Jesus bringt das Schwert statt Frieden - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jesus bringt das Schwert statt Frieden

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Erklärung und Kontext zu Matth. 10,34-36:

Jesus bringt das Schwert statt Frieden zu erregen die Familienmitglieder wider einander

Jesus: „Aber nun kommt das 10. Kapitel (Matth.) mit dem 34, 35, 36. Vers: „Ihr sollt nicht wähnen, dass Ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu streuen. Ich bin nicht gekommen euch den Frieden dieser Welt zu geben, sondern das Schwert zum Kampf. Denn Ich bin nur gekommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater, die Tochter wider ihre Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des Menschen Feinde werden seine Hausgenossen sein.“
Wer diese drei Verse buchstäblich nimmt, die noch dazu sehr mangelhaft übersetzt sind, der kommt notwendig in ein Labyrinth von Irrtümern, aus denen er auch mit dem Licht einer Urzentralsonne nicht herauskommen kann. Denn wie aus dem Vorhergehenden ersichtlich, lehre und begehre Ich alle erdenkliche Nachgiebigkeit, Friedlichkeit und Freundlichkeit unter den Menschen; und Moses selbst lehrt in seinem vierten Gebot aus Meinem Mund: „Ehre und achte und liebe Vater und Mutter, auf dass du lange lebst und es dir wohlergehe auf Erden.“
Wie könnte Ich dann alledem schnurstracks entgegen eine Lehre aufgestellt haben, nach der der Sohn mit seinem Vater, die Tochter mit ihrer Mutter, die Schnur mit ihrer Schwieger usw. mit dem Schwert in der Hand in fortwährendem Unfrieden, in einem Haus noch dazu, miteinander leben sollten!
Um diese Texte, die ursprünglich richtig von Mir sind, zu verstehen, und sie als Meine Lehre zu würdigen, muss man zuerst wissen, bei welcher Gelegenheit Ich sie ausgesprochen habe, und auch wie, infolge einer richtigen Übersetzung.
Die Gelegenheit war, als Ich in einem Ort Galiläas das Volk die Pflichten lehrte, die sie Gott und sich selbst untereinander schuldig seien. Und Ich sagte zu ihnen: „Ich lehre euch nichts anderes, als was Mich Mein Vater von Ewigkeit her gelehrt hat, von dem ihr zwar auch sagt, dass Er euer Vater sei, den ihr aber dennoch nie erkennt und erkannt habt. Denn würdet ihr Ihn kennen, so würdet ihr auch Mich kennen, da Mich dieser Vater zu euch gesandt hat.“
Sie sagten darauf: „Was machst du aus dir selbst; sind wir nicht Kinder Abrahams, und sagte Gott nicht zu Abraham, dass wir alle, die von ihm abstammen Seine Kinder sind?“ Da aber wurde Ich erregt und sagte: „Ihr sollt nach der Abstammung von Abraham Gottes Kinder sein, aber ihr seid es schon lange nicht mehr, sondern euer Vater ist der Satan, eure Mutter ist die Legion von allen Teufeln, und eurer Schnur Schwieger ist eure kaum ermessbare Blindheit, Trägheit und Bosheit; und diese größten Menschenfeinde sind eure eigenen Hausgenossen! - Und wer aus euch wieder zur wahren Kindschaft Gottes gelangen will, der ergreife das Schwert der Wahrheit, die Ich zu euch rede, und kämpfe so lange wider solche seine Hausgenossen, bis er sie besiegt hat.“
Da fragte freilich das Häuflein Pharisäer und Schriftgelehrte, wie Ich es wagen könne - sie für Kinder des Satans, aller Teufel und ihrer eigenen Blindheit, Trägheit und Bosheit zu erklären, indem sie erwiesenermaßen alle aus dem Stamme Levi abstammten?
Ich aber sagte: „Dem Fleisch nach wohl, aber dem Geist nach seid ihr nicht dem Levi gleich - von Oben her, von wo auch Ich her bin, sondern von unten her; darum ihr Mich denn auch nicht erkennt, sondern hasst und verfolgt.“
Aus dem wird jedem einleuchtend sein, und besonders einem tüchtigen und wohlbewanderten hebräischer Schrift Kundigen, dass Ich diese von dem Pseudo-Evangelisten Matthäus oder besser von dem euch schon bekannt gegebenen l'Rabbas in Sidon aufgeschriebenen drei euch auffallenden Verse im 10. Kapitel eben nur bei der Gelegenheit ausgesprochen habe, die Ich euch soeben bekanntgab, und wörtlich in der Weise, wie Ich sie euch nun wieder gegeben habe. Denn jene in der Übersetzung, die ihr als ganz widersprechend mit Meinem Geist aus dem Evangelisten herausgehoben habt, würden ja selbstverständlich Meine Hauptlehre von der Nächstenliebe, wie auch das Gesetz Mosis schnurstracks zunichte machen.
Wer aus euch allen, so er nur einen Funken Glaubens an Mich und Meine Lehre besitzt, kann es Mir zumuten, dass Ich heute als das Heiligste allen Menschen ans Herz legte, Gott über alles zu lieben und zu erkennen und seinen Nächsten wie sich selbst, und morgen mit einem andern Gebot käme, und sagte: „Hasst und verfolgt euch gegenseitig nach Möglichkeit mit dem Schwert in der Hand.“ Ich meine, dass man solch einen Lehrer aus dem Reich der Barbaren offenbar in eine starke Sicherheitsanstalt zu bringen sich genötigt finden müsste, da so ein Lehrer doch offenbar ins Tollhaus gehörte. Und da Ich euch nun diese Texte im rechten und wahren Geist erklärt habe, so werdet ihr doch einsehen, dass Ich dadurch nicht im geringsten Meiner göttlichen Weisheit widerstrebt habe und somit auch kein Tollhäusler bin, als was Mich schon so manche Schriftsteller der neuen Zeit erklärt haben, was Mich aber dennoch mit keinem Grimm wider sie erfüllt, sondern Ich vergebe es ihnen, weil sie wirklich nicht wissen, was sie tun." [GEJ, Supplemente Seite 257, Vers 03 bis Seite 259, Vers 1]


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