Der Prophet Jakob Lorber zur Endzeit. - Der Prophet Jakob Lorber

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ENDZEIT UND WIEDERKUNFT JESU

Teil V: Verhaltenswinke

Sich aus dem Weltgeschehen heraushalten

„So fragte dein Freund und Bruder, was da wohl die Zukunft bringen werde? Das ist freilich wohl eine sehr eitle Frage. Aber gleichwohl will Ich eine Antwort darauf geben. Nun sieh, da ist sie schon: Die Zeit ist und bleibt „Zeit“, wie die Welt fortwährend „Welt“ bleibt. Wer da bessere Zeiten und eine bessere Welt erwartet, der irrt sich sehr in seiner irdisch frommen Erwartung. Denn die Welt war allezeit arg und wird es auch sein bis ans Ende aller Zeit. Daher kann auf der Welt für die Welt die Zeit nichts als nur Arges bringen. Für den aber, der mit Mir ist und Ich mit ihm, dem wird weder die Welt noch ihre lose Zeit etwas anhaben könne, wie euch alle schon die tausendfache Erfahrung hinreichend belehrt hat. Es ist mit der Welt nahe so wie mit der Hölle. In ihr finden nur ihre eigenen die Hölle, nicht aber auch Meine Engel, die zumeist sich daselbst befinden, um die argen Geister zu bessern oder zu strafen. Aus dem geht aber für den Geistesverständigen leicht hervor, dass der Gute auf der Welt allzeit nur Gutes, wie der Schlechte allzeit nur Schlechtes zu erwarten hat. Wer auf Meinen Wegen wandelt, der wird mit seinen Füßen an keinen Stein stoßen; will aber jemand nur ein wenig die Wege der Welt prüfen, der wird sicher schon beim ersten Tritt auf einen tüchtigen Stein stoßen. Was fragt ihr aber: „Werden wir Krieg bekommen? Werden die Polen aufstehen? Was wird Frankreich, was England machen? Was Österreich, was Preußen, was Russland?“ Oh, das sind eitle Fragen. Glaubt denn auch ihr noch an eine Vorbestimmung der Volksschicksale? Sollte Ich etwa sagen und fest bestimmen, so und so wird es diesem oder jenem Volk ergehen!? So Ich das täte, wäre da wohl Liebe in Mir und Geduld und Erbarmung? Oder ist wohl Liebe im Richter, der da über einen Gesetzesübertreter den Stab bricht und dann zu ihm spricht: „Morgen musst du sterben!“? Dasselbe wäre bei Mir ja um so mehr der allerliebloseste Fall, wenn Ich mit den sündigen Menschen der Welt so verfahren möchte, da Mir, als der ewigen Allmacht, doch ewig nie eine sonderheitliche Macht trotzen kann. Seht, auf der Welt lasse Ich alles frei walten, was nur immer den Namen Mensch hat. Warum? – Das wisst ihr ja schon lange. Wäre es wohl recht von Mir, so Ich nun ganz fest bestimmen möchte: „Am 21. März 1847 wird ein überaus blutiger Krieg seinen Anfang nehmen und wird sich zehn Jahre dauernd über ganz Europa erstrecken!“ So sich nun aber die Menschen im einen oder anderen bessern würden, und Ich ließe dennoch diese Geißel über sie kommen, wäre Ich da wohl ein rechter Richter und ein Vater jedes Menschen? O seht, wie eitel doch eure Fragen sind! Ich sehe wohl in euren Herzen eine Kriegslust, durch die ihr gern anmaßende Herrscher gedemütigt sehen möchtet! Was aber würde wohl die Frucht davon sein? Der eine wird wohl gedemütigt, aber Tausende werden dafür in ihrem Sinnesrausch erbost und werden dann ein noch viel ärgeres Spiel mit der armen und schwachen Menschheit treiben als irgendein jetziger, sich zwar wohl mächtig dünkender Herrscher, der aber dennoch in gewissen Schranken sich zu halten bemüßigt ist, weil er anderen Mächten wie auch seinem Volk doch nicht völlig traut. Wird aber einer oder der andere seine Macht erproben, dann wird auch alle misstrauische Furcht verbannt sein, und er wird dann mit eisernem Zepter seine unterjochten Völker beherrschen, was viel Jammer, Heulen und Zähneklappern mit sich bringen würde. Wer Licht sucht und will, dem wird es; wer den Frieden, dem soll er werden. Der Gute und Barmherzige wird Güte und Barmherzigkeit finden, wie der Böse seinen unbarmherzigen Richter. Ihr aber kümmert euch alles dessen gar nicht, sondern eure Frage sei nur: „Herr, Vater, bist Du bei uns?“ Und Ich sage zu euch dann: „Ja, Meine Kinder!“ Alsdann lasst nach Krakau Österreicher, Russen oder Chinesen einziehen, und es wird für euch ganz einerlei sein! Mag da geschehen, was da wolle, die Meinen werden allezeit sich unter Meinem allmächtigen Schutz befinden, sei es auf der Welt oder in der Hölle. Die Welt und ihre Schwester, die Hölle, aber wird stets das bleiben, was sie ist bis zu ihrem Gericht. Ich aber weiß gar wohl, warum Ich über ein oder das andere Volk dies oder jenes kommen lasse. Euch aber genüge es, zu wissen, dass da von Mir, dem Vater aller Menschen, keine bösen Gaben den Kindern, wie diese auch beschaffen sein mögen, gereicht werden, am wenigsten denen, die Mich suchen, erkennen und lieben. Amen! Das zu eurer Belehrung und Danachachtung!“ [HiG.02_46.12.09]

Auf die Anfrage Jakob Lorbers betreffend die damaligen höchst verwirrten und betrüblichen Zeitverhältnisse und Bitte um eine Enthüllung der nächsten Zu-kunft:
„So schreibe denn. Von diesen Zeiten habt ihr wenig oder nichts zu erwarten, dafür aber desto mehr von Mir, dem Herrn aller Zeiten, so ihr bei Mir verbleibt, alles Mir überlasst, nicht selbst stets urteilt und sagt: So und so wird und muss es geschehen. Denn so ihr selbst einen so sicheren Takt habt und schon im Voraus eine oder die andere Partei siegen lasst und segnet die eine und ver-dammt die andere, was wohl soll Ich dann dabei zu tun haben? Bin Ich nicht der Herr, der es am besten weiß, wo Er die Rute, wann den Stock und wo und wann Er das Schwert zu gebrauchen hat? So Ich aber das weiß und zähle in jeder Sekunde Meine Völker und bemesse jegliche Tat der Kriegshelden und sehe jedes gefällte Urteil mit Meinem Maß ein, was ereifert ihr euch da, als läge es an euch, die Sachen anders zu machen, als sie sind und sein müssen? Was wollt ihr denn für eine Herrschaft, so ihr an der Meinigen so viel zu fegen und zu feilen habt? Ich gab der Erde einen langen Frieden. Da schliefen die Fürsten, ihre Minister raubten und bedrückten das Volk, und das Volk pfiff und tanzte dabei und vergaß Meiner samt den Fürsten und Ministern. Ich aber schlief nicht und bedrückte nicht und hatte wahrlich keinen Grund, zu pfeifen und zu tanzen; denn ein wahrer Vater kann nicht jubeln, so eine arge Seuche kommt und ihm ein Kind ums andere tötet. Aber so die Seuche lange ihren Mutwillen treibt, da kann der Vater nur von gerechtem Zorn ergriffen werden; und da dieser Vater auch ein Herr über alle Seuchen ist, so ist es nun an der Zeit, der Seuche den Kopf zu zertreten über ganz Europa, ja über die ganze Erde hin. Es ist daher sehr läppisch, Mich zu fragen, was da von den österreichischen Feldherrn zu erwarten sein dürfte, wie auch von mehreren anderen. Fragt vielmehr, was die Welt von Mir zu erwarten hat, und Ich werde euch zur Antwort geben: Alles Gute, so sie sich zu Mir wenden wird; im Gegenteil aber auch das Allerschlimmste, so sie bei dem verharrt, wie sie nun ist, denkt, trachtet und handelt. Denn was liegt Mir an einer Welt voll Teufeln? Kann Ich Mir denn nicht tausend Welten voll Engeln dafür erschaffen? Was ist Mir Deutschland, was Frankreich, was Italien und was Ungarn und sein prahlerischer Diktator? Ich sage euch, die ganze Erde ist Mir nichts. So Deutschland, Frankreich, Italien, Ungarn und alle Lande der Erde nicht in Sack und Asche Buße tun werden, so sollen sie aufgerieben werden gegenseitig. Die Feldherren will Ich scharf machen wie die Bartmesser und ihre Herzen härter denn einen Diamant, und sie sollen wüten wie Tiger und brüllen wie junge Löwen und sollen zerfleischen das Fleisch Meiner Gegner, wie da zerfleischen die Adler ein Aas. Das ist aber ein rechtes Fasten in Sack und Asche, das Ich erwähle: Lasst los, die ihr mit Unrecht gebunden habt; lasst ledig, die ihr beschwert habt; gebt frei, die ihr bedrängt habt, und tut hinweg allerlei Last vom Nacken der Schwachen! Brecht den Hungrigen euer Brot, und die, so im Elend sind, führt in euer Haus. So ihr einen Nackten seht, so entzieht ihm nicht, was eurem Fleisch geziemt, und bekleidet ihn. Alsdann wird Mein Licht wieder hervorbrechen wie eine Morgenröte, und eure Besserung wird schnell wachsen; eure Gerechtigkeit wird dann vor euch einhergehen, und Meine alleinige Herrlichkeit wird euch zu sich nehmen! So ihr dann rufen werdet, so werde Ich antworten, und so ihr schreien werdet, da werde Ich sagen: Seht Kinder, hier bin Ich, euer Vater.“ So ihr aber von jemandem übel redet und mit den Fingern auf ihn zeigt und sprecht: Der ist ein Täter des Übels und verdient die Strafe und soll sehr gezüchtigt werden, da richtet ihr nicht den, der solches tut, sondern Meine vermeintliche Saumseligkeit und Fahrlässigkeit und fragt euer Herz, das da erbost ist: Wie kann der Herr solche Gräuel zulassen und mitansehen? Warum züchtigt Er die Täter solcher Übel nicht? –  Wahrlich, so ihr euer Herz von solch einem Richtergeist beherrschen lasst, da seid ihr ja mehr denn Ich, und Ich kann euch nicht antworten, so ihr Mich ruft; und so ihr auch noch so schreien möchtet, da kann Ich nicht sagen: Hier bin Ich, euer Vater. Denn Kinder können von ihrem Vater doch unmöglich denken, dass er ungerecht sei. Alles, was bis jetzt groß und herrlich sich dünkte, werde Ich sehr erniedrigen; aber das bis jetzt Niedere und Verachtete werde Ich erheben und obenan setzen. Ich habe noch im Osten wie im Westen ein Völklein, das bis jetzt ganz unbeachtet blieb. Wer kann es Mir verwehren, dass Ich es erhebe und über alle Völker und Länder Europas setze? Wahrlich, ein Volk, das noch an Mir und Meinem Wort hängt und Meinen Namen bekennt, wenn es auch noch so klein und unbeachtet ist, so will Ich es erheben und frei machen, wenn alle die Abtrünnigen werden im Gericht untergehen. Ihr wenigen aber, die ihr bis jetzt an Meinem Namen und an Meinem Wort gehalten habt, fürchtet euch nicht und richtet auch niemanden, so werde Ich euch erhalten und nicht fallen lassen. Erwartet nichts von der Welt und ihren unsinnigen Räten; denn Ich sage euch: Das alles wird untergehen, was sich nicht an Mich anhält; ihr aber werdet bleiben, wie Ich, in Ewigkeit. Ich allein bin der Herr und ein vollkommener Richter. Alle Richter der Welt aber sind pure Geißeln in Meiner Hand. Wohin Ich aber die Geißel schwinge, dorthin fällt sie auch und verwundet und tötet. Aber wer auf Mich hält, den trifft Meine Geißel nicht, denn Ich weiß, über welche Ich diese Waffe zu schwingen habe, und alle Meine Engel wissen es auch. Aber die Teufel sind alle blind und können Meinen Hieben nicht ausweichen. Die Sehenden aus Meiner Gnade bedürfen aber des Ausweichens nicht, denn Ich Selbst schone sie, und Meine Engel schonen sie auch, denn sie kennen gar wohl ihre lieben Brüder auf dieser Erde. Aber wehe all den großen und reichen Städten, weil sie mit Meinem Namen ein schmähliches Gespött haben zu treiben begonnen! Ich sage es euch: Sie werden bald ganz klein und sehr arm werden. Wohl aber euch kleinen Städten und Ländern, die ihr noch stets zum halben oder wenigstens viertel Teil an Meinem Namen gehangen seid, euch soll ein besseres Los beschieden sein. Blut soll nicht fließen auf eurem Boden, und es soll euch eine schöne Morgenröte aufgehen. Ich sage euch, dass ihr beschirmt werden sollt. Fragt aber ja nicht nach diesem und jenem Völkerbund, sondern nach dem alleinigen Bund mit Mir, der da ist ein rechter Bund der Liebe, so werdet ihr wahrhaft groß, stark und mächtig werden durch und in Meinem Namen für Zeit und Ewigkeit, amen. Wohl dem, der sich an Mir nicht ärgert; denn das spricht der Herr Jesus Zebaoth, amen, amen, amen.“ [HiG.03_48.12.30]

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