Fastnacht, Fasching, Carneval - Jakob Lorber - Der Prophet Jakob Lorber

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Carneval, Fastnacht, Fasching als „fünfte Jahreszeit“ –
eine Gott wohlgefällige Zeit?


I. Geschichtliches

Carneval entstammt dem Ausdruck ‚carne valere’, was ‚Fleisch regieren‘ bedeutet und sich auf eine Zeit bezieht, in der das Fleisch herrscht. Es handelt sich dabei um eine schon aus den heidnischen Zeiten bekannte Epoche, die bei den Römern „die Feste des Bachus“ hieß, und unter dem Titel „Bachanalien“ gefeiert wurde, wo alles erlaubt war, was sonst sittlich verboten wurde.
Fastnacht gibt es aber auch im christlichen Jahreslauf, wo sie die Tage vor Beginn der österlichen Fastenzeit bilden, die mit dem Aschermittwoch beginnt.
Da in früheren Zeiten in der sechswöchigen Fastenzeit unter Androhung empfindlicher Strafen der Konsum von Fleisch und Genuss aller weiteren aus Großvieh- und Geflügelhaltung gewonnenen Nahrungsmittel wie Schmalz und Fett, Milch, Butter, Käse und Eier untersagt war, hatte dies für die letzten Tage vor der Fastenzeit zur Folge, dass nochmals geschlachtet wurde und man die unter das Fastenverbot fallenden Speisen aufbrauchte um sie vor ihrer Verderblichkeit zu bewahren. Bald darauf kamen zu diesem „Essfest“ Unterhaltungselemente wie Musik und Tanz hinzu, bei denen es dann immer weniger prüde zuging, zumal die Fastenzeit nicht nur eine Enthaltung von Speisen sondern auch von der Sexualität forderte, wodurch gerade die vor dem Aschermittwoch liegenden Tage immer mehr zu sexuellen Ausschweifungen missbraucht wurden.
Später entwickelten sich dann fastnächtliche Bräuche mit organisierten Vorführungen und Umzügen, begleitet von wilden Lärmorgien, grotesken Schlittenfahrten und ähnlichem mehr. Während des 15. Jahrhunderts kam der Brauch der Verkleidung und der Maskierung hinzu, um sich so im Schutz der Unkenntlichkeit der Kontrolle der Obrigkeit zu entziehen. Immer mehr wurde dieses Fastnachtsfest ausgebaut und organisiert, Zünfte entstanden wie auch die durch sie repräsentierten Gestalten. So trat die unheimliche Figur des Teufels bereits vor 1500 „leibhaftig“ in Erscheinung und trieb sein Unwesen, später zusammen mit dem furchterregenden Wilden Mann; das Weib wurde durch in Weiberkleidung verkleidete Männer verlacht, die sozial Verachteten wie Zigeuner, Schwarzhäutige oder Vertreter anderer gesellschaftlicher Randgruppen, die nicht dem vorherrschenden christlichen Bild entsprachen, wurden unter dem Deckmantel Fastnacht mehr und mehr verhöhnt und verspottet.
Die Kritik der Kirche an der zu großen Ausgelassenheit und den daraus erfolgenden Auswüchsen des Fastnachtsfestes in sexuelle Ausschweifungen, Völlerei, Besäufnissen und derben Schauspielen wurde immer stärker, Theologen sprachen von einer „civitas diaboli“, einer Gegenwelt zum Paradies, eine Hingabe an die Welt, nicht zu Gott, und verdammte die Carnevalzeit als widergöttlich.
Aufgrund dieses moralisierenden kirchlichen Ansatzes begann unter Carneval mehr und mehr die Gestalt des Narren als Symbol für Geistesblindheit, Ignoranz und Gottesleugnertum, ja sogar für die Erbsünde schlechthin aufzutreten. Und so stand unter kirchlicher Sicht die Zeit der Fastnacht als eine zeitlich begrenzte Demonstration einer gottfernen Welt – genannt die „fünfte Jahreszeit“ – mit der Folge, dass nach und nach der zusammengesetzte Begriff "Fast-Nachts-Narr" zur Generalbezeichnung für sämtliche fastnächtlichen Masken und Kostümträger gleich welcher Art wurde.
Da die Reformatoren mit dem von der katholischen Kirche geduldeten „Teufelszeug“ der Fastnacht nichts anfangen konnten, wurde dieser Brauch in ihrem Einflussbereich abgeschafft mit Ausnahme von Basel, die mit ihrem „Morgenstreich“ bis heute noch immer den Fastnachtsbrauch aufrecht erhält. Erst im ausgehenden 20. Jahrhundert wurde in vielen evangelischen Städten wieder eine Fastnacht eingeführt.
Dementgegen duldete die katholische Kirche weiterhin das carnevalistisch-ausschweifende Gebaren, versuchte mehr und mehr, das ‚Böse‘ und Närrische ins Kirchenjahr zu integrieren. So waren und sind bis heute Fastnachtsmessen oder -gottesdienste feste Begleiter der närrischen ‚fünften Jahreszeit‘, die am Aschermittwoch mit dem Aufruf zur Reue und Buße endet.


II. Carnevalsgebaren heutzutage geistig beleuchtet

Wenden wir nun unser Augenmerk auf die heutige Carnevalsgestaltung, und was uns die Heilige Schrift und Neuoffenbarung Jesus durch Jakob Lorber dazu sagen.

1. Carneval ist eine Zeitepoche, in der heidnischen Praktiken und Gebräuchen, damit einem Heiden- und Götzentum nachgegangen wird, und zählen vor Gott zu den sogenannten Gräueln oder Gräuelsünden:

„Der Herr hat Gräuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen.“ [Spr 11,20] „Des Narren Tücke ist Sünde, und der Spötter ist ein Gräuel vor den Leuten.“ [Spr 24,9] „Sie sagen, sie erkennen Gott; aber mit den Werken verleugnen sie es, sintemal sie es sind, an welchen Gott Gräuel hat, und gehorchen nicht.“ [Tit 1,16]

„Seht, das ist die gepriesene Weisheit der Welt, die aufgeklärte Vernunft: Regeln zu erfinden, damit unter ihnen der Mensch desto freier sündigen könnte!“ [HiG.03_42.08.16,09]

„Wo ihr aber leicht auf den ersten Blick merken werdet, dass irgend ein oder auch mehrere Menschen zu dick und tief in aller götzenhaften Torheit der Welt vergraben sind und für die Stimme der Wahrheit weder ein Ohr und noch weniger ein Herz haben, da wendet euch von ihnen ab und habt mit ihnen keine Sache und keine Gemeinschaft.“  [GEJ.08_153,10]

„Nun will ich bald meinen Grimm über dich schütten und meinen Zorn an dir vollenden und will dich richten, wie du verdient hast, und dir geben, was deinen Gräueln allen gebührt. Mein Auge soll dein nicht schonen, und ich will nicht gnädig sein; sondern will dir geben, wie du verdient hast, und deine Gräuel sollen unter dich kommen, dass ihr erfahren sollt, ich sei der Herr, der euch schlägt.“ [Hes 7,8-9]

2. An Fastnachtsveranstaltungen werden neben privaten Partys öffentliche Tanzveranstaltungen, Prunksitzungen, Umzüge und vieles mehr angeboten. Und egal, welcher Art von Unterhaltung wir uns zuwenden, überall bietet sich das gleiche Bild: Glaube und Moral sind ausgeschaltet, Alkohol, Drogen, Sexualität und Gewalt werden verharmlost und ausgelebt, in Bütten- und sonstigen Fastnachtsreden werden Kirche, Politiker und andere Personen gedemütigt, verspottet und ausgelacht, so z.B. Angela Merkel nackt als kriechend „kapitulierende Wölfin“ oder anderenorts mit einem das Allernötigste verdeckenden Bikini überdimensional groß auf Umzugswägen durch die Straßen gerollt, halb- bis fast nackte Männer und Frauen auf Umzugswägen oder vom Podest irgendwelcher sogenannter Prunksitzungen werfen stark alkoholisiert und grölend – von Singen kann da keine Rede sein –  Bonbons in die sie entzückt begaffende Menge.

Der Herr erklärt uns zu diesem Gebaren:

„Ein Mensch, ob männlich oder weiblich, treibt schon Hurerei durch allerlei Schwelgen und Prassen und überhaupt durch alles, wodurch er seinem Fleisch einen besonderen Lustreiz zubringen will. Dergleichen sind die zahllosen öffentlichen Belustigungen, bei denen sich die Menschen schon überhaupt freier und frecher benehmen als sonst in ihrer gewöhnlichen Verfassung, durch die eben dem Fleisch am meisten auf die lustigste Art gedient wird. Wer dergleichen Belustigungen aufsucht und an denselben teilnimmt, treibt schon Hurerei, weil er dadurch seinem eigenen gefährlichsten Hausgötzen, seinem Fleisch, opfert; zugleich aber begeht er auch einen Ehebruch mit Mir, dem wahren Lebensbräutigam, indem er dadurch das Gelübde seines Glaubens bricht. Zugleich aber ist er auch ein Geiler und Unzüchtler; ein Geiler, weil er dem Fleisch frönt, und ein Unzüchtler, weil durch solche Handlungen nur der Tod, aber nicht das Leben gezeugt wird.“  [HiG.03_47.06.12,02]

„Ihr könnt annehmen, dass bei öffentlichen Tanzbelustigungen, einem Ball oder sonstigen Tanzunterhaltung sich auch allzeit zehnfach so viel unsichtbare fleischsüchtige, unreine Seelen einfinden, als sonst Gäste auf einem solchen Ball beisammen sind. Auf diesem Weg kommen sie am leichtesten in das Fleisch, welches hier sehr aufgeregt wird und daher überaus stark aufnahmefähig ist für derlei schmutziges Seelengesindel. Aus diesem Grund empfinden denn auch Menschen nach einem solchen Ball für alles Höhere und Erhabenere einen förmlichen Widerwillen, […] Dieses Besessensein äußert sich anfänglich zwar nie mit der Heftigkeit als wie bei manchen, die durch hitzige Getränke derlei unreine Geister in sich aufgenommen haben; die Geister aus den hitzigen Getränken werden jedoch leicht durch ein kräftiges Gebet der Seele durch ihren Geist hinausgeschafft, worauf dann wieder der normale Zustand des Fleisches eintreten kann; die Besitzungen auf dem Weg öffentlicher Tanzbelustigungen sind nicht so leicht hinauszubringen, und es wird dazu schon sehr viel Fasten, Beten und Selbstverleugnung erfordert, wodurch die Seele sich mehr und mehr mit ihrem Geist vereinigt, dieser dann durch sie greift und das arge Gesindel aus dem Haus der Seele schafft. Aber wo ist nun ein solcher Tänzer und eine solche Tänzerin, die das täten? Gewöhnlich fressen sie schon während und nach dem Tanz noch mehr als vorher und wollen sich dadurch wieder restaurieren, was ebenso viel heißt, als dem Fleischteufel leibeslebenslängliche Pension und Unterkunft mit Seele und Blut zu garantieren. Manche Tänzerin und mancher Tänzer, wenn sie zu viel solcher Gäste in sich aufgenommen haben, gehen auch ihrem Leib nach in kurzer Zeit zugrunde, denn diese argen Fleischbolde, wenn sie in den Nieren und in den Genitalteilen nicht Platz finden, richten auch ihre Wohnungen in der Milz, Leber oder auch in der Lunge auf. Wo aber ein solcher Höllenemigrant seine Wohnung aufrichtet, da tötet er gewisserart das Fleisch, und die Folgen davon sind Milz- und Leberverhärtungen und in der Lunge Lungensucht, Abzehrung oder auch, wenn zwei oder mehrere sich auf die Lunge geworfen haben, die sogenannte galoppierende Lungensucht.“ [Er.01_059,06-11]

„Sieh weiter den verfluchten Tanz! Dieser ist den Dampfgelegenheiten [Eisenbahnen] gleich, mittels welcher man sowohl in leiblicher, aber noch viel mehr geistiger Hinsicht mit wahrhaft riesenhafter Schnelle das doppelte Grab erreichen kann. Der Tänzer und die Tänzerin führt den Tod unter den Armen. Was soll dann Ich mit ihnen machen? Ich lasse sie gehen, denn sie haben ja schon ihren Lohn, um den sie sich so zerschwitzt haben!“ [HiG.02_41.12.17.a,10]
Prunksitzungen dienen dazu, sich über Andere zu erheben, hochmütig seinen Nächsten zu verspotten und auszulachen.

„Und wisset aufs erste, dass in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln“ [2.Petr 3,3], „da sie euch sagten, dass zu der letzten Zeit werden Spötter sein, die nach ihren eigenen Lüsten des gottlosen Wesens wandeln.“ [Jud 1,18]

„Es ist zwar wohl der Witz auch ein Produkt der Weisheit, aber er steht als solches auf der alleruntersten Stufe derselben. Alle sogenannte Satirik ist fortwährend auf gewisse menschliche Schwachheiten berechnet und ist daher ein schlechter Fechtmeister; denn ein Held, welcher nur gegen Kinder zu Feld zieht und will vor diesen Schwächlingen seine Stärke zeigen, beim Anblick eines wirklichen Helden aber Berge über sich ruft, verdient wahrlich diesen Namen nicht.“ [GS.02_048,05]

„Teufel lachen allezeit, wenn ihnen ein böser Streich gelingt, in den Himmeln aber lacht nie jemand, sondern man ist nur stets voll des herzlichsten und freundlichsten Wohlwollens gegen alle noch so armselige Kreatur und voll Mitleidens mit jedem leidenden Bruder, der noch auf der Erde seine Zeit durchzumachen hat. Merkt euch für alle Zukunft dieses! Wann die Menschen viel über die Schwächen ihrer Brüder werden zu lachen anfangen, dann wird der Glaube verschwinden gleich der Sonne nach dem Untergang, und es wird kalt werden die Liebe in der Menschen Herzen, wie nun diese Nacht kalt geworden ist, und da wird unter den Menschen eine Not sein, wie auf der Erde nie eine ähnliche bestanden hat! Merkt euch diese Lehre aus den Himmeln. […] Das Lachen entsteht aus der Hölle, die allzeit voll des höhnischsten Lachens ist. Es gibt wohl Zustände, wo es aber nur den Männern zusteht, eine dumme Sache und eine eigensinnige Blödheit zu belachen, dann aber ist das Lachen eine wohlverdiente Strafe für den, der des Auslachens wert ist. So aber jemand nur zum Vergnügen lacht und Dinge, Begebnisse und lächerliche Reden aufsucht, damit er zum Lachen gereizt wird, der ist ein Narr. Denn nur eines Narren Herz kann zur Lache gereizt werden, ein jeder nur einigermaßen weise Mensch aber begreift gar leicht und bald des Lebens heiligen Ernst, und es wird ihm schwer in den Sinn kommen, dass er über etwas lache. Darum lacht in Zukunft nicht mehr und wendet ab euer Gesicht von Possenreißern und Komödianten, die sich zahlen lassen dafür, dass sie euch für die Hölle zurichten. Seid allzeit nüchternen Herzens, damit ihr das Wohlgefallen Gottes habt und damit die wahre Ehre.“ [GEJ.01_169,16-21]

„Lacht auch nicht zu gewaltig über so manche Dummheit der Schwachen; denn auch in einem solchen Lachen liegt der eigene Hochmut versteckt und erbittert das Herz des Ausgelachten oft mehr als eine ganz ernste Rüge. Also seid auch keine Freunde von den sogenannten Bonmots und anderen beißenden Reden und Bemerkungen, wodurch bestimmte Menschen heruntergemacht werden. Denn darin liegt auch wieder Hochmut als ein Grundübel aller Übel. Die vollste Liebe und stete Achtung des Menschen muss überall wie eine Sonne hervorleuchten.“ [HiG.03_49.04.06,99+101]

„Diese aber lästern alles […] Weh ihnen!“ [Jud 1,10-11] „Gott widersteht den Hoffärtigen [Hochmütigen].“ [1.Petr 5,5] „Er wird der Spötter spotten; aber den Elenden wird Er Gnade geben.“ [Spr 3,34]

„Ich meine, unter der Heiterkeit und Munterkeit des Herzens werdet ihr wohl keine ausgelassene, unlautere und unsittliche Spaßmacherei verstehen, denn dergleichen bleibe fern von euch, sondern jene Heiterkeit und Munterkeit, die eines ehrbaren und kerngesunden Ehepaars Herz erfüllen, oder die gottergebene Menschen nach guten und Gott wohlgefälligen Handlungen empfinden.“ [GEJ.04_167,16]

„Wünscht euch nicht zu viel Lebensheiterkeit, solange ihr noch im Fleisch wandelt, denn durch sie verirrt sich die Seele leicht ins Weltliche und Materielle und findet dann den rechten Weg zum Leben sehr schwer mehr in der rechten Vollkommenheit.“ [GEJ.10_069,12]

„Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasst nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen, auch nicht schandbare Worte und Narrenteidinge oder Scherze, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Gottes. Lasst euch niemand verführen mit vergeblichen Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr wart weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts, die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit, und prüft, was da sei wohlgefällig dem Herrn, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, straft sie aber vielmehr. Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch zu sagen schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht gestraft wird; denn alles, was offenbar ist, das ist Licht. Darum heißt es: "Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten." So seht nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen, und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständig, was da sei des Herrn Wille. Und sauft euch nicht voll Wein, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes: redet untereinander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank allezeit für alles Gott und dem Vater in dem Namen unseres Herrn Jesu Christi.“ [Eph 5,3-20]

3. Carneval ist eine Zeit, wo allen möglichen Ausschweifungen unter dem Motto „in der verrückten bzw. fünften Jahreszeit sei alles erlaubt“,  nachgegeben und die körperlichen Reize am meisten beachtet und zur Schau getragen werden. Bei allen in dieser Zeit stattfindenden Vergnügungen ist das Augenmerk hauptsächlich darauf gerichtet, alles sonst Unerlaubte unter dem Deckmantel des angeblichen „Nun-Erlaubt-Seins“ zu treiben. Fastnacht ist demzufolge nichts anderes, als ein von Regierung und Kirche geduldeter Versuchungsprozess für beide Geschlechter, denn alles läuft auf die Erweckung von Gelüsten hinaus, die nur die Gelegenheit abwarten, befriedigt zu werden, und oftmals bei ihrer Nichterfüllung in verschiedenen Arten von Gewalt ausarten, so z.B. Betrunkenmachen oder durch Verabreichung von Drogen (beispielsweise geschmacksneutrales flüssiges Ecstasy als Beimischung in Getränken) Frauen bis unschuldige Mädchen gefügig zu machen und zu sexuellen Handlungen zu veranlassen, auf die sie sich normalerweise nicht eingelassen hätten bis hin zu deren Vergewaltigung. Erst nach einer ganzen Serie von Vergewaltigungen müssen seither die maskierten Mitglieder von Zünften – zumindest mancherorts – zu ihrer möglichen Identifizierung Abzeichen mit Nummerncodes tragen.
Das Geistige wird verleugnet, dem Fleischlichen der Hauptwert zugesprochen, man geht auf Versuchungen und Verführungen ein. Doch Gott spricht:

„Frevel mag ich nicht!“ [Jes 1,13]  „Wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht verführen! Weder die Hurer noch die Abgöttischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschänder noch die Diebe noch die Geizigen noch die Trunkenbolde noch die Lästerer noch die Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind euer etliche“ [1.Kor 6,9-11].

„Wer aber eine Maid oder ein Mägdlein oder ein Weib mit Gewalt an sich reißt, der soll schon hier gerichtet werden! Die Gewalt mag bestehen in was sie wolle, ob in der Hände Kraft oder in der Lockung durch sehr kostbare Geschenke, so macht das im Verbrechen keinen Unterschied. Auch die Macht der Rede oder die Anwendung magisch betäubender Mittel, durch die der weibliche Teil sich scheinbar freiwillig dem geilen Willen des Mannes zu Diensten stellte, mildert diese Sünde nicht um ein Haar.“ [GEJ.03_068,08]

„Stirbst du aber als ein Ungerechter vor Gott, so wird dann wohl eine sehr lange Nacht zwischen deinem Leibestod und deiner wahren Auferstehung folgen – aber keine dir unbewusste, sondern eine der Seele wohl bewusste –, und das wird der Seele rechter und lang währender Tod sein. Denn ein Tod, um den die Seele nicht wüsste, wäre ihr auch kein Tod; aber der Tod, dessen sie bewusst sein wird im Reich der unlauteren Geister, wird ihr zur großen Pein und Qual werden. Seht, so stehen die Sachen!“ [GEJ.07_209,13]

„Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.
Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden.“ [Gal 5,16-23]

4. Auf Carnevalsveranstaltungen ist aber auch überall die ungezügelte Putzsucht der Frauen anzusehen, die alles dazu beitragen, um mit dem zu glänzen womit sie nicht prunken sollten: Mit dem Fleisch ihres Körpers treiben sie Handel, bieten es wie eine Ware feil. Ob aber hinter diesem Fleisch eine geistig-gebildete Seele steckt, danach wird nicht gefragt, wenn nur das Fleisch recht geputzt und geziert dem lüsternen Auge des Mannes gefällt! – Wo ist die Züchtigkeit des weiblichen Geschlechts geblieben? Wo das Band, welches den Mann an seine Gefährtin und sie an ihn binden sollte?

„Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband.“ [Spr 11,22].
Geboten ist, „dass die Weiber in zierlichem Kleid mit Scham und Zucht sich schmücken.“ [1.Tim 2,9].
Gott hat aufgegeben, „dass sie die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf dass nicht das Wort Gottes verlästert werde.“ [Tit 2, 4-5]

Bei der überall zutage tretenden Lüsternheit wundert es dann auch nicht, dass es mittlerweile üblich geworden ist, an diesen ‚carne valere‘/Fleischregierungs-Tagen ganz besonders der Hurerei zu frönen.  

„Darum aber sei es euch auch für vollwahr gesagt, dass Hurer und Huren, Ehebrecher und Ehebrecherinnen und Unzüchtlinge aller Art und jeden Geschlechts in Mein Gottesreich schwer oder auch gar nie den Eingang finden werden!“ [GEJ.04_230,05]

„Wisst ihr nicht, dass die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht ererben? Lasst euch nicht verführen! Weder die Hurer […] noch die Ehebrecher […] werden das Reich Gottes ererben.“ [1. Kor 6,9-10 u. Gal 5,19-21]

„Flieht der Hurerei!“ [1.Kor 6,18], denn „der Tod ist der Sünde Sold.“ [Röm 6,23].

Viele Ehepaare freuen sich auf diese Zeit, wo sie sich eine „Ehe-Auszeit“ gönnen, nicht zusammen, sondern gesondert ausgehen, man nicht darauf sieht, ob der andere die Nacht zu Hause oder egal mit wem woanders verbringt oder vielleicht sogar mit nach Hause bringt.

„Du sollst auch nicht bei deines Nächsten Weib liegen, dadurch du dich an ihr verunreinigst.“ [3.Mose 18,20]

„Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen." Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“ [Mt 5,27-28]

„Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und die Ehebrecher wird Gott richten.“ [Hebr 13,4]

„Siehst du aber deines Nächsten Weibes Reize und lässt dich davon berücken, so hast du auch einen Ehebruch begangen, denn dadurch hast du deines Nächsten Weib zu einer Hure gemacht und mit selbem die Hurerei getrieben. Und es ist dies eine große und grobe Sünde vor Gott und vor den Menschen.“ [GEJ.03_066,13]

„Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.“ [Gal 6,8]. Wenn ihr „wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.“ [Gal 5,16]

Sexuelle Ausschweifungen und Gewalt brechen sich Bahn, Gottes Worte werden in den Wind geschrieben …

„Wer mit dem anderen Geschlecht eine förmliche Abgötterei der Wollust und Unzucht wegen treibt, der treibt eine wahre Hurerei, und diese ist ein Übel der Übel!“ [GEJ.01_021,10]

„Ich sage es euch, dass die Vielweiberei [in diesem Fall sexuelles Fremdgehen, mit etlichen Frauen Hurerei betreiben] von großem Übel ist; denn sie zeihet [macht] die Seele ganz sinnlich durch die zu große Wollust des Fleisches und ist und bleibt eine böse Geilerei und Hurerei und offenbare Ehebrecherei. Alle mit diesen Gebrechen Behafteten werden ins Reich Gottes nicht eingehen, wie könnten sie das auch? Ihre Seele ist ja zu sehr in ihres Leibes sinnliche Fleischmasse vergraben und kann nichts Geistiges mehr fassen und fühlen! Darum gelangen solche Wollüstlinge schwer oder auch nahe gar nicht ins Gottesreich.“ [GEJ.08_041,02-03]

Sucht jemand nur „seinen Trieb zu befriedigen und sich dadurch zu erlustigen ohne Zeugung einer Frucht, so begeht er dadurch ganz sicher eine grobe sodomitische* Sünde wider die göttliche Ordnung und wider die Ordnung der Natur!“ [GEJ.03_066,03]
* Der Begriff Sodomie leitet sich von der Stadt Sodom ab und bezeichnete früher alle lasterhaften sexuellen Praktiken wie z.B. Masturbation, Verkehr unter Gleichgeschlechtlichen, Analverkehr.

„Darum hat sie auch Gott dahingegeben in schändliche Lüste, denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen; desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums an sich selbst empfangen.“ [Rö 1,26-27]

„[…] als wollte ein Mann dem Mann eine lebendige Frucht zeugen so, wie er solches tun kann in dem Weib, was zugleich auch die größte sündigste Hurerei wäre!“ [HGt.03_031,13]

„Wenn so unser Fleischheld alles durch und durch genossen hat und seine Natur ihm den schnöden Dienst zu versagen anfängt, da greift er zu künstlichen Mitteln, um dadurch seine abgestumpfte Natur wieder neu zu beleben. Fruchten diese nicht mehr, dann verschafft er sich den schandvollen Beischlaf von gesunden Knaben und Jünglingen.“ [GS.02_113,03]

„Wenn jemand beim Knaben schläft wie beim Weib, die haben einen Gräuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.“ [3.Mose 20,13; 3.Mose 18,22]  

„Du sollst nicht beim Knaben liegen wie beim Weib, denn es ist ein Gräuel.“ [3. Mo 18,22] „Wenn jemand beim Knaben schläft wie bei einem Weib, die haben einen Gräuel getan und sollten beide des Todes sterben.“ [3. Mo 20,13]


5. Carneval dient dazu, sich hemmungslos gehen zu lassen. So steigt gerade in dieser Zeit und besonders auch unter Jugendlichen der Alkoholkonsum rapide an, die Einsatzkräfte der Polizei und Sanitäter haben Hochkonjunktur aufgrund alkoholbedingter Verkehrsdelikte bis hin zu schweren Unfällen, Werfen von Flaschen bei Umzügen, Schlägereien bis Messerstechereien und anderer Gewalttätigkeiten, Koma-Trinkens, Drogenrauschs.

„und sauft euch nicht voll Wein [gilt auch für Drogen, da hier die Auswirkungen wie bei Alkohol sind], daraus ein unordentlich Wesen folgt.“ [Eph 5,18]

„Seht zu, dass ihr euch nicht betrinkt! Denn ihr wisst es, dass die Trunkenheit ein Laster ist, denn sie schwächt Herz und Seele und erzeugt im Fleisch den Geist der Unzucht und Geilheit. Eine betrunkene Seele wird schwer ins Reich Gottes eingehen!“ [GEJ.08_192,18]

„Im übermäßigen Genuss dieses Getränks [Wein] ruht der arge Geist der Geilheit und der Unzucht. Dieser Geist aber belebt die Seele nicht, sondern tötet sie für den wahren Lebensgeist aus den Himmeln und macht auf dieser Erde die geistige Wiedergeburt der Seele in dem Geist aus den Himmeln nahe zu einer Unmöglichkeit.“ [GEJ.08_075,02]

„Meidet daher nun übersorgfältig alles, was nur irgend das Fleisch reizt. Meidet den Wein, in dem der Geist der Unzucht wohnt. Meidet solche Orte, wo euch freundliche reizende Dirnen begrüßen. Betet allzeit und haltet Fasten, besonders im Wein und Bier, und führt keine unreinen Worte, sonst seid ihr alle nicht sicher vor den Versuchungen des Satans.“ [HiG.03_48.07.11,07]

6. Aus dem allem ergibt sich, dass besonders in der Carnevalszeit auf vielfältige Weise die Hand zum Fallen, zum Sündigen geboten wird:

„fallen in Versuchung und Stricke und viel törichte und schädliche Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis“ [1.Tim 6,9], denn  „wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht.“ [Joh 8,34]

Daher: „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt! Ist auch euer Geist willig, so
ist aber doch schwach euer Fleisch.“ Wer diese ewige Wahrheit nicht beständig im Herzen und im Mund führt, ist nie sicher vor dem Fall. Wie schwer es aber für den Gefallenen ist, sich wieder aufzurichten und dann völlig aufzustehen, das zeigt euch die ganze Welt und, als ein überaus verständliches Beispiel, euer Leben selbst, so ihr dasselbe nur ein wenig durchachten wollt.“ [Mk 14,38; HiG.02_41.11.18,01-02]

7. Mit einbezogen werden dazu schon die Kinder durch die für sie eigens organisierten Kinderfaschings-Tanzfeste, wozu bereits die Kleinsten herausgeputzt, und damit nicht nur der Eitelkeit, der Gefallsucht näher gebracht werden, sondern auch auf den Weg gesetzt werden, der zu Vergnügungen und der vorherrschenden weltlichen Genusssucht hin- und von Gott wegführt.

„Wie man einen Knaben gewöhnt, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird.“ [Spr 22,6]

„Mir ist der ewig verfluchte Tanz unter was immer für einer Form, unter was immer für einer Bedingung und an was immer für einem Ort eines der aller-widerlichsten Laster, weil es fürs erste nichts als eine Art sodomitischer Unzucht ist, durch welche sich heidnische Völker zu allen möglichen Ausschweifungen aufreizen ließen; und fürs zweite, weil eben dieses Laster sogar unter einem weltlich-moralischen Anstrich gar pflichtigfrei, ohne eine Missbilligung, Gang und Gäbe geworden ist. Darum soll es tausendmal tausend Male verflucht sein! Und fürs dritte ist der Tanz ein allerwiderlichstes Laster, weil er sogar schon die Kinder von Mir gänzlich abwendet und ihre Herzen geistig versteinert, die Mädchen verdirbt und sie häufig unfruchtbar oder doch sehr oft schlecht fruchtbar macht, und die Frucht im Leib schon mit einem oft unwiderstehlichen Trieb nach diesem Laster versieht, der sich dann schon nach wenigen Jahren kundgibt und weil es noch dazu, wie kein anderes Laster, den Menschen, der sich ihm ergeben hat, nicht nur auf eine Zeit, sondern mit sehr seltener Ausnahme für immer von Mir abzieht, so dass ein solcher sich dann nimmer zu Mir kehren mag, außer durch ein Gericht, welches ihn aber wenig mehr nützen wird. Denn zu dem Ich im Gericht komme, über den ist Mein Zorn gekommen mit dem ewigen Tod!“ [HiG.01_41.01.17,03-04]

„Ich verfluche alle solche Gesellschaften, wo sich die Menschen der Belustigung wegen besuchen und nicht, dass sie sich besprechen und belehren möchten von Mir; und seien diese Besuche von noch so geringer Art, so seien sie dennoch verflucht, besonders, so Kinder dazu mitgezogen werden, in denen dadurch jeder bessere Same alsbald erstickt wird.“ [HGt.03_181,15]

„Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt; bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.“ [2.Kor 4,3-4].

Eine bundesweite Studie der Leuphana Universität Lüneburg belegt, dass jeder dritte 10- bis 18-Jährige sich nach eigenen Angaben dreimal im Monat oder öfter betrinkt.

„Wisst ihr nicht: welchem ihr euch begebt zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sünde zum Tod oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?“ [Röm 6,16], denn: „von wem jemand überwunden ist, des Knecht ist er geworden.“ [2. Petr 2,19].


III. Kann man denn nicht in Fastnachts-, Faschings- und Karnevalsfeste als  der „fünften Jahreszeit“ Gott mitnehmen?

Fastnacht beinhaltet ausgelassene und hemmungslose Freudenfeste, begleitet von einer übermäßigen Genusssucht und durch eine Geist und Ohren betäubenden Musik, Alkohol und Drogen. Dass das nichts mit der christlichen Freude zu tun hat, die wir genießen dürfen, müsste eigentlich einem jeden Christen klar sein. Gott spricht: „Ich will eure Feiertage in Trauern und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln.“ [Am 8,10], und „der Herr weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu erlösen, die Ungerechten aber zu behalten zum Tag des Gerichts, sie zu peinigen, allermeist aber die, so da wandeln nach dem Fleisch in der unreinen Lust, und die Herrschaft verachten, frech, eigensinnig, nicht erzittern, die Majestäten zu lästern, […], davon sie nichts wissen, und werden in ihrem verderblichen Wissen umkommen und den Lohn der Ungerechtigkeit davon bringen. Sie achten für Wollust das zeitliche Wohlleben, sie sind Schandflecken und Laster, prangen von euren Almosen, prassen mit dem Euren, haben Augen voll Ehebruchs, lassen sich die Sünde nicht wehren, locken an sich die leichtfertigen Seelen, haben ein Herz, durchtrieben mit Geiz, verfluchte Leute. Sie haben verlassen den richtigen Weg und gehen irre und folgen nach dem Wege Bileams, des Sohnes Beors, welcher liebte den Lohn der Ungerechtigkeit […]. Das sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Windwirbel umgetrieben, welchen behalten ist eine dunkle Finsternis in Ewigkeit. Denn sie reden stolze Worte, dahinter nichts ist, und reizen durch Unzucht zur fleischlichen Lust diejenigen, die recht entronnen waren denen, die im Irrtum wandeln und verheißen ihnen Freiheit, ob sie wohl selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand überwunden ist, des Knecht ist er geworden. Denn so sie entflohen sind dem Unflat der Welt durch die Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesu Christi, werden aber wiederum in denselben verflochten und überwunden, ist mit ihnen das Letzte ärger geworden denn das Erste. Denn es wäre ihnen besser, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als dass sie erkennen und sich kehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.“ [2. Petr 2,9-22; vergl. auch Jud. 1.10,23]

Gott setzte Gebote ein. Sie erlauben keine Veränderung bzw. Anpassung nach eigenem Gutdünken, und so müssen auch die Menschen, wenn sie gegen diese Gebote verstoßen und damit sündigen, den sich daraus ergebenden Folgen unterliegen. Und dabei braucht sich niemand auf Gottes Erbarmung vertrösten. Wer unseren himmlischen Vater neben der Welt herziehen will und der Welt und ihrer Freuden wegen beiseiteschieben kann, den wird Er gehen und fallen lassen, wohin er will.
Gilt uns gläubigen Christen denn nicht folgendes?: „Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen! Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebt“ [Gal 5,13], wobei die fleischlichen Begierden nicht nur die Sexualität umfassen, sondern ausnahmslos alle weltlichen Vergnügungen, denn: „Ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leib und in eurem Geist, welche sind Gottes“ [1.Kor 6,20], und handelt nicht „als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes“ [1.Petr 2,15-16].

Als Christen sollten wir uns vor jedem Anschein hüten, dass wir mit solchen Dingen zu tun haben, die wider die göttliche Ordnung sind. In Epheser 5,3-4 ist eindeutig erklärt, dass sich Büttenreden und das damit verbundene alberne Geschwätz für einen Christen nicht ziemt. Daher: „Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des Herrn und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht!“ [Ps 1,1-2]

An Fastnacht wird das Sündigen auf einen Höhepunkt gebracht. Wer Fastnacht feiert, macht Gemeinschaft mit all jenen, die dieses Fest für gut befinden und es feiern und hat damit teil an deren Sünden [2.Joh 1,9-11]. Doch die Aussage der Bibel ist eindeutig: „habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, straft sie aber vielmehr“ [Eph 5,11] und „zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“ [2.Kor 6,14]

Eine biblische Mahnung an jene, die der Fastnachtsverharmlosung folgen, und sich damit von falschen Propheten und Irrlehrern verführen lassen: „So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen.“ [Gal 5,1], denn „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.“ [1.Kor 7,23]. Wahrlich: „Wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinerlei Stück zu Schanden werde, sondern dass mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit so auch jetzt, Christus hoch gepriesen werde an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben [der weltlichen Freuden und Vergnügungen nach] ist mein Gewinn“ [Phil 1,20-21], und „so jemand euch Evangelium predigt anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht! Predige ich denn jetzt Menschen [so auch Verharmlosen von Fastnacht] oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, Menschen gefällig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.“  [Gal 1,9-10].

Für einen wahrhaftigen Nachfolger Christi sollte gelten: „Ihr Lieben, lasst euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfährt, dass ihr versucht werdet), als widerführe euch etwas Seltsames; sondern freut euch, dass ihr mit Christo leidet, auf dass ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt. Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet über den Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er gepriesen. […] Leidet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, dass anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's für ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schöpfer in guten Werken“ [1.Petr 4,12-19], „denn auch ihr wisst, liebe Brüder, von unserem Eingang zu euch, dass er nicht vergeblich gewesen ist; sondern, ob wir gleich zuvor gelitten hatten und geschmäht gewesen waren zu Philippi, wie ihr wisst, waren wir freudig in unserem Gott, bei euch zu sagen das Evangelium Gottes mit großen Kämpfen. Denn unsere Ermahnung ist nicht gewesen aus Irrtum noch aus Unreinigkeit noch mit List; sondern, wie wir von Gott bewährt sind, dass uns das Evangelium vertraut ist zu predigen, so reden wir, nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prüft“ [1.Thess 2,1-4].

Schlecht wird es jenen ergehen, die die Lehre Jesu nur angepasst an ihre eigenen Vorstellungen leben wollen und meinen, in ein so weltlich ausgeartetes Fest könne man ja Gott mit hinein nehmen und es sei dadurch von Ihm genehmigt oder geheiligt: „Der Knecht aber, der seines Herrn Willen weiß, und hat sich nicht bereitet, auch nicht nach seinem Willen getan, der wird viel Streiche leiden müssen“ [Lk 12,47], denn „Ich weiß deine Werke; denn du hast den Namen, dass du lebst, und bist [geistig]tot“ [Offb 3,1].

Die Bibel spricht eine klare Sprache: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten [Zusammenschluss Schlechtgesinnter], Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergl., von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben“ [Gal 5,19-21].

Stärken wir uns daher vielmehr untereinander: „Lasst uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt und träge macht, und lasst uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens; welcher, da er wohl hätte mögen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten auf den Stuhl Gottes. Gedenkt an den, der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat, dass ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasst“ [Hebr 12,1-3].

Ein gottgefälliges Leben lässt sich nicht mit dem Feiern von Fastnacht vereinbaren. Ein Christ, der an Fasching teilnimmt, macht – auch wenn er die schlimmsten Auswüchse nicht mitmacht – Gemeinschaft mit jenen die dieses Fest feiern und ist kein glaubwürdiger Nachfolger und Zeuge Jesu, denn „ich sitze nicht bei den eitlen Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen“ [Ps 26,4].

Natürlich dürfen wir uns freuen. Unter Fröhlichkeit soll dabei jedoch keine ausgelassene, unlautere und unsittliche Spaßmacherei verstanden werden, sondern jene Heiterkeit und Munterkeit, die gottergebene Menschen nach gutem und Gott wohlgefälligem Handeln empfinden. Ausgelassenheit und Spaß, der immer auf Kosten anderer geht, passt nicht zu einem Christen. Und auch nicht zu Christus. Und Ihm wollen wir doch Freude machen, oder? „Wisst ihr nicht: welchem ihr euch begebt zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr.“ [Röm 6,16]. Und so „zieht den alten Menschen mit seinen Werken aus und zieht den neuen an, der da erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild des, der ihn geschaffen hat.“ [Kol 3,9-10 ; GEJ.07_185,04-05].

Aber wer möchte schon die Wahrheit hören und tatkräftig in seinem Leben verwirklichen, wenn er dafür sich selbst verleugnen, seine Weltfreuden und -zerstreuungen aufgeben soll?

„Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Was der Mensch sät, wird er ernten“.
[Gal.6,7-8]

„Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich aber nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.“ [Joh 14,23-24]

Erklärung n Jakob Lorber zu: Johannes 14,23: „Als man Mich fragte, wie man Mein Wort, d.i. Meine Lehre, leicht in der Tat halten könne, da sagte Ich: Wer Mich liebt mehr denn alles in der Welt und den Nächsten wie sich selbst, der hält wahrhaft Mein Wort, und der Vater, die Liebe in Mir, wird ihn lieben! Und so werden Wir – der Vater als die Liebe in Mir, Ich als die ewige Weisheit (oder der Sohn) und der Heilige Geist als die ewige und endlose Macht und Kraft Meines Willens zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen, und er wird dann so vollkommen sein, wie der Vater im Himmel, der Mein Herz, vollkommen ist.“ [HiG.03_62.05.10,04]

„So ihr sie [Meine Lehre] beachten werdet in der Tat, da werdet auch ihr Meine rechten Jünger sein, und Ich werde im Geist der Macht Meiner Liebe in euren Herzen Wohnung nehmen, euch führen in alle Weisheit und euch geben das ewige Leben; denn Ich allein kann das tun, weil Ich das Licht, der Weg und das Leben Selbst bin!
Ich bin das Licht der Liebe des Vaters in Mir; wie aber die Liebe das Leben Selbst ist, so ist auch das Licht dasselbe gleiche und eine Leben. Wer demnach an Mich glaubt, dass Ich vom Vater, der die Liebe ist, als ein rechter Sohn oder Licht allzeit ausgehe, der glaubt auch sicher an den ewigen, heiligen Vater, der Mich als ein rechtes und lebendiges Licht in diese Welt gesandt hat, auf dass alle, die an Mich glauben, in sich das ewige Leben haben.
Glaubt demnach, dass Ich, als das Licht und Leben, also der wahrhaftigste Sohn des ewigen Vaters bin, durch den alles – der Himmel und diese Erde mit allem, was Himmel und Erde und die ganze Unendlichkeit enthält –, gemacht wurde, und lebt und tut allzeit nach Meiner Lehre, und liebt so Gott über alles und euren Nächsten wie euch selbst, und ihr habt dadurch das ewige Leben in euch, und so ihr auch dem Leib nach einmal sterben werdet, so wird aber eure Seele dennoch im hellsten und vollsten Bewusstsein fortleben und ewig nimmerdar einen Tod sehen, fühlen und schmecken!
So ihr dieses begriffen habt, da fasst auch in euren Herzen den unbeugsamen Vorsatz, nach diesen Meinen Worten tätig zu werden und zu bleiben!“ [GEJ.09_213,14-17]

Bedenken wir stets: „Wie den Gerechten aus ihrem Herzen ihr Himmel erblühen wird in aller Herrlichkeit, so wird den Ungerechten aus ihrem Herzen das erwachsen, was sie drinnen haben; ein böser Same wird ewig keine gute Frucht zum Vorschein bringen!“ [GEJ.01_197,14] „Je geringeren Anteil jemand hat an der Welt und ihren toten Götzen, desto mehr ist er bei Mir und desto mehr hat er in Mir seinen ewigen, unvergänglichen Anteil zu überaus hohen Wucherinteressen angelegt!“ [HiG.01_41.07.31,08]







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