Der Prophet Jakob Lorber zur Gnadenzeit. - Der Prophet Jakob Lorber

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ENDZEIT UND WIEDERKUNFT JESU

Teil IV: Die Zeit der besonderen Gnade

Die Pforten der Himmel sind jetzt (noch) weit offen

„O ihr Kinder Adams! Warum wollt ihr denn nicht lieber werden Meine Kinder? O welche Mühen und anstrengende Arbeiten kostet es euch, um euch zu erwerben das vom Schweiß eurer Hände triefende Brot Adams, das dazu noch besudelt ist vom Geifer der Schlangen und getränkt vom Gift der Nattern, und damit ihr euch in eurem Unmaß den Tod zeitlich und dann auch ewig eresst! Und Mein Brot, das bestrichen ist mit dem Honig Meiner Liebe und getränkt ist mit der Milch des ewig freien Lebens aus Mir, und das ihr genießen könntet in der höchsten Fülle alles Übermaßes, und das euch nimmer schaden würde ewig, sondern euch stärken würde und euch ausrüsten mit aller Macht und Kraft aus Mir ewig und auch schon zeitlich, so ihr es nur annehmen möchtet, seht, bald nach Meiner allergrößten Tat, welche ist das große Werk der Erlösung für euch, da war dieses Mein Brot sehr teuer noch, und die Menschen konnten sich dasselbe nur in kleiner Gabe nicht anders als nur wieder durch ihr Mir dafür geopfertes Blut und Leibesleben erkaufen, und dieses Mein Brot schmeckte damals bitter im Mund der Käuflinge und war noch nicht bestrichen mit dem Honig der Liebe und getränkt mit der Milch des freien Lebens auch zeitlich schon, sondern sowohl der Honig als auch die Milch wurden den trauernden Käufern erst im Reich der Geister wohlgewogen hinzugegeben; und sieh, doch gab es der Käufer in die großen Mengen! Jetzt aber, wo Ich es gebe jedem, der es nur immer wünscht, ganz umsonst, bloß für das gewiss sehr kleine Entgelt eurer Liebe, mit Honig und Milch, und nun sieh, nun verachtet man es bitter und verschmäht den großen, freundlichen, gewiss und wahr für euch aller höchsten Liebe vollsten Geber!
So merkt es denn: Die Pforten Meiner Himmel habe Ich jetzt weit öffnen lassen. Wer immer herein will, der komme und komme bald und komme sogleich; denn es ist gekommen die große Zeit der Gnade, und das neue Jerusalem kommt zu euch allen hinab zur Erde, damit alle, die Mich lieben, darin Wohnung nehmen sollen und sollen darin gesättigt werden mit dem Honig und Milchbrot und trinken in vollen Zügen das reine Wasser alles Lebens und sollen es schöpfen im Übermaß aus dem ewigen Brunnen Jakobs! Aber wie auch immer die Niederkunft dieser Meiner großen Stadt wird sein eine unermesslich große Gnade allen Meinen Kindern, so wird sie aber doch auch erdrücken durch ihre starken Mauern alle Blinden und wird zerquetschen alle Tauben; denn ihre Größe wird einnehmen die ganze Fläche der Erde! Und wer sie nicht sehen wird herniederkommen und nicht vernehmen wird ihr Rauschen durch die reinen Lüfte der Erde, der wird nie mehr einen Platz finden auf Erden, da er sich verbergen soll vor ihr und entweichen ihrer Last. Denn sieh, die Last ihrer Paläste wird zermalmen die Berge und sie gleichmachen den Tälern, und ihre Wohnhäuser will Ich stellen über die Pfützen und Moräste; und all das Geschmeiß, das darin haust, wird erdrückt werden im Grund und Boden durch die Grundfesten der Wohnhäuser der großen Stadt Gottes, eures heiligen Vaters im Himmel und auf der Erde. Und es wird rufen der wahre Hirte Seine Schafe, und sie werden Seine Stimme hören und wohl erkennen bis an alle Enden der Erde und werden hinzukommen und sich weiden in aller Lust auf den weiten Weideplätzen der ewigen Liebe des heiligen Vaters, welches sind die großen Gärten der neuen heiligen Stadt des großen Königs aller Völker, die waren, sind und sein werden ewig. Und diese Gärten werden sein das durch Adam verlorene Paradies, welches Ich zuerst wiedergefunden und getreulich aufbewahrt habe für sie zu einer ewigen Wohnung. Aus dem Grund auch habe Ich euch schon ganz umständlich bis in die kleinsten Teile gezeigt Meine große Haushaltung  von Ewigkeit her und habe euch gezeigt die Schöpfung vom Ersten bis zum Letzten und zeigte euch den ersten Menschen in seiner ersten Entstehung, will euch noch fürder ihn zeigen bis zu seinem Ende und will euch zeigen die große Hure und das zerstörte Babylon und euch dann führen in Meine große heilige Stadt und euch darin geben eine bleibende Wohnung ewiglich, so ihr Mich liebt, wie Ich euch liebe, über alles! Sieh an die Himmel und sieh an die Erde! Diese werden einst vergehen körperlich und werden nur bestehen geistig; aber jegliches Meiner Worte, das gesprochen wird zu euch, wird bestehen, wie es aus Meinem Mund kommt, körperlich und geistig in aller Macht und aller Kraft der Heiligkeit, ewig, ewig, ewig, amen!“ [HGt.01_012, 01-10]

Paulus zur Zeit der Niederschrift von ‚Von der Hölle bis zum Himmel‘ ab 1848: „Jetzt ist geöffnet die Pforte zum Reich Gottes! Wer da hinein will, wird auch hinein kommen. Wer aber nun nicht will, der wird dann, so die große Pforte der besonderen Gnade wieder geschlossen wird, schwer hineinkommen! Denn obschon der Herr stets unveränderlich ist in Seiner Liebe und großen Erbarmung für alle Seine Geschöpfe und Kinder, so ist Er dennoch in der Gabe Seiner besonderen Gnade nicht allzeit gleich. Nicht jeder bekommt sie, sondern nur wenige, die da von Anfang an erwählt und dazu schon zugerichtet sind, die besondere Gnade in sich ohne Nachteil für ihr Sein fassen und ertragen zu können. Auch sind nicht zu allen Zeiten Propheten da. Nicht jedes Erdjahr bringt seine eigenen zum Vorschein. Da gibt es kaum von hundert zu hundert Jahren irdischer Zeitrechnung Propheten, die erweckt sind nach dem Willen des Herrn aus Seiner besonderen Gnade. Sie schauen Dinge des Geistes und hören das Wort aus dem Mund Gottes und verkündigen dann beides den Schwachen und den Blinden der Erde, damit auch diese selig werden und eingehen mögen in die Gnadenhimmel Gottes. Und so hört ihr Tauben und seht ihr Blinden! Nun ist wieder eine solche Epoche der besonderen Gnade des Herrn! Boten aus den höchsten Himmeln durchziehen nach allen Richtungen die unteren und untersten Sphären der finsteren Geisterwelt! Ja, der Herr Selbst tut dasselbe, um die Unglücklichen glücklich zu machen! Auf der Erde und in allen Weltkörpern werden nun besondere Propheten und Knechte des Herrn erweckt und geben den anderen Menschen das Licht und das Wort aus den Himmeln! Leider kehren sich nur wenige daran. Viele aber tun, was ihr tut: sie lachen den Propheten ins Gesicht und spotten ihrer oder drohen ihnen gar! Aber diese Zeit wird bald wieder vergehen und die besondere Gnadenpforte Gottes wird wieder auf lange hin verschlossen werden den Kindern der Welt. So ihr dann rufen werdet in großer Not, da wird euch keine Antwort werden. Und so ihr auch suchen werdet, da werdet ihr dennoch nichts finden. Jetzt aber, da noch die Zeit der besonderen Gnade währt, braucht ihr einfach nur zu wollen, und ihr werdet angenommen! Denn nun werdet ihr gerufen und an die Tür eures Herzens wird von uns gepocht. Ihr braucht bloß ernstlich ,herein‘ zu sagen, und die Aufnahme ins Gottesreich ist bewerkstelligt! Jetzt tut der Herr alles, was ihr wollt, zu eurer Beseligung für ewig. Aber nach dem baldigen Ablauf dieser besonderen Gnadenzeit werdet ihr alles Mögliche tun können und werdet dennoch nichts erlangen! Aber ich sehe euren Sinn! Danach wollt ihr nicht dem Geist angehören und seiner sanften Stimme aus den Himmeln nicht folgen, weil ihr auf die tote Stimme eures vermeintlichen Fleischs hört und Weiber wollt, um mit ihnen den Rest eures Lebens zu verbuhlen! Aber eure Bocksgestalt will den Weibern nicht mehr gefallen. Und die an euch noch Vergnügen fänden, die wollen eurem Sinn nicht behagen, weil ihr geilen Fleischböcke nur junges und fettes Fleisch wollt. Wartet aber nur noch ein wenig! Diese besondere Gnadenzeit wird nimmer lange währen, und es werden dann Weiber über euch kommen, denen werdet ihr über alle Maßen dienen! Da werdet ihr dann heulen und wehklagen und werdet euch vom Fleisch der Weiber entfernen wollen, aber all euer Bestreben wird dann vergeblich sein. Die Weiber werden um eure Lenden glühende Fesseln, aus Schlangen gemacht, schlagen. Und sie werden euch versenken in die Grube des Verderbens für ewig, daraus euch dann auch keine künftige Gnadenzeit mehr wird befreien können! – Wehe jedem hier in der Geisterwelt wie auch jedem Unzüchtigen auf der Welt, so er sich von der Gnade abwendet und seine Augen nach dem Fleisch der Weiber richtet! So wahr ein Gott lebt und Sein Wort durch meinen Mund nun an euch ergeht, so gewiss wird das, was eurer Gier nun wie ein Himmel voll Lust sich zeigt und euer Herz verlockt, in Kürze für alle euresgleichen eine Hölle grässlichster Art werden! Ihr schimpft über die Regierungen der weltlichen Fürsten, weil ihr Aufwand zu viel benötigt und ihr dabei zu kurz kommt. Aber dies geniert euch hauptsächlich eures unbefriedigten Fleischs wegen! Weil eure Finanzen nicht auslangen und ihr gewisserart mit den Schweinen die Treber speisen müsst, und das nur selten, so seid ihr darob voll Grimms gegen die Fürsten, die da die schönsten Weiber haben können, soviel sie nur wollen. Aber das seht ihr nicht ein, dass Gott der Herr dies so geschehen lässt, damit ihr erkennt, dass euch Gott für etwas Besseres bestimmt hat als bloß für die Werke des Fleischs. Der Mann, solange er auf einer Welt im wahren Fleisch des Todes lebt, hat wohl auch diese zu verrichten nach weisem Ziel und Maß – aber nicht als Bestimmung seines Seins, sondern als eine nüchterne natürliche Verrichtung, wie es deren zur Bedienung des zeitlichen toten Fleischs mehrere gibt. Wer da auf einer Welt es tut nach Maß und Ziel, der tut wohl. Wer es aber ganz unterlässt, der tut besser. Denn der Herr gab dem Fleisch diesen Sinn nicht zu einem Bedürfnis, sondern als eine Eigenschaft zum nüchternen und weisen Gebrauch. Wer aber daraus ein Bedürfnis macht, ist ein elender Sünder. Die Gnade Gottes weicht aus seinem Herzen, da er dem stummen Gesetz des Fleischs gehorcht und sich damit einen Himmel der Böcke und der Hunde nach der Gerechtigkeit des Todes und Gerichts erbaut. Fasse es, wer es fassen kann: Wer immer an einem Gesetz, auf dem ein Gericht lastet, eine Lust findet und das Gesetz der Wollust wegen beachtet, hat das Gericht schon in sich. Wer aber das Gericht in sich trägt, der ist ein Sklave und ist für die Freiheit in Gott in aller Wahrheit verflucht. Darum sollt ihr über dem Gesetz des Fleischs stehen durch die freie Macht der Selbstverleugnung und durch die Liebe und den lebendigen Glauben an Gott den Herrn, auf dass ihr allen Gesetzes und allen Gerichts ledig werdet! Ein Sklave des Gesetzes, ob natürlich oder moralisch, kann in das Reich Gottes nicht eher eingehen, als bis er jeden Gesetzes ledig geworden ist. Niemand wird zwar im Reich Gottes nach dem Gesetz gerichtet, aber das Gesetz selbst ist schon das Gericht. Nur wer sich in der Liebe zu Gott über alles Gesetz frei erhebt, der wird auch frei werden in Gott und in aller Wahrheit! Denn die Liebe in Gott ist die alleinige Wahrheit! Nun habt ihr es alle gehört, und niemand kann sich entschuldigen, als hätte er es nicht vernommen! Tut daher nun, was euch als Bestes dünkt!“ [RB.02_203,11-21]

„Das Gesetz währt immer, die Gnade aber kommt nur von Zeit zu Zeit den Bedrängten zu Hilfe; wenn aber die Gnade nicht respektiert wird, so muss man sich dann wieder das Gesetz gefallen lassen.“ [GEJ.03_016,14]

„So Ich aber nun in dieser bedeutungsvollen Zeit hier und da anfange, Meiner dir gemachten Verheißung zufolge die toten Menschen aus den Gräbern zu rufen und zu erwecken, so sei dir solches ein gutes Zeichen. Doch das beste sei dir dein eigenes Gnadenlicht. Denn wo Ich große Buße verkünden lasse, da stehe Ich als Richter vor der Tür. Wo Ich aber die Liebe predige, da steht der Vater vor der Tür!
Daher kümmere dich um nichts als nur um Mich, und du kannst versichert sein, dass du ewig nicht wirst zuschanden werden vor jemandem, der vollernstlich wandelt auf Meinen Wegen. Wer sich aber über dich ärgern wird, der wird sich auch ärgern über Mich. Lassen wir sie aber sich ärgern, die sich ärgern wollen! Am Ende wird sich dann ja wohl zeigen, was jeder durch sein Ärgern wird erreicht haben. – Sei versichert, wer da immer etwas anderes sucht und erreichen will als allein, dass er Mich, den alleinigen Herrn, Gott und Vater, über alles liebe in seinem Herzen und seinen Nächsten ums Siebenfache mehr denn sich selbst, der soll entweder leer ausfahren, oder Ich will ihm gleichwohl die Geisterwelt eröffnen, damit so ein törichter Sucher dann von den Geistern verdummt und in zahllosem Falschen gefangen und begründet werden soll.
Wahrlich, wer Mich liebt eines anderen Zwecks willen und nicht im Grund des Grundes völlig Meiner Selbst willen, der ist Meiner Gnade nicht wert. Wer da aber noch seine Brüder mustert und möchte weiser und besser sein als sie, und wer sich noch dünkt wie ein Herr und kann noch nicht für seine Feinde beten und nicht segnen die, so ihm fluchen, wahrlich, der steht noch fern von Meinem Gnadenleuchter! […] Daher sehe Ich es auch genau, wie jemandes Herz bestellt ist. Und Ich sage daher: Wer zu Mir kommen will Meiner Selbst willen, der komme, und er wird sogleich die ewige Aufnahme finden. Aber ein jeder prüfe sein Herz genau! Denn solange nur noch ein Fünklein fremder Liebe darin haust, werde Ich nicht einziehen und Mich völlig finden lassen.“ [HiG.02_ 43.03.16,03-09+11]




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