Jakob Lorber - die geistige Wiedergeburt - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber - die geistige Wiedergeburt

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Die Wiedergeburt des Geistes ist die einzige Bedingung dieses Erdenlebens und das Endziel alles freien Seins (HiG.02_42.04.21,11; GEJ.07_183,13; GEJ.07_223,10-11).
Als geistige Wiedergeburt wird die völlige Einung der Seele mit ihrem Geist aus Gott bezeichnet (GEJ.05_184,03-04; GEJ.07_069,07; RB.02_254,11). Es gibt nur eine einzige Seele und Geist umfassende Wiedergeburt, egal ob dabei die Rede von der Wiedergeburt des Geistes in die Seele oder der Wiedergeburt der Seele in ihren Geist die Rede ist, denn damit wird stets das Gleiche bezeichnet, nämlich die völlige Einung der Seele mit ihrem Geist aus Gott (GEJ.08_057,12; GEJ.08_061,10; RB.02_254,11).
Die geistige Wiedergeburt geschieht nicht auf einmal wie ein heller Blitz aus heiterem Himmel, sondern entwicklungsbedingt nur nach und nach (GEJ.07_223,10; GEJ.01_002,14-15; GEJ.01_214,10-11; GEJ.03_042,06; GEJ.03_232,13; GEJ.04_076,10; GEJ.04_110,10; GEJ.04_220,08; GEJ.07_069,06-07; GEJ.07_183,13; GEJ.09_103,06; RB.02_279,05; Ste.01_021,18; JJ.01_299,08-13). Die Einung der Seele mit ihrem Geist aus Gott beginnt, wenn der Mensch die göttliche Wahrheit erkannt hat und sein Leben nach ihr werktätig durch die Ausübung der Gottes- und Nächstenliebe einrichtet und ist vollendet, wenn alles Weltliche, alles Sündhafte aus dem Menschen herausgeschafft und der Mensch selbst zur reinen und allerwohltätigsten Liebe geworden ist (Ste.01_021,18; GEJ.09_103,05-06; GEJ.01_002,14-15; GEJ.02_041,05; GEJ.03_232,13; GEJ.04_220,08; GEJ.05_184,03-04; GEJ.07_223,10; RB.02_279,05). Aus freiem Willen muss die Erkenntnis Gottes mit dem eigenen Willen vereint, sich Gottes Willen zu eigen gemacht und werktätig mittels Demut, Geduld und Bescheidenheit umgesetzt werden (RB.02_254,11; GEJ.05_184,03-04; GEJ.04_110,10; GEJ.07_054,11-13; GEJ.09_108,04-05; GEJ.05_184,03-04; GEJ.01_214,11; GEJ.02_146,23-24; GEJ.03_241,02-04; GEJ.05_113,07; GEJ.07_069,06-07; GEJ.10_109,09). Wenn dann die Liebe, der Wille und der von aller Wahrheit erfüllte Verstand in aller Tat eins geworden sind, so ist der Mensch auch in die Wiedergeburt des Geistes aus Gott in seiner Seele [E.A.: volle Vereinigung von Seele und Geist als geistige Wiedergeburt des Geistes des Menschen im Menschen] eingegangen, und der Mensch tritt in den ersten Grad der Macht Gottes und kann auch schon Zeichen wirken (GEJ.09_103,06). Nun ist dem Menschen jene Stärke und Lebensfreiheit zu eigen geworden, dass er, weil er in seiner Seele ganz von dem Willen Gottes erfüllt ist und nach demselben handeln kann, keine Sünde je mehr begehen kann (GEJ.07_155, 07-08). Vollendet und wissend, dass er nun als ein mächtiger Herr der ganzen Natur ohne Sünde tun kann, was er will, sieht er aber auch, dass zwischen dem sonderheitlichen Willen Gottes in ihm und dem freiesten und endlos allgemeinsten Willen in Gott noch ein großer Unterschied besteht, weshalb er seinen sonderheitlichen Willen ganz dem allgemeinsten göttlichen Willen vollkommen unterordnet und nur dann aus eigener Kraft etwas tut, wenn er dazu unmittelbar von dem alleinigen und eigensten Willen in Gott beordert wird. Dadurch erst wird er völlig eins mit Gott und besitzt gleich Gott die höchste Macht und Gewalt über alles im Himmel und auf Erden (GEJ.07_155,07-14). Der Herr tritt in ihn, welches da ist die volle Erlösung von den Banden des Todes, die Geistestaufe mit dem Feuer oder die vollkommene Wiedergeburt [E.A.: Eins sein mit Gott], wodurch der Mensch vollends erfüllt wird mit Gottes Heiligen Geist in aller Liebe, Kraft, Macht und Gewalt, darum er dann auch vollkommen Eins wird mit und in Christo und nun sagen kann: ‚Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Nicht mehr ich bin nun mein Ich, sondern Christus Selbst ist das Ich in mir!‘ (HiG.03_42.02.26,08; Ste.01_030,09-10).
Die Menschen unter dem Alten Testament konnten mit wenigen Ausnahmen wegen der damals vorherrschenden Kluft zwischen Gott und den Menschen keine völlige Wiedergeburt des Geistes [E.A.: Eins sein mit Gott], sondern nur die Vollkommenheit der Seele [E.A.: volle Vereinigung von Seele und Geist als geistige Wiedergeburt des Geistes des Menschen im Menschen] (GEJ.07_155,07-09; GEJ.06_133,04-05) erreichen, in der der Geist Gottes zwar schon tätig, aber mit derselben noch nicht völlig eins werden konnte (GEJ.09_085,05; GEJ.03_171,04-06; GEJ.03_226,08-09; GEJ.06_158,13). Wer die seelische Vollkommenheit erreicht hat, kann als ein Herr über die gesamte Kreatur Wunderbares tun, und auf Grund des in der Seele auf Augenblicke mehr erweckten Geistes Gesichte in die rein geistigen Sphären haben. Er kann das Wort des Geistes Gottes vernehmen (GEJ.04_218,02). Dies alles gibt jedoch keinem Menschen ein wahres, seliges ewigstes Leben, denn wer die völlige Wiedergeburt des Geistes [E.A.: Eins sein mit Gott] erreicht hat, der steht ums unvergleichbare höher als eine für sich allein noch so vollkommene Seele, die zwar vieles vermag, aber dessen ungeachtet dennoch ewig nicht alles, was dem völlig Wiedergeborenen [E.A.: Eins sein mit Gott] vorbehalten ist (GEJ.04_220,08-09).
Seit der Auffahrt Jesu kann die vollkommene Wiedergeburt des Geistes [E.A.: Eins sein mit Gott] ein jeder, der an Ihn glaubt und nach Seiner Lehre lebt, erlangen (GEJ.06_158,13). Möglich geworden ist sie durch die Ausgießung des Heiligen Geistes [E.A.: von manchen als Pfingstgeist bezeichnet], der seither die geistige Wiedergeburt im liebewerktätig gläubigen Menschen bewirkt (GEJ.03_171,04-05; GEJ.06_142,08; GEJ.08_049,04). Jesus während seines Erdenwandels zu Jarah: „Darum werdet ihr alle die Neu- oder Wiedergeburt aus dem Geiste und im Geiste erst dann völlig verstehen, wenn Ich als der Menschen- und des Menschen Sohn, gleich dem Elias, von dieser Erde unter euren Augen entrückt sein werde. Darauf erst werde Ich aus den Himmeln Meinen Geist voll Wahrheit und Kraft über alle die Meinen ausschütten, wodurch dann erst die volle Wiedergeburt des Geistes und im Geiste vollkommen ermöglicht wird“ (GEJ.03_171,04-05).
Im zweiten Band der Haushaltung Gottes (HGt.02_105,17) wird aufgezeigt, dass zur Erlangung der völligen Wiedergeburt im Geist, das Eins-Sein mit Gott folgende Stufen zu durchschreiten sind:
  1. Alle Fleischesliebe muss in das Leben der Seele übergehen (dem Weltlichen nach Absterben durch eine konsequente werktätige Nachfolge Jesu GEJ.06_158,11-13; GEJ.04_263,03), dann
  2. alles Leben der Seele in den Geist (volle Vereinigung von Seele und Geist als geistige Wiedergeburt des Geistes des Menschen im Menschen GEJ.06_133,04; GEJ.08_057,12; GEJ.06_086,02), und sonach
  3. alles vereinte Liebeleben aus dem Fleisch als auch aus der Seele im Geist vom Geist aus in Gott (völlige Wiedergeburt des Geistes durch die Taufe aus den Himmeln – Eins sein mit Gott GEJ.07_155,13-14; GEJ.01_002,13-15).

Vorgang der geistigen Wiedergeburt also: Stufe 1: Fleischesliebe => Seele. Stufe 2: vereinte Fleischesliebe mit der Seele => Geist des Menschen = geistige Wiedergeburt des Geistes des Menschen im Menschen. Stufe 3: Fleischesliebe und Seele vereint mit dem Geist des Menschen => Gott = völlige geistige Wiedergeburt = Eins sein mit Gott.

Helfen tut dabei der Heilige Geist (GEJ.03_226,11; GEJ.06_170,05), denn wenn jemand in Gottes Liebe im Vollbestand durch den lebendigen Glauben ist, so wird in dem Herzen seines Geistes ein neues geistiges Bläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke der Liebe Gottes (GEJ.04_220,10; GEJ.04_001,03; RB.02_152,06) eingeschlossen wird. Und wie es früher ging bei der Zeugung der Seele (GEJ.02_216,04; HiG.03_40.06.17,03-04) und aus derselben der des Geistes (HiG.03_40.06.17,06; Er.01-051,07; RB.02_214,04), ebenso geht es auch mit dieser neuen Zeugung des Heiligtums. Wird es nun vollends reif, dann zerreißt diese heilige Liebe die lockeren Bande des Gefäßes und strömt dann wie das Blut des Leibes oder wie die feinsten Substanzen der Seele oder wie die Liebe des Geistes in alle Organe des Geistes über, welcher Zustand dann die Neugeburt genannt wird, so wie der der Einlegung dieses Lebensbläschens genannt wird die Eingeburt (HiG.03_40.06.17,12; s.a. ‚Die drei inneren Grade der Lebensvollendung‘ GEJ.07_155).


Ausführlichere Ausführungen zur geistigen Wiedergeburt s.hier



Ausarbeitung 02/2015

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