Trost am Kreuz irdischer Leiden - Der Prophet Jakob Lorber

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Trost am Kreuz irdischer Leiden


Meinen Vatersegen und Meine Liebe Meiner liebsten Tochter E.! – Mein allerliebstes, lammfrommes und sehr geduldiges Töchterchen! Wenn du wüsstest, wie endlos lieb Ich dich habe, weil du aus Liebe zu Mir dein großes Kreuzlein so geduldig trägst, da möchtest du es wohl keine Minute auf der finsteren und überaus kalten Erde mehr aushalten. Aber sei getrost in deinem Leiden; Ich bin ja stets bei dir und stärke dich und tröste dich! Ich werde dir auch helfen zur rechten Zeit – und helfe dir immerwährend.
Freilich sind die dir von Mir angeratenen Mittel, die dir schneller geholfen hätten, stets zu spät in Anwendung gekommen oder auch gar nicht angewendet worden. Aber da habe auch Ich Selbst gewisserart eine kleine Schuld daran, und das aus übergroßer Liebe zu dir, denn du weißt es ja, dass Ich die am meisten prüfe und reinige, die Ich am meisten lieb habe. Und so mache Ich es auch mit dir, dafür aber bist du auch ganz Mein; und wenn du deinen Leib verlassen wirst derzeit und dereinst, so wirst du nimmer den Tod fühlen noch schmecken, sondern wirst sehend und alles vernehmend im hellsten Bewusstsein in Meinen Vaterschoß aufgenommen werden.
Daher verschwinde auch auf ewig alle Furcht vor einem Tod aus dir, denn wahrlich, du wirst jetzt und dereinst und ewig nimmer sehen und fühlen und schmecken den Tod, denn wer Mich, wie du, liebt auch am Kreuz irdischer Leiden, der stirbt schon, so er leidet, und so er aber dann eigentlich sterben soll, da wird er dafür erweckt von Mir sogleich zum ewigen vollkommensten Leben. So bist du nun auch schon gestorben mit Mir am Kreuz, und so du auf dieser Erde noch viele Jahre in wiedergenesenem Fleisch lebtest, so wird dir dieser gegenwärtige Tod am Kreuz deines Fleisches angerechnet, und du wirst daraus auch schon auf dieser Erde zum wahren Leben übergehen und wirst fürder nimmer sterben, sondern im stets klarsten Bewusstsein in Mein Reich über-gehen.
Diese ewig unwandelbare Zusicherung gebe Ich, dein dich segnender und über alles liebender Vater, dir zu deinem Namenstag als ein Angebinde, dass es dich heilen, stärken und trösten soll in aller Meiner Liebe und Wahrheit, amen. Mein Vatersegen sei dir für ewig amen, amen, amen.


Jakob Lorber am 18. November 1848, Himmelsgaben, Bd.3, S.282.


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