Jakob Lorber - Mann und Frau in der Bestimmung Gottes - Der Prophet Jakob Lorber

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EHE UND FAMILIE

Teil I: Partnerwahl, Ehe und Sexualität
- Fortsetzung -


2. Mann und Frau

2.1. Die Erschaffung von Mann und Frau

„Und nun sieh und begreife, was bis jetzt noch von niemandem gesehen und begriffen wurde: Die ewige Liebe nahm die Zahl aus Sich, und die Zahl war die Ordnung und das ewige Gesetz in Ihr, aus und in welcher Sie Selbst ewig bestand, besteht und bestehen wird in aller Macht und Kraft der Heiligkeit Gottes. […] Und nun sieh, dieser erste Mensch auf der Erde, der hervorging aus den Händen der Macht und der Kraft der ewigen Liebe, wurde benannt aus dem Mund der erbarmenden Gnade ,Adam‘ oder ,Sohn der Erbarmung und der Gnade‘. Und nun merke wohl: Dieser Adam war an der Stelle des ersten der gefallenen Geister.“ [HGt.01_007,07-09]

s.a. Adams Rede über seine Herkunft, die bis zur Sündflut mündlich überliefert und bekannt war.


2.1.1. Die Erschaffung des Mannes

„Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und so ward der Mensch eine lebendige Seele.“ [1. Mo 2,7]

Adam über sich: „Als aber nun die Erde so bestellt war nach dem Willen der Liebe Gottes nach und nach der ewigen Ordnung gemäß, da richtete die Liebe ihre Augen in die Höhe Gottes und sprach: ,Lasst, ihr heiligen Mächte des Vaters, Uns den Menschen machen und ihm geben eine lebendige Seele, damit das, was gefallen ist, einen Ruhepunkt finde und sich demütige vor Dir und Mir und aller Macht Unserer Heiligkeit!‘ Da donnerte es aus den feuererfüllten ewigen Räumen, und der Donner war die Stimme Gottes, und diese Stimme verstand nur die Liebe, und sie formte darauf aus feinem Lehm – seht her – diese Füße, die mich schon über neunhundert Jahre tragen, die Hände und – kurz, so wie ich vor euch stehe, so formte mich die ewige Liebe! Und bald stand ich da. Aber noch war ich tot und war keine Regung noch Bewegung an mir zu gewahren. Da neigte Sich die ewige Liebe über diese tote Form und blies ihr durch die Nüstern mit dem lebendigen Odem eine lebendige Seele in die Eingeweide; und seht, da wurde lebendig, wie jetzt, ich, der erste Mensch der weiten Erde […]. Und seht, da nahm die Liebe den Geist und legte ihn in die schlafende Form; und es gefiel dem Geist wohl in mir, da er sah, dass er wohlgeborgen war.“ [HGt.01_040,14-17+24]


2.1.2. Die Erschaffung der Frau

„Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Stätte zu mit Fleisch. Und Gott der Herr baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin heißen, darum dass sie vom Mann genommen ist. Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weib hangen, und sie werden sein ein Fleisch.“ [1. Mo 2, 18+21-24]

„Übrigens ist Adam wohl dem Leib nach aus den Ätherteilen des feinsten Erdlehms durch Meinen Willen nach der gesetzten Ordnung, wie Ich sie euch nun gezeigt habe, geschaffen und geformt worden; und als er vollgemachter Erfahr-ung durch Meinen Willen einmal zu jener Kraft gediehen war, durch die sich bei ihm eine äußerst intensive Außenlebenssphäre hatte bilden müssen, und als er einmal arbeits- und reisemüde in einen tiefen Schlaf verfiel, so war es denn auch an der Zeit, eine sich aus allen euch bekannten Naturstufen zusammengeklaubte Naturseele in die Außenlebenssphäre Adams zu versetzen. Diese Seele, in der Außenlebenssphäre sich befindend, fing sogleich an, sich aus diesen ihr sehr lieblichen Adamischen Außenlebensteilen oder aus dem reichlichsten Lebensdunst, wie es noch heutzutage Seelen Verstorbener zu tun pflegen, wenn sie den Menschen auf einige Momente erscheinen wollen, einen ihr entsprechenden Leib nach Meinem Willen und nach Meiner Ordnung zu bilden, und war mit demselben auch in drei Tagen vollkommen fertig.  Als darauf Adam erwachte, sah er voll Staunens und voll Freude sein Ebenbild neben sich, das ihm natürlich äußerst zugetan war und sein musste, weil es dem Leib nach auch aus seinem Wesen herstammte. Er aber nahm in der Gegend des Herzens wahr, als drücke ihn etwas, aber ganz angenehm, auch fühlte er wieder zuweilen wie eine Leere, das war der Anfang der geschlechtlichen Liebe, und konnte sich nimmer trennen von dem Bild, das ihm gleich so viel Anmut verschaffte. Wohin er ging, da folgte das Weib ihm, und ging das Weib wohin, so konnte er es sicher nicht allein gehen lassen. Er fühlte des Weibes Wert und dessen Liebe und sagte darum in einem hellsehenden Moment: ‚Wir, ich ein Mann und du ein Weib, mir aus meinen Rippen entwachsen nach dem Plan Gottes, sind sonach ein Fleisch und ein Leib; du bist meines Lebens lieblichster Teil, und es wird fürder so bleiben, und es wird der Mann Vater und Mutter verlassen und wird hangen an seinem Weib!‘ Wo es aber heißt, dass Gott beim Adam den Teil mit Fleisch bedeckte, da Er ihm die Rippe nahm, so wird von euch hoffentlich doch niemand so dumm sein anzunehmen, dass Gott den Adam im Ernst verwundet hat, um ihn um eine Rippe zu verkürzen, damit aus der kleinen Rippe ein großes Weib werde. Die Rippen sind ein äußerer, fester Schutzschild der zarten, inneren Lebensorgane. Wenn ein David sagt: ,Gott, unsere feste Burg und ein starker Schild!‘, ist darum Gott dann im Ernst eine aus lauter Würfelsteinen erbaute feste Burg, oder ein großer, eherner Schild?!“ So steht es auch mit der Rippe, aus der die Eva stammen soll! Sie, die Rippe, ist nur ein Zeichen für die Sache; die Sache aber ist Adams inneres, mächtiges Liebeleben. Und die Rippe, als der Schutz dieses Lebens, ward von Moses darum in die Schrift genommen: erstens, weil sie das Leben schützt und somit, ein äußerer Schild des Lebens seiend, auch dasselbe bildlich darstellt; zweitens ist aber später ein gutes, treues und liebbraves Weib auch als ein Schutz, Schild und Schirm des Lebens des Mannes anzusehen und kann daher entsprechend auch ganz gut als eine Rippe des Mannes angesehen werden; und drittens ist der Außenlebensäther auch ein allergewaltigster Schutz des inneren Seelennaturlebens, ohne welchen der Mensch nicht zehn Augenblicke lang leben könnte. Nun ist aber die Eva aus der Überfülle dieses Adamischen Außenlebensäthers, dem zarten leiblichen Wesen nach, entstanden; und da dieser Lebensäther aus der Gegend der Rippen und der Brustgrube ausdunstet und hernach den Menschen weithin allseitig umgibt, so konnte ein Moses, dem die entsprechende Bildsprache höchst geläufig zu Gebot stand, die Eva ganz richtig aus einer Rippe Adams entstehen lassen und von Gott dem Adam die Wunde mit dem Fleisch der Eva zudecken oder vertreten lassen. Denn eben die Eva war ja das aus dem Außenlebensäther Adams gewordene Fleisch, mit dem Gott dem Adam den Abgang seines Außenlebensäthers ersetzte und ihm sonach die wunde Stelle mit dem dem Adam höchst angenehmen Fleisch der Eva zudeckte, was denn eigentlich auch ein Fleisch Adams war.“ [GEJ.04_162,04-11]

„Eine solche Seelenteilung geschah auch bei der Erschaffung des ersten Menschenpaares, da aus einer Seele zwei wurden. Denn es heißt nicht, dass der Schöpfer auch der Eva einen lebendigen Odem in ihre Nüstern blies, sondern die Eva ging samt Leib und Seele aus dem Adam hervor ; und in diese zweite Seele wurde auch ein unsterblicher Geist gelegt, und so wurden aus einem Menschen und aus einer Seele zwei und waren dennoch ein Fleisch und eine Seele. Eine solche Seelenteilung kann man auch an den Kindern der Eltern gar leicht erkennen; denn dass die Seele der Kinder auch zum Teil aus der Seele der Eltern genommen ist, beweist die physiognomische Ähnlichkeit der Kinder mit den Eltern.“ [Er.01_053,04]

Adam: „Ich verließ die Stelle, suchte eine Gesellschaft und fand auch nicht ein Wesen, das mir gliche! Und als ich des Suchens müde ward, da fiel ich wieder zur Erde nieder, und ein süßer Schlaf bemächtigte sich meiner. […] Da mir noch solches träumte, seht, da weckte mich auf einmal eine sanfte Stimme, und diese Stimme war eine Stimme des Herrn und sprach: ,Adam, du Sohn der Erde, erwache, und sieh an deine Gehilfin!‘ – Und ich sah die Eva vor mir und war froh über die Maßen; denn ich sah mein zweites Ich aus mir getreten, und dieses hatte eine große Freude an mir, und diese Freude war die erste Liebe, die ich, der erste, ungeborene Mensch, empfand, und sah zum ersten Mal mein geliebtes Weib, und liebte sie rein im reinsten Schoß der ewigen Liebe Gottes in aller Fülle des ersten Lebens!“ [HGt.01_040,14-17+25-30]

„Und die ewige Liebe sah, dass der Adam große Freude fand in sich durch die innere Anschauung seines zweiten Ichs. Da rührte ihn die erbarmende Liebe an der Seite, da ihm gegeben ward ein Herz gleich dem Herzen der Gottheit zur Aufnahme der Liebe und des Lebens aus der Liebe in Gott, und nahm ihm dadurch die Eigenliebe, um für Sich Selbst eine Wohnstätte zu bereiten durch das künftige Gesetz der erbarmenden Gnade, und stellte die Eigenliebe, an der er großes Wohlgefallen fand in sich, außer seinem Leib körperlich und hieß sie ,Caiva‘ oder, wie ihr schon gewohnt seid zu sagen, ,Eva‘, das ist so viel als die vorbildende Erlösung von der Selbstsucht und die daraus hervorgehende Wiedergeburt.“ [HGt.01_007,11]

„Ich mache euch bei dieser Gelegenheit nur auf einen Ausspruch des Herrn Selbst aufmerksam, in dem Er Sich über die Liebe des Mannes zum Weib so äußert, da Er spricht: „So wird ein Sohn seinen Vater und seine Mutter ver-lassen und seinem Weib anhangen“ [1. Mo 2,24]. Was will der Herr dadurch anzeigen? Nichts anderes als: des Menschen mächtigste Liebe auf dieser Welt ist die zu seinem Weib. Denn was liebt der Mensch in seiner Ordnung mehr auf der Welt als sein liebes braves, gutes Weib? Im Weib steckt somit des Mannes ganze Liebe, wie umgekehrt das Weib in seiner Ordnung sicher nichts mächtiger liebt als einen ihrem Herzen entsprechenden Mann. So wird denn auch in diesem Gebot unter dem Bild des Weibes die ganze Liebe des Mannes oder des Menschen überhaupt gesetzt, weil das Weib im Ernst nichts anderes als eine äußere, zarte Umhüllung der Liebe des Mannes ist.“ [GS.02_097,17-19]


2.1.3. Das Wesen von Mann und Frau

Kisjonah: „Nun verstehe ich, was es heißt: Gott schuf den Adam als den ersten Menschen dieser Erde aus Lehm! Gott hat aus Seiner ewigen Ordnung also gewollt, dass die in der Erde gerichtet gefangenen Geister sich aus der Erde, die sie gefangen hielt, und zwar aus deren leichter fügbarem Lehm, einen Leib ganz nach der entsprechend geistigen Form bauen sollen, in dem sie sich mit vieler Freiheit bewegen könnten, ihr Ich und aus dem Gott wieder erkennen und sich sogestaltig frei der göttlichen Ordnung unterordnen sollen, um dadurch zu ihrer urgeistigen Natur zu gelangen, nämlich ganz vollendet reine Geister zu werden, so wie da sind die Urerzengel! Ja, ja, jetzt wird mir auf einmal alles klar! 'Das Weib', heißt es, 'ward geschaffen aus der Rippe Adams'; wie klar ist wieder das! So wie entsprechend die Berge doch sicher der festere und somit auch hartnäckigere Teil der Erde sind und sogestaltig auch die hartnäckigeren Geister in sich fassen, so hatte sich auch im ersten wie in allen nachfolgenden Männern gewisserart der hartnäckigere Teil in die Knochen des Mannes gelagert, die mit den Bergen der Erde in der vollsten Entsprechung stehen. Das hartnäckigere Geistige, das mehr Sinnliche, Stolze und Hochmütige des Mannes ward durch Gottes Weisheit und Macht aus dem Mann geschieden und in einer dem Mann ähnlichen weiblichen Form dargestellt, die, als aus dem Mann stammend, mit ihm in einer lebendigen Entsprechung steht und dadurch und durch den Akt der Zeugung zur Erweckung einer lebendigen Frucht in ihr nach dem allmächtigen Willen Gottes fähig ist und, da ihr als dem hartnäckigeren geistigen Teil des Mannes ein größeres Leiden auferlegt ist, ihren Geist ebenso vollenden kann als der Mann seinen sanfteren, wodurch es dann nach der Schrift auch geschehen kann und geschieht, dass am Ende Mann und Weib eins werden. Denn der Ausdruck, dass Mann und Weib dann einen Leib haben, heißt doch sicher nichts anderes als: Obschon des Weibes Wesen der hartnäckigere Teil des Mannes ist, so wird es aber durch die im Verhältnis stärkere Probung am Ende dem ohnehin sanfteren Geistteil des Mannes vollends gleich, und das ist es, was das besagt, dass Mann und Weib haben einen Leib. Was sagst Du, o Herr, dazu? Habe ich diese Sache wenigstens annäher-ungsweise richtig erfasst oder nicht?“ Sage Ich: „Ganz vollkommen gut und wahr! So ist es, und so auch sollte die Schrift im wahren Geist gelesen werden und verstanden sein.“ [GEJ.01_166,03-07]

Muthael: „O Herr, Gott, Du liebevollster, heiligster Vater! Sieh, ich bin über fünfzig Jahre schon und weiß, dass schon gar manche, um etliche Jahre jünger denn ich, sich Weiber genommen haben; allein mir war es bis jetzt noch nicht gegeben, mich zu nahen einem weiblichen Geschöpf. Denn sah ich ihr mir weich und reizend vorkommendes Fleisch an, da kamen mir die meisten Weiber sehr sanft, zartfühlend und somit auch überaus anlockend vor, und ich bekam dann auch allzeit eine große Sehnsucht nach einem Weib; aber wenn ich mich dann, von solch einem inneren Drang genötigt, einer oder der anderen Maid näherte, um mit ihr aus der Tiefe meines Herzens die sanftesten Liebes-worte zu tauschen, da entsetzte ich mich aber bis jetzt noch allzeit, da ich nirgends fand, was ich zu finden wähnte. Ich dachte mir oftmals dabei: Aber wie ist doch solch ein Widerspruch in diesen zarten Wesen denkbar? Äußerlich furcht und wellt ein leiser Abendhauch schon über ihr zartestes Fleisch, und ihr Inneres ist unempfänglich für einen Geistessturm sogar, und männliche Orkane von Weisheit können nicht rühren ihr Herz, wohl aber männliche Weiber-schwächen, als da sind die Fleischliebe, läppisches Weiberlob, vielverheißende männlich-sinnliche Befriedigung und dann eine förmliche Anbetung ihres Fleisches und dergleichen mehr. Sieh, bei solchen Erscheinungen habe ich denn auch einen förmlichen Widerwillen gegen alles Weibervolk bekommen, und es ekelt mich vor ihnen allzeit so sehr, dass ich mich darum keiner mehr nahen kann! O Herr, Gott und Vater, ist das aber auch recht von mir? Habe ich da-durch nicht gesündigt vor Dir? Und was ist der Grund solcher Erscheinung in Mir? Was ist denn das Weib, dieses von außen lebendige, aber von innen tote Wesen?“ Hier wandte Sich der Herr zu ihm und sprach: „Hör, Mein geliebter Sohn Muthael, deine Erscheinung ist gewichtiger, als du glaubst! Der erste Grund solcher Erscheinung liegt darin, dass du von oben her bist; das Weib aber ist von unten her. Du bist erfüllt mit dem, was des lebendigen Liebegeists aus Mir ist, das Weib aber ist erfüllt mit dem, was da ist des Geistes der Welt. Darum auch bist du weich und zart von innen, während das Weib es nur von außen ist. Du bist ein Grundgeschöpf aus Meiner Tiefe, das Weib aber nur ein Nachgeschöpf, eine Zusammenfassung Meiner Ausstrahlung. Du bist gemacht aus dem Kern der Sonne, das Weib nur aus den flüchtigen Strahlen der Sonne. In dir ist volle Wahrheit, im Weib nur der Wahrheit Schein. Du bist ein Sein aus Mir, das Weib ein Schein nur aus Mir. Sieh, das sind die Hauptgründe deiner Erscheinung! Die Frage aber, ob du dich dadurch vor Mir versündigt hast, ist eitel. Denn nur dann kannst du dich vor Mir versündigen, wenn du von Mir ein Gebot hast, etwas zu tun oder nicht zu tun, ohne das ist keine Sünde denkbar, da du ohne Gebote in Meiner Richtung handelst. Nun aber sage Ich dir, dass Ich auch das weibliche Geschlecht zu Meinen Kindern angenommen habe, und es hat in der Purista ein Vorbild, also ein Gebot von Mir, wie es sein soll. Zwei haben sich in ihren Herzen ihr fest angeschlossen, die Ghemela und die Mira. Wenn aber das Weib ist denen gleich, dann trägt sie auch Mein Bild in sich, und so du dich einem solchen nahen wirst in der Erhabenheit deines Herzens, da wirst du auf keinen Stein mehr stoßen. Da du aber des reinsten Herzens aus dem Morgen bist, so will Ich dir in der Kürze auch das reinste Weib geben, das dir sicher in allem entsprechen wird; bis dahin aber verbleibe nur, wie du bist gewesen bis jetzt.“ [HGt.03_029,04-22]

„Sagt Mir, verliert denn dadurch vor Mir das Weib etwas, so Ich von ihr gegenüber dem Mann aussage, dass sie von unten sei und so gegen den Mann den notwendigsten Gegenpol ausmacht, ohne den weder der Mann für sich, noch das Weib für sich bestehen könnte?! Was werdet ihr denn aber sagen, so Ich nun zu euch sage, ihr seid Mir gegenüber alle von unten her, und nur Ich allein bin von oben! Hör Ich aber darum nun etwa auf, euer Schöpfer und alleiniger, ewig heiliger Vater zu sein?! Oder habe Ich nicht dich, Adam, aus der Erde Lehm, wie dein Weib, die Eva, aus deiner Rippe erschaffen?! Da ihr aber alle wisst, dass der ,Lehm‘ meine Liebe und die ,Rippe‘ meine Gnade und Erbarmung bezeichnen, da Meine Gnade und Erbarmung ebenso euer Leben einschließt, wie da einschließt und verwahrt des Leibes Leben dessen festes Gerippe, so müsst ihr euch ja doch selbst als überblind erkennen, wenn ihr da einen untröstlichen Unterschied findet, wo ihr einen nur übertröstlichen finden sollt! Sagt Mir, was wohl lobenswerter ist, die leuchtende Sonne selbst, oder ihr ausgehendes Licht? Was haltet ihr für höher da? Ihr sagt in euch: ,O Herr, da ist ja das eine so notwendig und gut wie das andere!‘ Gut, sage Ich, so die Sonne als die gesetzte Höhe in sich zu betrachten ist, was ist aber da mit ihrem ausgehenden Licht für ein Standverhältnis dann? Ihr sagt: ,Das muss dann ja notwendig allenthalben unter der Sonne sein!‘ Gut, sage Ich, so aber die Sonne an und für sich keinen höheren Wert hat denn ihr ausgehendes Licht, indem doch die Sonne ohne das ausgehende Licht so gut wie gar keine Sonne wäre und auch gar keinen Wert hätte, so wird das ja dem Weib doch sicher auch nichts schaden und seinen Wert nicht im geringsten beeinträchtigen, wenn es dem Mann gegenüber notwendigerweise unten steht. Ich aber sage, wenn das Weib ist, wie es sein soll, so hat es vor Mir den Wert des gerechten Mannes und ist ebensogut ein liebes Kindlein von Mir als der Mann, verirrt sich aber das Weib, so werde Ich es so gut suchen wie den Mann. Ein arges Weib aber ist ebensogut arg, als wie arg da ist der Mann, denn der Strahl aus der Sonne ist wie die Sonne selbst. Es wird aber eine Zeit kommen, da Ich den Strahl sammeln werde im Weib um die erloschene Sonne im Mann zu erleuchten. Versteht solches, und lasst einmal ab von eurer alten Torheit. Liebt eure Weiber gerecht, aber macht aus ihnen nicht mehr oder weniger, als sie von Mir aus sind. Es ist genug, so ihr sie euch gleich achtet, darüber wie darunter soll eine Sünde sein!“ [HGt.03_030,09-21]


2.2. Das Verhältnis zwischen Mann und Frau in der Ordnung Gottes

2.2.1. Christus das Haupt des Mannes, der Mann das Haupt der Frau

„Ihr sollt aber wissen: Jeglichen Mannes Haupt ist Christus; das Haupt des Weibes ist der Mann; das Haupt Christi ist Gott.“ [1. Kor 11,3] Dieser Text ist ein ganz natürlich-leicht zu fassender, wie sobald kein anderer. Nur muss man hier wohl wissen, wer und was da ein „Mann“ ist. Der „Mann“ ist die Polarität des Göttlichen, das da ist das Allerhöchste, nämlich der Kulminationspunkt des Gotteslichts. Dieses Gotteslicht aber ist Christus, der da in die Welt kam als ein Licht, das erleuchtete die Finsternis der Welt. – Wie aber da ist Christus ein Licht des Lichts, so ist auch das Haupt das Licht des Menschen und ist dessen oberste, also positive Polarität. Ein Haupt aber, das da blind ist und taub und stumm, ist für des Menschen Leib kein Licht, also auch keine oberste positive Polarität. Ebenso steht es auch mit der christlichen Männlichkeit! Ein Mensch ist erst dann ein „Mann“, wenn er im Licht Christi ein Mann oder wenn Christus des Menschen eigentliche positive Polarität ist, ohne welches Licht kein männlicher Mensch ein eigentlicher Mann, sondern nur eine schale Gestalt ist. So aber Christus des rechten Mannes Licht ist, so ist er auch desselben „Haupt“. Ich meine, das dürfte wohl mit den Händen zu greifen sein. Und dass hernach der in Christo erleuchtete Mann ebenso des Weibes Haupt oder Licht ist, wie da Christus ist das Haupt und Licht des Mannes, das gibt schon die Natur der Dinge, da der Mann an und für sich der positive Pol, also der Lichtpol des Weibes ist. Dass aber Gott das Haupt Christi ist, das scheint freilich etwas sonderlicher zu klingen, ist aber dennoch ein und dasselbe Verhältnis. Denn „Gott“ oder die „Liebe“ ist in Sich das Urfeuer und das Urlicht und ist sonach auch das eigentliche Feuer und Licht in dem Gottmenschen Christus Jesus. Durch dieses Lichts endlose Fülle wohnt die „Fülle der Gottheit“ in Ihm, Christus, körperlich, d.h. wirklich, und nicht nur durch die Überstrahlung, wie etwa die Sonne in einem Spiegel. Denn in Christus ist die Sonne Selbst und nicht etwa bloß ihr Abbild. Wie aber die naturmäßige Sonne ist das Haupt oder das Licht oder der positive Pol aller anderen Weltkörper, so ist die Gottheit als das wesenhafte Grundlicht alles Lichtes, als das Grundsein alles Seins auch das Haupt Christi, der da ist der eigentliche vollkommenste Gottmensch und somit Gott in aller endlosen Fülle dieses allerhöchsten Begriffs. Christus aber wäre ohne Gott nicht Christus, und Gott ohne Christus nicht Gott gleichwie der Mensch ohne Haupt kein Mensch wäre, und das Haupt ohne Mensch ein Unding. Und so ist auch der Mensch oder Mann ohne Christus kein Mensch und kein Mann. Und Christus ohne den Menschen, wer sollte Den denken können? Wäre wohl das Weib ohne Mann ein Weib? Sicher nicht. Denn wo nichts Positives da ist, da kann auch kein Negatives gedacht werden. Und wo das Negative fehlt, da kann auch das Positive niemals sich äußernd auftreten. Gleich wie, wenn einem Menschen das Haupt abgeschlagen wird, dann weder das eine noch das andere für sich fortleben kann, obschon beide ganz eigene Lebensfunktionen für sich besitzen, desgleichen kann auch kein Mensch, so er sich von Mir in seinem Herzen getrennt hat, ein [geistiges] Leben haben.“ [HiG.02_47.12.21]

„Gott gab nur darum dem Wortlaut nach das Grundgesetz wie allein dem Mann, wie er dem Haupt des Menschen die Hauptsinne gab und durch sie den Verstand im Gehirn. Wie aber Gott vorerst nur zum Verstand des Menschen redet, so redet Er auch zum Mann, der fortan das Haupt des Weibes ist wie das Weib gewisserart des Mannes Leib. Wenn nun eines Menschen Haupt er-leuchtet und sehr verständig ist, – wird da nicht auch im gleichen Maß mit verständig sein der ganze Leib?“ [GEJ.07_032,09]

„Das aber ist der kurze Rat: Für alles, was Ich dir anzeigen werde, sollst du dich ernstliebend auf das Zeugnis der Schrift berufen, und deinem Weib zeigen, durch Wort und Tat, dass du das Haupt bist, und sie nur der Leib, dass sie dir gehorchen müsse nach Meinem Willen, wie die Sarah dem Abraham, und die Maria ihrem lieben Josef, aus welchem Grund Ich auch allzeit Meine Befehle dem Josef, nie aber der Maria, die Mich doch im Leib getragen hatte, gegeben habe, damit Meine Ordnung, aus welcher heraus alle Dinge sind gemacht worden, auch nicht im Allergeringsten verkehrt würde. Und hast du dieses getan, so zeige dann deinem Weib, dass das wahre eheliche Glück nur darin bestehe, wenn ein Verhältnis zwischen Mann und Weib gleich wird dem zwischen Gott und den Menschen, oder zwischen Geist und Seele, oder zwischen der wahren Kirche und einem ihr bestehenden Staat, und in dergleichen wahren Verhältnisse mehr. Ferner zeige deinem Weib, dass es mit den in ihrem Herzen über ihre Männer sich erhebenden Weibern gerade so stehe, wie mit den Atheisten oder Gottesleugnern, denen die Nächte zu langen Folterbanken werden, besonders, wenn sie die zeitlichen Güter dazu auch noch verlieren, was meistens zu geschehen pflegt von Mir aus, damit dann endlich, wenn sie noch nicht gar zu weit gesunken sind, doch noch eine Rückkehr möglich würde, denn der Mann lernt Mich erkennen in seiner Liebe zu Mir, das Weib aber in der Liebe des Mannes; wie kann aber ein Weib sagen: Ich liebe meinen Gemahl, wenn ihr nicht jedes seiner Worte und Wünsche heilig ist.“ [HiG.01_40.07.06,04-06; s. den gesamten Text hierzu im Anhang: Ehelicher Rat zum Verhältnis zwischen Mann und Frau]

„Das ist ja des Weibes Bestimmung, dass sie sei dem Mann, was der Mann Gott, dem allmächtigen Schöpfer, ist. Ist ein Weib das dem Mann, so ist sie eins mit ihm, wie der Mann – der gerechte nämlich – eins ist mit Gott, also im Geist völlig ein Wesen!“ [HGt.02_189,05]


2.2.2. Verhaltenswinke für den Mann

• Seine Frau im rechten Maß lieben und achten

„Ihr Männer, liebt eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben, auf dass er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, auf dass er sie sich selbst darstellte als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe einen Flecken oder Runzel oder des etwas, sondern dass sie heilig sei und unsträflich. Also sollen auch die Männer ihre Weiber lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigen Fleisch gehasst; sondern er nährt es und pflegt sein, gleichwie auch der Herr die Gemeinde. Denn wir sind die Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.“ [Eph 5,25-30]

„Ihr Männer, liebt eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie.“ [Kol 3,19]

„Desgleichen, ihr Männer, wohnt bei ihnen mit Vernunft und gebt dem weiblichen als dem schwächeren Werkzeug seine Ehre, als die auch Miterben sind der Gnade des Lebens, auf dass eure Gebete nicht verhindert werden.“ [1. Pt 3,7]

„Liebt eure Weiber gerecht, aber macht aus ihnen nicht mehr oder weniger, als sie von Mir aus sind! Es ist genug, so ihr sie euch gleich achtet; darüber wie darunter soll eine Sünde sein!“ [HGt.03_030,21]

„Die pure Weiberliebe ist Eigenliebe. Denn wer von der Weiberliebe sich so weit verziehen lässt, dass ihm daneben die Nächstenliebe und aus dieser die Gottesliebe zur Last wird, der liebt sich selbst im Wesen des Weibes! Lasse dich daher von der reizenden Gestalt eines Weibes nicht gefangen nehmen übers gerechte Maß, ansonsten du untergehst in der Schwäche des Weibes, während doch das Weib in deiner Kraft erstehen soll zu einem Wesen mit und in dir! – Wie du aber ein oder das andere Glied deines Wesens liebst, so liebe auch das Weib, auf dass es eins werde mit dir! Aber Gott liebe über alles, auf dass du in solcher mächtigsten Liebe neu geboren werdest zu einem wahren, freiesten Bürger der reinsten Himmel Gottes für ewig und dein Weib wie ein Wesen mit dir!“ [RB.02_157,12]

„Wenn der Mann sein Weib über die Gebühr liebt, da wird er sie verderben. Sie wird eitel, wird sich hochschätzen und wird daraus eine sogenannte Kokette. Der Mann wird kaum Hände genug haben, um überall hinzugreifen, dass er die Anforderungen seines Weibes befriedigt. Auch ein Bräutigam, wenn er seine Braut zu sehr liebt, wird sie dreist und am Ende untreu machen. So ist das gerechte Maß der Liebe allenthalben vonnöten.“ [GS.02_103,19-21]


• Die Liebe zu Gott über die Liebe zur Frau stellen

Henoch (Prophet, auch Erzengel Raphael, s.GEJ.08_010,04): „Wenn wir in der Liebe zu Gott stehen und ruhen in unserem Herzen, dann sollen wir nicht der Weiber gedenken und die Liebe zu Gott nicht trüben mit der Liebe der Weiber, außer mit der Mutterliebe und der kindlichen Liebe, welche Liebe aber die Liebe zu Gott nicht trübt, sondern nur einen Maßstab gibt, wie wir Gott lieben sollen!“ [HGt.03_002,22]

„Wer noch sein Weib mehr liebt denn Mich, der ist Meiner nicht wert, da Ich doch mehr bin als ein Weib, geschaffen durch Meine Macht!“ [JJ.01_188,29]

„Jeder Mensch kann die Taufe des Geistes aus Gott überkommen, so er den allein wahren und ewigen Gott erkennt, an Ihn lebendig glaubt, Ihn dann auch über alles liebt und den Nebenmenschen wie sich selbst und so handelt, wie ihm das aus dem Mund Gottes geoffenbart ist. Aber wer die Weiber mehr liebt als Gott, der bleibt in seinen Sünden!“ [GEJ.08_195,02]

„Mir ist überaus ärgerlich zu sehen, so ein Mann des Weibes Wort über sich kommen lässt. Wer sein Weib, seine Kinder, ja sogar seine Eltern mehr liebt denn Mich, der ist Meiner nicht wert! – Wie magst du Mich aber wollen mit der Welt einherziehen? Bin Ich nicht mehr denn alle Welt? Wie kann dir noch der Welt Unflat behagen, so Ich dir Kost aus allen Himmeln darreiche? So Ich dir rate und die Welt dir rät und du folgst dem Rat der Welt, was bin Ich da wohl dir?“ [HiG.03_42.12.17,01]

„So aber steht es auch mit dem Gefühlsreichtum: Der Mann sammle nur sein Gefühl im Herzen und kehre es dann zu Mir; und wenn es die gerechte Kraft-reife wird erlangt haben, dann wird er in Mir, dem Urgrund aller Dinge und somit auch aller noch so schönen Weiber, den allergenügendsten und aller-befriedigendsten Ersatz finden und wird dann mit diesem kraftvollsten Gefühl ein Weib in aller gerechten Kraft lieben können, und es wird ihn das Weib seines Nachbars auch nimmer anfechten.“ [HGt.03_064,15]

„Ihr Männer aber liebt eure Weiber gerechten Maßes und seid nicht hart gegen sie; aber treibt es mit der Liebe eurer Weiber nicht zu bunt, dass ihr darob des Herrn vergessen könntet,  denn die Liebe zum Herrn muss ledig sein, so als hättet ihr kein Weib.“ [Lao.01_003,29]


• Der Herr seiner Frau sein

„Mir ist überaus ärgerlich zu sehen, so ein Mann des Weibes Wort über sich kommen lässt! [...] Ich sage dir aber nun: Habe acht, dass Mir dein Weib nicht schade. Werde ein Mann und kein Weichling deines Weibes! Wende gänzlich ab dein Angesicht von ihrem Weltgott und verberge wohl Meine Sache vor des Weibes und aller deiner verdorbenen Kinder Augen,  sonst wird sich aus der Brust des Weibes ein Orkan erheben, der Meiner Sache bedeutend nachteilig sein könnte und Mich endlich nötigen würde, einen gewaltigen Strich durch ihre Rechnung zu machen. – Du bist am Scheideweg, also zwischen Mir und der Welt. Du hast den freien Willen, folge Mir oder der Welt! Bis jetzt bist du der Welt gefolgt und hattest Meinen Rat, nun aber hast du der Welt Rat, so folge Mir, willst du leben! Verstehe es wohl. Amen.“ [HiG.03_42.12.17,01+05-06]

„Sei ein Herr deines Weibes! Belasse ihr weltlich Tun und Treiben; ihre Zunge aber wende in Meiner Sache allzeit gebietend und männlich kräftig von dir weg. Wenn sie nicht schweigt, so geh ihr aus der Zunge und zeig ihr, dass du nicht im Geringsten an ihrem Geld hängst, wohl aber sie an deiner getreuen Verwaltung desselben. Ist sie damit nicht zufrieden, dann leg ganz sorglos ihren ganzen Kram völlig in ihre Hände und Sperre, auf dass sie damit mache, was sie will. Solches jedoch kannst du als äußerstes Mittel betrachten. Wirft sie dir deine Geringschätzung gegen sie vor, dann frage sie – höchst ernstlich aber – welches Achtungsgewicht sie von ihrer Seite aufzuweisen hat in all den dir zugefügten Kränkungen? Dann aber höre sie ja nicht weiter an, sondern geh ihr geschwind aus der Zunge. Wenn sich ein Sturm erhebt am Meer und kommt ein vorüberziehender Gegensturm, da wird Ruhe auf dem Meer. Sieh, so verhält es sich auch mit den „häuslichen Windsbräuten“. Freilich wohl muss ein solcher Gegensturm aus einem zornlosen Herzen kommen, sonst kann er mehr Schaden anrichten denn ein früherer Vorsturm!“ [HiG.02_42.11.30,11-14]


2.2.3. Verhaltenswinke für die Frau

• Seinem Mann untertan sein

„Und zum Weib sprach Er: […] dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, und er soll dein Herr sein.“ [1. Mo 3,16]

„Ihr Weiber, seid untertan euren Männern in dem Herrn, wie sich's gebührt.“ [Kol 3,18]

„Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem Herrn.“ [Eph 5,22-33]

„Das Maß des Weibes ist dem göttlichen Maß gleich im Mann, doch die Nächstenliebe und die Eigenliebe des Weibes ist ein Unterschied von sechs-undsechzig und hat darin das Weib dem Mann unbedingt in allem dieses Betreffenden zu gehorchen. Da es aus dem Mann als Eigenliebe gebildet ist, so kann es sich auch nur im Mann lieben, so seine Liebe gerecht sein soll; und da es zunächst dem Mann ist, so ist auch seine Nächstenliebe zunächst im Mann.“ [HGt.01_037,01]

„So auch sollt ihr sein und gehorsam in allem euren Männern, insoweit es der allerheiligste Wille Gottes erheischt. Jedoch, sollte ein Mann – was nicht zu gedenken sein sollte – euch wider den allerheiligsten Willen Gottes zu etwas zwingen wollen, so soll auch euch gestattet sein, euer Haupt vor dem Mann zu entblößen und selben lieblich zu mahnen an seine Pflichten, hervorgehend aus Gott. Und so ihr alles dieses so genau erfüllen werdet, dann wird der Herr euch mit großen Gnaden überhäufen, und ihr werdet werden zur süßen Augenweide in unendlicher Schönheit des ewigen, heiligen Vaters, ewig und unsterblich.“ [HGt.01_036,37]

Beispiel Pura im Alten Testament:
„O sieh, das weiß ich wohl recht gut, dass es sich auf keinen Fall schicken würde, so ich, ein schwaches Mädchen nur, da wollte einen Mann, und gar den Jared, einen Mann nach Deinem Herzen, führen, denn das käme ja gerade so heraus, als wollte ich ihn beherrschen. O das sei ja fern von mir. Denn ein Weib muss ja allzeit den als Herrn aus dem Grund ihres Herzens erkennen, den Du ihr doch offenbar und ausdrücklich zu einem Herrn gesetzt hast, und so kann er wohl mich, so er will, führen und leiten, nicht aber ich ihn. Ist es nicht recht so? Wenn aber Du ihm einen so kleinen Wink geben möchtest, da würde er sicher gehen da her an meine Seite.“ Und der Abedam sagte darauf zur Pura: „Jetzt erst bist du ein ganz vollkommenes Mädchen, da du mit deiner großen Liebe auch die wahre weibliche Ergebenheit und Demut vereinigt hast.“ [HGt.02_ 141,14-17]

Beispiel Maria im Neuen Testament:
Und die Maria sprach: „Joseph, du mein geliebtester Gemahl, du weißt ja, dass ich vor dir keinen Willen habe, da dein Wille auch allzeit der meinige ist und auch sein muss nach der heiligen Ordnung des Herrn.“ [JJ.01_278,06]

Fall aus Gottes Ordnung:
Es „sind die Menschen, und zwar zuerst die Weiber, durch den zweiten Miss-brauch ihres freien Willens in alle Sinnlichkeit versunken, haben ihren von der Satana angeerbten schöneren Leib in Hülle und Fülle aufzuputzen angefangen und sind spröde, stolz und unwillig aus ihrer Selbstsucht geworden und zwangen dadurch den sanfteren Mann, in ihr Garn zu rennen, und er musste, um von den Weibern erhört zu werden, ganz bereitwilligst und wie untertänig nach ihrer herrschsüchtigsten Pfeife zu tanzen anfangen und fand am Ende sogar ein besonderes Wohlgefallen daran, so er von der echten Satanslist der Weiber so recht armdick umstrickt war. Dadurch aber fiel er denn auch aus allen in ihm aufkeimenden Himmeln, ward dadurch finster, geil, selbstsüchtig, eitel und herrschgierig und ward somit samt dem Weib rein des Teufels! Wohl mahnte den Mann von Zeit zu Zeit leise sein Geist durch die Erweckung der Liebe zum Leben, dass er lese die Schrift und betrachte die großen Werke Gottes! Es taten solches auch viele, indem sie sich zuvor aus dem Garn der Weiber frei gemacht hatten, mehr oder weniger. Aber es half das eben nicht viel, denn sie verstanden die Schrift nicht mehr, und weil sie selbst weibisch materiell geworden sind, so nahmen sie sogleich den materiellen Sinn des Buchstabens für eine vollgültige Goldmünze an und machten so das Wort Gottes zu einem Scheusal und den Tempel Gottes zu einer barsten Mörder-grube.“ [GEJ.01_166,07-09]


• Negative Eigenschaften der Frau und ihre Folgen

„Ein tugendsames Weib ist eine Krone ihres Mannes; aber eine böse ist wie Eiter in seinem Gebein.“ [Spr 12,4]

„Ein rechtes Weib ist ein Symbol des höchsten Himmels – und ein unrechtes, eigensinniges und dominieren wollendes Weib ein Ebenmaß des Satans, der da ist schon gleich eine schlechteste, unterste und allertiefste Hölle.“ [GEJ.05_ 010,06]

„Ein klagendes Weib aber ist ein Dorn im Auge Gottes. Daher klagt nicht, da ihr sanftmütig und duldsam sein sollt! Denn die Klage des Weibes ist ein scharfes Messer und zerschneidet die Treue des männlichen Herzens.“ [HGt. 02_280,25]

„Ein weibisch Herz, das da ist voll geheimer Finten, vor denen Mich und jeden wahrhaft weisen Mann ekelt.“ [HGt.03_048,15]

„Im Weib liegt ja List und Witz, ein scharfer Sinn und Schlauheit stets begraben, so spricht das Weib auch offen nie und pflegt stets ihr Licht und Herz zu bergen, darum auch der locker baut, wer sich der Weiber Brust vertraut.“ [HGt.03_027,10]

Henoch zu Muthael: „Muthael, du scheinst darum von einem mächtigen Eigendünkel beseelt zu sein, weil der Herr einiges über die Weiberliebe mit dir geredet hat? Sieh, wärst du irgendein leichtsinniges, töricht blindes Weib, das da seine Fleischesbegierden nur am besten kennt und für deren Befriedigung allzeit sorgt, so möchte ich mir aus deiner gemessenen Dummheit nichts machen. Denn so ist ja auch des Herrn Sinn. Er erfasst das Weib, das Ihn allein zu lieben vermag und völlig will ohne irgendeine Beimischung der Welt, und trägt es dann auf den Armen und Händen und Fingern seiner glücklichsten Bestimmung zu. Aber ein Weib, das da zumeist an der Weltdummheit, wo etwas Sinnlich-Ergötzliches herausschaut, seine Freude findet, lässt der Herr gehen wie das Getier der Wälder und kümmert Sich im übrigen gar nicht um es, außer in dem nur, dass Er ihm das sinnliche Leben des Leibes gibt wie dem Getier der Wälder, aus welchem Grund denn auch einem ausgearteten Weib nicht leichtlich mehr zu helfen ist und es leicht übergehen kann in alle Unzucht und Hurerei, wie wir von ähnlichen Erscheinungen in der Mitternacht eine Menge Beispiele haben und wohl wissen, wie dann ein Weib, das nur einmal einer Weltfreude wegen den Herrn auf die Seite gesetzt hat, nur kaum durch ein Wunder vom völligen Untergang gerettet werden kann!“ [HGt.03_102,05-09]

„Wendet daher eure Augen ab von einem verführerischen Weib, denn ein solches Weib ist geheim, ohne es zu wissen, mit dem Satan im Bund und dient ihm unbewusst zu dessen verlockenden Zwecken.“ [GEJ.01_167,11]

„So kann auch das unfolgsame Weib sein ein Grund alles Verderbens.“ [HiG. 02_42.07.06,10]

„Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband.“ [Spr 11,22]

„Eine Reiche, Geputzte, Geschmückte, die in weichen und buntgefärbten Kleidern einhergeht, ein offenes Gesicht auf der Gasse zur Schau trägt, sich gern begrüßen lässt von den Reichen und Angesehenen und zu den Armen sagt: ,Da seht das stinkende Bettelvolk!‘ – Ich sage euch, vor einer solchen Maid flieht wie vor einem Aas. Denn eine solche Maid ist ein getreuestes Abbild der verlockenden Hölle in kleinster Gestalt, und wer eine solche freit, begeht eine gröbste Sünde wider die göttliche Ordnung.“ [GEJ.01_167,05-06]  

„Wehe aber der Welt, wenn die Weiber sich wieder zu putzen und zu schmü-cken anfangen und auf den Thronen sitzen werden, dann wird die Erde durchs Feuer gelassen werden! Haltet daher alles auf eine gute Zucht der Weiber, lasst sie vor allem sich üben in der rechten Demut. Sie sollen rein, aber nie geputzt und geschmückt sein, denn der Weiber Putz und Schmuck ist des Menschen Grab und Untergang in allem. Wie aber da ist ein reines, wohlgesittetes, demütiges Weib ein rechter Segen eines Hauses, so ist ein geputztes und dadurch stolzes Weib ein Fluch über die ganze Erde.“ [GEJ.01_167,01-03]

„So ist ein geputztes und dadurch stolzes Weib ein Fluch über die ganze Erde und ist so ein Satan in kleinster Gestalt unter den Menschen und gleicht völlig einer Schlange, die durch ihre geilen Blicke des Himmels Vögel in ihren giftigen und tötenden Rachen lockt.“ [GEJ.01_167,03]

„Solches aber merke für alle Zeiten der Erde: Wenn du sehen wirst, dass das Fleisch der Weiber stets fetter, weißer, feiner und üppiger wird, wenn die Weiber mit bloßem Kopf und Gesicht, mit nackter Brust und nackten Händen einhergehen werden, wenn die Weiber lüstern den Männern nachlaufen werden und die Mütter ihre Töchter putzen und schmücken werden, und werden sie am Tag und zur Nachtzeit ausführen, um durch solchen Außenflitter, welcher da ist die allerärgste Kunst des Satans, irgendeinen Mann zu fangen, auf dass er sich der Tochter ergeben und sie entweder zum Weib oder wenigstens gegen einen allerschändlichsten Unzuchtsmietlohn als Beischläferin auf Tag oder Stunde zu nehmen sich entschließen möchte – habe acht, Lamech, was Ich hier rede! Wenn das Weib über den Mann sich erheben wird und wird ihn beherrschen wollen und ihn auch wirklich beherrscht, entweder durch ihre vom Satan er-langten Fleischreize, oder durch Schätze und Erbschaften der Welt, oder durch einen gewissen vornehmeren Stand und vorzüglichere Abkunft, wenn das weibliche Geschlecht, das untergeordnet sein sollende, auf den armen Mann mit spöttischen und verächtlichen Augen und Herzen herabblicken wird […] dann hat sich die Schlange zum Herrn der Welt gemacht, schmählichst herrschend in ihrem Geschlecht!“ [HGt.03_122,05-06]

Weiteres zur Herrschsucht der Frauen und ihre Folgen s.u. 3.12.Verstrickungen und Untergang.


• Gott wohlgefällige Eigenschaften der Frau

„Desgleichen sollen die Weiber ihren Männern untertan sein, auf dass auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne Wort gewonnen werden, wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht. Ihr Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhängen oder Kleider-anlegen, sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrückt mit sanftem und stillem Geist; das ist köstlich vor Gott. Denn so haben sich auch vorzeiten die heiligen Weiber geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Männern untertan waren, wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr, deren Töchter ihr geworden seid, so ihr wohltut und euch nicht lasst schüchtern machen.“ [1. Petr 3,1-6]

„[…] die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf dass nicht das Wort Gottes verlästert werde.“ [Tit 2,4-5]

„Desgleichen dass die Weiber in zierlichem Kleid mit Scham und Zucht sich schmücken, nicht mit Zöpfen oder Gold oder Perlen oder köstlichem Gewand, sondern, wie sich's ziemt den Weibern, die da Gottseligkeit beweisen wollen, durch gute Werke. Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit. Einem Weib aber gestatte ich nicht, dass sie lehre , auch nicht, dass sie des Mannes Herr sei, sondern still sei. Denn Adam ist am ersten gemacht, danach Eva. Und Adam ward nicht verführt; das Weib aber ward verführt und hat die Über-tretung eingeführt. Sie wird aber selig werden durch Kinderzeugen, so sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.“ [1. Tim 2,9-15]

„So ein Weib frommen Herzens ist und hält die Gebote und erzieht ihre Kinder weise in der wahren Gottesfurcht und Liebe, so ist sie gleich auch einem Propheten, und der Geist aus Gott nimmt auch in ihrem Herzen Wohnung. Darum sollt ihr in der Folge, so ihr Mein Wort predigen werdet, die Weiber nicht, wie es bis jetzt oft der Fall war, ausschließen, sondern auch ihnen nichts vorenthalten, was euch vom Gottesreich geoffenbart worden ist; denn was die Weiber als Mütter und erste Erzieherinnen die Kinder lehren, ist bleibender und mehr wert als der Unterricht aller hohen Schulen auf der Welt! Wenn ein Weib weise ist, so werden auch ihre Kinder weise; ist ein Weib aber dumm und ungebildet, so werden auch die Kinder schwerlich zu Propheten gemacht werden können. Da gilt das Sprichwort, laut dem ein Apfel nie weit vom Baum fällt. Es ist schon ganz recht, dass ein Weib eine gute und emsige Hauswirt-schafterin ist und auch ihre Kinder in der Hauswirtschaft bildet und übt; aber noch besser ist es, wenn sie als selbst vom Geist der Wahrheit aus Gott erfüllt auch ihrer Kinder Herzen mit demselben Geist erfüllt. Solchen Kindern wird dann leicht und wirksam Mein Evangelium zu predigen sein. Dies beachtet in der Folge denn auch wohl!“ [GEJ.08_213,08-12]

„Im weiblichen Wesen muss ja die größte Geduld, Sanftmut und Demut vor-herrschen. Reden zur rechten Zeit, und schweigen zur rechten Zeit, aber allzeit voll Sanftmut, Liebe und Ergebung, das ist eines Weibes schönster Schmuck und ist ein gar liebliches Lebensflämmchen, ganz geeignet, jedes Mannes Herz zu beleben und ihn gleich sanft und weich zu machen!“ [GEJ.05_010,07+11]

„Wem eine tugendsame Frau beschert ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen. Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie tut ihm Liebes und kein Leides ihr Leben lang. Sie geht mit Wolle und Flachs um und arbeitet gern mit ihren Händen. Sie ist wie ein Kaufmannsschiff, das seine Nahrung von fern bringt. Sie steht vor Tages auf und gibt Speise ihrem Haus und Essen ihren Mägden. Sie denkt nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg von den Früchten ihrer Hände. Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme. Sie merkt, wie ihr Handel Frommen bringt; ihre Leuchte verlischt des Nachts nicht. Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken  und ihre Finger fassen die Spindel. Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen und reicht ihre Hand dem Dürftigen. Sie fürchtet für ihr Haus nicht den Schnee, denn ihr ganzes Haus hat zweifache Kleider. Sie macht sich selbst Decken, feine Leinwand und Purpur ist ihr Kleid. Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten des Landes. Sie macht einen Rock und verkauft ihn, einen Gürtel gibt sie dem Krämer. Kraft und Schöne sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages. Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre. Sie schaut, wie es in ihrem Haus zugeht, und isst ihr Brot nicht mit Faulheit. Ihre Söhne stehen auf und preisen sie selig; ihr Mann lobt sie: "Viele Töchter halten sich tugendsam, du aber übertriffst sie alle." Lieblich und schön sein ist nichts, ein Weib, das den Herrn fürchtet, soll man loben. Sie wird gerühmt werden von den Früchten ihrer Hände, und ihre Werke werden sie loben in den Toren.“ [Spr 31,10-31]

Die Frau „nicht prunkt mit ihren sonstigen Reizen, sondern in allem züchtig ist, ihren Leib wohl bedeckt mit Linnengewand und zur Winterszeit mit unge-färbten Tüchern aus Schafwolle, auch keine Vielzünglerin ist und nicht prahlt als hätte sie etwas; denn es ist dem Weib sehr heilsam, so sie nichts hat, als was ihr im höchsten Grad Not tut. Eine solche Maid ist dann auch eines Mannes wert, und ihr sollt um sie freien.“ [GEJ.01_167,05]

„Das fromme, willige Weib kann eine Wurzel alles Lebens sein, wie es da war Maria leibhaftig.“ [HiG.02_42.07.06,10]

„Ein reines, wohlgesittetes, demütiges Weib ist ein rechter Segen eines Hauses.“ [GEJ.01_167,03]

„Die Gerechtigkeit des Weibes besteht allein in der Sanftmut seines Herzens.“ [HGt.02_280,24]

„Die Sanftmut ist ein starkes Band, welches die Herzen der Herren an uns fesselt, und die Herren werden es nicht zerreißen.“ [HGt.02_280,25]

„Warum murrst dann du, da du doch als Mädchen die Geduld selbst sein solltest?“ [JJ.01_195,07]

„Nun aber sage Ich dir, dass Ich auch das weibliche Geschlecht zu Meinen Kindern angenommen habe, und es hat in der Purista  ein Vorbild, also ein Gebot von Mir, wie es sein soll. Zwei haben sich in ihren Herzen ihr fest angeschlossen, die Ghemela und die Mira. Wenn aber das Weib ist denen gleich, dann trägt sie auch Mein Bild in sich.“ [HGt.03_029,19-21]

„Möchtest du Mir zuliebe wohl der Welt und allen ihren stark anlockenden Reizen entsagen? Möchtest du Mich, deinen lieben, heiligen Vater, recht aus allen deinen Kräften lieben, so wie Ich dich liebe und dich bis jetzt noch immer auf Meinen Vaterhänden gleich der „Ghemela“ und der „Purista“ getragen habe, von denen du schon gehört hast, wie lieb sie Mir waren und jetzt noch immer sind?“ [HiG.02_42.01.29,02]


• Ein Evangelium für die Frauen

„Nur schön sacht, Mein liebes Töchterchen. Du musst dich darum nur mehr zurückhalten und nicht vorlaut sein gegenüber vielerfahrenen Männern. Dann musst du nie nach der Äußerlichkeit gleich irgendein Urteil schöpfen, sondern allzeit schön abwarten, was zuerst die welterfahrenen Männer über eine oder die andere Erfahrung sagen werden. Hat sich möglicherweise irgendjemand ein wenig verirrt, dann erst ist es Zeit, ihn ganz zart und sanft daran zu erinnern, wie und wo er etwa einen Seitenhieb ins Blaue gemacht hat, aber ja nicht früher. Denn es wäre gar nicht fein, wenn Mädchen den erfahrenen Männern die Wahrheit zuerst sollten kennen lehren, aber wenn die Männer dann und wann vom rechten Weg irgendeinen unweisen Seitentritt machen, dann wohl ist es an der rechten Zeit, dass ein Weib gar zart und sanft hinzutritt und sagt: ,Mein Freund, sieh dich vor, denn du hast da einen falschen Weg einge-schlagen. Die Sache verhält sich so und so.‘ Das wird den Mann sehr freuen, und er wird gern der holden, zarten und sanften Stimme Folge leisten. Aber mit dem Vorlautwerden ist es nichts, und es macht den Mann leicht mürrisch und verdrießlich, und er achtet dann oft gar nicht auf die schöne und sanfte Stimme eines noch so geschmeidigen Weibchens. Sieh, das ist auch ein Evangelium, aber bloß nur für dein Geschlecht. Welches Weibchen solches achtet, welches wird auf der Erde stets gute Tage haben, aber dieses Evangelium nicht achten wird, wird sich's selbst zuzuschreiben haben, wenn es von den Männern nicht geachtet wird. Ein rechtes Weib ist ein Symbol des höchsten Himmels, und ein unrechtes, eigensinniges und dominieren wollendes Weib ein Ebenmaß des Satans, der da ist schon gleich eine schlechteste, unterste und allertiefste Hölle. Dann darf ein rechtes Weiblein schon gar nie gegen einen Mann je völlig ärgerlich werden, denn im weiblichen Wesen muss ja die größte Geduld, Sanft-mut und Demut vorherrschen. In ihm muss der Mann erst die rechte Ruhe seines Sturmgemüts finden und selbst sanft und geduldig werden. Wenn aber am Ende das Weib vor dem Mann zu poltern begänne, was soll dann ein Mann erst tun, bei dem es ohnehin stets mehr stürmisch denn friedlich aussieht? Darum also nur nie vorlaut, Mein sonst gar allerliebstes Töchterchen, sonst würdest du noch öfter in die Gelegenheit kommen, dich ärgern zu müssen, so dich wieder jemand zurechtwiese. – Hast du mich wohl verstanden?“
Sagt Jarah: „Verstanden wohl, aber es geschieht mir nun schwer beim Herzen darum, dass ich dumm und vorlaut war. Ich habe nun doch schon mehrere Stunden lang geschwiegen, und es war gut; es hat mich aber nun gelüstet, auch ein bisschen was zu reden, und da wäre es besser gewesen, so ich noch fort geschwiegen hätte. Aber von jetzt an soll meine Zunge einen Rasttag be-kommen wie keine zweite in einem weiblichen Mund.“
Sage Ich: „Das, Mein liebes Töchterchen, ist gerade auch nicht gar so streng notwendig, sondern du schweigst, wenn du zu reden nicht aufgefordert wirst. Wirst du aber aufgefordert zu reden, und du schweigst, so wird der Mann das für einen recht dicken Eigensinn, für Bosheit und Verschlagenheit ansehen und sein Herz von dir wenden. Also, reden zur rechten Zeit, und schweigen zur rechten Zeit, aber allzeit voll Sanftmut, Liebe und Ergebung, das ist eines Weibes schönster Schmuck und ist ein gar liebliches Lebensflämmchen, ganz geeignet, jedes Mannes Herz zu beleben und ihn gleich sanft und weich zu machen. Es gibt aber bei den Jungfräuleins eine oft sehr grell auftauchende Unart, und diese heißt Eitelkeit, welche nichts als ein recht gesundes Samenkorn des Hochmuts ist. Lässt ein Fräulein solches in sich aufschießen, so hat es schon seine himmlische Weiblichkeit verwirkt und sich der Gestalt des Satans sehr genaht. Ein eitles Fräulein ist kaum des Auslachens wert, ein stolzes und hochmütiges Weib aber ist ein Aas unter den Menschen und wird darum von jedermann mit Recht tief verachtet. Daher sei du, Mein Töchterchen, weder je auch nur ein wenig eitel und noch weniger je stolz und hochmütig, so wirst du unter vielen glänzen wie ein schönster Stern am hohen Himmel!“ [GEJ.05_010, 01-13]


2.3. Rückkehr zu Gott durch Wiedervereinigung von Mann und Frau

• Mann und Frau – ein Leib

Kisjonah: „,Das Weib‘, heißt es, ,ward geschaffen aus der Rippe Adams‘ […] Das hartnäckigere Geistige, das mehr Sinnliche, Stolze und Hochmütige des Mannes ward durch Gottes Weisheit und Macht aus dem Mann geschieden und in einer dem Mann ähnlichen weiblichen Form dargestellt, die, als aus dem Mann stammend, mit ihm in einer lebendigen Entsprechung steht und dadurch und durch den Akt der Zeugung zur Erweckung einer lebendigen Frucht in ihr nach dem allmächtigen Willen Gottes fähig ist und, da ihr als dem hart-näckigeren geistigen Teil des Mannes ein größeres Leiden auferlegt ist, ihren Geist ebenso vollenden kann als der Mann seinen sanfteren, – wodurch es dann nach der Schrift auch geschehen kann und geschieht, dass am Ende Mann und Weib eins werden. Denn der Ausdruck, dass Mann und Weib dann einen Leib haben, heißt doch sicher nichts anderes als: Obschon des Weibes Wesen der hartnäckigere Teil des Mannes ist, so wird es aber durch die im Verhältnis stärkere Probung am Ende dem ohnehin sanfteren Geistteil des Mannes voll-ends gleich, und das ist es, was das besagt, dass Mann und Weib haben einen Leib. Was sagst Du, o Herr, dazu? Habe ich diese Sache wenigstens annäherungsweise richtig erfasst oder nicht?“ Sage Ich: „Ganz vollkommen gut und wahr. So ist es, und so auch sollte die Schrift im wahren Geist gelesen werden und verstanden sein, so wäre es mit allen Menschen gut reden und zu ihrem ganz alleinigen Besten aus den Himmeln handeln.“ [GEJ.01_166,04-07]


• Wiedervereinigung des Getrennten

Es ist „für jeden [Mann] nötig, sich ein Weib zu nehmen, damit er durch das Weib, durch das er von sich selbst und so auch von Mir getrennt wurde, wieder völlig eins wird vor Mir. Denn wie die Eva aus dem Adam hervorging, muss in jedes Mannes Weib sie wieder völlig eins werden mit ihm, und er in sich eins durch die Wiedervereinigung mit dem Weib. Steht er nun also wieder da als ein Mensch vor Mir, dann erst kann er mit Mir wieder völlig eins werden.“ [HGt.02_088,04-06]


• Höchste Vollendung – der vollkommene Mensch vor Gott

„Meine Ordnung zu eurer höchsten Vollendung aber will es, dass […] ein jeder von euch, um vollkommen zu sein in allem, ein Weib habe, auf dass da erfeste für ewig seine Weisheit und aufnehme das Licht, das der Flamme der Liebe im eigenen Herzen entströmt. Denn ein Weib ist wie ein Gefäß, aber ein geistiges Gefäß zur Aufnahme und Aufbewahrung des Lichts aus euren Herzen. Zugleich aber ist das Weib eine Magd in der Lebensküche des Herzens und unterhält das heilige Lebensfeuer auf dem Herd, den Ich in euren Herzen erbaut habe. Und so müsst ihr euch nun auch jeder ein Weib nehmen und mit ihm völlig eins sein für ewig!“ [BM.01_202,03-04]

„Das Weib aber, das Ich dir hier geben werde, liebe so wie dich selbst. Sei eins mit ihr, auf dass du mit ihr darstellst einen vollkommenen Menschen, welcher ist in dem vollkommenen himmlischen Wahren und Liebtätigkeitsguten. In diesem Weib wirst du fühlen die Macht deiner Liebe zu Mir und das Weib die Macht Meiner Weisheit in Dir; und so werdet ihr sein wie eins in Meiner ewigen Liebe und Weisheit. Der höchste Grad eurer Wonne wird dann sein, wann immer ihr in der Liebe zu Mir völlig eins werdet.“ [GS.01_100,09-10]

Abedam: „Mein geliebter Jorias, du hast wahr und gut gegeben, ja vollkommen gut nach Meinem Willen, was Ich verlangte von dir, darum du warst und noch bist vollkommen durch und durch glühend vor Liebe zu Mir, und aus Mir erst zu allen deinen Vätern, Brüdern, Kindern, Müttern, Weibern und Töchtern. Aber noch bist du dem Geist nach nicht reif genug, dass du verbleiben könntest in dieser Glut schon als für beständig, denn sieh, darum dass Ich nun unter euch wandle, seid ihr dem Geist nach nur notgezeitigte Früchte am Baum des Lebens, darum auch ihr noch alle eine starke Nachzeitigung werdet bestehen müssen, sonst würde sich ein jeder bald verzehren und auslieben, und dann sterben für immer. Damit aber diese deine Glut etwas gesänftet wird, will Ich dir ein Weib geben, da du noch ledig bist und kaum etwas über hundert Jahre zählst. An dem Weib wirst du dich erst erproben und festen nach und nach für solche bleibende Glut der mächtigsten Liebe zu Mir, denn für jetzt ist die Zeit noch nicht da, in der die Menschen mit Mir werden auch ohne ein Weib in die vollkommenste Ehe treten können; und so ist es für jetzt aus dem Grund noch für jeden nötig, sich ein Weib zu nehmen, damit er durch das Weib, durch das er von sich selbst und so auch von Mir getrennt wurde, wieder völlig eins wird vor Mir. Denn wie die Eva aus dem Adam hervorging, muss in jedes Mannes Weib sie wieder völlig eins werden mit ihm, und er in sich eins durch die Wiedervereinigung mit dem Weib. Steht er nun so wieder da als ein Mensch vor Mir, dann erst kann er mit Mir wieder völlig eins werden; aber solange er noch getrennt ist, ist er auch für bleibend der höchsten Liebe aus Mir und wieder zu Mir nicht fähig. Es hat aber ja schon eure Weisheit gelehrt, dass da ohne den Gegensatz kein Ding möglich ist, sieh, solches ist richtig. Das Weib aber ist dem Mann gegeben worden zum Gegensatz; wenn demnach der Mann zuvor nicht eins wird mit seinem Gegensatz, da kann er ja auch in sich selbst Mir gegenüber nicht zum Gegensatz werden. Solange er aber das nicht wird, so lange auch ist er Mir völlig gleichsätzig, ist er aber das, so ist er nicht aufnahmefähig, sondern, Mir gleich, sich stets nur mitteilend. Darin aber liegt ja der große Unterschied zwischen Vater und Kind, dass der Vater austeilt, die Kinder aber empfangen und eben dadurch eins sind mit dem Vater, dass sie Ihm sind zum Gegensatz. Wenn aber die Kinder nichts annehmen wollten, sondern sich nur stellten mit dem Vater in eine Linie, um gleich Ihm nur auszuteilen, sage Mir, wer wird denn da den aufnehmenden Gegensatz bilden? Wenn aber dieser mangelt, was wird da mit der Zeit aus den Kindern werden? Ich sage dir, sie würden sich vergeben bis auf den letzten Tropfen ihres Seins, und der Vater müsste da Seine Mitteilung für immer aufheben und dadurch in Sich Selbst den Gegensatz bilden, damit Er bleibe, was Er war in Sich von Ewigkeit her, ein Sich Selbst vollkommen genügender, ewiger, mächtiger Gott!
Du stehst aber jetzt mit Mir auf einer und derselben Linie und bist Mir noch kein Gegensatz, sondern ein Gleichsatz, daher ist dir ein Weib nötig, damit du Mir ein vollkommener Gegensatz wirst und Ich dir dadurch vollkommen ein Vater. Du fragst Mich nun in deinem Herzen: „Wo ist denn hernach das Weib, das ich mir nehmen soll?“ Sieh hierher, da ist sie schon! Ihr Name ist Besela, und der arme Pariholi ist ihr Vater; sieh, diese habe Ich dir zum Weib bestimmt. Und du, Besela, tritt näher hierher zu Mir und fürchte den Mann nicht, den Ich dir jetzt geben werde; denn er wird dich auf seinen Händen tragen, und deine ewig bleibende Wohnung wird sein Herz dir sein, und wie du eins wirst mit ihm, so wirst du auch eins sein mit Mir in ihm und durch ihn.“ [HGt.02_088,02-16]


• Vereinigung von Mann und Frau auch noch durch Eheschließung im Himmel möglich

Jesus zu Martin, Borem und Chorel im Himmel: „Ihr seid nun zu tüchtigen Arbeitern in Meinem Weinberg geworden, und so seid ihr auch eines gerechten Lohns wert, der euch nun zuteil werden soll. Ich weiß es und lese klar in euren Herzen, dass Ich euer allergrößter Lohn bin und ihr für ewig nach keinem anderen Verlangen tragt. Aber eben diese Gestaltung eurer Herzen macht euch auch für den Empfang jedes anderen Lohns wert und fähig. Meine Ordnung zu eurer höchsten Vollendung aber will es, dass ihr in der Folge nicht außer, sondern in der Ehe der Himmel leben und wirken sollt. Daher muss auch ein jeder von euch, um vollkommen zu sein in allem, ein Weib haben […].“ Voll höchster Seligkeit küsst er [Martin] sein Himmelsweib und erkennt nun, dass dadurch seine Liebe sich mit der Weisheit für ewig vermählt hat. Beide loben und preisen Mich nun aus einem Herzen und einem Mund. Denn so wird aus dem getrennten Adam erst im Himmel wieder ein vollkommener Mensch, aber in gesonderter, persönlich seligster Wesenheit.“ [BM.01_202,02-04+11]

Jesus zu Robert Blum im Himmel: „Du warst ja doch sonst ein Freund alles Schönen und dabei auch Nützlichen. Dein Wahlspruch lautete ja sogar: ,Das Schöne muss nützlich und das Nützliche schön sein.‘ Und sieh, das ist auch von Ewigkeit her Mein eigener Handlungsgrundsatz gewesen. Daher denn alle Meine Werke ebenso schön wie nützlich sind. Denn die Nützlichkeit entspricht Meiner ewigen Liebe und Güte, und die Schönheit Meiner Weisheit und Wahrheit. Und so kannst du hier im Reich der Himmel nie eines ohne das andere haben. Je schöner hier sich dir etwas darstellt, desto nützlicher ist es auch. Helena ist wahrlich überaus schön, aber sie ist eben deshalb ein ebenso überaus nützliches Wesen. Daher scheue dich nicht so sehr ihrer Schönheit wegen. Du wirst erst durch sie ein vollkommener Mensch und Engel, und sie durch dich noch schöner, vollkommener und nützlicher. Ich gebe sie dir zu einem wahren himmlischen Weib, mit dem du stets weiser, glücklicher und seliger werden wirst. Reich ihr daher deine Rechte und drücke sie an deine Brust. Und die Erfüllung dieses Meines Willens ist der ewige Segen für euch beide.“ Robert spricht schwindelnd vor Wonne: „O Herr, vergib mir meine große Schwachheit. Aber hier muss ich Dir offen gestehen, dass ich die Bitte ,Herr, Dein Wille geschehe!‘ wohl nie leichter und seliger ausgesprochen habe als diesmal. So komme denn her an meine Brust, du himmlisch schöne und herrliche Helena. Was der Herr, Vater Jesus, Jehova Zebaoth mir gnädigst gegeben hat für ewig, hat Er durch mich auch dir gegeben für ewig. Und so wollen wir denn seligst eins sein in allem, in der Liebe, in der Wahrheit, in aller Liebtätigkeit und dadurch eins in unserem heiligsten, liebevollsten Vater!“ Spricht Helena, strahlend von himmlischer Schönheit: „Des Herrn Name sei gepriesen ewig und Sein heiliger Wille geschehe! Ebenso aber wird mir auch ewig heilig sein dein Wille, da ich nun klarst erschaue, dass du keinen anderen Willen mehr in deinem Herzen birgst als allein den heiligen des himmlischen Vaters aller Menschen und Engel. Sollte dein Herz je nach großen Taten in der Liebe auf Augenblicke matt werden, da soll es an dem meinen eine reiche Stärkung finden. Und sollte ich selbst je im heiligen Wollen irgendeine Schwäche zeigen, da wird dein Herz mich kräftigen in allem, was dem heiligsten Vater wohlgefällig ist. Und so will ich denn im Namen unseres himmlischen Vaters sein für ewig dein himmlisches Weib, das mit und in dir leben und handeln wird als ein Wesen für ewig. Des heiligsten Vaters Gnade, Liebe, Weisheit, Ordnung und Wille sei uns ein Segen für ewig!“ Robert, über alle Maßen gerührt, drückt Helena an seine Brust und küsst sie dreimal auf die Stirn. Und Helena küsst ihn darauf ebenso oft auf den Mund, nimmt ihm dann sogleich den Wein und das Brot ab und spricht: „Als nun für ewig dein Weib, lass dir deine Mühe von mir geringer machen. Es ist genug, dass du im Namen des heiligsten Vaters ordnest. Handeln werde dann schon ich als dein rechter Arm.“ Rede Ich: „Gut, gut, Meine geliebten Kinder! Ihr seid nun gesegnet und eins und werdet es bleiben stets seliger für ewig. Aber unser Werk ist dadurch nicht zu Ende. Nun heißt es erst so recht, ins Handeln übergehen. Aber jede Handlung wird von nun an leichter und schneller beendet werden können, da du, Mein geliebter Robert, als ein vollendeter Bürger des Himmelreichs dastehst.“ [RB.01_124,09-15]

„Ihr [Helenas] Schatz besteht in einer unschätzbaren Fülle der Liebe, und dein Schatz [Robert Blums] an Weisheit ist auch nicht der kleinste. Wohl bist du nur mit Tropfen gespeist worden, wo sie Ströme in sich eingesogen hat. Aber so du einen solchen Tropfen in die Fülle ihrer Liebe tauchen wirst, wird daraus eine Unzahl von Wundern und neuen Geschöpfen und Werken entstehen, an denen du dich nimmer wirst satt sehen können. Du wirst darin erst Meine Macht, Größe, Liebe und Weisheit in aller Fülle stets mehr zu ersehen und anzubeten beginnen. Denn alles, was mit dir bisher geschah, das war nur eine nötige Vorbereitung zu dem, was du von nun an beginnen wirst. […] Spricht Helena: „Liebster Robert-Uraniel, vor Gott dem Herrn, unserem Vater voll reinster Liebe, gibt es weder irgendetwas Großes noch etwas Kleines. Er gibt dem einen Werk diesen, dem anderen Werk einen anderen Zweck. Wo aber der Zweck göttlich, da ist auch das Mittel gut. Ich bin ein Mittel und du auch in der Hand der göttlichen Liebe. Du bist so wie ich weder groß noch klein, sondern gleich mit mir in der Liebe vor Gott. Daher machen wir uns gegenseitig keine Lob-reden mehr, sondern ergreifen wir uns recht innig in Gott, unserem heiligen Vater. Deine Weisheit vermähle sich mit meiner in Gott reif gewordenen Liebe. Und werden wir so dann eins vor Gott, so werden wir ein wahrhaftiges Ehepaar im Himmel und werden als ein solches wirken nach der Ordnung Gottes.“ Spricht Robert-Uraniel: „Holdeste Schwester im Herrn und Vater und Weib meines Herzens. Du hast vollkommen recht. Wie selig doch haben mich deine Worte gestimmt. Denn ich sah darin den Geist der reinsten göttlichen Liebe in mein Herz überströmen. Welch eine liebliche Harmonie entfaltete das in meiner hochseligen Brust. O Gott, welchen Seligkeiten gehe ich nun entgegen. Was alles wird meinen Augen in der geheimen Schatzkammer des Herrn begegnen. Seligkeiten ohne Maß, jede von neuen, nie geahnten Wundern der göttlichen Liebe, Weisheit und Macht begleitet.“ Hier umarmt Robert-Uraniel die Helena und küsst sie auf die Stirn. Ich [Jesus] aber segne sie beide abermals.“ [RB.02_ 188,03-10]

„Die Ehe im Himmel ist eine andere denn die eure auf dieser Erde. Gleichwie aber da auf Erden ein gerechter Mann und ein gerechtes Weib miteinander verbunden sind, so sind im Himmel die Liebe und die Weisheit miteinander ver-bunden.“ [GEJ.07_197,02-03]

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Wie wir dem Vorstehenden entnehmen können, sind wir letztendlich alle aus Gott, unserem himmlischen Vater, hervorgegangen, der den großen gefallenen Geist Luzifer erschuf, aus welchem zunächst Adam hervorging, dann aus ihm Eva und aus beiden alle weiteren Männer und Frauen. Unsere Rückkehr zu Gott ermöglicht Er uns in der umgekehrten Reihenfolge, indem durch die wahre Liebe unter Einhaltung der uns gegebenen Gebote die Frau wieder mit dem Mann eins wird, um dadurch als ein vollendeter Mensch mit Ihm Selbst wieder in eine Vereinigung zu treten.


Fortsetzung : Partnerwahl


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