Sonnenheilmittel Kastanie - Der Prophet Jakob Lorber

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Das Sonnenheilmittel Kastanie

Es taucht immer wieder die Frage auf, ob bei der in Heilkraft des Sonnenlichts, Kapitel 12 genannten „wilde Kastanie“ die Ross- oder die wild in unseren Wäldern wachsenden Edelkastanie gemeint sei.


Unterschiede zwischen wilder Kastanie und Edelkastanie

Die wilde Kastanie (weitere Namen: Rosskastanie da sie häufig als Pferdefutter und gegen Pferdehusten eingesetzt wurde, Gichtbaum, Sauerkeste, Drusenkeste, Foppkastanie, Pferdekastanie, Saukastanie) ist ein Seifenbaumgewächs und seit Jahrhunderten eine wichtige Heilpflanze. Sie wurde 2008 als Arzneipflanze des Jahres gekürt.

Edel-(Ess-)kastanien und Maronen gehören zu den Buchengewächsen. Die Marone ist eine speziell gezüchtete Art der Edelkastanie, ist größer, lässt sich leichter schälen, besser lagern und ist resistenter gegen Krankheiten. Die Edelkastanie war in den Bergregionen Südeuropas vom Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jhdts. das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung, was ihr die Bezeichnung ‚Brot der Armen‘ einbrachte. Neben dem Frischverzehr wurden die Kastanien als ‚Notbrot‘ getrocknet und zu Mehl verarbeitet, woraus u.a. das ‚Baumbrot‘ – ein Gebäck aus Kastanien – hergestellt wurde. Mit der Rosskastanie ist sie nicht verwandt.


Inhaltsstoffe
Wilde Kastanie: Ansulin, Flavonoide, Saponine (Aescin), Cumarine, Harz, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Glykoside, fette Öle, Stärke, Magnesium.
Edelkastanie: Gallussäure, Ellagsäure, Quercetin, Castalgin, Fett, Eiweiß, Kohlehydrate Kalzium, Kupfer, Magnesium, B-Vitamine, Vitamin C, Karotin.

Vergleicht man die Inhaltsstoffe der beiden Kastanienarten miteinander, so beinhaltet nur die wilde Kastanie Bitterstoffe, die in der Homöopathie bei Leiden der Milz eingesetzt werden, die der Edel-/Esskastanie fehlen.


Einsatz der Kastanie in der Homöopathie
Die wilde Kastanie wird eingesetzt bei Durchblutungsstörungen, entzündlichen Erkrankungen und mit Entzündungen einhergehenden Geschwürbildungen, im gynäkologischen Bereich besonders bei Gebärmutterblutungen, Hämorrhoidalblutungen, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, allen Arten von Venenleiden, Rheuma, Gicht, Katarrhe der Luftwege, Leberschwellungen, Gallenstau, Milzerkrankungen, Kopfschmerzen.
Interessant: Früher wurde bei Kopfschmerzen und bei Venenentzündungen empfohlen, drei wilde Kastanien mit sich zu tragen.
Die Edelkastanie wird eingesetzt zur allgemeinen Stärkung der Nerven, Stärkung und Entzündungsverhinderung der Venen, und wegen ihrer antiseptischen Wirkung bei Erkältungskrankheiten.
Gebraten und gekocht verzehrt ist sie, da stark stopfend, eine Heilnahrung bei Durchfall, regt die Blutbildung an.


Einsatz der wilden Kastanie nach Heilkraft des Sonnenlichts (Kap.12)
Wilde Kastanien dienen vorzüglich bei:
o Kopfweh, das jedoch mehr von den Nerven als vom Blutandrang zum Gehirn abhängt.
o Blutkrankheiten des weiblichen Geschlechts, wenn die Menstruation zu heftig und reichlich eingetreten ist. Der Kastanientee regelt die natürlichen Sekretionen wieder.
o Blutkrankheiten, die meistens vom Nichtfunktionieren des elektrischen Herds im menschlichen Körper, also der Milz, herkommen.
o Milzkrankheiten.


Wirkung der wilden Kastanie nach Heilkraft des Sonnenlichts (Kap.12,V.6)
„Um euch diese Wirkung der wilden Kastanien zu erklären, so mache Ich euch bloß auf die äußere Schale, mit Spitzen oder Nadeln bedeckt, aufmerksam; und eben diese Spitzen sind in der Natur die elektrischen Leiter, und ihr könnt die Kastanie als eine elektrische Flasche ansehen, die, durch diese Leiter geladen, alle ihre Elemente, aus denen sie besteht, mit Elektrizität schwängert.“


Ist bei Heilkraft des Sonnenlichts wegen der Stachelvielfalt vielleicht nicht die wilde, sondern die Edelkastanie gemeint?
Bei der wilden Kastanie fällt die harte, dicke, grüne, und kugelig-stachelige, zwei- bis dreifächrige Kapselfrucht bei ihrer Reife ab, platzt auf und gibt ein bis drei Samen (Kastanien) ab.
Bei der Edelkastanie sind die Früchte von einem Fruchtbecher (Cupula) mit vielen weichen Stacheln umgeben, der sich aus der schuppigen Scheide entwickelt. Schale und Stacheln sind anfangs grün und zur Reife gelbbraun. Bei Vollreife öffnet sich der Frucht-becher mit vier Klappen und entlässt ein bis drei Früchte.


Aussehen der wilden Kastanie nach Heilkraft des Sonnenlichts (Kap.12, V.2)
In der Originalschrift der Erstausgabe von 1922 heiß es: „Nehmt wilde Kastanien, wenn dieselben reif von selbst aus der grünen Schale fallen, löst von ihnen die äußere, aber auch die letzte Schale ab…“.
Demgegenüber ist in der 6.Auflage 1996 dieser Text verändert: „Nehmt wilde Kastanien, wenn dieselben reif von selbst aus den Schalen fallen, löst die äußere, aber auch die letzte braune Schale von ihnen ab…“.



Hinweis: Wer den bei der Heilkraft des Sonnenlichts beschriebenen Tee aus der wilden, also der Rosskastanie, einnehmen möchte, sollte ihn zuerst vorsichtig gebrauchen, da er zu Übelkeit reizen kann. Er sollte auch nicht über eine längere Zeit hinweg getrunken werden.







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