Rechte Geburtstagsfeier - Der Prophet Jakob Lorber

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Rechte Geburtstagsfeier


Mein lieber Freund A.! Der Geburtstag des Fleisches, wie du gestern den deinen feiertest, hat nur als derjenige irgendeinen Wert, der für einen Menschen der wirkliche Geburtstag ist. Jeder darauf folgende dreihundertfünfundsechzigste Tag ist nur eine Erinnerung und hat als solcher nur dann irgendeine Bedeutung, so der Mensch an solch einem Tag sich seiner Geburt in seinem Herzen gegen Mich dankbar erinnert und sich in Meinem Namen gute und feste Vorsätze macht, sein künftiges Leben stets mehr und mehr nach Meinem Willen und nach Meiner Ordnung einzurichten und Mich dabei um die Kraft und Hilfe bittet, die Ich sicher niemandem vorenthalte, der Mich nur einigermaßen darum lebensernstlich anfleht.
Wer den Erinnerungstag seiner irdischen Geburt so begeht, der hat wohlgetan und hat solch einem Tag vor Meinem Angesicht auch einen reellen Wert verliehen. Alles andere, als Glückwünsche, Präsente und dergleichen sind vor Mir gänzlich ohne Wert, ja manchmal sogar Meinem Wohlgefallen zuwider, besonders bei solchen Menschen, die darauf große Stücke halten, und sich an einem solchen Tag mehr und besser zu sein dünken als an einem anderen*.
Nun bei dir, Mein Freund, ist das letztere wohl nicht der Fall. Und es ist Mir lieb, dass du von deinem Geburtstag nichts weiter hältst, als dass du um ein Jahr älter geworden bist.
Freilich wäre es Mir sehr lieb, so du auch schon einen vollen geistigen Geburtstag hättest! Aber da hapert es bei dir nun noch ein wenig. – Wenn es auf der Welt keine schönen Mägde gäbe, da hättest du lange schon einen vollen geistigen Geburtstag, aber zufolge der schönen Töchter Evas bleibst du noch immer beim halben.
Weil du sonach keinen ganzen, sondern nur einen halben geistigen Geburtstag hast, so gratuliere Ich dir auch zu diesem halben. Denn auch der halbe geistige ist besser als tausend irdische. Trachte aber nun danach, dass du bald zu einem ganzen geistigen Geburtstag gelangst. Der wird dir alles geben, danach der bessere Teil deiner Seele dürstet.
Sieh, es werden nun Zeiten kommen, in denen große Not und Drangsal herrschen werden, und Krieg, Hunger und Pest wird kommen. Aber die sich an Mich halten und die Ich Mein nenne, haben von allem dem nichts zu befürchten. Denn wo Mein Segen waltet, kann der Hölle Wut den Samen der Pest aller Art nicht ausstreuen und ihr Gifthauch die Bäumchen, die Ich gepflanzt habe, nimmer verderben. Aber die Bäume der Welt und alle Einrichtungen, die bisher die Welt zu ihrer vermeintlichen Ruhe und Sorglosigkeit gesetzt hat, werden in Kürze den weidlichsten Schiffbruch erleiden. Die Herren der Erde sollen es erkennen, dass Ich noch immer der Herr bin und durch alle ihre Rechnungen einen Strich ziehen werde!
Versteh solches! Aber fürchte dich darum nicht! Denn du gehörst ja auch Meiner Pflanzschule zu. Und Mein Feuer kann dich nur beleben, dich seliger machen mehr und mehr und nicht töten wie diejenigen, die Mich schnöd auf die Seite setzen, selbst herrschen wollen und Gesetze geben Meinen Kindern, die sie nicht erschaffen und denen sie kein Leben gegeben haben. Wehe solchen, so sie Mein Feuer ergreifen wird! Das wird ihnen eine böse Zeit geben!
Nun sei gesegnet! – Lebe mäßig! Trink nicht Wein und Bier untereinander, sondern einen guten Wein nur, so wirst du dein Fleisch vor Krankheiten und deine Seele vor fleischlicher Sinnengier bewahren. Das sage Ich dir als dein größter Freund. Amen.

Jakob Lorber am 14. Oktober 1850, Himmelsgaben, Bd.2, S.434.


* Was das Präsentemachen anbelangt, so kommt es stets auf den Grund des Schenkens an, denn: „Wo das Materielle das Geistige, wie das Geistige das Materielle unterstützt, da wird am Ende alles geistig und hat dann eines in dem anderen in der Fülle den reichlichsten Segen von Gott aus zu gewärtigen. Wo aber irgend sein sollend Geistiges […] bloß des Materiellen wegen gegeben wird und das Materielle um etwas Geistiges aber auch nur des anzuhoffenden Materiellen wegen, da wird am Ende alles materiell und hat keinen noch so geringen geistigen Wert mehr und kann von Gott aus nie irgend segensreiche Folgen haben. Daher sei du darum ganz unbekümmert darüber, ob deine materielle Gabe für unser dir dargebrachtes Geistiges als zu gering wäre, denn sie wird durch den Geber und durch den wahren Grund des Gebens ja eben auch geistig, und der Segen von oben wird ihr reichlichst folgen geistig und auch materiell, denn der Geist ist auch ein Herr ewig über alle Materie“. [GEJ.03_033,11-13]

Auch Jesus machte während Seines Erdenwandels materielle Geschenke, so z.B. an Markus: „Da ihr euch die ganze Zeit hindurch um Mein und Meiner Jünger materielles Wohl gar so unverdrossen und angelegentlichst bekümmert habt, so habe Ich euch alles, was ihr nun gesehen habt zu einem Gegengeschenk gemacht und habe alles so eingerichtet, wie es zu eurem großen zeitlichen und auch ewigen Vorteil dienen kann“ [GEJ.05_010,18], an Agrikola Goldgeschirr [GEJ.08_053,01-02], an Lazarus sieben große Wachhunde [GEJ.06_160,03-07], und vieles mehr.


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