Die geschichtliche Entwicklung von der Schöpfung bis zur Endzeit - Der Prophet Jakob Lorber

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Die geschichtliche Entwicklung von der Schöpfung bis zur Endzeit


Jesus erklärt anhand eines Spiels die geschichtliche Entwicklung in drei Schüben von Adam bis zur Menschwerdung Jesu und wenn der Vater ewig der Vater sein wird:
Von der Schöpfung, wie vor ihr war Gott von Ewigkeit der Herr!

Der erste Wurf: Die alten Geister erwachen und wollen sich die Herrlichkeit Gottes nicht gefallen lassen, und das Spiel hat keine Ordnung. Von Adam bis Noah und von Noah bis Moses dauert dieses Spiel.
Satana (im Spiel von einem starrsinnigen Mädchen dargestellt) ist die Liebe und die Welt, der aber die Liebe zuwider ist. Zu Noahs Zeiten wird sie durch Drohung gestraft. Aber die Welt bessert sich nicht, sondern verfällt allmählich wieder in die Abgötterei und will Altäre, sichtbare Gottheit und viel Zeremonie.

Da beruft der Herr das Spiel unter Moses zusammen, und es geschieht ein zweiter Wurf! Anfangs scheint es: diesmal wird es sich halten; aber nur einmal dem Moses den Rücken zugewandt, und das goldene Kalb ist fertig!  Also fängt Satana an erst recht zu zanken, auf dass sie dann im Ernst mit der Drohung in der Wirklichkeit gestraft wird. Und so war die Sündflut viel mehr eine gar starke Drohung als gewisserart eine Strafe. Aber die Strafe des Volkes in der Wüste war eine wahre Strafe, da sie durchs Feuer geschah wie einst zu Sodom.
Auf den Wurf geht das Spiel an; aufrichtig gesagt, anfangs geht es gut, aber aus purer Furcht, denn diesem Spiel fehlt die Mutter, die Liebe, die davonging, weil sie nicht herrschen durfte.
Bis auf diese Zeit (Menschwerdung Jesu) dauerte dies mosaische Spiel und rieb sich auf durch lauter Empörungen und durch die stete Furcht.

Wieder ruft der Herr die kleine Schar zusammen; der Wurf geschieht, und der Herr wird zum Kind!  
Da kommt die Liebe und äußert eine gewisse Freude über den ohnmächtigen Stand des Herrn.
Und es gelingt ihr die erste Stufe des Thrones zu erreichen. Und da verfolgt sie den Herrn bis zum Tod und lässt Ihm über tausend und nahe neunhundert Jahre keine Ruhe und hetzt alles wider Ihn auf! Dann aber ersieht die gestellte Weltherrschaft selbst, dass es sich also nicht mehr tue.

Und ein letzter Wurf geschieht: Der Herr wird wieder der alte Herr; voll glühendsten Eifers wird Sein Stand und voll Gnade Sein Wurf! Und alles Volk wird vom Kinderstand den Vater erkennen, so Er dem Volk als Solcher in aller Seiner Liebemacht näher und näher rücken wird!
Und das wird der letzte Wurf sein, und wird fürder keiner mehr geschehen! – denn der Vater wird dann ewig der Vater sein!


Jugend Jesu Kap.197


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