Ehelicher Rat zum Verhältnis zwischen Mann und Frau - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Ehelicher Rat zum Verhältnis zwischen Mann und Frau

Themen I > Ehe und Familie > Partn.wahl, Ehe

„So schreibe denn an den Bruder, der da ist ein Oberverwalter einer sehr zerrissenen Stadt, in welcher viel Hurerei geistlich und leiblich getrieben wird, dass Ich mit Wohlgefallen seine Bitte vernommen habe und ihm deshalb auch eine Lehre aus Meiner Liebe gebe.
Doch muss er glauben, dass Ich helfen kann, und muss sein Glaube lebendig sein in der Kraft des Willens und der höchsten Liebe. Und dann muss er nicht sein Weib fürchten des Geldes wegen und ihr nicht deswegen, wenn auch ungern, nachgeben. Denn er soll nur gedenken des reichen Jünglings im Evangelium, und es wird ihm daraus klar werden, wie schwer es einem Reichen ist, in Mein Reich zu kommen. Jedoch, was bei den Menschen oft gar so unmöglich erscheint, das ist bei Mir doch gar wohl möglich. Denn seht die Erdbahn um die Sonne, wie Ich sie geteilt habe in Tage und Nächte, zu umschließen einen vollen Kreis des Jahres! Und Ich sage, bis jetzt war noch keinem Rechner möglich, die „Quadratur des Zirkels“ zu entdecken, welche doch von Mir als Basis aller Planeten- und Sonnenkreise gelegt ist!
Aber die Menschen sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht! Daher sehen sie auch nicht den Wald in einem Samenkorn. Und so sieht auch Mein lieber Sohn das große Übel schlecht und meint, es liege im Kleinen. Ich rate ihm daher, nach Meiner Art den Nagel auf den Kopf zu treffen, ohne Scheu und ohne Furcht. Denn wer aus wahrer Liebe handelt um Meines Namens willen, dem darf niemals bangen. Und wer Mich zu verherrlichen sucht in dem Herzen seines Bruders, seiner Schwester und umso mehr seines Weibes, der Kinder und ihretwegen – wahrlich, sage Ich, der wird nie zuschanden werden.
Das aber ist der kurze Rat: Für alles, was Ich dir anzeigen werde, sollst du dich ernstliebend auf das Zeugnis der Schrift berufen und deinem Weib zeigen, durch Wort und Tat, dass du das Haupt bist und sie nur der Leib, dass sie dir gehorchen müsse nach Meinem Willen, wie die Sarah dem Abraham und die Maria ihrem lieben Joseph – aus welchem Grund Ich auch allezeit Meine Befehle dem Joseph, nie aber der Maria, die Mich doch im Leib getragen hat, gegeben habe, damit Meine Ordnung, aus welcher heraus alle Dinge gemacht worden sind, auch nicht im allergeringsten verkehrt würde.
Und hast du dieses getan, so zeige dann deinem Weib, dass das wahre eheliche Glück nur darin besteht, dass ein Verhältnis zwischen Mann und Weib gleich wird dem zwischen Gott und dem Menschen oder zwischen Geist und Seele oder zwischen der wahren Kirche und einem bestehenden Staat und in dergleichen wahren Verhältnissen mehr.
Ferner zeige deinem Weib, dass es mit den in ihrem Herzen über ihre Männer sich erhebenden Weibern geradeso steht, wie mit den Atheisten oder Gottesleugnern, denen die Nächte zu langen Folterbänken werden, besonders wenn sie dazu auch noch die zeitlichen Güter verlieren, was meistens von Mir aus zu geschehen pflegt, damit dann endlich, wenn sie noch nicht gar zu weit gesunken sind, doch noch eine Rückkehr möglich wird.
Der Mann lernt Mich erkennen in seiner Liebe zu Mir, das Weib aber in der Liebe des Mannes. Wie kann aber ein Weib sagen: Ich liebe meinen Gemahl, wenn ihr nicht jedes seiner Worte und Wünsche heilig ist? – Daher ist bei der Ehe für den Mann das Wichtigste, sich zuvor ganz erkennen, damit er sehe in welchem Verhältnis das Weib zu ihm steht und dann das Weib richte nach seines Geistes Kraft.
Aber wenn der Mann in seiner eigenen Blindheit ein wahrer Willens-Schwächling ist und auch nur in einem Punkt seinem Weib bei einer unrechten Sache nachgibt, so hat er einen Krebs auf seinen dummen Stamm gepfropft, und da wird bald nicht eine gesunde eheliche Lebensfaser mehr anzutreffen sein.
Daher soll der Mann nicht eher ehelichen, bevor er sich selbst ganz durchschaut hat!
Das Geld sei dir entbehrlich, so du Meine Gnade hast! – Du aber sei deinem Weib unentbehrlich, da sie Meine Gnade noch nicht hat! Was nützt ihr Geld und Gut ohne Meine Gnade!? Und hat sie diese durch das fromme Herz des Mannes, so wird sie ihr Geld mit verbundenen Augen ansehen.
O Mein lieber Sohn, siehe, Ich kenne dein Weib viel besser, als du sie je kennen wirst. Daher glaube Mir, dein Weib hat einen dreifachen Hochmut: Sie ist stolz auf ihr Geld; sie ist stolz, dein Weib zu sein, deines Amtes wegen, worin ihre Neigung zu dir besteht; denn wärest du nur zu einem Abschreiber befähigt gewesen, so wäre sie nie dein Weib geworden! Da sie sich aber nun sehr reich wähnt und noch dazu so ziemlich keusch ist, so ist sie auch stolz gegen dich, welches du jedoch nicht so sehr merkst, und das zwar aus einer gewissen Gewohnheit. Aber berühre sie nur einmal an der kitzlichschwachen Seite, so werden dir Meine Worte sogleich klar werden.
Daher zeige ihr fürs erste, dass du das Haupt bist und Ich der Herr bin! – Fürs zweite zeige ihr, dass ihr Geld dir außerordentlich entbehrlich ist und dass sie dir noch obendrauf, wie auch Mir durch dich, für die taxenfreie Verwaltung ihres Vermögens den größten Dank schuldet, welcher in der wahren Liebe und in der daraus erwachsenden demütigen Erkenntnis deiner männlichen Rechte zu bestehen hat. Und fürs dritte zeige ihr das Evangelium vom reichen Prasser und das vom reichen Jüngling; fordere zuerst von ihr die Erklärung in der ernst-freundlichen Art, und dann aber erkläre es du ihr, wobei Ich dir schon helfen werde.
Dann lasse sie auch Mein neues Wort sehen und zeige ihr, worin der ewige Tod und worin das ewige Leben besteht, was die Wiedergeburt ist, worin sie besteht und wie sie zur Erreichung des ewigen Lebens unumgänglich nötig ist und wie ohne dieselbe mit dem zeitlichen Tod auch der geistige unerlässlich verbunden ist.
Alles dieses tue sogleich, so wird mit Meiner starken Mithilfe schon noch alles gehen. Und binnen Jahr und Tag hast du ein anderes Weib aus ihr gemacht. Noch schneller wird es gehen, so du sie mit deinem Fleisch unberührt lässt und dafür betest in deines Herzens Kämmerlein.
Nach einer Zeit kannst du sie auch mit Meinem Knechte J. L. bekannt machen. Denn der hat einen starken Donner in seiner Brust verschlossen!
Nun handle, und Meine Gnade wird nicht unterm Wege bleiben! – Amen! – Ich, Jesus, der beste Ratgeber. Amen, Amen, Amen!“

[HiG.01_40.07.06]

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