"Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid..." - Der Prophet Jakob Lorber

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Von der Freundschaft des Herrn

„Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid. Denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut.
Euch aber habe Ich gesagt, dass ihr Meine Freunde seid.
Denn alles, was Ich gehört habe von Meinem Vater, habe Ich euch kundgetan.
Ihr habt Mich nicht erwählt, sondern Ich habe euch erwählt und gesetzt,
dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe,
auf dass, so ihr den Vater bittet in Meinem Namen, Er es euch gebe.“
Joh. 15, 15-16


Dieses gar große Geschenk gib der, die da heute ihren Geburtstag feiert und heißt J. = Martha.
Verstehst du, Mein Töchterchen, was Ich dir durch diese zwei Verse sagen will? – Sieh, das Größte, was der menschliche Geist je erfassen wird, nämlich die Wiedergewinnung der vollkommenen Freiheit, welcher da zu Grund liegt Meine wahre, intimste Freundschaft mit denen, die Ich erwählt habe.
Sieh, keiner von euch allen hat Mich erwählt, sondern nur Ich kam zu euch und habe euch erwählt. Dass Ich euch aber erwählt habe, kannst du daran je zweifeln? Gebe Ich euch allen nicht alle Schätze der Himmel, die da sind des Vaters, welcher die ewige Liebe in Mir ist!?
Da Ich dich und euch aber erwählt habe, so habe Ich euch und somit dich, Mein Töchterchen, ja auch gesetzt in das Paradies des ewigen Lebens, damit ihr da die edelsten Früchte zu bringen vermöchtet und Mich da auch allzeit bitten könnt, um was ihr wollt, damit Ich es euch allzeit gebe.
Da es aber nun klar vor deinen Augen ist, dass ich euch alle erwählt habe aus und von der Welt, die da gefangen ist in den härtesten Ketten aller Knecht-schaft und ärgsten Sklaverei, was meinst du wohl – habe Ich euch und somit auch dich wohl erwählt zur abermaligen Knechtschaft und Sklaverei oder zur Freiheit des inneren Lebens der Liebe zu Mir und somit zu Meiner vollen Freundschaft!?
Wer aber ist der, zu dem Ich sage, geliebter Freund, geliebte Freundin. – O Töchterchen, bedenke, bedenke, was das ist, so Ich auch zu dir sage: „Meine geliebte Freundin!“
Wahrlich, Ich sage es dir, so Ich dir schenken möchte alle Reiche der ganzen Unendlichkeit, alle Engel und alle Himmel, da wärst du nur ärmlich beteilt gegen dem, dass du bist eine Erwählte, und dass Ich auch zu dir sage: Meine Freundin, Meine Schwester!
Beachte daher überaus wohl und allerhöchst, was du hiermit überkommst. Sieh, an diesem deinem Leibesgeburtstag überkommst du Meine Freundschaft und wirst empfangen von Meiner Erbarmung, damit du schnell reifen möchtest in ihr zur vollen Wiedergeburt deines Geistes zum ewigen Leben!*
Wahrlich, die da sind Meine erwählten Freunde, die haben auch Meinen Heiligen Geist schon in und über sich, darum sie nimmerdar sollen Knechte der Sünde werden. – Sso sollst auch du Mir nimmerdar eine Dienerin der Sünde werden, sondern ewig bleiben in Meiner Freundschaft! – Amen.


Jakob Lorber am 26. Juni 1842, Himmelsgaben, Bd.2, S.104.



*„Wenn demnach jemand ganz vollkommen ernstlich will und verleugnet sich in aller Demut seines Herzens, genötigt durch Meine Liebe in ihm, der wird dann auch sicher um vieles eher zum heiligen Endziel alles Segens gelangen, welches da ist die dir schon wohlbekannte Wiedergeburt des Geistes. Die Wiedergeburt des Geistes  ist die einzige Bedingung dieses Erdlebens, wie das Endziel alles freien Seins.“ [Himmelsgaben Bd.2, S.64, V.7 und  S.65, V.11]


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