Jakob Lorber - Außenlebensäther, seine Wirkung - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber - Außenlebensäther, seine Wirkung

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„Bei jedem Menschen findet fortwährend ein Ausfluss oder besser ein Ausströmen seiner überflüssigen Lebenskraft in statt. Dadurch wird sogar außerhalb des Menschen eine odisch-magnetische Lebenssphäre gebildet, ohne die kein Mensch aus der ihm umgebenden Luft seine Lebensspezifika an sich ziehen könnte, aus welchen eben die Seelenbestands- und Lebenssättigungsteile durch den Nervenäther endlich als gewisserart naturgemäß substantielle Sättigung der eigentlichen Seele zugeführt werden.
Durch diesen jeden von außen her umgebenden seelischen Lebensätherkreis ziehen sich die Menschen, wie sogar auch die Tiere äußerlich an – oder stoßen sich ab, je nachdem der Lebensäther-Ausfluss einer Seele mit dem einer andern korrespondiert oder nicht. Von der Qualität dieses Lebensäthers, der wie gezeigt die Außenlebenssphäre eines Menschen bildet, hängt auch zumeist die geschlechtliche Liebe ab. Es geschieht darum auch öfter und leichter, dass ein Mann in ein Weib, als umgekehrt, verliebt wird, weil eben das Weib stets einen größeren und kräftigeren Außenlebensätherkreis um sich gebildet erhält als der Mann, der seinen Lebensäther-Überfluss häufiger zu seiner inneren intelligenten Lebensausbildung verwendet und darum nach außen hin nur einen dürftig notwendigen und seltener einen überflüssigen Lebensätherkreis unterhalten kann. Wird aber ein Weib sehr hochgebildet und gelehrt, so wird es auch weniger Anziehendes darzubieten imstande sein, weil ihr äußerer Lebensätherkreis darum ein magerer wird, weil ihr innerer sich gleich dem männlichen zu ihrer intelligenten inneren Seelensättigung verwenden lassen muss.
Es wird aber ebenso ein Mann, der sich mit geistigen Dingen wenig oder gar nicht abgibt, einen kräftigen Außenlebensätherkreis um sich erhalten und dadurch das weibliche Geschlecht um vieles mächtiger zur geschlechtlichen Liebe an sich ziehen als ein geistiger Mann. Und das alles ist Wirkung des Lebensäther-Überflusses einer Menschenseele, aus dem ein stärkerer oder schwächerer Außenäther-Lebenskreis beim Menschen, natürlich ohne ihr besonderes Zutun, gebildet wird.
Wenn aber oft Männer, die zwar für ihre innere intelligente Seelenbildung viel getan und dadurch unwillkürlich die Robustierung ihres Leibes beiseite gesetzt haben, in ein vorgerückteres Alter kommen, wo sie für die weitere Ausbildung ihrer Seele aus einer gewissen Bequemlichkeitsliebe nichts Besonderes mehr tun, so bildet sich dadurch bei ihnen auch wieder ein starker Außenlebensätherkreis, aus dem heraus und durch den sie dann viele Fähigkeiten besitzen, besonders auf das Weib od-psycho-elektromagnetisch einzuwirken, und das Weib kann durch die Berührung in den sogenannten magnetischen Schlaf gebracht werden. Der Mann wird aber dadurch sicher zur geschlechtlichen Liebe erregt und am Ende bis über die Ohren verliebt, besonders wenn er durch öfteres und anhaltendes Verweilen im weiblichen Außenlebensätherkreis seinen eigenen Außenlebensätherkreis zu sehr mit dem weiblichen amalgamiert hat. Würde ein solcher Mann in einer solchen Periode sich möglichst zurückziehen, so würde am Ende ein solch mächtig angewachsener Außenlebensätherkreis die Seele sehr stark anziehen gleichwie ein gut gedüngter Boden den Keim zur künftigen Lebensfrucht, und der in der Seele ruhende Gottesfunke – Atma, Geist – würde in der Seele frei und voll göttlicher Tatkraft. Und das wäre dann die für das ewige Leben der Seele des Menschen bedungene Wiedergeburt im Geist. Der Mensch würde dadurch erst zu einem vollkommenen Menschen, dem die ganze Natur in allem und jedem ohne irgendeinen möglichen weiteren Schaden für sein ganzes Wesen zu Gebote und zum vollen Genuss stünde. Aber diesen endlos großen Vorteil alles Lebens beachten solche Menschen nicht. Sie schwelgen lieber im Vollmaß ihres Außenlebensäthers, verpuffen ihn gewisserart, und lassen dadurch ihr Atma verkümmern.
Da wäre denn gezeigt, warum eigentlich beim Menschen sich fortwährend ein äußerer psycho-od-ätherischer Außenlebensätherkreis bildet. Aus diesem Kreis nimmt die Seele ihre substantielle Seelenleibes-Nahrung. Und ist in dem Fleischleib der Seelenleib vollends ausgebildet und lebenskräftig, dann erst geht die weitere Lebensausbildung auf den Geist über. Denn in der großen Gottesschöpfung geschieht nirgends ein Sprung, sondern es zeugt immer sukzessive eins das andere, und eines geht aus dem andern hervor. […]
Geht nun die Seele nicht in eine gewisse träge Genusssucht über, sondern arbeitet tätigst an ihrer inneren Ausbildung, so belebt sie den Keim des Atma in sich, und dieser wächst dann schnell, wird endlich in der Seele selbst ausgeboren und nimmt sodann die ganze Seele in sich auf und wird eins mit ihr. Die also veredelte und vergöttlichte Seele wirkt dann auf den Leib zurück, veredelt dessen ätherische Lebensteile und macht sie zu den ihrigen, was dann eine wahre Auferstehung des Fleisches ist.
Ein solcher Leib, der schon bis auf seine allergröbsten Materieteile mit der Seele vollends unsterblich ist, veredelt und vergöttlicht dann aber auch den jeden Menschen von außen her umgebenden Lebensätherkreis, wodurch dieser dann zum intelligenten Leben wird und sich, wie die Fäden einer Spinne, nach allen Richtungen als intellektuell-lebendig fühlend ausdehnt.
Durch diesen Lebenskreis kann dann die Seele sich in die weitesten Fernen hin gewisserart intellektuell ausdehnen und alles fühlen, hören und sogar schauen, was selbst die entferntesten Schöpfungsräume für sie vordem verborgen hielten.[…]
Menschen, die noch ein sehr einfaches Naturleben führen und bei denen der besprochene Außenlebenskreis aus ganz natürlichen Gründen eine große Ausdehnung erhalten hat, fühlen die Annäherung irgendeines Feindes auf viele Meilen Entfernung, ebenso einen herannahenden Sturm und können aus der Erfahrung Tag und Stunde bestimmen, wann er eintreffen wird. So haben auch Tiere, besonders Hunde, eine außerordentlich starke Sensitivität in ihren Geruchsorganen, wodurch sie den Außenlebenskreis ihres Herrn auf viele Stunden bestimmt als den ihres Herrn erkennen, nach dem Hauptzug desselben fortlaufen und so ihren Herrn ganz sicher finden […].
Eine noch so starke od-psycho-elektromagnetische Außenlebenskraft hat, wenn sie nicht durch das Atma gereinigt und veredelt ist, noch lange nicht das Vermögen, in den allersubtilsten reinen Geisterlebenssphären etwas zu erspähen und das Gefühlte dem Fragenden der Wahrheit gemäß kundzugeben.“

[HiG.03_54.02.24]


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