Jakob Lorber - Geburtstag - Der Prophet Jakob Lorber

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Zum Jahreswechsel unseres Lebensweges


Immer wieder taucht die Frage auf, ob man Geburtstage oder andere Festtage feiern soll und ob dies Jesus wohlgefällig sei. Auch hierzu gibt Er uns in Seinen verschiedenen Kundgaben Hinweise, und erklärt die grundsätzliche Bedeutung unseres leiblichen Geburtstags wie folgt: Es ist „denn ja auch billig und gerecht, dass selbst der leibliche Geburtstag für jeden Menschen ein wichtiger Tag sein muss, da er kein zufälliger, sondern ein schon von Ewigkeit her wohlberechneter Tag ist. Warum und wie aber ein solcher Tag ein von Ewigkeiten her wohlberechneter ist, soll sogleich gezeigt sein! Und so hör denn: In dem endlos tiefen Zeiten- und Ewigkeiten-Raum wurden nach der Zahl 3 und 7 in der endlosesten Zahlenfülle Geister, Mir ähnlich, von Mir aus ins freie Dasein hervorgerufen. Eine Unzahl hat sich durch den Missbrauch ihrer Freiheit von Mir getrennt; aber auch eine Unzahl hat sich mit Mir auf ewig vereinigt. Was sollte denn mit der getrennten Unzahl werden? Sollte sie für ewig zugrunde gehen oder sollte sie, nur Mir allein möglicher Weise, zurückgeführt werden? Sieh, das war selbst für Mich, den Allmächtigen und allerhöchst endlos weisen Schöpfer, keine so geringe Frage! Denn lasse Ich sie zugrunde gehen, so ist auch in Mir der Tod zu Hause. Führe Ich sie aber zurück, dann ist die unantastbare Heiligkeit Meiner urewigsten Ordnung gefährdet. Was war und ist sonach hier zu tun? Sieh, die Löse dieser großen Fragen liegt jetzt noch vor deinen Augen, und gar viele Ewigkeiten werden damit nicht fertig werden! Worin aber bestand diese, besteht sie jetzt noch und wird sie ewig bestehen? – Die Liebe, als das alleinige Leben in Gott, musste sich gewisserart trennen, die getrennte Unzahl der Geister ergreifen, sie binden mit ihrer Macht und aus ihnen gestalten zahllose Weltenmassen aller endlosen Arten nach der Beschaffenheit der Geister, die darin eingefangen wurden. Als nun die Welten von den Urzentralsonnen abwärts ausgebildet waren, da auch erst wurde jedes Welten-Atom genau auf den tausendsten Teil einer Sekunde berechnet, wann es solle gelöst werden. Und war die große Rechnung einmal bestimmt, da erst begannen die organischen Schöpfungen auf den Weltkörpern durch alle Stufen in der allerhöchsten, weisesten, wohlberechneten Ordnung. Und hernach kam endlich erst der Mensch, als ein vollkommenstes Aufnahmeorgan aller ihm vorangegangenen endlosen Stufen und als ein vollkommener Wiedervereinigungspunkt des einst aus Mir gegangenen Lebens. Damit es aber bei dieser Neugestaltung der alten Wesen an der Seite Gottes gegen Ihn Selbst keine Widerordnung gebe, musste Gott Sich gewisserart durch Meine Menschwerdung Selbst neu gestalten, hernach bauen einen neuen Himmel und endlich machen, dass da alles neu werde, gleich Ihm! Nun sieh, solches alles steckt hinter einem einzigen Geburtstag! Beachte daher wohl, was er in sich birgt, damit dir dadurch bald ein neuer großer Geburtstag werde im Geist! Nimm somit diese Enthüllung als einen Glückwunsch zu diesem deinem Geburtstag im Herzen von Mir, deinem liebevollsten Vater, auf, so wirst du an jedem deiner Geburtstage hier wie jenseits eine große Freude haben. Denn auch jenseits erscheinen in entsprechender Form dergleichen Tage glanzvoller denn die anderen, für den, den sie betreffen! Nehme damit aber auch Meinen vollen Vatersegen hin und verharre in Meiner Liebe ewig! Amen.“ [Jakob Lorber, Himmelsgaben Bd.2, ‚Zum Geburtstag‘, S.135, V.3 ff.]

Wie wir gesehen haben, haben unsere Geburtstage eine wichtige Bedeutung. Begehen wir sie mit Jesus und geben wir vor allem Ihm die Ehre, so wird sicher Sein Vatersegen für uns nicht ausbleiben: „Nicht unbekannt ist es Mir, deinem dich sehr liebenden Bruder, Vater und Herrn, dass am heutigen Tag du deines Leibes Geburtstag feierst, und Ich habe daran Selbst eine rechte Freude darum, weil du selbst in Mir eine Freude hast. Ich segne dich und dein Haus und werde den heutigen Tag vorzüglich in deiner Gesellschaft und in deinem Haus zubringen. So Mich deines Fleisches Augen auch nicht sehen werden, da wird Mich aber doch dein Herz sehr wohl wahrnehmen, wie es Mich schon am Morgen dieses Tages wahrgenommen hat, denn Ich Selbst war es, der dich heute vom Schlaf weckte.“ [Jakob Lorber, Himmelsgaben Bd.3, ‚Wehe den rachsüchtigen Siegern‘, S.496, V.1]

„Ich, dein heiliger Vater, rühre somit den „Daumen und Zeigefinger“ und segne dich mit dem Daumen Meiner Kraft und Stärke, auf dass du stark werden möchtest in der Liebe wie im Glauben; und segne dich auch mit dem Zeigefinger, um dir den rechten Weg zu zeigen, der dich führen soll in Meine Wohnung, in dein ewiges, endlos großes, heiliges Vaterhaus! Nehme sonach diese Meine Gratulation als eine ewig lebendigwahre an! Denn Ich, dein heiliger Vater Jesus, gebe sie dir!“ [Jakob Lorber, Himmelsgaben Bd.2, ‚Gratulation‘, S.243, V.10-11]

Was die Namenstage betrifft, so hat Jesus auch hierfür persönliche Worte an Seine Ihn liebenden Kinder gegeben, dennoch betont Er, dass Er es nicht mag, wenn wir diesem Tag eine besondere Bedeutung zumessen: „Was willst denn du, alberner Dummkopf, Mich stets zu einem Namenstags-Gratulanten gebrauchen? – Warum soll denn gerade allzeit der Namenstag dazu bestimmt sein, dir für deine Mädchen gratulative Nebenwörtchen zu geben? – Ich will von den Geburtstagen des Leibes nichts sagen, aber was gehen Mich eure dummen Namenstage an?! Ich habe es dir schon einmal gesagt, dass Ich die irdischen Namenstage nicht leiden kann, und dennoch kommst du Mir schon wieder mit so etwas!“ [Jakob Lorber, Himmelsgaben Bd.2, ‚Zum Namenstag‘, S.330, V.2]

Dazu, wie wir grundsätzlich Geburtstage feiern sollten, erklärt uns Jesus: „Der Geburtstag des Fleisches, wie du gestern den deinen feiertest, hat nur als derjenige irgendeinen Wert, der für einen Menschen der wirkliche Geburtstag ist. Jeder darauf folgende dreihundertfünfundsechzigste Tag ist nur eine Erinnerung und hat als solcher nur dann irgendeine Bedeutung, so der Mensch an solch einem Tag sich seiner Geburt in seinem Herzen gegen Mich dankbar erinnert und sich in Meinem Namen gute und feste Vorsätze macht, sein künftiges Leben stets mehr und mehr nach Meinem Willen und nach Meiner Ordnung einzurichten und Mich dabei um die Kraft und Hilfe bittet, die Ich sicher niemandem vorenthalte, der Mich nur einigermaßen darum lebensernstlich anfleht. Wer den Erinnerungstag seiner irdischen Geburt so begeht, der hat wohlgetan und hat solch einem Tag vor Meinem Angesicht auch einen reellen Wert verliehen. Alles andere, als Glückwünsche, Präsente und dergleichen sind vor Mir gänzlich ohne Wert, ja manchmal sogar Meinem Wohlgefallen zuwider, besonders bei solchen Menschen, die darauf große Stücke halten und sich an einem solchen Tag mehr und besser zu sein dünken als an einem anderen.“ [Jakob Lorber, Himmelsgaben Bd.2, ‚Rechte Geburtstagsfeier‘, S.434, V.1-2]

Hier zeigt uns Jesus, dass unser geistiges Fortschreiten durch werktätige Ausübung Seiner Lehre das Wichtigste ist, und dass das, was als Ausfluss wahrer Liebe geschieht, vor Ihm wohlgetan ist. Keine weltlich-leeren Gratulationen und Geschenke, sondern, so sagt Jesus: „So trete also anstatt des leeren Wunsches der volle, kräftige Wille auf im Herzen und anstatt der Gratulation die reine, uneigennützige Liebe, so wirst du erst ganz sein ein Mann nach Meinem Willen, welcher ist Meine unendliche Liebe zu euch! Sieh, du hast schon so manches getan, was Mir wohlgefiel, und daher habe Ich dir auch schon einen neuen Namen gegeben, der da aufgezeichnet ist im großen Buch des Lebens. Und dieser Name sei dir am heutigen Tag deiner Eingeburt in das irdische Fleisch ein Geschenk als Name deiner Neugeburt im Geist. Aber tu das Gesagte alles, so wirst du bald die große Freude der Wiedergeburt erleben! Sieh, so ist Meine Gratulation geartet! – Ich „wünsche“ nichts, sondern was Ich will oder liebe, das gebe Ich oder lasse es zu, dass es geschieht. Was würde wohl daraus werden, so Ich euch das Leben wünschen möchte und ließe es beim Wunsch!? Allein Ich wünsche nicht bloß, sondern Ich will, und so lebt ihr!“ [Jakob Lorber, Himmelsgaben Bd.1, ‚Geburtstagsgratulation‘, S.230]

Und so sollte ein jeder Tag nicht nur ein Gedächtnistag der Gnade und Liebe Jesu für einen selbst sein, sondern auch die Wertschätzung für unsere Nächsten durch Werktätigkeit in der Liebe mit beinhalten: „Um was ist denn die Zeit eines Jahres besser denn die eines Tages? Wer zum Beispiel den Geburtstag seines Vaters ehrt einmal im Jahr, der sollte ja auch an jedem Tag die Geburtsstunde ehren, was sicher besser wäre denn der jährliche Geburtstag! – Ich sage es dir, alle dergleichen Gedächtnisfeste der Menschen haben vor Mir keinen Wert, außer sie werden täglich, ja stündlich im Herzen lebendig begangen. Übrigens will Ich damit wahrhafte Gedächtnisfeste nicht aufgehoben haben; aber sie müssen nebst der Alljährlichkeit auch die Täglichkeit im Herzen führen, ansonsten sie als tot und somit wirkungslos anzusehen sind. Sagt Ebahl: „Soll alles genauest beachtet werden, was Du, o Herr, nun allergütigst und allerwahrst gezeigt hast; aber dafür wollen wir die Tagesfeste in unseren Herzen desto emsiger begehen und wollen uns dabei nach allen unseren Kräften in der Nächstenliebe üben und durch sie die herrlichsten Gedächtnisfeste begehen!“ Sage Ich: „So ihr in dem verbleiben werdet, da werde auch Ich verbleiben in euch, und man wird daraus erkennen, dass ihr wahrhaft Meine Jünger seid!“ [Jakob Lorber, Großes Evangelium Johannes Bd.2, Kap.157, V.11-12+14-16]

Machen wir also dies auch für uns als Jesus Nachfolger zu einem Leitfaden für unser eigenes Leben, und sehen uns dazu noch weitere Gratulationen und Vaterworte unseres lieben Jesus zu verschiedenen Geburts- und Namenstagen an, in denen ebenfalls Hinweise für unser eigenes Leben zu finden sind.


→ einzelne Kundgaben


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