimt, woraus dann bald eine Menge gefährlicher Krankheiten entstehen können (Er.01_062,07-12).

Kinder nicht zur Naschhaftigkeit verleiten
Kinder sollten so lange als möglich nicht mit Naschhaftigkeiten genährt werden, denn solange sie von dergleichen Süßigkeiten nichts wissen, werden sie hierfür auch keine Essgier entwickeln. So sie aber Süßes kennen, bekommen sie einen Unmut gegen alle sie zwar besser nährende, aber weniger wohlschmeckendere Kost und es wird den Eltern schwer werden, sie zu einer gesunden Ernährung anzuleiten. Die Gesundheitsauswirkungen können fatal sein, denn mit den Leckerbissen kommt stets eine Unzahl von unreinen, bösen und schädlichen Substanzen in den Leib, die ihn in Besitz nehmen und ihn mit verschiedenen Leibeskrankheiten zu quälen anfangen. Sind sie durch eine Medizin dem Leib nach erträglich gesünder geworden, so bekommen sie bald wieder Lust zu ihren alten Leckereien, werden darauf noch kränker als zuvor, fangen an zu siechen und nehmen gewöhnlich ein sehr schmerzliches Ende (GEJ.02_073,11; GEJ.10_182,05-06).

Der Einfluss der Ernährung auf das Kind
„Sooft die Seele für ihren Leib materielle Nahrung verlangt und ihr solche gereicht wird, so bekommt sie mit solcher auch allzeit schon eine Legion freier gewordener, noch arger und unreiner Geister in ihren Leib, die ihr dann zum Weiterausbau ihres Leibes behilflich sein müssen.
Die Geister aber ergreifen sich nach und nach und bilden bald ganz eigene, in ihrer Art intelligente Seelen; wenn sie sich auf eine solche Stufe erhoben haben, dann lassen sie auch bald die eigentliche Seele als befugte Besitzerin des Leibes im Stich und fangen solche Einrichtungen im Leib zu bewerkstelligen an, die für ihr vermeintes Wohl tauglich wären.
Haben sie, was besonders bei für ihren jungen Leib sehr hungrigen und fraßgierigen Seelen nur zu leicht der Fall ist, einmal einen ziemlich hohen Grad zu ihrem vermeinten Wohl erreicht, so kann da und muss auch eine oder die andere Erscheinung bei den Kindern eintreten.
Das Fremdartige muss entweder durch was immer für eine taugliche Krankheit hinausgeschafft werden, so man das Kind nicht in ein förmliches Besessensein will übergehen lassen, oder man lässt, um eine schwächere Kindseele nicht zu sehr zu quälen, die Seele wohl kümmerlich in dem zur Hälfte fremdartigen Leib fortleben bis zu einer gewissen Zeit und sucht sie dann wieder entweder durch Belehrung von der Außen- und der inneren Geisterwelt zugleich auf eine solche Einsichtsstufe zu erheben, dass sie am Ende selbstwillig ihre Schmarotzer hinauszutreiben beginnt durch Fasten und allerlei andere Entbehrungen, oder man nimmt ihr, so die Schmarotzer zu hartnäckig sind, wohl auch den ganzen Leib und bildet dann solch eine Seele in einer anderen Welt als zum ewigen Leben tauglich aus.
Auch der für die Eltern oft bittere frühe Leibestod ihrer Kinder hat solch einen Grund; darum sollen besonders irdisch reiche Eltern wohl besorgt sein, dass ihre Kinder eine zweckdienliche äußere Kost bekommen.
Isst die Mutter durch Moses bekanntgegebene unreine Speisen, so soll sie das Kind nicht säugen, sondern es von einer andern säugen lassen, die reine Speise genießt, sonst wird sie mit dem Kind eine große Not haben.
Aus diesem Grund sind schon vom Abraham, hauptsächlich durch Moses, den Juden die reinen Tiere und die reinen Früchte gesetzlich angezeigt worden, und alle, die solche Gesetze gewissenhaft hielten, hatten nie kranke Kinder und erreichten selbst ein hohes Alter und starben gewöhnlich an der Altersschwäche.
In dieser Zeit aber, wo man sogar nach den fremdartigsten Leckerbissen hascht und gar nie mehr daran denkt, ob so ein Bissen rein oder unrein ist, und in manchen Landen gleichweg schon alles in den Leib schiebt, was nicht Stein und Lehm heißt, da ist es von Seiten der blinden Menschen ja doch ohnehin ein Wunder, dass sie sogar leiblich noch nicht in die entsprechenden Tiergestalten zurückgesunken sind, was sie seelisch doch schon bewirkt haben.
Wenn nun Kinder schon in ihrer ersten Lebenszeit mit allerlei Übeln behaftet werden, so liegt hauptsächlich der mit Händen zu greifende Grund in der vor allem höchst unpassenden Nahrung, mittels welcher eine zu große Menge arger und unreiner Geister in den Leib geführt werden, die oft des Heiles der Seele halber selbst mit nicht selten gänzlicher Entfernung des jungen Leibes von ihr geschafft werden müssen, und es ist darum niemand als die nur zu oft unverzeihliche Blindheit der Eltern schuld an dem frühen Leibestod ihrer Kinder, weil solche Eltern alles eher befolgen als den Gottesrat im heiligen Buch!
Seht, Ich lasse durch Meine Engel sogar in jedem Jahr bei allen Fruchtbäumen, von deren Früchten die Menschen Nahrung nehmen, allersorgfältigst eine Ausmusterung vornehmen, derzufolge kein Apfel, keine Birne und keine was immer für Namen habende Frucht, die in der Blüte angesetzt wurde, zur Reife gelangen darf, in der sich irgendein für die Fruchtstufe noch zu unreiner Geist eingeschwärzt hat; jede solche Frucht wird als noch völlig unreif vom Baum oder Strauch geworfen. Dieselbe Fürsorge geschieht bei allen für die menschliche Nahrung bestimmten Getreidearten und Pflanzen.
Aber der blinde Mensch erkennt solches nicht nur nicht, sondern frisst noch über alles das gleich einem Polypen alles, was ihm nur irgend leckerisch vorkommt; was Wunder, wenn er darauf in Kürze krank, träge, mühselig, krüppelhaft und also über und über elend wird!?“ (GEJ.01_242)

Falsche Ernährung als Ursache der Leibeskrankheiten der Kinder
Gott hat uns durch Moses einen Speisezettel vorgegeben und durch Jesus umfassend erläutert (s.u. Ernährung nach Gottes Empfehlung), und so kann ein jeder, der sich daran hält, bis in ein hohes Alter gesund bleiben.
So jedoch bereits die Eltern durch eine ungesunde Ernährung ihren Leib mit einer großen Anzahl von bösen und schädlichen Seelensubstanzen angefüllt haben, das Kind somit von einem sündigen Vater in den Leib einer noch sündigeren Mutter hinein gezeugt wurde, wie soll aus einem solchen Leib ein gesundes Kind hervorgehen?
Hat dann die Mutter in ihrer Schwangerschaft ihrer Lüsternheit nach allerlei Leckereien nachgegeben, bekommt das ungeborene Kind einen zweiten Stoß in seiner Gesundheit und wird bereits krank aus dem Mutterleib geboren, woraufhin es dann sogleich mit schlechter Muttermilch genährt wird. Wird es nun verzärtelt und mit allerlei Naschereien versehen, schwächt und verdirbt sich das Kind schon frühzeitig den Magen und die nötigen Verdauungswerkzeuge, so dass es binnen kurzem in allerlei Leibeskrankheiten verfällt, vor sich hin siecht und bald stirbt. Manche Kinder sterben schon im Mutterleib, eine bei weitem größere Anzahl innerhalb von zwei bis drei Jahren nach der Geburt, die meisten mit vier bis zwölf Jahren. Wer darüber hinaus ein reiferes Alter erlangen will, muss ein keusches und diätes Leben führen, darf sich nicht erzürnen und ärgern, womit er noch zu einer ganz guten Gesundheit gelangen und auch alt werden kann, aber dann ist sein Alter selbst schon so gut wie eine Krankheit, die noch immer als eine Folge vom Mutterleib herrührt, aber auch von den Jugendsünden verursacht ist. Demnach ist die gegenwärtige Krankheit vor dem Leibestod der Menschen nichts anderes als die Folge der fast gänzlichen Missachtung der alten Ordnung. Aber sie ist auch ein Hüter der in manchen Menschen noch gesunden Seele, die sich nach und nach aus ihrem schlechten Fleisch zurückzieht, sich dadurch den Fesseln der bösen Seelensubstanzen ihres Leibes entwindet und sich, wenn es diese zu arg treiben, mit Hilfe ihres besseren jenseitigen Geistes noch rechtzeitig aus ihrem Leib für immer entfernt und darauf keinen Wunsch mehr hat, sich je wieder in einen Leib zu begeben, außer, sie ist schon als völlig böse aus dem Leib getreten und sucht dann, um sich am Fleisch recht bitter rächen zu können, in das Fleisch eines auf der Erde noch lebenden Menschen zu dringen und als deren Besetzer dasselbe auf die grausamste und unbarmherzigste Weise zu quälen (GEJ.10_182,07-13+19).

Krankheiten und Besessenheit der Kinder
Säuglinge und kleine Kinder sind noch ungefestet und damit sehr aufnahmefähig für alle auf sie einwirkenden Einflüsse. Daher sind sie auch von schlechten Geistern umgeben, die der Seele ihren Leib so zu erbauen zu helfen versuchen, dass er aufnahmefähig für sie wird. Um dem entgegenzuwirken, sendet dann Jesus seine Engel und zerstört deren Werk, was sich durch äußerlich erscheinbare Krankheiten erkenntlich zeigt. Würde dem nicht so geschehen, gäbe es Besessene, Taubstumme, Kretins und Krüppel aller Art in einer so großen Anzahl, dass kaum noch irgendwo ein gesunder Mensch anzutreffen wäre (GEJ.01_241,08-12).

Leider ist es heute so, dass durch die ständige, meistens allopathische Medikamentenvergabe bereits ab dem Kleinstkindalter diese für eine gesunde Entwicklung notwendigen Krankheiten unterdrückt werden. Man braucht sich daher nicht zu wundern, warum es immer mehr körperlich und seelisch behaftete Kinder gibt.





Ausarbeitung 04/2016
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