Jakob Lorber - Seelenwanderung und Inkarnationen - Der Prophet Jakob Lorber

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SEELENWANDERUNG UND INKARNATIONEN

Warum der Mensch erschaffen wurde


Gott und Seine Ordnung

„Da Gott allein Schöpfer aller Dinge ist und es außer Ihm keinen Gott irgendwo gibt, so ist auch klar, dass alles, was aus Seiner Hand hervorging, unmöglich anders als nur gut und vollkommen sein konnte. Alle Geister gingen von Ihm aus so rein und gut wie Er es Selbst ist. Aber Er gab den Geistern die vollste Freiheit des in sie gehauchten Willens, demzufolge sie mit dem freiesten Willen auch durch Ihn Selbst geheiligte Gesetze, die sie entweder beachten oder auch nicht beachten konnten. Und sieh, alle beachteten die Gesetze bis auf einen! Dieser eine und erste, mit dem größten Erkenntnislicht begabt, verschmähte die Gesetze Gottes aus seinem freien Willen heraus und widerstrebte ihnen, nicht achtend der Folgen. Dieser Geist verkehrte sonach in sich die göttliche Ordnung mittelst seines freien, ihm von Gott eingehauchten Willens. Auf diese Weise ist er gegenüber jenen Geistern, die ihren ebenso freien Willen nicht missbraucht haben, widerordentlich geworden und für sich selbst böse und schlecht. Und er musste sich dann, durch sich selbst genötigt, von der Gesellschaft entfernen auf so lange, bis er nicht freiwillig umkehren und eintreten wird in jene Ordnung, die der Herr allen Geistern gleich gegeben hat, nämlich die Ordnung der Liebe.“ [BM.01_198,07-10]


Gefallene Geister und Rückkehrmöglichkeit

„Der Hauptgeist des Lichtes, dem zahllose andere Lichtgeister innewohnten, jeder davon mit zahllos vielen Intelligenzen reichst versehen, sprach bei sich: In mir liegen alle Eigenschaften wie in Gott, und Gott hat alle Seine Kraft in mich gelegt. Nun bin ich stark und mächtig über alles. Er hat alles, was Er hatte, aus Sich heraus hergegeben, und ich habe alles genommen. Nun hat Gott nichts mehr, ich aber habe alles, und wir wollen nun sehen, ob der auf die Übertretung des gegebenen Gebots folgen sollende Vorteil wirklich nur von einer kurzen Dauer sein wird. Wir meinen, mit unserer nunmaligen Allkraft und Macht werden wir uns die Dauer des kurz währen sollenden Vorteils wohl so hübsch auf Ewigkeiten hinaus zu verlängern imstande sein. Wer wird sie uns zu verhindern imstande sein? Außer uns trägt der endlose Raum, der nun von uns erfüllt ist, keine höhere Macht und Intelligenz mehr, als da ist die unsrige; wer sollte uns dann den Vorteil streitig zu machen imstande sein? Seht, so dachte und sprach der Lichtgeist zu sich selbst und dadurch zu seiner ihm unterstehenden Sondergeisterschar. Gesagt und getan, und die Folge war die Sich-selbst-gefangen-Nehmung in seiner Trägheit, darin er sich stets mehr und mehr verdichtete, und wieder die Folge davon war die Schöpfung der Materie, ebenfalls ganz auf dem Weg der göttlichen Ordnung, denn der sichere Erfolg des Nichtbeachtens des göttlichen Gebots war ebenso bestimmt vorgesehen wie der freieste Zustand jener Geister, die das Gottesgebot an und in sich erfüllt haben. Und so denn hatte sich durch solchen Fall fürs erste der Hauptgeist und mit ihm alle seine verwandten Untergeister selbst auf das hartnäckigste und bitterste gefangengenommen. Wie lange es ihm aber gefallen wird, in solcher Gefangenschaft zu verharren, das weiß außer Gott niemand in der ganzen Unendlichkeit, auch die Engel nicht. Aber das ist gewiss, dass nun aus diesem verlorenen Sohn des Lichts die Sondergeister durch die Macht Gottes wieder erweckt und ins Fleisch als Kinder der Welt gesetzt werden, und es ist ihnen, gleich wie den Kindern von oben, die Gelegenheit gegeben, sich zur höchsten Vollendung der Kinder Gottes emporzuheben. Alle Materie ist darum Sondergeist, der als Seele in jedem einzelnen Menschen in ihrem Geist zum ewigen Leben wiedergeboren werden kann.“ [GEJ.02_231,05-09]

„Die in einem Leib wohnende Seele aber ist natürlich anfangs um nicht viel reiner als ihr Leib, weil sie auch der unreinen Urseele des gefallenen Satans entstammt. Der Leib ist für die noch unlautere Seele eigentlich nichts als eine höchst weise und übergut und zweckmäßig eingerichtete Läuterungsmaschine.“ [GEJ.02_210,02]

„Die materiellen Welten mit allem, was in, auf und über ihnen ist, sind nicht für den ewigen Bestand erschaffen worden, sondern nur die Seelen der Menschen, die eben aus dem Gericht der Materie hervorgehen und sich im Menschen zum unvergänglichen, ewigen Leben kräftigen und so auch in Meinem Geist erstarken in aller Liebe zu Mir.“ [GEJ.08_212,12]

„Ein jeder Mensch und jeder Geist sind dadurch groß verschieden, dass ein Geist, wie nun die drei Engel hier sind, von Uranbeginn seine Freiheit aus freiem Willen weise in Meiner Ordnung gebraucht und sich fortan ewig nie wider dieselbe versündigt hat. Ein großer Teil von für deine Begriffe zahllos vielen Geistern aber haben die Freiheit ihres Willens missbraucht und sind dadurch ins angedrohte Gericht versunken; und aus solchen Geistern, aus denen eigentlich diese ganze Erde und alle zahllos vielen anderen Welten, als Sonne, Mond und Sterne, bestehen, kommen nach einem in alle Natur unwandelbar gelegten Gesetz die Naturmenschen dieser Erde wie auch die Menschen aller anderen Welten hervor, und zwar auf dem dir bekannten Weg der vorhergehenden Zeugung und nachherigen Geburt, und müssen so erst durch Erziehung und Unterricht zu Menschen und nach der Ablegung ihres Leibes zu reinen und vollends freien Geistern herangebildet werden. Da also das Fleisch des Menschen hauptsächlich nur darum einem aus dem Gericht gehobenen Geist gegeben wird, dass er in selbem eine neue Freiheitsprobe wie in einer ganz eigenen Welt durchmache, so siehst du ja nun ganz leicht ein, dass den schon vollendeten Geistern der Leib aus Fleisch ganz unnötig wäre, indem das Fleisch nur ein Mittel, aber ewig kein Zweck ist und sein kann, da am Ende doch alles wieder rein geistig und nie mehr materiell zu werden hat. Ich sage es dir, diese Erde und dieser ganze eigentlich körperliche Himmel, als Sonnen, Monde und alle Welten, werden einst vergehen, so alle die in ihnen gerichtet gehaltenen Geister durch den Weg des Fleisches zu reinen Geistern geworden sind; aber die reinen Geister bleiben ewig und werden und können ewig nicht vergehen, so wie Ich und Mein Wort nicht.“ [GEJ.01_165,08-10]


Gottes Vorhaben mit den Menschen

„Die Menschen dieser Erde sind ihrer Seele und ihrem Geist nach so gestellt, dass sie Kinder Gottes werden können, wodurch sie dann eben dasselbe vermögen was Ich Selbst vermag, darum es denn auch schon zu den Alten durch den Mund der Propheten gesagt worden ist: Ihr seid Meine Kinder und somit Götter, wie Ich, als euer Vater, Gott bin! Um aber eine Seele so zu stellen, so muss sie, wie man zu sagen pflegt, nach einer langen Reihe von Jahren aus einer Unzahl von Seelenpartikeln aus dem Reich aller Kreaturen auf dieser Erde gewisserart zusammengefügt werden, und es ist dieses Zusammenfügen der oft endlos vielen Kreaturseelen eben das was die alten Weisen, die davon wohl Kenntnis hatten, die Wanderung der Seelen nannten. Die äußeren materiellen Formen der Kreaturen verzehren sich wohl gegenseitig, dadurch aber werden viele in den Kreaturen wohnende Seelen frei, und es vereinigen sich die gleichartigen und werden in eine nächste, höhere Stufe wieder in eine materielle Form eingezeugt, und so fort bis zum Menschen. Und wie es mit der Seele geht, so geht es auch mit ihrem jenseitigen Geist, der der eigentliche Erwecker, Fortführer, Bildner und Erhalter der Seelen bis zur Menschenseele ist, die dann erst in ihre volle Freiheitssphäre tritt und sich selbst in der moralischen Hinsicht weiter fortzubilden imstande ist. Wenn die Seele sich bis zu einem gewissen Grad der geistigen Vollkommenheit durch sich selbst erhoben hat, dann erst vereinigt sich ihr jenseitiger Licht- und Liebegeist mit ihr, und der ganze Mensch beginnt von da an, Gott in allem ähnlicher und ähnlicher zu werden; und wird dann der Leib von der Seele genommen, so ist sie dann schon ein vollkommen gottähnliches Wesen und kann aus sich heraus alles ins Dasein rufen und auch weise erhalten. Das, was Ich dir jetzt gesagt habe, findet aber nur auf dieser Erde statt und auf keinem anderen Weltkörper sonst in solch überschwänglicher Fülle wie eben auf dieser Erde, und wer Verstand hat, der verstehe es aus dem Grund, weil diese Erde eben Meinem Herzen entspricht. Da Ich Selbst aber auch nur ein Herz und nicht mehrere Herzen besitze, so kann es auch nur einen Weltkörper geben von Mir aus gestellt, der Meinem Herzen und zwar dessen innerstem Lebenspunkt völlig entspricht.“ [GEJ.10_184,02-07]

„Damit das Geistessein nicht fortwährend ein an und in den Urgeist der ewigen und unendlichen Gottheit schroffst gebundenes bleibe, hat die Gottheit Selbst zwischen Sich und den Mensch werden sollenden Geist die Materie gestellt, dass der ursprünglich göttliche Menschgeist, so er zu einer gottähnlichen Selbständigkeit gelangen will, sich aus den mehr ätherisch-seelischen Teilen ein ihm ähnliches Wesen schaffe, es mit einer substantiellen, aber dennoch auch geistig-intelligenten Seele belebe und diese dann ganz unvermerkt fortbilde in der möglichsten Freiheit ihres Willens. Und hat diese Seele in aller guten Erkenntnis und daraus erfolgten Tätigkeit so sehr zugenommen, dass sie ihrem urgöttlichen Geist ähnlich geworden ist, hauptsächlich durch die wahre Erkenntnis des einzig wahren, ewigen Gottes in der Liebe zu Ihm wie auch daraus zum Nächsten, und dabei voll Demut, Geduld und Bescheidenheit ist, dann geschieht eine für Ewigkeiten untrennbare Einigung der Seele mit ihrem urewigen Geist. Dadurch aber geschieht dann das: Die aus der Materie entstammende Seele wird dann selbst ganz Geist; der Geist aber wird dann zur Seele in der Seele und ist dadurch ein ewig freies, selbständiges und ganz gottähnlich frei selbsttätiges Wesen, begabt mit allen jenen Eigenschaften, die der urewigen Gottheit eigen sind. Dass hernach der Leib nichts mehr dabei zu tun hat und haben kann, das versteht sich ja doch leicht von selbst ohne weitere Erklärungen. Denn die Speise, die ein Mensch täglich zu sich nimmt, macht ja auch eine Zeitlang einen periodischen Nährteil des menschlichen Leibes aus, aus dem der schon gediegenere Leib und aus ihm dann auch die Seele ihre substantiell-spezifische Nahrung und Ergänzung nehmen. Wenn aber der periodische Nährleib das seinige getan hat, so wird er als für weiterhin unbrauchbar aus dem mit der Seele noch eng verbundenen gediegeneren Leib geschafft. Bliebe er als ein gar grobmaterieller Teil des Leibes im gediegeneren und mit der Seele schon näher verwandten Leib, so würde er offenbar den unvermeidlichen Tod des gediegeneren Leibes herbeiführen. Ist aber einmal die Seele im Leib gehörig ausgebildet, das heißt in ihrem Formwesen sowohl als auch im freien wie immer gearteten Erkennen, Lieben, Wollen und Handeln, so kommen nun zwei Fälle vor: Entweder ist die Seele damit auch schon für ihren göttlichen Geist ganz reif, das heißt sie ist schon ganz geistig, oder die Seele ist wohl schon für sich als ein geistiges Wesen ausgebildet und sozusagen konsistent, aber das innere, geistige Element steht noch sehr in Frage, und sie zeigt zufolge ihrer großen und notwendig ganz freien Bestimmung viel mehr Neigung, wieder ganz in die Materie überzugehen als sich in ihr geistiges Element frei hinüberzuschwingen, so wird sie in beiden Fällen des Leibes ledig gestellt. Im ersten und natürlich glücklichsten Fall hat der göttliche Menschgeist mit ihr schon seinen Zweck erreicht und benötigt sodann wohl für ewig keines materiellen Mittels mehr weil er einmal durch dasselbe seinen Zweck schon auch für ewig vollkommen erreicht hat. Oder der allsehende und all-fühlende Geist merkt es, dass seine von ihm hervorgerufene und aus der Materie gebildete Seele sich mit der Zeit wieder zu dem Element zu neigen beginnt, von dem sie eigentlich genommen ward, dann reißt sie ihr urgöttlicher Geist, wenn auch unter den größten Schmerzen, aus dem Leib und bildet sie dann erst jenseits, also im Reich der Seelen, für sich aus, aber stets so unvermerkt als möglich, denn jede unfreie und gerichtete Ausbildung einer Seele wäre schlechter noch als gar keine. Dennoch aber ist hier wohl diese Bemerkung als sehr zu beherzigen zu erwähnen, dass eine erst jenseitige Ausbildung einer Seele erstens um vieles länger dauert und dennoch nie jenen ganz allerhöchsten Grad erreichen kann, als so die Ausbildung der Seele schon diesseits, noch im Leib, geschehen ist, denn dadurch wird auch der edlere Teil des Leibes mitgeheiligt, und nahezu alles Fleisch erreicht mit der Seele und mit ihrem mit ihr vereinigten Geist eine Art Verklärung und sogleiche Auferstehung, und bildet dann für ewig ein mit Seele und Geist vollends vereintes Wesen. Allein, das erreichen auf Erden nur höchst wenige, aber kurz nach dem Leibestod recht viele.“ [GEJ.05_184,03-08]

„Niemand kann vor Gott bestehen, wenn er nicht zuvor eine gerechte Zeitlang ganz isoliert die vollste Lebensfreiheitsprobe in seinem Fleisch durchgemacht hat.“ [GEJ.06_190,03]

„Die Erde ist die Trägerin Meiner eigentlichen Kinder, die sich nach Meinem ihnen geoffenbarten Willen selbst aus ihrem freien Willen zu richten und zu erziehen haben.“ [GEJ.08_076,05]

Jesus: „Ich aber bin eben darum in diese Welt gekommen, damit die Menschen es von Mir lernen sollen so vollkommen zu werden als wie vollkommen der Vater im Himmel ist. Denn wenn die Menschen dieser Erde bestimmt und berufen sind Kinder Gottes zu werden, so müssen sie auch in allem Gott völlig ähnlich sein; denn wer Gott nicht in allem völlig ähnlich wird, der wird auch kein Gotteskind und kommt nicht zu Gott, solange er nicht Gott völlig ähnlich wird. Darum aber ist nun Meine Lehre ein wahres Evangelium, weil sie den Menschen verkündet und die Wege zeigt wie sie zur Gottähnlichkeit gelangen können. Wer demnach Mein Wort hört, an dasselbe glaubt, es in sich behält und danach tut, der wird dadurch zur Gottähnlichkeit gelangen, das ewige Leben in sich haben und ewig allerseligst sein.“ [GEJ.07_139,06-08]

„Der Mensch ist in diese Welt gesetzt worden, dass er lebe nach der in ihm von Gott treu geoffenbarten Ordnung für den alleinigen Zweck, den ihm Gott gestellt hat.“ [GEJ.10_016,04]

„Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt. Die Berufenen sind Kinder der Welt, können aber, so sie der Berufung folgen, Meine lieben Kinder und Kindlein werden. Aber die wenigen Auserwählten sind Meine Brüder und sind weder der Seele und noch weniger dem Geist nach von dieser Erde, sondern von dorther von wannen her Ich Selbst bin. Du [Dr. Zimpel] bist von dannen her, von wannen Ich bin, und bist deshalb ein rechter Bruder Meines Herzens. Das dünke dir aber durchaus nicht eitel! Denn sieh, Ich selbst bin ja von ganzem Herzen demütig. Wie sollen es dann Meine lieben Brüder nicht sein? Was Ich dir gebe, das ist dir ein Leben des Lebens. Und du wirst leben ewig, und den Abfall deines Fleisches wirst du je weder fühlen noch schmecken. Denn Meine Brüder sind frei. Frei wählten sie in Meinem Licht aus großer Liebe zu Mir des Fleisches harten Weg. Und wieder frei werden sie das Fleisch ablegen und ihre alten und dennoch ewig neuen Burgen in Meinem ewigen Jerusalem beziehen und allda mit Mir herrschen über die Unendlichkeit.“ [HiG.02_50.12.27,01-04]


Kindschaft Gottes und Inkarnation auf unsere Erde

„Die Menschen dieser Erde haben die große Bestimmung, selbstmächtige Kinder Gottes zu werden; daher müssen sie auch in aller Selbsttätigkeit aus sich selbst geübt und gebildet werden.“ [GEJ.06_111,19]

„Ohne eine Inkarnation auf Erden ist nie an eine Kindschaft Gottes zu denken, denn alles was Kind Gottes werden will, muss auch von A bis Z den Weg Gottes gehen, aus welchem Grund Geister aus zahllosen anderen Weltkörpern zu der Erde dringen, um da die Inkarnation des Menschensohns durchzumachen. Denn so wie es nur einen Gott, eine Wahrheit und ein Leben gibt, so gibt es auch nur einen Weg dazu.“ [Er.01_034,12-14]

„Wer nicht die Schule des Lebens im Fleisch auf dieser Erde durchgemacht hat, der kann nicht zur Kindschaft Gottes gelangen, sondern bleibt ewig auf der geschöpflichen Stufe der Tiere.“ [GEJ.10_236,07]

„Die ganze gefestete Erde ist eine Seele des Satans; ja, nicht nur die Erde allein, sondern auch alle anderen zahllosen übrigen Weltkörper sind gestaltet aus dieser einen Seele, welche eben in diesen Weltkörpern schon in zahllose Kompendien geteilt wurde. Der Geist aber ist nicht teilbar; sondern wo er als eine Einheit in eine große oder kleine Seele gelegt wurde, da bleibt er auch als eine Einheit. War einst die Seele des Luzifer auch noch so groß, so konnte in ihr aber doch nicht mehr als ein Geist wohnen; und dieser eine, durch sich selbst gefallene Geist kann nicht in all den zahllos geteilten Kompendien seiner einstigen konkreten Urseele wohnhaft sein. Seine Wohnung ist lediglich auf diese von euch bewohnte Erde beschränkt. Alle anderen Weltkörper, obschon Teile dieser einstigen Seele, sind von dieser Einwohnerschaft frei; daher können aber auch die Menschen jener Weltkörper, obschon in ihrer Natur gewöhnlich besser als hier auf der Erde, dennoch nie zu jener vollkommen gottähnlichen Höhe gelangen wie die Kinder aus dieser Erde, welche zwar das im Geist von Gott Allerentfernteste und das Allerletzte ist, aber eben darum im Besserungsfall das Allerhöchste und Allergottähnlichste werden kann. Und aus eben diesem Grund wählte auch Ich als der Herr diese Erde zum Schauplatz Meiner höchsten Erbarmungen und schuf auf ihrem Boden alle Himmel neu. Jeder Mensch, der hier geboren wird, bekommt einen Geist aus Mir und kann unbestreitbar nach der vorgeschriebenen Ordnung die vollkommene Kindschaft Gottes erhalten. Auf den anderen Weltkörpern aber bekommen die Menschen Geister aus den Engeln. Denn ein jeder Engel ist ein Kind Gottes und musste auf dieser Erde, so wie Ich Selbst und wie jeder Erzengel, den Weg des Fleisches durchgemacht haben, aus welchem Grund er dann auch die schöpferische Kraft in sich hat, die er aus dem Überfluss seiner Liebe und seines Lichts nehmen, sie in die neu werdenden Menschen anderer Planeten legen und sich auf diese Weise wie ein Gott Kinder seines Namens ziehen kann. Diese Kinder sind demnach nur Afterkinder, aber nicht wirkliche Kinder aus Gott, können aber wohl auch auf dem Weg einer Wiederfleischwerdung auf dieser Erde zur Kindschaft Gottes gelangen.
Seht, das ist einerseits für die Menschen dieser Erde zwar ein Nachteil, weil sie so nahe dem Bösesten aller Geister wohnen, der ihnen viel zu schaffen macht; aber auf der anderen Seite haben sie auch den unendlichen Vorteil, dass sie fürs erste einen kräftigen Geist aus Gott haben, mit dem sie leicht, wenn sie nur wollen, die Bosheit des Bösesten bekämpfen können, um dadurch fürs zweite vollkommene Kinder Gottes zu werden.“ [Er.01_053,09-14]

Jesus öffnete einigen das innere Geistesauge, dass sie am Nachthimmel ferne Welten wie ganz in der Nähe beschauen konnten (s.V.4). „Einer, der ganz auf die Oberfläche eines fernen Wandelsterns im Geist versetzt ward, und zwar auf den Uran [Uranus], der fragte Mich, ob jene vielen und sehr kräftigen Menschen, die er dort ganz gut gesehen hatte, schon eine Art Selige wären. Er wenigstens habe sie dafür gehalten; nur das hätte ihn etwas wundergenommen, dass er sie noch viel emsiger habe arbeiten sehen als selbst die fleißigsten Menschen auf dieser Erde. Viele und gar große Gebäude hatte er auch gesehen und viele, die erst mit allem Eifer erbaut wurden. Nun meinte er, ob denn im Himmelreich sich die Seligen auch so wie hier auf Erden die Menschen ihre Häuser erbauen müssten. Da sagte Ich zu ihm, zum Teil wohl auch, aber die Menschen, die du auf jener Welt gesehen hast, die sind eben noch lange keine Geister und somit auch keine Seligen, sondern sie sind für jene Welt ebenso materielle Menschen wie ihr hier auf diesem Weltkörper, nur mit dem Unterschied, dass ihr Erdenmenschen allein den Beruf*  habt, Kinder Gottes zu werden, während alle Menschen auf allen den zahllosen Myriaden von Weltkörpern im allgemeinen diesen Beruf nicht haben, obwohl sie davon gerade nicht gänzlich ausgeschlossen sind. Aber es gehört dort viel mehr dazu denn hier auf dieser Erde, die schon vom Anbeginn an dazu bestimmt ward.“ [GEJ.05_275,08-09]
*die Berufung

„Die allervollkommenste Rückkehr von einem Weltkörper zu Gott ist und bleibt nur von dieser Erde möglich, weil hier ein jeder Mensch in seiner Seele und in seinem Geist Gott vollkommen ähnlich werden kann, wenn er nur will; denn wer hier nach Gott strebt, der wird auch zu Gott kommen.“ [GEJ.07_ 017,07-08]

„In allen anderen Weltkörpern müssen sich die Menschen nicht selbst gestalten sondern sie werden von Gott, oder was eines ist, von Seinen Kindern gestaltet. Hier aber müssen sich die Menschen vollends selbst gestalten nach der geoffenbarten Ordnung, ansonsten sie unmöglich Kinder Gottes werden können. Und so ist ein vollendeter Mensch auf dieser Erde als Gotteskind in allem Gott gleich; aber ein unvollendeter Mensch ist dagegen auch tief unter dem Reich der Tiere.“ [GEJ.01_214,11]

„Der Wille des Menschen wird stets frei bleiben, und ein jeder Mensch wird in jeder Zeit die Fleischlebensprobe durchzumachen haben und wird sich in all den Begierden und Gelüsten des Fleisches möglichst selbst verleugnen und in allem demütig und geduldig sein müssen, um so Mein Reich in sich wahrhaft zu pflegen und zu vollenden. Denn ein jeder, der zu Mir wird kommen wollen, der wird auch so vollkommen sein müssen wie da Ich Selbst vollkommen bin; damit er aber das auch werden kann, darum bin Ich Selbst leibhaftig in diese Welt zu euch gekommen und zeige euch allen den Weg dazu. Lasst euch denn nicht betören und verblenden von der Welt, ihrer Materie und von den Gelüsten eures Fleisches, auf dass in euch nicht wach werde das Gericht der Welt, ihrer Materie und eures Fleisches und dadurch denn auch die eigentliche Hölle, die der wahre, zweite Tod der Seele ist.“ [GEJ.10_115,11-12]

„Leben, wie Er [Jesus] zu leben lehrt, ist schon eben jene göttliche Lebensordnung, in der allein man die Kindschaft Gottes erreichen kann.“ [GEJ.01_215,02]



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