Jakob Lorber - Hauptaussagen - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber - Hauptaussagen

Jakob Lorber
Das Wesen Gottes
Gott ist ewiger, unendlicher Geist, die Urkraft und der Urgrund alles Seins. Seine höchsten Attribute sind Liebe, Weisheit und Willensmacht. Sein Heiliger Geist erfüllt das ganze All. Allein, dieser unendliche überall wirkende Geist hat als Innerstes ein Machtzentrum, von dem wie aus einer Sonne Gedanken und Willenskräfte in die Schöpfung hinausströmen, um nach einem großen Lebensvollendungskreis wieder zurückzukehren. In diesem Urmachtzentrum ist Gott wesenhaft gestaltet, und zwar in der höchsten aller Lebensformen: als vollkommener Geistes-Urmensch ("Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde"). Von diesem Urmachtzentrum aus ist der Gottesgeist ewig schöpferisch tätig. Die ganze Schöpfung ist ein gewaltiger Entwicklungs- und Vervollkommnungsprozess der göttlichen Gedanken und Ideen.

Die geistige Urschöpfung
Der uns sichtbaren stofflichen Schöpfung gingen geistige Urschöpfungen voraus. In diesen hat Gott aus den gleichsam aus sich hinausgestellten Urlebensfunken (Gedanken) große Geistwesen nach seinem Urbild geschaffen (Urerzengel), die befähigt waren, weitere Geistwesen ihresgleichen aus sich ins Dasein zu rufen. So entstanden Legionen von großen Geistwesen (Engeln), die sich durch das Ordnungsgebot der Gottes- und Bruderliebe zur gottähnlichen Lebensvollendung erziehen lassen sollten. Ein Teil dieser Urwesen unter dem Hauptgeist Satana (Luzifer) verfiel aber kraft seines freien Willens in grenzenlose Eigenliebe und Selbstherrlichkeit. Da jedoch nach ewiger Ordnung den Gottabtrünnigen die nährenden Lebensströme aus Gott versiegen mußten, so erstarrten sie gleichsam und verdichteten sich zu hilflosen Massen (Fall Luzifers mit seinem Anhang). So entstand im Schöpfungsraum die Materie.

Die materielle Schöpfung
Damit die gefallenen Urwesen nicht ewig im Bann ihres Gerichtes verbleiben, sondern zur Vollendung in Gottes heilige Lebensordnung zurückgeführt werden können, erbarmte sich die göttliche Liebe und schuf zahllose Weltsysteme und Weltkörper, aus der die in der Materie gebundenen Urwesen sich erlösen können.

Zweck des Naturlebens
Um zu dieser Erlösung zu gelangen muss jedes Urwesen als eine "Naturseele" eine stufenweise Entwicklung durch die Naturwelt durchmachen. Dadurch gelangt es in immer höhere Lebensformen, die sich vom Mineral- über das Pflanzen- und Tierreich bis hin zur Menschenseele entwickeln. Auf diese Art und Weise kann es sich läutern und seine widergöttliche Selbstsucht nach und nach überwinden, um letztendlich in die Ordnung Gottes zurückzukehren.

Der Mensch - Endziel dieser Entwicklung
Die auf diese Weise aus der Materie entwickelte Menschenseele soll - unter dem Einfluss eines ihr eingehauchten Gottesgeistes - sich nun im irdischen Leben bewähren. Durch freiwillige Erfüllung der Liebesgebote Gottes soll sich der Mensch immer höher bis zur wahren Gotteskindschaft entwickeln, um schließlich am Ziel der Vollendung zur wahren Freiheit und Seligkeit des ewigen Lebens einzugehen.

Die Wesenheit Jesus Christus
Als die Schöpfung so weit gereift war, um die höchste Enthüllung der göttlichen Liebe - die Gottheit als "Vater" - zu fassen, wählte Gott unsere äußerlich so unscheinbare Erde zur größten Liebetat seiner Erbarmung aus. Hier, wo der innerste Geistkern Luzifers gebannt gehalten wird, hüllte sich Gott in das Gewand der Materie. ("Und das Wort ward Fleisch.")

In Jesus Christus trat Gott selbst ins Menschenreich, um die Menschen und alle Geister der Unendlichkeit zu belehren und die Gefallenen aus ihrem Gericht zu erlösen. Als höchstes Zeugnis der Liebe zog also Gott selbst das Kleid der Materie an, damit die Geläuterten wieder ins Vaterhaus zurückgeführt werden können (Gleichnis vom verlorenen Sohn).

In Jesus Christus sind somit in einem Wesen vereint:
- der "Vater" als Jesu Geist, das heilige Urmachtzentrum Gottes;
- der "Sohn" als Jesu Seele (und Leib), d.h. sein Menschliches;
- der "Heilige Geist" als die in die Unendlichkeit ausstrahlenden Gotteskräfte, ausgehend vom Vater durch   den Sohn.

Der Weg zur Vollendung
Als einzigen, zu Vollendung und ewigem Leben in Gott führenden Heilsweg lehrte Jesus das Grundgesetz der ganzen Schöpfung: "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!" Weder äußerlicher Bekenntnis- noch zeremonieller Glaube reichen aus, um an der Erlösung Jesu teil zu haben und in das Himmelsreich einzugehen. Hat sich der Mensch mit seinem in ihm vorhandenen Gottesgeist völlig verbunden, hat er die geistige Wiedergeburt erlangt und ist sodann zu einem wahren Gotteskind geworden, "eins" mit seinem Schöpfer und himmlischen Vater.

Die Fortentwicklung im Jenseits
Die meisten Erdenmenschen kommen nach ihrem Leibestod noch unvollendet im Jenseits an. Dort bietet ihnen die göttliche Liebe neue Schulungsstätten, um schließlich alle - wenn auch oftmals auf weit schwierigeren und peinvolleren Wegen - doch noch zur Vollendung zu führen. Denn der göttliche Plan einer allgemeinen Erlösung kennt keine ewige Verdammnis. Um das Endziel zu erreichen, gelangen die noch unreif aus dem Leben scheidenden Seelen zunächst in eine Art Traumleben. Hier wird ihnen zu ihrer Belehrung ein von ihren Schutzmächten geleitetes innergeistiges Schauen und Erleben zuteil, das je nach ihrer guten oder bösen Gesinnung ein paradiesisch-wonnevolles oder höllisch-qualvolles Empfinden hervorruft. "Himmel und Hölle" sind somit keine Örtlichkeiten, sondern geistige Entwicklungszustände der Seele.

Am Ziel der Vollendung
Seelen, die sich auf Erden oder in der jenseitigen Welt zur reinen Gottes- und Nächstenliebe geläutert haben, sind am Ziel der Vollendung angelangt. Eins mit Jesus geworden, kommen sie in immer beseligendere Seinszustände und wachsen ohne Ende in immer tieferer Erkenntnis Gottes und Liebe zu Ihm. An dem für sie eigens bestimmten Platz haben sie mit ihrer wirkungsreichen Mittätigkeit teil am hohen Werk der Schöpfung.


Nach dem Prospekt des Lorber-Verlags Bietigheim "Ein Mann hört eine Stimme"
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