SEELENWANDERUNG UND INKARNATIONEN
Vorleben der Seele
Stufenweise Seelenentwicklung bis zur Menschwerdung
„Alle Materie dieser Erde, vom härtesten Stein bis zum Äther hoch über den Wolken, ist Seelensubstanz, aber in einem notwendig gerichteten und somit gefesteten Zustand. Ihre Bestimmung aber ist, wieder ins ungebundene, rein geistige Sein zurückzukehren, so sie eben durch diese Isolierung die Lebensselbständigkeit erreicht hat. Um aber diese durch eine stets erhöhte Selbsttätigkeit zu erlangen, so muss die aus der gebundenen Materie frei gemachte Seele alle möglichen Lebensstufen durchmachen und muss sich in jeder neuen Lebensstufe auch wieder von neuem in einen materiellen Leib einpuppen, aus dem sie dann wieder neue Lebens- und Tätigkeitssubstanzen an sich zieht und solche sich zu eigen macht. Ist eine Seele, was ihr jenseitiger Geist aus Gott gar hell sieht, einmal in einem Leib, sei es der einer Pflanze oder der eines Tieres, durch die erforderliche Ausreifung fähig, in eine höhere Lebensstufe aufzusteigen, so veranlasst ihr sie stets fortbildender jenseitiger Geist, dass ihr der für fernerhin unbrauchbare Leib abgenommen wird, damit sie dann, als schon mit höheren Intelligenzen begabt, sich einen anderen Leib bilden kann, in dem sie eine kürzere oder auch längere Zeit hindurch sich wieder zu einer größeren Lebens- und Tätigkeitsintelligenz emporarbeiten kann, und das so fort bis zum Menschen hinauf, wo sie, als schon völlig frei, dann als im letzten Leib zum vollen Selbstbewusstsein gelangen wird, zur Erkenntnis Gottes, zur Liebe zu Ihm und dadurch zur vollen Vereinigung mit ihrem jenseitigen Geist gelangen wird, welche Vereinigung wir die Neu- oder Wiedergeburt im Geist nennen. Hat eine Menschenseele diesen Lebensgrad erreicht, so ist sie vollendet und kann alsdann als ein vollkommen selbständiges Sein und Leben nicht mehr von dem allgemeinsten göttlichen All-Sein und All-Leben zerstört und verschlungen werden.“ [GEJ.06_133,03-05]
„Naturgeister sind geistige Spezifikalpotenzen oder einzelne Ideen Meines Herzens. Wenn sie durch allerlei Kleingerichte gehörig vorbereitet und durch allerlei ihnen gegebene Tätigkeiten in Meiner Liebe ausgegoren sind, dann werden sie auch in (materielle, pflanzliche und tierische) Formen gehüllt und werden am Ende ihres Kreiswegs zu Seelen der Menschen mit aller Intelligenz, auf dass in ihnen dann Mein eigenster Liebegeist zu einem mit solchen Seelen auf ewig unzertrennbar verbundenen Wesen werde.“ [RB.02_265,03]
„Aus einer einfachen Tierseele kann aber nie eine Menschenseele werden, und man sagt darum auch, dass die Tierseele mit dem Tier stirbt, was aber natürlich nur so zu verstehen ist, dass nämlich eine Tierseele nach dem Verenden des Tieres, zum Beispiel eines Ochsen, völlig aufhört, eine Ochsenseele zu sein, weil sie sich bei ihrem Austritt aus dem Tierleib alsbald mit noch gar vielen anderen freien Tierseelen zu einer neuen und vollendeteren Seele vereinigt, sich eine Zeitlang zu einer Menschenseele qualifiziert und nachher in einen Menschenleib eingezeugt werden kann.“ [GEJ.06_165,11]
„Die Seelen der Pflanzen wie der Tiere haben ja die euch freilich noch sehr un-bekannte Bestimmung, einst selbst zu Menschenseelen zu werden. Die Pflanzen und noch mehr die Tiere sind nichts als nach Meiner Weisheit und Einsicht taugliche Vorgefäße zur Ansammlung und sukzessiven Ausbildung und Sich-Ergreifung der im unermesslichen Schöpfungsraum, ihr könnt sagen, allgemeinen Naturseelenlebenskraft, aus der auch eure Seelen, ob ursprünglich auf dieser oder auch auf einer anderen Erdenwelt, was nahe eins ist, herangebildet, herstammen.“ [GEJ.04_216,01-02]
„Jeder Mensch und jeder Geist sind dadurch groß verschieden, dass ein Geist wie nun die drei Engel hier sind, von Uranbeginn seine Freiheit aus freiem Willen weise in Meiner Ordnung gebraucht und sich fortan ewig nie wider dieselbe versündigt hat. Ein großer Teil von für deine Begriffe zahllos vielen Geistern aber haben die Freiheit ihres Willens missbraucht und sind dadurch ins angedrohte Gericht versunken; und aus solchen Geistern, aus denen eigentlich diese ganze Erde und alle zahllos vielen anderen Welten, als Sonne, Mond und Sterne, bestehen, kommen nach einem in alle Natur unwandelbar gelegten Gesetz die Naturmenschen dieser Erde wie auch die Menschen aller anderen Welten hervor, und zwar auf dem dir bekannten Wege der vorhergehenden Zeugung und nachherigen Geburt, und müssen so erst durch Erziehung und Unterricht zu Menschen und nach der Ablegung ihres Leibes zu reinen und vollends freien Geistern herangebildet werden. Da also das Fleisch des Menschen hauptsächlich nur darum einem aus dem Gericht gehobenen Geist gegeben wird, dass er in selbem eine neue Freiheitsprobe wie in einer ganz eigenen Welt durchmache, so siehst du ja nun ganz leicht ein, dass den schon vollendeten Geistern der Leib aus Fleisch ganz unnötig wäre, indem das Fleisch nur ein Mittel, aber ewig kein Zweck ist und sein kann, da am Ende doch alles wieder rein geistig und nie mehr materiell zu werden hat. Ich sage es dir, diese Erde und dieser ganze eigentlich körperliche Himmel, als Sonnen, Monde und alle Welten, werden einst vergehen, so alle die in ihnen gerichtet gehaltenen Geister durch den Weg des Fleisches zu reinen Geistern geworden sind; aber die reinen Geister bleiben ewig und werden und können ewig nicht vergehen, so wie Ich und Mein Wort nicht.“ [GEJ.01_165,08-10]
Ein Beispiel, wie aus verschiedenen Tierseelen ein Mensch wird, s. hier.
Herkunft der Seele
„Die Erde ist die Trägerin von zweierlei Arten von Menschen. Die eine und bessere Art stammt ursprünglich schon von oben, darunter zu begreifen sind die Kinder Gottes. Die andere und eigentlich schlimme Art aber stammt pur von dieser Erde ab; ihre Seele ist gewisserart eine Zusammensetzung von einzelnen Lebensteilchen, die, vom Satan genommen, in der Masse des Erdkörpers als Materie gefangengehalten werden, von dieser dann durch die Pflanzenwelt in die Tierwelt übergehen, sich durch die vielen Stufen der Tierwelt endlich dann als eine Potenz, bestehend aus zahllosen Urseelenteilchen, zu einer Weltmenschenseele ausbilden und bei den besonders ungesegneten Zeugungen in den Leibern der Weiber Fleisch annehmen und weiter, gleich wie die Kinder des Lichts aus der geistigen Sphäre der Himmel, in diese Welt geboren werden.“ [GEJ.02_169,03]
„Es wohnen auf dieser Erde oder Welt zweierlei Art Menschen. Die eigentlichen und meisten sind nach der geordneten Stufenfolge des geschöpflichen Emporklimmens der Seele und dem Leib nach pur von dieser Erde, und man kann sie Kinder der Welt nennen. Ein viel geringerer Teil der Menschen dieser Erde aber ist nur dem Leib nach von eben dieser Erde, der Seele nach aber entweder aus den verschiedenen Sternenwelten oder mitunter sogar als reinste Engelsgeister aus den reinen Geisterhimmeln. Das sind jedoch bisher die seltensten. Diese zweite und viel edlere Art der Menschen dieser Erde kann man Gotteskinder nennen, und diesen allein ist es auch vorbehalten, die Geheimnisse des Reich Gottes zu fassen, zu verstehen und nach Bedarf und nach Fähigkeit der Auffassung solche den Kindern der Welt zu lehren und ihnen zu zeigen den Weg, auf dem auch sie zu Kindern Gottes und zu Bürgern Seines Reichs werden können.“ [GEJ.05_225,03-05]
Am häufigsten gibt es Seelen, die aus dieser Erde von Uranbeginn abstammen, aber auch Engelsgeister oder Seelen aus einer Zentralsonne, aus einer minderen Planetarsonne oder aus irgendeinem außerirdisch anderwärtigen dunklen und für sich lichtlosen Erdkörper, deren es im weiten Schöpfungsraum mehr gibt als des Sandes im Meer und des sämtlichen Grases auf der Erde (s.GEJ.04_035,03-04).
„Ein Teil solcher [aus den die Sonne umgebenden harten Klumpen, s. Kap.105, V.16] aufgelösten Geister aber will noch auf irgendeinem Planeten den Weg des Fleisches durchmachen. Einige machen ihn auch in der Sonne durch, auf irgendeinem Gürtel, der ihnen natürlich am besten zusagt; nur auf diese Erde begeben sich höchst wenige, weil ihnen da der Weg des Fleisches zu beschwerlich vorkommt, denn hier müssen sie sogar alle Erinnerung an einen früheren Zustand aufgeben und ganz in ein von Anfang an neues Sein eintreten, was auf den anderen Planeten und Weltkörpern nicht der Fall ist. Allein bei allen Menschen dieser Erde tritt der sonst nirgends mehr vorkommende Fall ein, dass sie aller Rückerinnerung bar werden und daher eine ganz neue Lebensordnung und -bildung vom Anfang an beginnen, die so gestellt ist, dass mit ihr ein jeder Mensch bis zur vollsten Gottähnlichkeit emporwachsen kann. Darum kann aber auch nur eine solche Seele auf dieser Erde eingefleischt werden, die entweder aus einer Sonne, in der noch alle Urelemente beisammen sind, herstammt, alldort aber schon einen Fleischweg durchgemacht hat und somit alle jene Seelenintelligenzspezifika in sich fasst, die für die Vollendung eines höchsten Geisteslebens nötig sind, oder eine Seele stammt unmittelbar von dieser Erde und hat zuvor alle die drei sogenannten Naturreiche durchgemacht von der plumpsten Steinmaterie durch alle Mineralschichten, von da durch die gesamte Pflanzenwelt und zuletzt durch die ganze Tierwelt im Wasser, auf der Erde und in der Luft. Man nehme aber hier ja nicht den Materienleib, sondern das in dessen Gehülse enthaltene seelisch-geistige Element; denn das Gehülse ist zwar auch seelisch-geistig in der weiteren Analyse, aber es ist in sich noch zu gemein, zu träge und zu plump und ist noch ein zu schwerer Ausdruck der Eigenliebe, der Selbstsucht, des Hochmuts und des trägsten, faulen Genusses der gierigsten, geizigen und todbringend zornigen Herrschsucht. Solche Materie muss erst durch ein vielfaches Verwesen und nur teilweises Übergehen in die reinere Seelenumhäutungs- und -bekleidungssubstanz aufgenommen werden; zur eigentlichen Seelensubstanz wird daraus wohl nie etwas verwendbar sein. Es gibt darum auf dieser Erde aber auch mehr verschiedene Gattungen von Mineralien, Pflanzen und Tieren als auf allen anderen Planeten und Sonnen, natürlich jedes für sich einzeln genommen. Alle zusammen würden wohl eine größere Gattungssumme herausbringen, aber auf einem jeden anderwärtigen Weltkörper einzeln gibt es im ganzen Schöpfungsraum nicht den hunderttausendsten Teil so vieler Gattungen wie hier auf dieser Erde in jedem ihrer drei Reiche. Eben darum ist aber auch nur diese Erde allein bestimmt, im vollwahrsten Sinn Gottes Kinder zu tragen. Wie und warum aber solches?
Es hat mit dieser Erde eine höchst eigentümliche Bewandtnis. Sie gehört zwar nun als Planet zu dieser Sonne; aber sie ist, streng genommen, nicht so wie alle die anderen Planeten – mit Ausnahme des einen zwischen Mars und Jupiter, der aber aus gewissen bösen Gründen schon vor sechstausend Jahren zerstört worden ist oder eigentlich durch sich selbst und durch seine Bewohner zerstört wurde – aus dieser Sonne, sondern hat ihre Entstehung ursprünglich schon aus der Urzentralsonne und ist in einer gewissen Hinsicht ums für euch Undenkliche der Zeit nach älter denn diese Sonne. Doch hat sie eigentlich erst körperlich zu werden angefangen, nachdem diese Sonne schon lange als ein ausgebildeter Weltenklumpen den erstmaligen Umlauf um ihre Zentralsonne begonnen hatte, und hat aber dann ihr eigentlich Materiell-Körperliches dennoch hauptsächlich aus dieser Sonne an sich gezogen.“ [GEJ.04_106,01+04-08]
Von dieser Welt
„Dass sich eines Menschen Seele von dieser Welt wohl aus dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich zusammensammelt und sich bis zur Menschenseele emporschwingt, das ist euch schon zum größten Teil gezeigt, und auch, wie das in der gefesteten Ordnung geschieht.“ [GEJ.06_061,04]
„Die Seelen der Menschen rein von dieser Erde sind ein Konglomerat* aus den Mineral-, Pflanzen- und Tierseelen.“ [GEJ.04_158,03]
*Zusammengeballtes
„Die Nebelchen, die so hie und da, besonders auf hohen Steingebirgen bald über einem oder über dem anderen Felsenkranz sich entwickeln sind, wenn kein Regen vorhergegangen ist oder auch kein Schnee und dergleichen, zumeist Naturgeister, die nicht von verstorbenen Menschen herrühren, sondern erst nach Zeiten Menschenseelen und Geister werden können.“ [Er.01_034,01-02]
Von oben
„Einige Seelen sind von oben her. Diese sind kräftiger, und die argen Geister dieser Erde können ihnen weniger oder auch nichts anhaben. Solche Seelen können denn auch eine stärkere Fleischlebensprobe aushalten, ohne irgendeinen bedeutenden Schaden zu erleiden. Wird bei denen der Geist, das ist der verborgene Urlebenskeim, erweckt, und durchdringt er dann mit seinen ewigen Lebenswurzeln die Seele durch und durch, so wird das nur wenig Verdorbene an solch einer Seele sogleich ausgeheilt, und der ganze Mensch steht vollendet da, wie du solches an Mathael, Philopold und noch etlichen anderen ersehen kannst. Mancher Menschen Seelen sind gar vormalige Engel der Himmel gewesen. Nun, bei denen kann leichtlich nichts verdorben werden. Johannes der Täufer und mehrere Propheten, wie Moses, Elias, Jesaja und noch andere mehr, können dir als Beispiele dienen, und es gibt solcher noch jetzt mehrere auf dieser Erde, die aus den Himmeln gekommen sind, um hier mit Mir den schmalsten Weg des Fleisches durchzumachen. Solche Menschen sind einer schon gar starken Fleischlebensprobe fähig und ertragen sie auch stets mit der größten Aufopferung.“ [GEJ.04_034,08-09]
„Es gibt aber wohl auch kranke Menschen, die wegen der Sünden ihrer Eltern oder auch Voreltern schon vom Mutterleib aus krank in diese Welt gekommen sind. Solcher Kranken Seelen sind zumeist von oben her und machen nur eine zeitweilige Fleischprobe auf dieser Erde durch; für diese ist aber jenseits im Reich der Geister schon ohnehin bestens gesorgt, und jeder, der sie pflegt und sie mit Liebe und Geduld behandelt, den werden sie auch jenseits mit der gleichen Liebe und Geduld in ihre himmlischen Wohnungen aufnehmen.“ [GEJ.06_056,10]
Raphael zu Risa: „Zwischen deinen und des Zinka Erfahrungen besteht ein gar großer Unterschied. Er ist eine große Seele, von oben herabkommend, und hat viele und große Erfahrungen hinter sich, obwohl er nur um zehn Jahre älter ist denn du, und daher wird er vom Herrn auch gesetzt werden zum Handeln und zum Reden. Wenn aber auch du viele Erfahrungen hinter dir haben wirst, so wirst du auch gut zu reden und zu lehren haben.“ [GEJ.04_030,14]
„Alle die Propheten aber sind der Seele nach nicht von dieser Erde, sondern sie sind von oben her gedungene Arbeiter und haben zuvor mit Mir einen festen Kontrakt abgeschlossen wegen der Erreichung der Kindschaft Gottes, die nur auf dieser Erde möglich ist. Alle die großen Propheten von Anfang an bis jetzt, die eine große Offenbarung empfingen, sind die zuerst gedungenen Arbeiter im Weinberg des Herrn.“ [GEJ.06_176,07-08]
Jesus zu Philopold: „Bring deine Sachen in die von Mir verlangte Ordnung, dann komme und folge Mir, denn du sollst nicht hängen an dieser Welt, da du nicht von dieser Welt, als von unten her, sondern von einer anderen Welt, als von oben her, bist. Denn von all denen, die du um Mich her zählst bis auf wenige sind eben auch einige von deiner Welt, aber andere von einer anderen Lichtwelt und wenige von dieser Welt; und diese wenigen heißen nicht viel, denn die Welt gilt ihnen noch immer mehr denn Ich. Darum vermögen sie auch nur wenig oder nichts.“ [GEJ.01_216,02-03]
Von einer Sonnenwelt
„Etliche Seelen sind aus Sonnenwelten.“ [GEJ.05_188,16]
„Daneben gibt es auch noch Unterschiede der Seelen, die von oben her sind, in der Art, dass da einige aus den vollkommenen Sonnenwelten stammen. Diese sind kräftiger als solche, die aus den kleinen, dieser Erde ähnlichen Planeten hierherkommen, um auf dieser Erde die Kindschaft Gottes zu erreichen.“ [GEJ.04_035,01]
Für die Bewohner der natürlichen Sonne gilt: „Es kann nur eine solche Seele auf dieser Erde eingefleischt werden, die entweder aus einer Sonne, in der noch alle Urelemente beisammen sind, herstammt, dort aber schon einen Fleischweg durchgemacht hat und somit alle jene Seelenintelligenzspezifika in sich fasst, die für die Vollendung eines höchsten Geisteslebens nötig sind, oder eine Seele stammt unmittelbar von dieser Erde und hat zuvor alle die drei sogenannten Naturreiche durchgemacht von der plumpsten Steinmaterie durch alle Mineralschichten, von da durch die gesamte Pflanzenwelt und zuletzt durch die ganze Tierwelt im Wasser, auf der Erde und in der Luft.“ [GEJ.04_106,05]
Beispiele:
• Der Römer Agricola: Ihm wurde die innerste Sehe des Geistes geöffnet, sodass er das Universum im Geist bereisen konnte (s. Kap.191, V.2-5). „Von der Sonne weg wurden noch die Planeten besucht und einige nächste Sonnen, auf denen es dem Römer stets am besten behagte, so dass er in einem fort bedauerte, dass nicht er ein Bewohner solch einer großen und prachtvollst schönen Lichtwelt geworden sei. Der Engel aber sagte zu ihm: ‚Ja, mein Freund, gerade auf dieser Lichtwelt hast du der Seele nach viertausend Erdenjahre hindurch in einem Leib gehaust. Und sieh, da ist noch deine schönste Behausung, und die Menschen, die da aus und ein gehen, waren dem Leib nach deine nächsten Anverwandten. Als du aber durch einen umherwandernden Weisen belehrt warst, dass es im endlos großen Schöpfungsraum irgendwo eine Welt gibt, auf der die Menschen früher oder später völlig Großkinder des großen Gottes werden können, so sie sich entschließen können, von dieser Welt der Seele nach abgelöst zu werden, um auf jener Gotteserde noch einmal in einem schwerfälligen Leib eine Liebelebensfreiheitsprobe durchzumachen, jedoch ohne alle einstweilige Rückerinnerung an diese schönste Welt weil das Leben dort nicht die sehende Weisheit, sondern nur, besonders im Anfang, die völlig blinde Liebe zum Grund hat, so warst du damit zufrieden. Und sieh, du wurdest darauf sogleich verwandelt, und deine frei gewordene Seele wurde alsbald in einen dortirdischen Mutterleib eingezeugt, und das in der prachtvollsten Stadt der Gotteserde, auf dass du in gewissen Hellträumen nicht irgendeine geheime Sehnsucht bekämst, dich wieder hierher zu wünschen.‘“ [GEJ.06_ 192,09-11]
• Philopold: „Als du aber in der von dir im Fleisch zuletzt bewohnten Sonnenwelt, der die Weisen dieser Erde den Namen Procyon geben, die auf ihrem weiten Boden aber von ihren Bewohnern den Namen Akka hat, den lebendigsten Wunsch an den Tag legtest, als du von einem Engel vernommen hast, dass der große, allmächtige, ewige Geist als der alleinige Schöpfer und Erhalter der Unendlichkeit und alles des in ihr Seienden auf einem der allergeringsten Planeten, die im endlosen Raum kreisen in zahllosesten Massen, Selbst Fleisch und volle Menschengestalt annehmen werde, womöglich auf denselben Planeten gesetzt zu werden, um dort zu sehen und zu hören Den, der dich erschaffen hat, da kam derselbe Engel, den du hier zu Meiner Rechten als den siebten Menschen erschaust, der aber dennoch ein völlig freiester Geist ist, stellte dir haarklein und genau die schweren Bedingungen vor, die du zu erdulden bekommen werdest, so du ein Bewohner dieses Planeten, auf dem du nun stehst, werden wollest und auf demselben gewinnen die Kindschaft Gottes.“ [GEJ.01_213,02]
Von einer Sternenerde/-welt
„Viele jener zahllos vielen Menschen auf den Sternenerden wissen es durch ihre Engel, dass eine Seele nur hier auf dieser Erde zur wahren Kindschaft Gottes gelangen kann, aber nur durch ein höchst beschwerliches und mühevolles Fleischleben. Wenn sie es wünschen, so wird es zugelassen, dass ihre Seelen auch auf diese Erde ins Fleisch gezeugt werden.“ [GEJ.08_016,02]
„Ein viel geringerer Teil der Menschen dieser Erde aber ist nur dem Leib nach von eben dieser Erde, der Seele nach aber aus den verschiedenen Sternenwelten.“ [GEJ.05_225,04]
„Es haben wohl alle Seelen auf dieser Erde etwas aus allen Sternen in sich; aber vorherrschend bleibt nur das, was sie aus der Natur derjenigen Erdenwelt haben, auf der sie zuerst als vollständige Menschenseelen ausgebildet worden sind." [RB.02_265,04]
Von anderen Weltkörpern/Planeten
„Da aber hier [auf der Erde] allein die wahre und einzige Kindschaft Gottes zu erreichen ist, was alle reinen Urgeister in der ganzen Unendlichkeit gar wohl wissen und tiefst erkennen, so könnt ihr es euch wohl vorstellen, dass gar viele Geister mit Seelen aus anderen Weltkörpern auch zu dem Behuf auf diese Erde kommen um eine fremdweltliche Seele auch in der Materie dieser Erde durchgären zu lassen.“ [GEJ.05_188,14]
„Also wandern auch von anderen Welten Seelen ins Fleisch der Menschen dieser Erde, um im selben sich jene zahllos vielen geistigen Eigenschaften anzueignen, die zur Erreichung der wahren Kindschaft Gottes notwendig sind.“ [GEJ.06_061,05]
„Manche solcher [aus anderen Weltkörpern, s.V.15] fremden Seelen durchwandern oft sogar viele andere Weltkörper, bis sie sich dann erst, durch ihre Geister geleitet, auf diese Erde wagen.“ [GEJ.05_188,16]
Beispiele:
• Mathael vom Uranus: „Der Herr aber wusste auch, woher deine Seele stammte, und wie und warum sie so unbeugsam war, und ließ darum denn auch solches Allerbitterste über sie kommen, weil sie auf jede andere Weise nie und nimmer zurechtgebracht worden wäre. Es besteht in weiter Ferne eine eigene Erde im Bereich der um diese eine Sonne kreisenden Planeten, die bis jetzt kaum irgendeines Sternkundigen Auge geschaut hat. Auf dieser Erde (Uranus) leben sehr hartsinnige Menschen, die von einem einmal gefassten Plan und Vorhaben nicht eher abzubringen sind, als bis dasselbe ins Werk gesetzt wurde. Von solcher Welt werden auch dort ausgezeitigte Seelen wegen der Erreichung der Kindschaft Gottes auf diese Erde ins Fleisch gesetzt und behalten noch sehr vieles von ihrer Sinnessteife. Du bist aber gewisserart auch ein solcher Fremdling auf dieser Erde, stammst deiner Seele nach von jener Welt ab und warst darum so steifsinnig und unbeugsam in deinem Vorhaben. Um diese deine Seele beugsam zu machen und deine anderweltliche Seelennatur so zu gestalten, dass sie für die rechte und freieste Wahrheit aus Gott empfänglich werde um eingehen zu können in die göttliche Liebe und durch sie in die vollwahre Kindschaft Gottes, war dieser Weg der allein wahre und wirksame. Du musstest in der Hölle der Geister und Seelen dieser Erde gleichwie die Seelen der Kinder dieser Welt, eine gewisse Ausreifung erhalten, musstest sogestaltig durch die engste Pforte gehen, um als ein veredelter Lebenssaft in die höhere Region des Lebens aufsteigen zu können. Du stehst darum schon als solcher nun vor Gott, dem Herrn alles Lebens.“ [GEJ.03_237,06-10]
• Robert Blum: „Deine Seele ist schon auch so etwas, nur eben nicht von dieser Erde, sondern von einer anderen. Etwas davon, das mit dem Fleisch deines Leibes zusammenhing, ist wohl von dieser Erde hinzugekommen; aber im Ganzen gehörst du zu den Seelen der Erdenwelt, die da Uranus heißt.“ [RB.02_265,03]
„Robert und sein Gehilfe Peter sind ganz weg, wie man sagt, vor lauter Verwunderung über Verwunderung. Beide aus dem Uranus abstammend.“ [RB.02_286,02]
Vom Mond
„Des Mondes Menschen haben zuallermeist die Sehnsucht, bald Einwohner dieser Erde zu werden, was denn so ganz eigentlich auch ihre Bestimmung ist. Und haben sie auf ihrer Welt den Leib abgelegt, so wandern ihre Seelen, wenn sie sich in ihrem Fleischleben dafür würdig gemacht haben, sogleich auf diese Erde und werden bei entsprechenden Gelegenheiten in einen Mutterleib eingezeugt, als Kinder dieser Erde wieder geboren und wachsen dann auf und genießen die Erziehung der Erdenmenschen, wodurch sie wenigstens die Fähigkeit erreichen, entweder schon hier oder jenseits auf den Weg der Kinder Gottes gestellt zu werden. Dieser Menschen Seelen bestehen aus der Substanz des Mondweltkörpers.“ [GEJ.06_120,07-08]
Mögliche Erkennungszeichen der Herkunft der Seele
„Seht, die Seele behält auch in ihrem notwendig finsteren Fleisch ein gewisses Gefühl davon, woher sie ist, und kehrt selbst des Fleisches Ohren und besonders die Augen gern dahin von wo sie urständig abstammt. Menschen, die ihre Blicke gern nach oben richten und gern der Berge Höhen besteigen, auch gern jene Laute vernehmen, die irgend aus der Höhe an ihr Ohr kommen, sind sicher auch von oben her. Aber Menschen, die ihre Blicke zumeist auf den Erdboden richten und in selbem herumwühlen und allerlei Schätze suchen und nur selten ihre Augen und Ohren nach aufwärts richten, die sind auch ganz sicher von unten her. Nach diesem könnt ihr, wenn ihr darauf achtet, auch schon so recht klar erkennen wen ihr vor euch habt. Menschen, die von oben her sind, sind gewöhnlich auch sehr erfinderisch und bringen allerlei Künste und Wissenschaften zuwege; aber sie sind dennoch alle mehr oder weniger hartgläubig, denn sie wollen alles ganz klar bewiesen haben.“ [GEJ.06_178,09-10]
„Es haben wohl alle Seelen auf dieser Erde etwas aus allen Sternen in sich; aber vorherrschend bleibt nur das, was sie aus der Natur derjenigen Erdenwelt haben, auf der sie zuerst als vollständige Menschenseelen ausgebildet worden sind.“ [RB.02_265,04]
„So ist z. B. eine übertriebene Reise- und Handelslust eine Einwirkung des Merkur, wie er auch als solcher schon bei den uralten Weisen bekannt war. Von der Venus rührt das schöngeistige verliebte Wesen her, wie es ebenfalls schon den alten Weisen bekannt war; vom Mars die Kampf- und Herrschlust, wie es auch die alten Weisen gekannt haben; vom Jupiter eine übertriebene pedantische Ehrsucht zufolge tiefer Gelehrsamkeit; vom Saturn eine leichte Erregbarkeit der Leidenschaften; vom Uranus eine große Prachtliebe und vom Miron eine übertriebene Lust zu allerlei Künsten wie Musik, Poesie, Malerei, Mechanik, Industrie aller Art u. dgl. m.“ [GS.02_122,08]
Der „Menschen Seelen, die aus der Substanz des Mondweltkörpers bestehen, haben besonders in ihrem Traumleben einen hervorragenden Zug dahin, von wo sie ausgegangen sind, was sich besonders zu der Mondvolllichtzeit am stärksten wirkend zeigt, weil sich durch das Mondlicht eine größere Menge substantieller Seelenspezifika zur Erde senken und die bezeichneten Mondseelenmenschen erregen und anziehen.“ [GEJ.06_120,08]
Wunsch der Seele, sich hier zu inkarnieren
„Wenn aber fremde Geister aus anderen Weltkörpern hier [in der obersten Luftregion, s.V.1] anlangen, da prüft er [ein dort befindlicher reinster Geist, s.V.3] sie, und wenn er sie als tüchtig befindet, so führt er sie auf den rechten Wegen zur Erde nieder, ist bei den Zeugungen durch seinen Einfluss zugegen, hilft solchen neuen angekommenen Geistern auf den Weg des Fleisches dieser Erde und sorgt dann auch, dass diese Geister genau jene prüfenden Wege im Fleisch durchgeführt werden, welche Wege sie anderweltenorts, um Kinder des Herrn zu werden, zu wandeln beschlossen haben.“ [Er.01_028,09]
„In den großen Welten aber gibt es hie und da doch auch Weise, die zuweilen mit höheren Geistern gewisserart zusammenkommen und sich von ihnen in der tieferen Erkenntnis Gottes unterweisen lassen. Da geschieht es denn zuweilen, dass hie und da einen Geweckteren die Begierde anwandelt, auch ein Kind Gottes zu werden. Denn in allen den Welten wissen die Weisen durch die sich ihnen offenbarenden höheren Geister, dass es in dem weiten Schöpfungsraum eine Welt gibt, auf der die Menschen Gotteskinder sind, und dass da auch eine Seele, wenn sie in ihrer Welt ihres Leibes bar geworden ist, auf jene glückliche Welt von neuem in einen aber wohl ganz grobfleischlichen Leib treten kann. Von dem Augenblick an aber, da jemand ernstlich den Wunsch äußert, wird ihm alles haarklein vorgestellt, was er auf dieser Welt wird zu bestehen haben. Einmal wird der Seele alle Erinnerung an den früheren guten Zustand derart benommen werden, dass sie in der neuen Welt, aus einem Weib mit dem unvollkommenen Leib zur Außenwelt geboren, nahe in einem ganz bewusstlosen, untersten Tierzustand dasteht und sich nicht einmal vom neuen Dasein die allergeringste Rechnung zu geben imstande ist. Erst nach und nach, etwa nach einem Jahr, fängt sich ein ganz neues Bewusstsein aus den durch die Sinne wahrgenommenen Bildern, Erscheinungen und Wahrnehmungen zu entwickeln an; das Gedächtnis und die frische Rückerinnerung an das Empfundene sind dann die alleinigen Wegweiser und Behelf auf der neuen Bahn des diesirdischen Lebens. Da kommen keine höheren Geister, von Gott gesandt, um das Kind in eine höhere und tiefere Erkenntnis zu führen, sondern die Eltern mit ihren gemachten Erfahrungen müssen bemüht sein, das Kind auf eine bessere Bahn zu bringen. Das Kind muss darauf viel lernen, muss sich selbst zu bestimmen anfangen, muss suchen und bitten, muss Angst, Hunger, Durst, allerlei Schmerz und Entbehrungen ertragen, muss sich bis auf den letzten Lebenspunkt demütigen lassen, und am Ende solchen Lebens kommt dann gewöhnlich eine schmerzhafte und schwere Krankheit, dem Fleischmenschen das Leben zu nehmen. Hat der Mensch alle die geforderten und vorgeschriebenen Lebensbedingungen erfüllt, hat er Gott über alles und seinen Nächsten, selbst dann, wenn der ihn als ein arger Feind verfolgt hatte, mehr denn sich selbst geliebt, dann hat er in sich den in seiner Seele Herz gelegten Gottesgeistfunken belebt und zum Wachsen erweckt. Von da an erst wächst der Gott im Menschen, durchdringt die Seele, macht sie sich ebenbürtig, und so ist der frühere Naturmensch aus dem tiefsten Nichtigkeitsschlamm zu einem Gotteskind geworden, das sich in solch einem vollendeten Zustand aller jener Vollkommenheiten zu erfreuen hat, die in Gott Selbst vorhanden sind. Siehe, Freund Murel, wie ich es dir jetzt kundgetan habe, so allgemein und kurz als möglich, geradeso wird es einem Menschen in einer Sternenwelt vorgestellt; und so er es dann vollkommen lebensernst verlangt, wird er des leichten Leibes ledig in einem Augenblick und unbewusst, wie ebenso schnell, zur Einzeugung auf diese Erde überbracht, und da steht ein solcher Mensch dann, wie eben ich nun und du selbst, vor dir.“ [GEJ.03_221,05-10]
Jesus zu einem Inder: „Sieh hinauf zu den Sternen! Ich sage dir, dass sie alle weltengroße Erden sind, auf denen auch Menschen wie hier wohnen. Viele jener zahllos vielen Menschen auf den Sternenerden wissen es durch ihre Engel, dass eine Seele nur hier auf dieser Erde zur wahren Kindschaft Gottes gelangen kann, aber nur durch ein höchst beschwerliches und mühevolles Fleischleben. Wenn sie es wünschen, so wird es zugelassen, dass ihre Seelen auch auf diese Erde ins Fleisch gezeugt werden. Sind sie aber einmal da, so müssen sie sich auch das durchzumachen gefallen lassen auf eine kurze Zeit, weil sie dadurch auch für ewig den Triumph der vollen Gottähnlichkeit ernten, und dafür können sie sich schon auch etwas gefallen lassen, da doch Ich Selbst aus Liebe zu Meinen Kindern Mir auch freiwillig gar vieles gefallen lasse und Mir noch ein Größtes und Bitterstes werde müssen gefallen lassen, zum Heil aber für Meine Kinder. Das Reich Gottes kann nur mit Gewalt und großen Opfern gewonnen werden.“ [GEJ.08_016,01-03]
Jesus zu Philopold: „Meinst du wohl, dass du mit Gott, deinem Schöpfer, zuvor keinen Kontrakt gemacht hast und nicht eingegangen bist in alle dir oft vorgehaltenen Bedingungen, die fürs Leben auf diesem Planeten überaus nötig sind? Sieh, Tor, das ist bereits der zwanzigste Weltkörper, auf dem du leiblich lebst; dein gesamtes fleischliches Alter beträgt schon an Jahren dieser Erde eine solch große Zahl, die die Zahl des feinsten Sandes in allen Meeren der Erde bei weitem übertrifft. Welch eine, für keinen im Leib wandelnden Menschen möglich denkbare, nahe endlose Zeitendauer aber bestandest du als ein reiner Geist im vollsten Sein und klarsten Selbstbewusstsein im endlosen Raum mit zahllosen anderen Geistern freiest lebend und das freieste Leben in aller Kraft hoch und wohl genießend. Als du aber in der von dir im Fleisch zuletzt bewohnten Sonnenwelt, der die Weisen dieser Erde den Namen Procyon geben, die auf ihrem weiten Boden aber von ihren Bewohnern den Namen Akka hat, und zwar überall mit einem und demselben Akzent weil die Bewohner derselben nur eine Sprache reden, den lebendigsten Wunsch an den Tag legtest, als du von einem Engel vernommen hast, dass der große, allmächtige, ewige Geist als der alleinige Schöpfer und Erhalter der Unendlichkeit und alles des in ihr Seienden auf einem der allergeringsten Planeten, die im endlosen Raum kreisen in zahllosesten Massen, Selbst Fleisch und volle Menschengestalt annehmen werde, womöglich auf denselben Planeten gesetzt zu werden, um dort zu sehen und zu hören Den, der dich erschaffen hat, da kam derselbe Engel, den du hier zu Meiner Rechten als den siebten Menschen erschaust, der aber dennoch ein völlig freiester Geist ist, stellte dir haarklein und genau die schweren Bedingungen vor, die du zu erdulden bekommen werdest, so du ein Bewohner dieses Planeten, auf dem du nun stehst, werden wollest und auf demselben gewinnen die Kindschaft Gottes. Du nahmst alle Bedingungen an.“ [GEJ.01_213,01-03]
Zur Inkarnation während Jesu Erdenwandel erklärt der Engel Archiel dem Philopold: „Er [Jesus] ist eben Derselbe, dessentwegen du und noch viele andere die Akka verlassen haben geistig und sind auf dieser Erde des Herrn wegen eingeboren worden ins Fleisch dieser Erde. Es ist aber in der ganzen Schöpfung – und das auf allen Weltkörpern, die irgend von vernünftigen Wesen unter menschlicher Gestalt bewohnt werden – die volle Menschwerdung des Herrn im Fleisch durch uns bekannt gemacht worden; aber nur von sehr wenigen Welten ist es den wenigen Geistern gestattet worden, ins Fleisch dieser Erde zu treten. Denn der Herr kennt alle Natur aller Welten im endlosen Raum, so auch die Natur und Fähigkeit der Bewohner und deren Geister, von denen eine oder die andere Welt bewohnt wird, und weiß daher am besten, ob ein Geist in dieser Erde Fleisch taugt oder nicht. Wo irgendetwas Taugliches war, das ist auch hierher versetzt worden; aber die Zahl der hierher Versetzten ist nur klein und übersteigt zehntausend nicht um irgendeine namhafte Zahl. Aber unter diesen bist du einer der glücklichsten; denn so du es willst, kannst du vom Herrn als Jünger gleich allen denen, die mit Ihm hierher gekommen sind, angenommen werden.“ [GEJ.01_215,03-06]
Verlust der Rückerinnerung an Vorleben
„Bei allen Menschen dieser Erde tritt der sonst nirgends mehr vorkommende Fall ein, dass sie aller Rückerinnerung bar werden und daher eine ganz neue Lebensordnung und -bildung vom Anfang an beginnen, die so gestellt ist, dass mit ihr ein jeder Mensch bis zur vollsten Gottähnlichkeit emporwachsen kann.“ [GEJ.04_106,04]
„Wenn ein Kind der Sprache mächtig wird, dann erst tritt auch ein rechtes Bewusstsein in die Seele, jedoch ohne Rückerinnerung, denn diese könnte man bei der höheren Weiterbildung der Seele auch durchaus nicht brauchen.“ [GEJ.04_120,16]
Auf die Frage, warum man bei der Inkarnation auf der Erde keine Rückerinnerung behält, erklärt ein Engel: „Weil es sich hier darum handelt, ein völlig neues Geschöpf zu werden, und das aus und in Gott. Bist du einmal geworden ein völlig neues Geschöpf aus Gott und hast erreicht die Kindschaft Gottes, so wird dir alles wiedergegeben werden. In allen zahllos anderen Welten wirst du zu dem aus- und inwendig gestaltet, was du sein musst; hier aber überträgt Gott die äußere Gestaltung schon der Seele, die sich ihren Leib selbst erbaut nach der Ordnung, in der sie geschaffen ist; ganz besonders aber muss jeder Geist, der in die Seele gestellt ist, vorerst die Seele bilden durch die Haltung der ihm äußerlich gegebenen Gesetze. Hat die Seele dadurch den rechten Grad der Reife und Ausbildung erreicht, so tritt dann der Geist völlig in die ganze Seele über, und der ganze Mensch ist dadurch vollendet, ein neues Geschöpf, zwar im Grund des Grundes immer aus Gott weil der Geist im Menschen eigentlich nichts als ein Gott im kleinsten Maß ist, weil völlig aus dem Herzen Gottes. Aber der Mensch ist das nicht durch die Tat Gottes, sondern aus seiner höchst eigenen, und ist eben darum ein vollwahres Gotteskind. Und ich sage dir das noch einmal in aller Kürze: In allen anderen Weltkörpern müssen sich die Menschen nicht selbst gestalten, sondern sie werden von Gott, oder was eines ist, von Seinen Kindern gestaltet. Hier aber müssen sich die Menschen vollends selbst gestalten nach der geoffenbarten Ordnung, ansonsten sie unmöglich Kinder Gottes werden können. Und so ist ein vollendeter Mensch auf dieser Erde als Gotteskind in allem Gott gleich, aber ein unvollendeter Mensch ist dagegen auch tief unter dem Reich der Tiere.“ [GEJ.01_214,08-11]
„Die Seele des Menschen als die höchst potenzierte Zusammenmengung von Mineral-, Pflanzen- und Tierseelen, hat für ihre Präexistenzen keine Rückerinnerung weil die speziellen Seelenteile in den oben benannten drei Reichen keine eigene und streng gesonderte, sondern für ihre Art nur aus dem allgemeinen Gottraumleben gewisserart entliehene Intelligenz besaßen. Es sind zwar in einer Menschenseele alle die zahllos vielen speziellen Vorintelligenzen vereinigt beisammen, und das bewirkt, dass die Menschenseele aus sich alle Dinge wohl erkennen und verständig beurteilen kann, aber ein spezielles Rückerinnern an die früheren Bestands- und Seinsstufen ist darum nicht denkbar und möglich, weil in der Menschenseele aus den endlos vielen Sonderseelen nur ein Mensch geworden ist. Wenn aber der Mensch vom Geist alles Lebens und Lichts vollends durchdrungen wird, so wird er solche Ordnung auch so in sich erschauen wie Ich Selbst sie in Mir ewig und allzeit erschaue, dass nämlich aus Mir alles besteht und Ich Alles in Allem bin.“ [GEJ.08_029,11-12]
„So ein Mensch in diese Welt geboren wird und wegen seiner vollen Freiwerdung noch einen Leib zu tragen bekommt, so ist das höchst weise von Gott schon so eingerichtet, dass er als eine vollständige Seele sich aller der notwendigen Vorzustände in ihren übergänglichen, aber noch immer gesonderten Beständen ebenso wenig erinnern kann und mag, wie dein Auge die kleinen Einzeltropfen des Meeres aus denen es besteht, sehen und unterscheiden kann. Denn wäre einer Menschenseele das gegeben, so würde sie diese Einung aus so endlos verschiedenen Seelensubstanz- und Intelligenzteilen nicht ertragen, sondern sich selbst allerhastigst aufzulösen trachten, gleichwie sich da auflöst ein Wassertropfen auf glühendem Eisen.“ [GEJ.10_021,05]
„Um die Seele des Menschen zu erhalten, muss ihr eben durch die Einrichtung ihres sie einschließenden Leibes jede Rückerinnerung völlig benommen werden bis zur Zeit ihrer vollen inneren Einigung mit ihrem Geist der Liebe aus Gott, denn dieser Geist ist gleichsam der Kitt, durch den alle die endlos verschiedenen Seelenintelligenzteile zu einem ewig unzerstörbaren Ganzwesen gefestet werden, sich in aller Klarheit durchleuchten, erkennen, begreifen und als ein vollendetes, gottähnliches Wesen Gottes Liebe, Weisheit und Macht loben und preisen.“ [GEJ.10_021,06]
„So aber Gott den Menschen auch zur Welt ganz nackt und in jeder Hinsicht aus sich heraus völlig unbehilflich zur Welt geboren werden lässt, so geschieht das darum, um das Menschenleben schon da freizugeben, damit dasselbe an das Sich-selbst-überlassen-Sein sich schon von der Geburt aus angewöhnen soll. Dieser Lebens-Trennungsprozess muss darum auch mit der Geburt seinen An-fang nehmen, wo das Kind noch keiner Vorstellung, keines Begriffs und somit auch keines eigentlichen Schmerzes fähig ist; weil bei einer solchen Lebenstrennung, so sie dem Menschen in einem begriffsfähigen Zustand geschähe, er den Schmerz und die zu große Trauer gar nicht ertragen könnte. Trauert doch ein Mensch, so durch des Leibes Tod einer seiner besten Freunde gewisserart von seinem Lebensband getrennt wird, um wie viel mehr würde der Mensch erst trauern, so er mit vollstem Bewusstsein sich von seinem eigensten Lebensvater trennen sollte? Was denn am Ende dennoch geschehen müsste, weil ohne diesen an und für sich noch so schmerzlichen Akt kein Leben neben Gott frei gestellt werden könnte. So aber des Herrn höchste Weisheit und Liebe solch eine notwendigste Trennung in einen nahe ganz empfindungslosen Zustand des Menschen versetzt, ihm, zum anfangs ganz gebundenen geistigen Leben, ein äußeres Naturleben gibt, das vor dem Geist das ehemalige, mit Gott vereinte Leben auf eine unbestimmte Zeit verbirgt, auf dass der Geist sich solche Trennung desto leichter angewöhne und sich in sein künftiges absolutes freies Leben desto unbeirrter finden könne, sage, kann ein Mensch dann darum die Gottheit schmähen oder gar leugnen, so Sie tut, was Ihr Ihre eigene höchste Liebe, Weisheit und Ordnung gebietet?“ [RB.01_027,04-06]
Jesus zu dem verstorbenen und neu belebten Sohn einer Witwe: „Du sagtest, dass der Tod dann wohl auch gewisserart gut sei, so man einmal völlig tot ist, weil man da nichts mehr höre, sehe und fühle und somit um sich nichts mehr wisse; aber das, Mein lieber Sohn, ist wohl nicht so, wie du nun nach deinem Gefühl urteilst. Dir kommt es nun freilich so vor, als wärest du in deinem leibestoten Zustand völlig tot und bewusstlos gewesen, aber dem war nicht so. Denn dass du nun keine Rückerinnerung an das hast, was deiner Seele in ihrer Abwesenheit vom Leib alles begegnet ist, das habe Ich ganz weise angeordnet; denn wäre deiner Seele die Rückerinnerung geblieben an das, wie sie im Paradies sich höchst wohl und selig unter vielen Engeln befand, und wie sie dann traurig geworden ist, als ihr diese verkündeten, dass sie nach dem Willen Jehovas noch einmal in ihren Leib werde zurückkehren müssen, so würdest du dich als nun wieder mit deinem Leib vereint, nicht so heiter wie jetzt befinden. Ich könnte dir die vollste Rückerinnerung gleich wieder verschaffen so Ich das wollte; doch Ich würde dir dadurch nichts Gutes erweisen weil du dadurch für diese Welt, in der du noch vieles zu wirken bekommen wirst, auf viele Jahre hin völlig untüchtig werden würdest.“ [GEJ.09_036,10-11]
Aufenthaltsort der zur Menschwerdung bereiten Seele
„Das Hineinlegen des gesunden, schönen Samens bedeutet entsprechend das erste Werden des Menschen. Es ist gleich dem Eingefleischtwerden der an und für sich schon ganz ausgebildeten Seele, deren vorleiblicher Aufenthalt die Luft, besonders in der Mittelregion der Berge, ist, wo gewöhnlich die Baumregion aufhört, bis zur Schnee- und Eisregion hinauf. Wenn eine einmal ganz beisammen seiende Seele die gehörige planmäßige Konsistenz in der Luft erreicht hat, so steigt sie tiefer und tiefer bis zu den Wohnungen der Menschen herab, bekommt dann aus dem Außenlebensätherkreis, den ein jeder Mensch um sich hat, eine gewisse Nahrung und bleibt wo sie angezogen wird durch die Homogenität ihres Wesens. Wenn dann irgend Gatten sich durch den Naturtrieb genötigt fühlen, eine Begattung zu begehen, so erhält eine solche vollreife und dem Gattenpaar zunächststehende freie Naturseele aus dem Außenlebensäther eine momentane Kunde, oder sie wird durch die vermehrte Kraft des Außenlebenskreises der Gatten als homogen* angezogen, tritt mit einem gewissen Zwang während der Begattungshandlung in den Strom des Mannes und wird durch diesen in ein kleines Ei gelegt, was man die Befruchtung nennt. Und sieh, von da an gleicht die Lebensseele dann schon dem Samenkorn, das irgend ins Erdreich gelegt ward, und macht im Mutterleib alle die Stadien entsprechend durch bis zur Ausgeburt in die Welt, die das Samenkorn in der Erde durchgemacht hat, bis es den Keim treibt über den Erdboden. Von da an beginnen dann die verschiedenen Stadien der zuerst äußeren und hernach der inneren Bildung.“ [GEJ.02_216,02-05]
*Gleichartigkeit
„Sieh her! Da vor der Tür steht schon eine Menschengestalt wie die eines Kindes und wartet, bei einer nächsten Zeugung in den Leib einer Mutter aufgenommen zu werden. Und hinter dieser Seelenerscheinung siehst du eine Lichtgestalt; das ist schon dieser Seele jenseitiger Geist, der dafür Sorge tragen wird, dass diese gegenwärtig noch Naturseele bei der allernächsten Gelegenheit in einem Mutterleib versorgt wird.“ [GEJ.10_185,04]
Besondere Inkarnationen
Engelsgeister
„Gar viele Engel werden den Weg des Fleisches so durchmachen wie Ich Selbst als der höchste Geist Gottes ihn nun durchmache, auf dass sie dann Gottes wahre Kinder werden können. Aber da werden sie sich selbst eine rechte, noch nie in einem Fleisch gewesene Seele erwählen und sie in das Fleisch einer reinen Mutter geben, und sie werden dann sorgen für das Weitergedeihen und für die rechte Lebensbildung nach ihrem Licht und nach ihrer Kraft, auf dass eine solche Seele erstarke für die ewige Einigung mit ihnen.“ [GEJ.05_267,08-09]
„Manche Menschen sind gar vormalige Engel der Himmel gewesen. Nun, bei denen kann leichtlich nichts verdorben werden. Johannes der Täufer und mehrere Propheten, wie Moses, Elias, Jesaja und noch andere mehr, können dir als Beispiele dienen, und es gibt solcher noch jetzt mehrere auf dieser Erde, die aus den Himmeln gekommen sind, um hier mit Mir den schmalsten Weg des Fleisches durchzumachen. Solche Menschen sind einer schon gar starken Fleischlebensprobe fähig und ertragen sie auch stets mit der größten Aufopferung.“ [GEJ.04_034,09]
Es inkarnieren auf der Erde „mitunter sogar reinste Engelsgeister aus den reinen Geisterhimmeln. Das sind jedoch bisher die seltensten.“ [GEJ.05_ 225,04]
Beispiele von Inkarnationen von Engeln auf der Erde:
• Erzengel Raphael
1. Inkarnation als Henoch, Sohn des Jared und erster Prophet und Gotteslehrer der ersten Nachkommen Adams (s. HGt.01_039,13; GEJ.07_058,26-29; GEJ.07_067,06; GEJ.08_010,04; GEJ.09_213,06; GEJ.09_119,12; GEJ.09_120,06; GEJ.10_217,05). Raphael über sich während Jesus Erdenwandel: „Fürs erste bin ich allem nach ein Mensch wie du, nur mit dem freilich bedeutenden Unterschied, dass ich nun diesen dir sichtbaren Leib in mein reingeistiges Wesen umwandeln kann, und dass ich als ein Mensch mit Fleisch und Blut schon vor nahe viertausend Jahren, noch vor der Noahischen Sündflut, treu Gott dem Herrn ergeben auf dieser Erde viele Jahre hindurch gelebt und gehandelt habe. Nun aber bin ich ein Bürger der Himmel Gottes und Sein Diener und Knecht für ewig. Meine Macht ist Gottes Macht; daher vermag ich denn auch alles was der Geist in mir will.“ [GEJ.10_017,03-04]
Wegen einer 2. Inkarnation erklärt Raphael: „Habt ihr den Willen des Herrn vollends erkannt, ihn in eure Herzen aufgenommen, und werdet ihr dann nur allein nach diesem neuen Willen in euch tätig sein, so wird zwischen euch und mir aber dann auch gar kein Unterschied sein; im Gegenteil, ihr werdet nur noch Größeres zu leisten imstande sein, weil ihr den Weg des Fleisches schon durchgemacht habt, während solcher mir noch einmal durchzumachen bevorsteht, wenn auch ich meine nunmalige pure Gottesdienerschaft mit der Gotteskindschaft umgetauscht haben will. Ich wollte nun lieber schon das sein, was ihr seid, aber es kommt da allein auf den Willen des Herrn an, wie, was und wann Er es will!“ [GEJ.05_082,03]
• Erzengel Gabriel
Inkarnation als Urvater Jared, Sohn des Mahleels und Vater von Henoch (s. GEJ.09_119,11; GEJ.09_120,06).
• Erzengel Michael
1. Inkarnation als Sehel, Sohn des Seth (s. GEJ.05_235,09; GEJ.01_002,01) Der Herr als „Abedam beugte sich nieder zur Erde und erhob alsbald den armen Sehel von der Erde, drückte ihn dann an Seine Brust und sagte zu ihm, wie zu allen: Sehel, Ich sage dir, du bist kein Mensch mehr, sondern ein reiner und großer Engel des allererhabensten Himmels. Ja, Ich sage dir, was du jetzt bist, das warst du schon im Mutterleib, ein unsterblicher Urabstämmling aus dem allerhöchsten der Himmel, allda niemand wohnt denn allein die allerunschuldigste Liebe der kleinsten Geister, die aber eben darum die allermächtigsten sind und die allerweisesten, da sie in der allerinnersten, heiligsten Tiefe Meines Herzens wohnen. O Sehel, du Mein großer Liebling, erkennst du Mich jetzt, wie du Mich schon vor Ewigkeiten erkannt hast, dass Ich dein lieber, heiliger Vater bin? Erinnerst du dich, wie du an Meiner Seite schwebtest den endlosen, noch gänzlich leeren Raum entlang, und Ich zu dir sagte: Getreuer Bruder Meiner Liebe! Sieh, so ist uns ein Bruder [Luzifer] gefallen hinab in die endlose Tiefe, die da endlos und ewig erfüllt ist mit dem Feuer Meiner allerunendlichsten und ewigsten Gottheit. Hier lass uns aus dieser Träne in Meinem Auge eine erste Sonne gründen, und du darauf sagtest: ‚Heiligster Vater! Dein heiliger Wille geschehe!‘ Und da du Mir solches sagtest, erinnerst du dich nun wieder, wie da auch deinen Augen eine Träne entfiel und Ich dann diese deine Träne segnete und sagte: Lieber Bruder Meiner ewigen, unendlichen Liebe, sieh, durch diese deine Träne soll diese Sonne, diese erste und größte, befruchtet sein, damit da aus ihr erfüllt werden soll dereinst der ganze endlose Raum mit zahllosen Kindern ihresgleichen bis dahin, daselbst das ewige Feuer Meiner Gottheit den ewigen Anfang nimmt.“ [HGt.02_061,23-29]
2. Inkarnation als Elias, „einer der größten und mächtigsten Propheten“ [GEJ.01_172,24] Jesus bei Seiner Verklärung auf dem Berg Tabor, wo Elias hinzukommt (s.V.4): „Du warst in jüngster Zeit doch auch mit Mir auf der Erde [als Johannes der Täufer, s. 3. Inkarnation], hat dir des Herodes Werk an deinem Fleisch wohlgetan? Sagte Elias: Auf Erden nicht, aber umso wohler hier, und ich möchte trotz aller der großen Seligkeit, die nun für ewig mein Teil ist, Dir zulieb noch hundertmal den Fleischesweg durchwandeln, so elend und dornig er auch ist! Ich aber redete mit den beiden Propheten und sagte zu Elias: Am Ende der Zeiten dieser Erde wirst du wohl noch einmal im Fleisch zu den Menschen der Erde gesandt werden, aber nicht mehr mit verdeckter innerer Geistessehe sondern so und noch heller denn die beiden früheren Male unter den Namen Sehel und später Elia, und der Bruder Moses wird dich geleiten, aber pur im Geist, denn sein Fleisch bleibt bis ans Ende der Zeit ein Eigentum der Erde. Aber dann wird alles Fleisch dieser Erde ins Geistige umgewandelt werden; du wirst dessen aber nimmer bedürfen, indem Ich dir ohnehin einen neuen Leib gab für ewig. Wache Mir aber wohl über die Kinder Israels, bis Ich heimkehren werde in Kürze, so Mein größtes Werk vollendet sein wird. Alsdann auch werde Ich dir geben einen festen Stuhl in Meinem neuen Reich. Denn sieh, es ist nun die Zeit da, die Ich dir dereinst auf Erden gezeigt habe, da Ich alles neu schaffe, zuerst Meine Geisterwelten, und später einmal wird dasselbe auch mit der Materie geschehen, bis sie den rechten Grad der Vollgärung erlangt haben wird.“ [GEJ.05_235,06-07+09-10]
3. Inkarnation als Johannes der Täufer, Sohn des Zacharias (s. GEJ.01_002, 01; GEJ.01_144,14; GEJ.05_237,03+06-08; GEJ.07_027,11-12; GEJ.01_ 144,18; GEJ.08_138,04; GEJ.09_119,04-05+10-11; GEJ.09_120,06). „In Johannes, der am Jordan die Buße predigte und die Bekehrten mit dem Wasser taufte, wohnte der Geist des Propheten Elias, und dieser war eben derselbe Engelsgeist, der den Luzifer im Urbeginn besiegte und später auf dem bekannten Berg um den Leichnam Mosis mit eben dem Luzifer rang (also Michael).“ [GEJ.01_002,01]
Eingreifen höllischer Geister
Bei der Erschaffung des menschlichen Körpers im Mutterbauch „würde die Richtung verfehlt sein, und dadurch auch die Form, wenn die Geister nicht den Intelligenzspezifika durch ihre weise Willenskraft den rechten Weg vorzeichneten, was sogar manchmal geschehen kann, wenn sich die Mutter, die so ein Kind in sich trägt, manchmal in ihrem Gemüt in die Hölle begibt, wo dann freilich Meine guten Geister und Engel nicht volle werktätige Gesellschaft leisten können. Die Folge solchen Übels ist gewöhnlich eine Missgeburt oder manchmal gar ein Einschieblinge aus der Hölle, welchen das sogenannte gemeine Volk einen Wechselbalg* nennt, daher es jeder Mutter zu empfehlen wäre, sich während der Schwangerschaft so christlich tugendhaft als möglich zu betragen.“ [Er.01_050,11]
*Missgestalt; Schwachsinniger mit schweren Entwicklungsstörungen, Trottel
Seele ohne Geist
Im Normalfall wird ungefähr drei Tage vor der Geburt in das Herz der Seele ihr Geist hineingelegt (s. HiG.03_40.06.17,06; Er.01_051,07; GEJ.02_217,05). In manchen Fällen jedoch kann er auch fehlen:
„Die Seele z. B. eines Kretins ist in sich ebenso vollkommen als die eines Doktors der Philosophie; aber der Leib dieser Seele ist zu plump und schwer und lässt nur äußerst wenig oder gar kein Licht in die Seele, oder der Lichtfunke*, der in die Seele gelegt ist, kann nicht auflodern, weil er zu sehr gedrückt wird von der plumpen Fleischmasse.“ [Er.01_052,16]
*Geist des Menschen
„Der Geist ist das eigentliche Lebensprinzip der Seele, und die Seele ist ohne den Geist nichts als ein substantiell ätherisches Organ, welches wohl zur Aufnahme des Lebens alle Fähigkeit besitzt, aber ohne den Geist nichts ist als ein substantiell-geistig-ätherischer Polyp, der seine Arme fortwährend nach dem Leben ausbreitet und alles einsaugt was seiner Natur entspricht. Die Seele ohne den Geist ist also eine bloß stumme polarische Kraft, welche den stumpfen Sinn nach Sättigung in sich trägt, selbst aber keine Urteilskraft besitzt, daraus ihr klar würde, womit sie sich sättigt und wozu ihr die Sättigung dient. Sie ist zu vergleichen mit einem Erzkretin, der keine andere Begierde in sich verspürt als diejenige, sich zu sättigen. Womit und warum? Davon hat er keinen Begriff. Wenn er einen großen Hunger verspürt, so frisst er was ihm unterkommt, ob Unrat oder ob Brot oder eine barste Kost für Schweine, das ist ihm gleich. Seht, dasselbe ist die Seele ohne den Geist. Und diese angeführten Kretins haben eben auch bloß ein seelisches Leben, das heißt, in deren Seele ist entweder ein zu schwacher Geist oder oft auch gar kein Geist vorhanden. Dass aber solches der Fall ist, dazu braucht ihr nichts als nur einen Blick in die Welt der finsteren Geister zu werfen; was sind diese? Sie sind nach dem Tod fortlebende Seelen, die bei Leibesleben auf die leichtsinnigste und oft böswilligste Weise ihren Geist in sich so sehr geschwächt und niedergedrückt haben, dass er ihnen in solchem Zustand kaum die kargst zugemessene Lebenserregung zu verschaffen imstande ist, bei der aber alle Lebensvorteile nicht selten im ewigen Hintergrund bleiben müssen. Wie aber gebärden sich solche Wesen jenseits gegenüber den seligen lebendigen Geistern? Nicht anders als pure Trottel, also geistige Kretins, in aller Weise noch missgestaltet, so dass nicht selten von einer menschlichen Gestalt nicht die leiseste Spur mehr zu entdecken ist. Diese Wesen sind in der Geisterwelt in ihrer Handlungsweise so wenig mehr zurechnungsfähig wie die Trottel bei euch auf der Erde. Daraus aber geht nun hervor, dass nicht die Seele an und für sich, sondern nur im Besitz des Geistes, dem allein das freie Wollen innewohnt, zurechnungsfähig ist, im Grund also nur der Geist.“ [GS.02_079,12-15]
„Es muss der Leib der Seele dienen und diese mit ihrem Verstand und Willen dem Leib, weshalb diese auch für die Handlungen, zu denen sie den Leib benutzt hatte, ebenso verantwortlich ist wie für ihre höchst eigenen, die in allerlei Gedanken, Wünschen, Begehrungen und Begierden bestehen. Wenn wir aber das Leben und Sein der Seele für sich noch näher betrachten, so werden wir auch bald und leicht finden, dass sie als auch noch ein substantielles Leibmenschwesen für sich um nichts höher stünde als allenfalls die Seele zum Beispiel eines Affen. Sie würde wohl eine instinktmäßige Vernunft in einem etwas höheren Grad innehaben denn ein gemeines Tier, aber von einem Verstand und einer höheren freien Beurteilung der Dinge und ihrer Verhältnisse könnte da nie eine Rede sein. Dieses höhere und eigentlich höchste und Gott völlig ähnliche Vermögen in der Seele bewirkt ein rein essentiell geistiger dritter Mensch, eben in der Seele wohnend. Durch ihn kann sie Wahres vom Falschen und Gutes vom Bösen unterscheiden und kann frei nach allen erdenklichen Richtungen hin denken und völlig frei wollen, wodurch sie sich selbst dem in ihr wohnenden Geist, je nachdem sie sich mit ihrem von ihm unterstützten freien Willen für das reine Wahre und Gute bestimmt, nach und nach völlig ähnlich, also stark, mächtig, weise und als in ihm wiedergeboren, identisch macht. Ist das der Fall, dann ist die Seele so gut wie ein Wesen mit ihrem Geist, so wie auch die edleren Leibesteile einer vollkommenen Seele, die Leibesteile eigentlich in den gar sehr verschiedenen Leibesnaturgeistern bestehen, ganz in den geistig substantiellen Leib, den ihr das Fleisch der Seele nennen könnt, übergehen und am Ende dadurch auch in den essentiellen des Geistes, darunter auch zu verstehen ist die wahre Auferstehung des Fleisches an dem jüngsten und wahrsten Lebenstag der Seele, der dann erfolgt, wenn ein Mensch vollkommen im Geist wiedergeboren wird, entweder schon hier in diesem Leben oder etwas mühevoller und langwieriger jenseits.“ [GEJ.08_024,10-13]
Eine Seele kann ohne Gottes Geist in ihr nicht zu Seiner Anschauung gelangen, s. RB.02_294,07.