Jakob Lorber - die Zeit der besonderen Gnade - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber - die Zeit der besonderen Gnade

Themen > Gnaden-, Gerichts- und Endzeit

Mahnung des Herrn

"Höret ihr, Meine armen Kinder! Denn also spricht der Herr, euer Gott, euer Schöpfer und euer aller liebevollster heiliger Vater zu euch an diesem Tage aus Seinem Mund: Der Friede sei mit euch! Erkennt den alleinig wahren Gott und Vater, den alleinigen Herrn Himmels und der Erde, und liebt Ihn über alles, so wird Er euch allzeit erhören, ansehen und helfen in allem, das euch not tut, und geben allzeit, das ihr bedürft.
Und fürder spricht der Herr: Ich will euch beschützen, so lange ihr in Meiner Liebe verharren werdet; wenn ihr aber werdet eigenmächtig über Mich zu urteilen anfangen, da werde Ich zurückziehen Meine Gnade, und euch leuchten lassen untereinander mit eurem Licht.
Mein Licht aber werde Ich zurücknehmen; dann werdet ihr bald in große Trübsal und Finsternis geraten, die noch viel ärger sein wird, denn die da war vom Anfang bis jetzt.
Jetzt habe Ich euch mächtige Boten zugesandt, dieweil ihr von der Kindheit aus schwach und elend wart; dann aber werde Ich euch nur schwache Boten senden, die da allein haben sollen eine weise Zunge, aber einen ohnmächtigen Willen, und ihr werdet sie dann ergreifen und töten und so euch bereiten Meinen Zorn zu einem unerbittlichen Gericht, und das darum, weil Ich euch jetzt eine große Gnade und Erbarmung erwies und habe euch stark gemacht aus Mir!
Heute gebe Ich euch Meinen Namen. Bleibt bei diesem Namen, so werde auch Ich bei euch sein; so ihr aber den Namen verlassen werdet, dann auch werde Ich euch verlassen.
Denn ihr sollt allezeit frei vor Mir einhergehen. Und so denn nehmt hin Meinen Segen! Amen." [HGt.02_225,19-26]


Die Zeit der besonderen Gnade

„Siehe, das Gesetz währt immer, die Gnade aber kommt nur von Zeit zu Zeit den Bedrängten zu Hilfe.
Wenn aber die Gnade nicht respektiert wird, so muss man sich dann wieder das Gesetz gefallen lassen“.
[GEJ.03_016,14]

Paulus: „Jetzt ist geöffnet die Pforte zum Reiche Gottes! Wer da hinein will, wird auch hinein kommen. Wer aber nun nicht will, der wird dann, so die große Pforte der besonderen Gnade wieder geschlossen wird, schwer hineinkommen! Denn obschon der Herr stets unveränderlich ist in Seiner Liebe und großen Erbarmung für alle Seine Geschöpfe und Kinder, so ist Er dennoch in der Gabe Seiner besonderen Gnade nicht allzeit gleich. Nicht jeder bekommt sie, sondern nur wenige, die da von Anfang an erwählt und dazu schon zugerichtet sind, die besondere Gnade in sich ohne Nachteil für ihr Sein fassen und ertragen zu können. Auch sind nicht zu allen Zeiten Propheten da. Nicht jedes Erdenjahr bringt seine eigenen zum Vorschein. Da gibt es kaum von hundert zu hundert Jahren irdischer Zeitrechnung Propheten, die erweckt sind nach dem Willen des Herrn aus Seiner besonderen Gnade. Sie schauen Dinge des Geistes und hören das Wort aus dem Mund Gottes und verkündigen dann beides den Schwachen und den Blinden der Erde, damit auch diese selig werden und eingehen mögen in die Gnadenhimmel Gottes.
Und so hört ihr Tauben und seht ihr Blinden! Nun ist wieder eine solche Epoche der besonderen Gnade des Herrn! Boten aus den höchsten Himmeln durchziehen nach allen Richtungen die unteren und untersten Sphären der finsteren Geisterwelt! Ja, der Herr Selbst tut dasselbe, um die Unglücklichen glücklich zu machen! Auf der Erde und in allen Weltkörpern werden nun besondere Propheten und Knechte des Herrn erweckt und geben den
anderen Menschen das Licht und das Wort aus den Himmeln!
Leider kehren sich nur wenige daran. Viele aber tun, was ihr tut: sie lachen den Propheten ins Gesicht und spotten ihrer oder drohen ihnen gar! Aber diese Zeit wird bald wieder vergehen und die besondere Gnadenpforte Gottes wird wieder auf lange hin verschlossen werden den Kindern der Welt. So ihr dann rufen werdet in großer Not, da wird euch keine Antwort werden. Und so ihr auch suchen werdet, da werdet ihr dennoch nichts finden. Jetzt aber, da noch die Zeit der besonderen Gnade währt, braucht ihr einfach nur zu wollen, und ihr werdet angenommen! Denn nun werdet ihr gerufen und an die Tür eures Herzens wird von uns gepocht. Ihr braucht bloß ernstlich ,herein‘ zu sagen, und die Aufnahme ins Gottesreich ist bewerkstelligt! Jetzt tut der Herr alles, was ihr wollt, zu eurer Beseligung für ewig. Aber nach dem baldigen Ablauf dieser besonderen Gnadenzeit werdet ihr alles Mögliche tun können und werdet dennoch nichts erlangen!

Die verblendende Fleischeslust
Aber ich sehe euren Sinn! Danach wollt ihr nicht dem Geist angehören und seiner sanften Stimme aus den Himmeln nicht folgen, weil ihr auf die tote Stimme eures vermeintlichen Fleisches hört und Weiber wollt, um mit ihnen den Rest eures Lebens zu verbuhlen! Aber eure Bocksgestalt will den Weibern nicht mehr gefallen. Und die an euch noch Vergnügen fänden, die wollen eurem Sinn nicht behagen, weil ihr geilen Fleischböcke nur junges und fettes Fleisch wollt.
Wartet aber nur noch ein wenig! Diese besondere Gnadenzeit wird nimmer lange währen, und es werden dann Weiber über euch kommen, denen werdet ihr über alle Maßen dienen! Da werdet ihr dann heulen und wehklagen und werdet euch vom Fleisch der Weiber entfernen wollen, aber all euer Bestreben wird dann vergeblich sein. Die Weiber werden um eure Lenden glühende Fesseln, aus Schlangen gemacht, schlagen. Und sie werden euch versenken in die Grube des Verderbens für ewig, daraus euch dann auch keine künftige Gnadenzeit mehr wird befreien können! – Wehe jedem hier in der Geisterwelt wie auch jedem Unzüchtigen auf der Welt, so er sich von der Gnade abwendet und seine Augen nach dem Fleisch der Weiber richtet! So wahr ein Gott lebt und Sein Wort durch meinen Mund nun an euch ergeht, so gewiss wird das, was eurer Gier nun wie ein Himmel voll Lust sich zeigt und euer Herz verlockt, in Kürze für alle euresgleichen eine Hölle grässlichster Art werden!
Ihr schimpft über die Regierungen der weltlichen Fürsten, weil ihr Aufwand zu viel benötigt und ihr dabei zu kurz kommt. Aber dies geniert euch hauptsächlich eures unbefriedigten Fleisches wegen! Weil eure Finanzen nicht auslangen und ihr gewisserart mit den Schweinen die Treber speisen müsst, und das nur selten, so seid ihr darob voll Grimms gegen die Fürsten, die da die schönsten Weiber haben können, soviel sie nur wollen.
Aber das seht ihr nicht ein, dass Gott der Herr dies so geschehen lässt, damit ihr erkennt, dass euch Gott für etwas Besseres bestimmt hat als bloß für die Werke des Fleisches. Der Mann, solange er auf einer Welt im wahren Fleisch des Todes lebt, hat wohl auch diese zu verrichten nach weisem Ziel und Maß – aber nicht als Bestimmung seines Seins, sondern als eine nüchterne natürliche Verrichtung, wie es deren zur Bedienung des zeitlichen toten Fleisches mehrere gibt.
Wer da auf einer Welt es tut nach Maß und Ziel, der tut wohl. Wer es aber ganz unterlässt, der tut besser. Denn der Herr gab dem Fleisch diesen Sinn nicht zu einem Bedürfnis, sondern als eine Eigenschaft zum nüchternen und weisen Gebrauch. Wer aber daraus ein Bedürfnis macht, ist ein elender Sünder. Die Gnade Gottes weicht aus seinem Herzen, da er dem stummen Gesetz des Fleisches gehorcht und sich damit einen Himmel der Böcke und der Hunde nach der Gerechtigkeit des Todes und Gerichts erbaut!

Fasset es, wer es fassen kann: Wer immer an einem Gesetz, auf dem ein Gericht lastet, eine Lust findet und das Gesetz der Wollust wegen beachtet, hat das Gericht schon in sich. Wer aber das Gericht in sich trägt, der ist ein Sklave und ist für die Freiheit in Gott in aller Wahrheit verflucht.
Darum sollt ihr über dem Gesetz des Fleisches stehen durch die freie Macht der Selbstverleugnung und durch die Liebe und den lebendigen Glauben an Gott den Herrn, auf dass ihr allen Gesetzes und allen Gerichtes ledig werdet! Ein Sklave des Gesetzes, ob natürlich oder moralisch, kann in das Reich Gottes nicht eher eingehen, als bis er jeden Gesetzes ledig geworden ist. Niemand wird zwar im Reiche Gottes nach dem Gesetz gerichtet, aber das Gesetz selbst ist schon das Gericht. Nur wer sich in der Liebe zu Gott über alles Gesetz frei erhebt, der wird auch frei werden in Gott und in aller Wahrheit! Denn die Liebe in Gott ist die alleinige Wahrheit!

Nun habt ihr es alle gehört, und niemand kann sich entschuldigen, als hätte er es nicht vernommen! Tut daher nun, was euch als Bestes dünkt!“ [RB.02_203,11-21]

***
Paulus: „Gott Jesus, unser Herr und Vater, obwohl die höchste Liebe, Sanftmut und Geduld, lässt mit Sich nicht spaßen, da Er allzeit nur das Beste Seiner Kinder will. Und dieser Jesus, der uns alle durch Seinen Kreuzestod der Macht des Satans entwunden hat, ist zwar noch immer so geduldig wie ein Lamm, aber Seine Sanftmut und Geduld ist nicht ohne Grenzen. Wehe euch, so Er einmal mit euch wird zu rechten anfangen! […] Aber Er hat nun beschlossen, allen Gnade für Recht angedeihen zu lassen, da Er keine Freude hat an den Qualen der Sünder. Er betrachtet euch als sehr Kranke und will euch helfen und kam daher als Heiland Selbst hierher zu euch. Was hält euch, ihr Blinden, denn ab, dass ihr Seinem Ruf nicht folgen wollt? Was habt ihr hier? Nichts, als was euch eure herrscherische Einbildung schafft! […] Der Herr aber will auch euch allen gnädig sein. Warum wollt ihr Seine große Gnade denn nicht annehmen? Ist es denn nicht besser, dem Gnadenruf des Herrn zu folgen, als sich durch unbeugsamen Starrsinn für die Hölle reif zu machen?“ (RB.02_212,03+05-06)


Eine Zusammenfassung aus den Lorber-Werken zur 'Zeit der besonderen Gnade' hier



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