Weitere Gesundheitsrezepte - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Weitere Gesundheitsrezepte

Themen I > Gesundheit

Aussatz, ansteckender
„Deine Gegenwart wird der Aussätzigen nicht viel nütze sein […]. Willst du aber doch auch hingehen, da sie deine Schwester ist, so bete zuvor, und salbe dich mit dem Öl aus den Wacholderbeeren in Meinem Namen, so wirst du dein Haus verschonen mit der Bosheit des Aussatzes (Pocken?); und so du auch die Kleider beräucherst mit denselben Beeren, und deren drei verschluckst in Meiner Andacht, so kannst du völlig ruhig sein; aber, wie schon gesagt, nötig ist es vor der Hand gar nicht, dass du hingehst; denn Ich sage dir, dass der Aussatz (Blattern) im Ernst böse ist […]. Wer aber betet, gesalbt und beräuchert ist in Meinem Namen, der darf sich sogar vor keiner Pest fürchten und sorgen.
Darum aber ist diese (Wacholder-) Staude also schützend, weil sie eines großen Segens aus Mir schon natürlichermaßen teilhaftig ist.“ [J. Lorber am 29.04.1841, Sammlung neu-theosophischer Schriften No. 48, 2. Auflage von 1895]

Ausschlag
„Den kleinen Ausschlag aber beschmiere in Meinem Namen mit warmem Baumöl [Olivenöl], wenn es sich wieder zeigen wird – und es soll dann schon besser werden! Enthalte dich aber in den kalten und nassen Zeiten von hitzenden Getränken und sauren Speisen! Und halte dich mäßig warm, so wirst du wenig Katarrh zu bestehen haben. Damit empfange du aber auch Meinen Segen und bleibe Mir getreu in deinem Herzen! Und Ich, dein heiliger Vater, werde dich schützen und schirmen in allen Dingen. Amen! – Das sage Ich dir, dein heiliger, liebevollster Vater.“ [HiG.02_44.09.13,05-06 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

„Meide die Fensterluft, und setze dich nie zu nahe an die Fenster, so wirst du nie einen Ausschlag, weder im Gesicht des Leibes, noch im Gesicht deiner schönen Seele bekommen.“ [J. Lorber am 14.02.1847, Sammlung neu-theosophischer Schriften No. 48, 2. Auflage von 1895]

Bleichsucht
„Ich kenne die Bleiche wohl und auch, aus was Ursache sie bleich ist. Aber es ist etwas schwer mit ihr umzugehen, da sie nicht gerne folgt dem, was ihr geraten wird, und nicht unterlässt, was ihr schadet.
Also sage ihr: Lass den Kaffee, solange du bleich bist, und nimmer iss gar die gebrannten Giftkörner! Denn solange du das nicht lassen willst, sollst du nicht rot werden. – Frage nicht, warum du solche Giftkörner nicht essen dürftest! Denn der Grund würde dich unsittlich berühren und dir eine Entdeckung machen, die zu wissen sich für dich noch nicht fein geziemt. Also folge dem Rat und frage nicht – willst du gesund sein; ansonsten du für jedes Giftkorn eine Woche länger bleich verbleiben wirst.
So musst du dich auch von fetter Speise enthalten und von fetter Milch! Denn das Fett belebt die geilen Geister, und finden diese ihre Befriedigung nicht, so dringen sie ins Blut, durchwühlen dasselbe und machen es müde, faul, träge und schwer, wodurch dann die sogenannte Bleichsucht entsteht, die allezeit eine Folge ist der zu frühen geilen Geisteraufregung, die nicht befriedigt werden kann.
Willst du aber ehestens gesund sein, dann beachte folgende Diät: Zum Frühstück nimm entweder eine leichte Schokolade, noch besser einen Kakaokaffee von gerösteten Kakaoschalen oder auch einen Maistee mit leichter (entrahmter) Milch und etwas Zucker. – Zu Mittag iss eine gute frische Suppe mit gebähter Semmel, nicht zu stark gesalzen. Dann auch ein mageres Rindfleisch mit etwas Senf oder auch frischem, aber gezuckertem Meerrettich, den man zuvor mit Essig und Öl anmacht. Auch Kälbernes ist gut. Sollte dir aber solches Fleisch weniger schmecken, so iss gedünstete Äpfel mit Semmel. Aber vor allen Würsten und Käsen musst du dich sorglichst hüten; ebenso auch vor Kohl und Sauerkraut, weniger vor roten und weißen Rüben, dagegen vor gelben Rüben, überhaupt vor allen blähenden Speisen, weil diese ebenfalls die geilen Geister erwecken. – Abends aber begnüge dich entweder auch mit dem, was du des Morgens genießt, oder mit einer Suppe mit gebähtem Brot. Du kannst auch mäßig einen guten Wein mit Wasser genießen. Sonst aber trinke Wasser, das nicht zu kalt ist.
Zu allem dem aber gebrauche eine sogenannte Latwerge, die zu dem Behuf in der Apotheke zu haben ist; oder auch die Pillen zu dem gleichen Zweck! Und mache dazu vormittags eine Stunde vor dem Essen eine Bewegung im Freien, am besten an der Mur, wo in dieser Zeit die Luft am reinsten ist – aber nur nicht in einer Allee von wilden Kastanien, die eine schädliche Ausdünstung (für dich) haben.
Zu allem dem aber musst du auch hauptsächlich auf Mich vertrauen und recht heiter sein, so wirst du bald wieder rot und gesund sein. Ich habe dich wohl sehr lieb; aber du musst Mich auch sehr lieb haben, so wirst du schon fein gesund werden und verbleiben! – Wenn du aber eigensinnig wärest und hättest ein erregbares Gemüt, da würdest du jahrelang bleich verbleiben.“ [HiG.02_48.02.28, nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Blut, dickes
„Bei den Menschen, besonders weiblichen Geschlechtes, welche schon von der Geburt aus ein mehr dickes Blut haben; diese Menschen haben darum auch stets mehr ein unbehagliches Gemüt, und können sich heimlich sogar über eine Fliege ärgern, obschon sie eigentlich eines Zornes unfähig sind. Dadurch aber geschieht es dann, dass ihr Blut beständig mit galligen Substanzen untermengt ist; wo das Blut dann seine Nährsäfte in den Leiborganismus absetzt, da gelangen auch die im Blut aufgelösten galligen Teile hin, und verdichten somit dieselben.
Solches Übel aber kann ja leichtlich gehoben werden durch geistige Mittel, und durch ein gerechtes Fasten […] Was aber ist diese geistige Diät? — Enthaltsamkeit von allen Ärgerlichkeiten, sie mögen was immer für einen Grund haben; denn sobald das nicht streng beobachtet wird, kann an keine Besserung gedacht werden. […] Wie kann aber solches gar leicht vermieden werden? Im beständigen wahrhaften Hinblick im vollen Glauben und aller Liebe auf Mich; aber nicht auch nebenbei auf die Welt und allfällige Verwandte, die zwar viel Gebete tun aus den Büchern, aber wenige aus dem Herzen; darum sie auch große Stücke halten auf Weltärzte; aber dem wahren Hausarzt trauen sie nicht allein ohne einen Weltarzt! […] Was aber die natürliche Diät betrifft, so besteht diese in einem gerechten Fasten; dieses aber besteht darin, dass sich da enthalten werden solle von allen fetten Speisen und schweren Getränken; denn dieses Alles ist ein Gift für derlei Naturen, die da haben ein mehr dickes Blut. Also ist auch der Genuss des Kaffees überaus schädlich an und für sich; so er aber noch zu fett und manchmal zu stark genossen wird, da kann durch ihn die Natur also ganz und gar verdorben werden, dass ihr kaum durch ein Wunder zu helfen ist. Ebenso schädlich sind auch alle Leckereien und zeitweiligen Speisewechslungen, durch welche dann über einen Tisch alles verdorben wird, was allenfalls sieben ordentliche einfache Tage gut gemacht haben. Also ist auch alle Obstnascherei, besonders an den Nachmittagen äußerst schädlich, wenn dasselbe nicht ehedem gesotten oder gebraten ist. Weizenbrot, wie z.B. gutgebackene Semmeln, reines Wasser, von allem Fett befreite Milch, frische Fleischbrühen mit Kräutern, als: Salbei und Quendeln, süße Rüben, Meerettich zum mäßig genossenen Rindfleisch, dann und wann ein lämmerner oder kälberner Braten, dann manchmal auch etwas Wein mit Wasser genossen, solches bedingt die Gesundheit des Leibes, als auch manchmal eine in der Fleischbrühe eingekochte Maisgrütze; — alles andere aber ist ein Gift für derlei Naturen, besonders wenn sie schon sehr durch die Apotheken geschwächt worden sind!
Das ist die wohl zu beachtende natürliche Diät. Ferner ist solchen Naturen auch alles Abkühlen nachteiligst; wohl aber ist ihnen eine beständige Bewegung zu empfehlen, natürlich mit Ziel und Maß; das Schlafen unter Tags aber gebiert des Leibes Tod, — wie das warme Baden für solche Naturen“. [J. Lorber am 18.08.1841, Sammlung neu-theosophischer Schriften No. 48, 2. Auflage von 1895]

Blutreinigung
„Obst, besonders gute Äpfel und feinere Birnen, sind sehr tauglich, das Blut zu reinigen und herab zu stimmen.“ [Er.01_062,10 nach dem Nachdruck der 4. Auflage von 1953]

„Blutreinigungstee aber nimm auch in der S..apotheke, und nicht in der am Graben, wo dergleichen Medikamente alt und abgestanden sind! Über solchen Tee ist bloß ein siedendes Wasser zu gießen. Nach dem Aufguss muss der Tee 12 Minuten lang wohl verdeckt stehen gelassen werden und erst nach dieser Zeit in eine Tasse abgeseiht und mit Zucker versüßt, eine halbe Stunde vor dem Frühstück und abends eine halbe Stunde nach dem Abendessen getrunken werden.“ [HiG.02_48.02.13,07 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Brustdrüsenkatarrh
„Dein Brustübelchen aber ist nichts als eine Verkühlung, also ein leichter Brustdrüsenkatarrh, der hauptsächlich durch die unpassenden Medikamente erst zu seiner gegenwärtigen Konsistenz gediehen ist.
Halte dich aber nun warm und belege deine Brust mit gestoßenem warmen Leinsamen öfters im Tag und lasse solch einfaches Pflaster auch durch die Nacht auf der Brust. Trinke daneben einen guten Blutreinigungstee morgens und abends! Enthalte dich von zu sauren Speisen und Getränken! Hauptsächlich aber sei nicht ängstlich und vertraue fest auf Mich, so wird dein Übelchen sich bald verlieren. – Nimm dann und wann, etwa alle 14 Tage die Wintermonde hindurch, ein leichtes Abführmittel zu dir, so wirst du auch von deinen Halsübeln befreit sein.
Aber auf Mich musst du stets mehr vertrauen als auf die Arzneimittel, die Ich dir hier angeraten habe – sonst möchten sie dir wenig oder nichts nützen. Denn alle Arzneien bekommen erst durch Mich ihre volle Heilkraft.“ [HiG.02_48.02.02.a,08-10 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Brustkatarrh – weiterer Rat
„Das kleine Brustübelchen wird sich nach und nach schon verziehen, so das angeratene Mittel fleißig angewendet wird – natürlich hauptsächlich durch ein lebendiges Vertrauen auf Mich, den Arzt der Ärzte! Das Mittel muss aber auch recht angewendet sein, sonst zersetzt es die in der Brust angehäuften untauglichen Spezifikalpotenzen entweder nur sehr langsam oder auch wohl gar nicht.
Also aber muss das angeratene Mittel recht zubereitet und angewendet werden: Der Leinsamen muss womöglich ein frischer, und nicht ein 4-5 Jahre alter sein; bei den Kräutlern, auch in der S..apotheke ist er schon zu bekommen. Solch frischer Leinsamen muss gut zerstoßen sein und dann mit frischem Wasser zu einem Teig gemacht werden, welcher in einem eigens dazu gemachten Säckchen über einer Wärmpfanne vor dem Gebrauch zu erwärmen ist, und zwar so, dass es ein wenig zu dampfen anfängt, und es dann sogleich auf die kranke Brust zu legen ist und dann eine Stunde darauf liegen soll, nach welcher Zeit dann ein frisches aufzulegen ist.
Obenerwähnter zerstoßener Same kann, wenn dann und wann wegen eines bevorstehenden Wetterwechsels sich mehr Schmerzen in der Brust vernehmen lassen, wohl auch mit Eibisch-, Geißpappel- und Himmelbrand-Tee zu einem Teig gemacht und sodann auf die vorbeschriebene Art verwendet werden. – Ebenso können unter den Leinsamen auch ein viertel Teil Kamillenblüten gestoßen werden, was die Schmerzen noch eher stillen wird. – Aber allezeit muss ein solches Sackpflaster wohl erwärmt sein.
Es sollen aber wenigstens für einen Tag vier gleiche Säcklein in Bereitschaft sein, die sich nach der Ordnung von Stunde zu Stunde abzulösen haben. Für den nächsten Tag aber müssen vier frische in der Bereitschaft sein. – Am dritten Tag können dann schon wieder die ersten vier Säcklein gebraucht werden, aber natürlich müssen sie zuvor gereinigt und dann mit einem frischen Teig gefüllt werden.
Wenn die Säcklein gegen Abend schon trockener geworden sind, dann räuchert man sie vor dem Gebrauch mit Kamillen, gemengt mit etwas Zucker und Weihrauch.
Da aber in der Nacht das Auflegen neuer erwärmter Säcklein mit viel Beschwerlichkeit verbunden ist, so kann anstatt dieser Säcklein auch eine Auflage von Hanfwerg wohldienlich sein, welches Werg aber ebenfalls vor dem Gebrauch mit den früher erwähnten drei Spezies durchzuräuchern ist.
Den Blutreinigungstee aber nimm auch in der S..apotheke, und nicht in der am Graben, allwo dergleichen Medikamente alt und abgestanden sind! Über solchen Tee ist bloß ein siedendes Wasser zu gießen. Nach dem Aufguss muss der Tee 12 Minuten lang wohl verdeckt stehen gelassen werden und erst nach dieser Zeit in eine Tasse abgeseiht und mit Zucker versüßt, eine halbe Stunde vor dem Frühstück und abends eine halbe Stunde nach dem Abendessen getrunken werden. Das eine kurze Zeit also genau gebraucht, wird dir, du Meine liebe Elsba, die volle Gesundheit schon wieder geben.
Aber eins musst du dabei noch dazu beachten, nämlich: Wenn es dir noch nicht wohl ist und draußen ein starkes Tauwetter ist, musst du deine Wohnzimmer nicht waschen lassen, sonst wird dir Mein Rat nicht helfen können in kurzer Zeit. Denn für derlei gichtischrheumatische Übel taugen feuchtgemachte Zimmerböden wohl noch schlechter als die Fäuste auf die Augen! Es ist dir viel gesünder, beim schlechtesten Wetter vier Stunden in der Freie herumzuwaten, als nur eine Viertelstunde in einem feuchtlichen Zimmer zu sein. Das musst du dir hauptsächlich merken, so du recht gesund sein willst. Gebrauche also dies alles, wie Ich es dir nun bestimmt habe, so wirst du schon wieder ehestens gesund werden.
Wenn nun schöne Tage kommen, kannst du auch schon täglich unter Mittagszeit auf eine halbe bis eine Stunde in die frische Luft gehen. Dies wird dich stärken. Und Ich werde dich auch stärken! Amen.“ [HiG.02_48.02.13 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Brustkatarrh – Mahnung zu Geduld
„Daher heißt es da denn nun auch hier wieder – sehr viel Geduld haben! Und so musst du, Meine liebe Tochter, auch noch recht viel Geduld haben, musst des Sommers bessere Tage voll Wärme abwarten! Diese werden deine Geschwulst schon ganz ausheilen. Unterdessen aber gebrauche du nur dein Pflaster und deinen Tee! Das wird deine Geschwulst schon nach und nach entweder zum Aufbruch bringen oder dieselbe, so du dich diät hältst, verdunsten und verteilen – was dir noch heilsamer sein wird, obschon etwas länger dauernd.
Die Diät aber besteht darin, dass du nichts Saueres oder keine zu fetten Speisen genießest, ebenso den (Kakaoschalen-)Kaffee lieber mit frischer Milch als mit fetterem Rahm trinkest und nicht stark, kein Schweinefleisch oder zu hartes und zu gesalzenes Rindfleisch isst, so auch nicht saures Kraut oder Kohl, auch keine fetten und herben Brühen, sondern Spinat, Milch Meerrettich, Mandel-Meerrettich und dergleichen.
Übers Pflaster lege du bloß erwärmte Tücher, zuvor ein wenig durchräuchert mit Weihrauch und Wacholderbeeren. Aber feuchte Sachen sollst du nicht übers Pflaster legen, diese schwächen die Wirkung desselben. Sie schaden zwar im Grund nicht, aber sie verzögern die Wirkung des Pflasters. Nur auf Wärme musst du sehen! Denn in der Kühle zeitigt so ein katarrhalisches Schleimgeschwür lange nicht, sondern verhärtet eher innerhalb der Schleimhäute. Wenn nun noch kalte Tage sind, da bleibe du lieber im Bett. An warmen Tagen aber gehe spazieren und komme in einen recht tüchtigen Schweiß! Der wird dir gute Früchte bringen. Es wäre dir aber schon viel besser, so du dich nicht im vorigen Monat in Bezug auf dein Übel einigemal sehr verkühlt hättest! Daher musst du nun dafür schon ein bisschen mehr Geduld haben, dann wird dein Schleimgeschwür schon wieder gut werden.“
[HiG.02_48.05.07,05-11 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Cholera
„Nur soll sie sich abends nicht zu lange im Freien aufhalten! Denn die Abende dieses Jahres sind besonders in den flachen, tiefer liegenden Gegenden voll unreiner Geister, als Vorboten von einer leichteren Art Cholera, welche in nicht gar zu langer Zeit diese Gegenden hie und da beschleichen wird.
Die von dieser Krankheit verschont werden wollen, müssen sich daher schon jetzt vor der Abendluft recht in acht nehmen, besonders Weiber, Mädchen und Kinder jedes Geschlechtes. Auch Männer tun besser, wenn sie möglicherweise des Abends vor zehn Uhr im Hause sich befinden. Wird diese Krankheit auch schon nicht so gefährlich sein wie die eigentliche Cholera, so wird sie aber dennoch große Schwächen im Fleische zurücklassen bei denen, die aufkommen werden.
Segnet aber abends eure Zimmer und Betten in Meinem Namen und räuchert sie mit Wacholderbeeren! Und so sich die Krankheit hierher verlaufen sollte, da besteckt die Fenster auch mit frischen Wacholderbeerstauden, so werdet ihr völlig sicher sein vor ihr. – Aber nur die Abendluft ein wenig meiden!
Dies Rezept also gut beachtet! Denn ihr wisst es schon, dass das selten ausbleibt, was Ich euch vorhersage, weil die Menschen nun nicht danach sind, dass sie Mich zur Rücknahme Meiner angedrohten Gerichte nötigten. Daher habt auf alles wohl acht, was Ich euch sage! – Amen.“ [HiG.02_48.06.29,03-06 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

„Die Cholera ist nicht im Geringsten irgend ansteckend, außer durch die Ausdünstung der Exkremente. Wo die Menschen irgendeiner Gegend kein reines Eisen- oder Glimmerwasser haben können, da sollen sie das Wasser zuvor mit etwas Melissenkraut absieden, auch mit etwas Münzen, es darauf solange stehen lassen, bis es sich abgekühlt und geläutert hat; alsdann sollen sie es erst zum Trinken, Waschen und Kochen gebrauchen, – da wird es ihnen dann völlig unschädlich sein. Auf ein Pfund Wassers genügt ein halb Lot Melissen- oder Münzenkraut.
Warum aber liegt das Übel im Wasser? – Weil mit Ausnahme der vorbenannten zwei Wassergattungen jedes andere Wasser mehr oder weniger Bleiduft (eine Art Oxid) enthält, namentlich aber an jenen Orten, die an großen Flüssen und Strömen sich befinden, die ihren Ursprung in einer Gegend nehmen, wo viele bleihaltige Berge bestehen und ihre mächtigen Quellen auch dann noch ein reichliches Wasser geben, wenn durch die lange Sommertrockenheit die meisten anderen Quellen versiegt sind.
Auch beim Militär im Feld entwickelt sich dieses Übel dadurch, weil der Soldat sich stets der verzinnten oder eigentlich verbleiten blechernen Feldflaschen bedient und häufig auch in solchen verbleiten Töpfen und Kasserollen seine Menage abkocht und verzehrt. Im Winter macht das weniger, weil der Bleiduft in der Kälte sich schwer entbindet und der Mensch auch nicht so kohlenstoffvoll ist wie im Sommer. Im Sommer aber tritt die Krankheit mehr oder weniger heftig und tödlich auf, je mehr oder weniger ein Mensch eine natürliche Disposition dazu besitzt, d.h. je mehr oder weniger gallsüchtig, leidenschaftlich und furchtsam er ist oder auch je mehr oder weniger des Bleiduftes er in sich bekommt. […] Die so sehr gefürchtete Cholera ist somit nichts als eine Bleikolik. Womit man diese hebt und heilt (wenn man früh genug das reaktive Mittel anwendet) – damit hebt und heilt man auch die Cholera, die in Asien ganz dasselbe Übel wie in Europa ist. […] Sonach die bleiernen Wasserleitungen weg! Sich nach den beiden bezeichneten Wasserarten umsehen! Oder ein bleidufthaltiges Wasser nach vorbezeichneter Art unschädlich machen! Alle verbleiten Trink- und Kochgeschirre weg! Kein von schlechten Wässern gebrautes Bier trinken, sondern einen reinen Wein! – Und die Cholera ist dann auch vollkommen weg auf alle Zeiten.
Wo aber das nicht aus dem Weg geräumt wird, dort wird die Seuche auch stets mehr oder weniger heftig auftreten, je nachdem ein Sommer auch mehr oder weniger heiß und trocken auftreten wird und die Menschen sich auch mehr oder weniger von ihren Leidenschaften beherrschen lassen. Durch die Leidenschaften nämlich wird in den Eingeweiden mehr oder weniger des Kohlenstoffes erzeugt, der in der excitativen Verbindung des Bleiduftes das eigentliche, das Blut zerstörende und das Naturleben tötende Element ist.“
[J. Lorber, aus einem Brief vom 15.11.1859 an einen unbekannten Empfänger; Quelle: https://www.jakob-lorber.at/briefe.htm]

Depression – nervliche Überanstrengung
„Der betreffende Lebensdüsterling ist zufolge seiner zu übertriebenen mit der Ehre seines Standes im Verband stehenden Gewissenhaftigkeit in seinen innersten Seelenverbandsnerven geschwächt worden. […] Solch ein physiko-psychisches Übel kann daher, weil es mehr ein physisches als so ganz eigentlich psychisches zu nennen ist, auch zuerst durch ein taugliches Naturmittel geheilt und behoben werden. Dergleichen Mittel wären zum Beispiel etwa ein fünf bis sechs Wochen langer Urlaub vom täglichen Geschäft, Umgang mit heiteren Menschen, häufiger Genuss von reiner Gebirgsluft, Stahlbäder und andere eisenhaltige Mineralbäder, nur keine Schwefelbäder. Auch Meeresbäder wären gut. Essen und Trinken, was einem schmeckt. Ein guter Wein ist jedoch besser als Bier und eine frische Brühe besser als der Kaffee, der schwarze taugt am schlechtesten. So wäre auch der Genuss eines reinen Alpenwassers sehr zu empfehlen, wie überhaupt ein durch ein paar Wochen andauernder Aufenthalt auf einer Alpe mit ein paar guten, heiteren Freunden. Wenn auf diese Art die Seele wieder durch die rechte Stärkung der sie umgebenden Nerven zu ihrer natürlichen Ruhe gelangt, dann kann auch leicht wieder durch gute und weise Worte auf sie eingewirkt werden, was jetzt beinahe eine fruchtlose Mühe wäre. Überhaupt aber soll betreffender Leidling auch vom Beischlaf so viel als möglich eine gute Zeit lang sich enthalten, so wird seine Heilung desto eher und leichter erfolgen. Auch der Gebrauch der evangelischen Öl- und Weinsalbe [s. bei Überanstrengung] würde ihm gute Dienste tun, und dabei recht viel Bewegung in freier reiner Luft, besonders nach einem Gewitter.“ [HiG.03_49.07.17,01+05-06 nach der 1. Auflage von 1993]

Durchfall
„Nah an den Bergen, die nicht rauchen oder gar brennen, wie ihr sie von hier in weiter Feme sehet, macht mannstiefe Gruben; allda werdet ihr die euch schon bekanntgemachte Broterde [Heilerde] finden, welche ihr jedoch sehr mäßig genießen sollt, und das nicht täglich, sondern nur dann und wann nach dem Willen Gottes zu eurer Gesundheit, so eure Not zu weich geworden ist.“ [HGt.01_034,16 nach der 5. Auflage von 2000]

Entzündungen, Rheumatismen, Gicht
„Durch diese Gefäße [kleine Windadern von der Lunge ausgehend] wird die Gallenblase zum Teil gebildet und zum Teil in einer fortwährend gleichmäßigen Spannung erhalten. Zugleich wird durch diese Gefäße stets eine gerechte Menge atmosphärischer Luft in die Galle gebracht und durch die atmosphärische Luft so viel Sauerstoff, damit die Galle nicht zu sehr zu gären anfängt und durch diese Gärung dann jenen bösartigen Stoff im Leib erzeugt, aus dem hauptsächlich allerlei Entzündungen, Rheumatismen, Gicht und dergleichen mehr zum Vorschein kommen; daher es für die Menschen auch sehr schlecht ist, sich in solchen Orten und Gemächern aufzuhalten, in denen sie statt der belebenden, rein atmosphärischen Luft nur Stickluft einatmen, in der nur sehr wenig Sauerstoff, aber desto mehr giftigen Stickstoffes vorhanden ist, und nota bene („merke wohl!“) besonders in jenen verfluchten Wirtskneipen, in denen sich die Gäste durch den allerabscheulichsten Tabakrauch für den Gestank der Hölle auf das Kräftigste vorbereiten“. [Er.01_011,07 nach der 4. Auflage von 1953]

Fieber
„Der junge Mensch bekam ein leichtes Fieber, – ein Löffel voll gebrannten Salzes mit sieben Löffeln voll Weines hätte den Menschen für immer geheilt!“ [GEJ.06_083,12 nach der 7. Auflage von 2000]

Gicht, Katarrh, Skrofeln [Skrofel (lat. scrofula): Halsdrüsengeschwulst]
„Jenes Menschen Leib wird gequält von einem dreifachen Übel. – Das eine ist innerer Nervenaussatz (oder versteckte Skrofeln). – Das zweite ist bare Gicht. – Und das dritte ist eine an die Brustteile zurückgelagerte sogenannte Grippe (allgemeiner Katarrh). – Wird dem einen abgeholfen, so wird das andere ärger. Und es müsste hier dreien Herren gedient werden, was sehr hart, ja beinahe unmöglich sein wird. – Wären nicht Bäder (in vorangehendem Gebrauch) gewesen, so würde ein allgemeines Zugpflaster bei Milch, frischem Weizenbrot und Wasserkost das Beste gewesen sein; und auf die Nacht etwas Lindentee mit frischem Honig. Jedoch jetzt wird es nicht mehr viel nützen, wenn auch nicht schaden. Es ist in solchen Fällen schwer zu helfen, da die Kranken nur auf Ärzte und sehr wenig auf Mich vertrauen, damit ihnen ihr Glaube hülfe. – Daher tut ihr das Eurige, und Ich werde das Meinige tun entweder noch hier oder in Meinen Reichen. Denn Ich bin allzeit und überall ein Herr des Lebens und des Todes. – Amen.“ [HiG.01_40.08.29.c,03-04 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Magen-, Darmleiden
„Sagte Ich [Jesus]: „So du meinst, dass Ich ein Arzt sei, da nimm denn von Mir auch den Rat an! Iss nicht, wie es bisher der Fall war, zu viel und zu fettes Schweinefleisch, und trinke nicht so viel des stärksten Weines den ganzen Tag hindurch, dann wird dein Magenleiden schon ein Ende nehmen! Das ist Mein ärztlicher Rat; wenn du den befolgst, so wird es dir mehr dienen denn dein Aloesaft, der dir wohl den Magen ausräumt, auf dass du ihn darauf wieder desto mehr anfüllen kannst. Der Mensch lebt nicht, um zu essen, sondern er isst nur, um zu leben, und dazu bedarf es keines vollgestopften Magens und keiner täglichen Nervenberauschung durch einen möglich stärksten Wein.“ [GEJ.09_007,02 nach der 7. Auflage von 2000]

„Auch die Weiber und Mädchen sollen nun sehr ernstlich sich an Mich anschließen, sonst werden sie allerartige gewaltigste Schiffbrüche erleiden. Der Satan hat nun auch Legionen fleischlich unreinster Geister flottgemacht, welche nichts eifriger zu tun haben werden, als in die Bäuche der Weiber und Mädchen zu fahren und diese dann auf das elendste zu plagen. Was bald ausbrechende Seuchen nicht töten werden, das wird von dieser Brut entweder heimlich oder wohl auch offenbar geplagt werden. Daher sollen besonders die Mädchen bald nach dem (Sonnen-) Untergang sich in die Stuben zurückziehen und allda zu Mir beten, so werden sie vor allen den Plagen gesichert sein.“ [HiG.03_48.07.11,12 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Stärkung nach Krankheit– Rekonvaleszenz
„Wenn sie [besessene Verbrecher] aber geheilt werden, muss Salz, Brot und Wein in der Bereitschaft sein zu ihrer Stärkung; denn sie werden nach der Heilung sehr schwach sein. Aber Salz, Brot und Wein werden ihnen bald eine rechte Kraft geben!“ [GEJ.03_018,01 nach der 7. Auflage von 2000]

Schlangenbiss
„Siehe aber, als er [Joel] so recht emsig mit dem Spaten in die Erde stach, da hob er auf einmal eine sehr giftige Schlange aus dem Boden! Und die Schlange bewegte sich schnell und biss ihn in den Fuß […], er sank bald in den Tod dahin.
Das Kindlein aber sprach: „Ihr irret euch alle; Joel ist wohl betäubt und schläft, aber tot ist er nicht! Bringt eine Meerzwiebel her; legt sie ihm auf die Wunde, und es soll alsbald besser mit ihm werden!“ Eiligst brachte Jakob eine solche Zwiebel herbei und legte sie dem Joel auf die Wunde; und er kam in wenigen Augenblicken wieder zu sich.“ [JJ.01_088,08-10+19-22 nach der 11. Auflage von 1996.]

Skrofeln (lat. scrofula): Halsdrüsengeschwulst
„Wie oft wirst du Mir noch mit Rezepten kommen? Glauben, glauben und ein volles Vertrauen, das ist besser, denn alle Rezepte und Medizinen! Denn weißt du, bei den Fleischkuren werden wir unsere Rechnung nicht finden. Ich rate wohl jemanden, der schwach im wahren Glauben ist, für sein leidig Fleisch gern ein Mittel, beobachtet er es genau, so wird es ihm wohl besser, ist er aber oft zu bequem, alles genau zu beobachten, und Mein angeratenes Mittel macht dann nicht schnell die erwünschte Wirkung, so wird dann unser Patient noch schwächer im Glauben, als er früher war, und siehe, so eine Kur bringt Mir sodann den erwünschten geistigen Nutzen nicht, welchen du dadurch zu erreichen wähnst; denn siehe, wir aber arbeiten nur für den Geist, und nicht für das Fleisch; daher habe Ich es auch nicht gerne, so du Mir um Medizinen für irgend ein Fleisch kommst. —
Das Mädel soll nicht saure Sachen essen, sowie auch keine blähenden Speisen, als Kohl, Bohnen u. dgl., da sie ein skrofulöses Fleisch hat. Warum hat sie denn für ihren Skrofelkropf den Jodgeist gebraucht? Sie hat auch in den Füßen verborgene Skrofeln, und vom Hals haben sie sich nun auf die Brust gelegt. Hätte sie ihren Hals, nach deinem öfteren Rate, mit nüchternem Speichel gerieben, so hätte sie nun eine freie Brust; nun aber ist es etwa besser, so sie den Skrofelkropf samt dem guten Jodgeist an der Brust hat? Nun sollen wir beide wieder Wunder wirken? Wäre freilich gut, wenn der rechte Glaube da wäre; aber der ist nicht da, und somit wird es auch mit einem Wunder etwas schwer hergehen.
Es wird ihr demnach vorerst ein rechter Glaube, dann eine recht breite Geduld anempfohlen; dann aber soll sie nicht so viel singen, reden, und nicht in einem fort küssen ihre Freundinnen, was die Skrofelsucht vermehrt. Also soll sie auch besonders Abends gleich nach dem Untergang der Sonne in ihrem Zimmer sein, und die Zugluft besonders im Zimmer meiden, und nicht gleich bald nach Tisch sich an den Nähtisch setzen, was ihr sehr schadet; also soll sie auch das rohe Obst meiden, sonst wird sie viel leiden.
Nun soll sie aber frischen Leinsamen stoßen, daraus leichte Brei-Umschläge machen, und etwas erwärmt auflegen; dann des Tages zweimal einen Reinigungstee nehmen, unter Tags auch fleißig Wasser trinken, aber keinen Wein, kein Bier und auch keinen Kaffee, sondern zum Frühstück eine Suppe oder einen schwachen Kakao; am besten aber wäre ein Maisabsud mit etwas Milch und ein wenig Zucker, überhaupt würde ihr Maisgrütze in einer Fleischbrühe sehr gut zu Statten kommen. Das gläubig gebraucht, so wird es schon wieder besser werden. Amen.“ [J. Lorber am 09.07.1848, Sammlung neu-theosophischer Schriften No. 48, 2. Auflage von 1895]

Überanstrengung – die evangelische Kur  
„Was aber ist es wohl, das in dir die Tür in dein Herz so sehr beengt? – Siehe es sind die Sinne deiner Seele, welche da ausmachen deinen Verstand; dieser ist zu angestrengt tätig, entzieht dadurch dem Herzen zu viel des Lebensfeuers und verbraucht es im Gehirn um nichtige Dinge. Dafür aber leidet dann dein Herz einen Mangel und wird von außen her beengt, weil es zu wenig des Lebensfeuers rückbehält.
Kehre auf eine Zeit von wenigstens vierzehn Tagen allen deinen Geschäften den Rücken, sorge dich um nichts, lege alle deine Sorgen volltrauig auf Meine Schultern, und es wird alles zur rechten Zeit in der besten Ordnung sein. Dabei aber lebe recht gut und lasse dir ein von Mir allzeit gesegnetes Essen und Trinken recht sorglos gut schmecken! – Und gebrauche morgens und abends die evangelische Kur, nämlich: Nimm roten, ungerichteten Wein und Olivenöl, das rein ist, und reibe dir damit die Brust, die Glieder, den Rücken, das Genick, am Abend auch das Haupt und ganz besonders die Schläfe im Glauben und Vertrauen auf Mich, so wirst du bald wieder ganz stark und gesund werden! Doch sollst du in der Zeit dich vom Kaffee und vom schlechten Wein enthalten, weil darin arge und unreine Geister hausen, die da stürmisch und sehr unruhig sind. [HiG.02_44.04.13, 02+08-11 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Unwohlsein
„Du beklagst dich immer über allerlei Schwächen deines Fleisches; bald ist dein Kopf nicht in der Ordnung, bald deine Füße, manchmal auch dein Magen, den du öfter einer gewissen Blödheit beschuldigst. Aber siehe, das kann nicht anders sein; denn du bist noch immer ein kleiner Schwelger und trinkst Bier und Wein durcheinander und isst dazu bald dies, bald jenes, was dir gerade dann und wann schmeckt. Meinst du wohl, dass das deinem Leib dient? O mitnichten! Das alles ist ein Gift für deinen in Jahren schon etwas vorgerückten Leib. Versuche nur einmal und gib von allem, was du in einer Woche isst und trinkst, nur einen kleinen Teil in einen Topf und berieche nach acht Tagen dieses Topfes Inhalt, und du müsstest sehr abgestumpfte Geruchsnerven haben, so dieser Gestank dir nicht sogleich einen großen Ekel erzeugen würde. Wenn aber derlei Allerhanddurcheinander in einem kalten Topf so üble Mefitika erzeugt, was muss es dann erst im warmen Magen alles für böse Dünste erzeugen, die sich dann mit dem Blut vereinen und die Nerven des Leibes bösartig narkotisieren, woher dann allerlei leibliche Schwächen erwachsen müssen!
Wenn du aber dann und wann etwas mehr kränklich wirst, so bleibst du zu Hause und wirst wieder gesund. Da kommt dir die häusliche Diät wohl zustatten. Wird sie dir wohl schaden, wenn du gesünder bist? Ich meine es nicht. Willst du recht gesund sein und alt werden, so bleibe du schön fleißig bei deiner Hausdiät! Bestelle dir abends zu Hause ein einfaches, dir gut schmeckendes Abendmahl, aber nicht zu sauer und zu stark gesalzen, du magst etwas Wein mit Wasser genießen und zuvor einen guten Gang ins Freie tun, so wirst du gesund und stark verbleiben. Du magst auch dann und wann an schönen Tagen irgendwohin gehen, da ein guter Wein ist, aber das schlechte Lumpengesüff von einem Bier meide! Denn das hat alle schlechten Eigenschaften, nur keine guten – besonders in dieser betrügerischen Zeit, in der Hopfen und Malz rein verdorben sind. Wenn noch irgendein reines Gersten- und Hopfenbier zu haben wäre, so wäre davon ein mäßiger Genuss gerade nicht nachteilig, wenn auch eben nicht zu heilsam, weil es nur träge und sehr herabstimmende Spezifika in sich enthält. Aber ein Bier, wie es hier in diesem Ort fast allgemein bereitet wird, Ich sage es dir, ist ein barstes Gift. Denn es nährt nicht und löscht nicht den Durst, sondern es betäubt nur und erzeugt noch mehr Durst, damit die Leute desto mehr zu trinken genötigt werden.
Aber nicht nur für den Leib, sondern noch bei weitem mehr für Seele und Geist ist das abendliche Gasthausschmausen bei Bier und Tabakdampf überaus schädlich, da dabei durch die schlechte Kost in den Leib allerlei scheußliche Spezifika aufgenommen werden, die dann Seele und Geist trübe machen. Zu dem gesellt sich aber noch die Nacht der Erde, in der auch das allerschlechteste psychische Spezifikalgesindel in den Luftraum der Erde aufsteigt und im selben wo und wie nur möglich durch das Fleisch, das es augenblicklich durchdringt, die Seele mit allerlei Scheußlichkeiten besudelt und nicht selten mit unkeuschen Gedanken und Begierden erfüllt.
Siehe, du Mein lieber Freund A. H. W., Ich bin auch ein leiblicher Arzt; wirst du Meinem Rat folgen, dann wirst du stets recht gesund und stark in deinem Leib wie in deiner Seele sein, und dein Geist wird leicht Meister derselben werden. […]“ [HiG.03_47.04.18b,01-08 nach der 1. Auflage von 1993]

Wasserenergetisierung
„Wo die Menschen irgendeiner Gegend kein reines Eisen- oder Glimmerwasser haben können, da sollen sie das Wasser zuvor mit etwas Melissenkraut absieden, auch mit etwas Münzen, es darauf solange stehen lassen, bis es sich abgekühlt und geläutert hat; alsdann sollen sie es erst zum Trinken, Waschen und Kochen gebrauchen, – da wird es ihnen dann völlig unschädlich sein. Auf ein Pfund Wassers genügt ein halb Lot Melissen- oder Münzenkraut. [J. Lorber, aus einem Brief vom 15.11.1859 an einen unbekannten Empfänger; Quelle: https://www.jakob-lorber.at/briefe.htm]

Wunden behandeln
„Die fest gebundenen Ketten und Stricke haben ihre Haut mit Wunden und Beulen bedeckt, diese sollen mit Öl und Wein eingerieben werden, auf dass sie heilen in Kürze!“ [GEJ.03_021,21 nach der 7. Auflage von 2000]

Wundnarbe
„So kann Ich deiner bis auf eine Wundnarbe ganz gesund gewordenen Patientin ja gleichwohl ohne Furcht vor der Polizei so viel sagen, dass sie bis auf die nach einigen Wochen sich nahe völlig verlierende Geschwürnarbe völlig gesund ist. Ich meine, über diese Medizin geht keine! – Übrigens kann das Pflaster noch einige Zeit fortgebraucht und die Wunde beim Wechseln (des Pflasters) mit lauem Eibischtee oder Eibischwasser gereinigt werden, worauf dann wieder das Pflaster aufzulegen ist. Wenn das des Tages einmal geschieht, so ist es hinreichend. Auch den Reinigungstee kannst du ihr alle anderen Tage zu trinken anraten; aber alle Tage braucht sie ihn nicht zu trinken. – Sonst soll sie die bekannte Diät im Essen und Trinken [s. „Brustkatarrh – Mahnung zur Geduld“] beibehalten. Nur soll sie sich abends nicht zu lange im Freien aufhalten! Denn die Abende dieses Jahres sind besonders in den flachen, tiefer liegenden Gegenden voll unreiner Geister, als Vorboten von einer leichteren Art Cholera [Durchfall, Erbrechen], welche in nicht gar zu langer Zeit diese Gegenden hie und da beschleichen wird.“ [HiG.02_48.06.29,01-03 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

Zahnschmerzen und rheumatische Leiden
„Nimm nur noch ein paar Tage hindurch recht fleißig zum Abführen ein und iss eine Zeit lang kein Obst, weil es dir das Blut dick und sauer macht! Halte dir die Füße warm, iss nie zu heiß und meide die Zugluft! Gehe auch nun, da du von diesem Leiden [morsche Zähne] befallen bist, nicht zu früh aus deinem Bett, weil allezeit der Morgenschweiß gegen solche rheumatische Leiden das beste Heilmittel ist! So wird es dir wieder recht bald und dauernd besser gehen. Auch musst du den leidenden Zahn nicht reiben, nicht mit der Zunge um ihn herumfahren oder den Zahn besaugen, weil derlei Verrichtungen die nackten Nerven zu sehr irritieren – so wird auch der Schmerz desto eher sich verlieren. Auch musst du dir im Winter, wie auch bei sonstiger windiger und nasser Witterung, die Ohren mit Baumwolle sogestaltig verstopfen, dass du aus reiner Baumwolle zwei lockere Klümpchen machst, in ein jedes Klümpchen ein grießkorngroßes Stückchen Kampfer hineinwickelst und dir dann mit diesem Klümpchen die Ohren zustopfst. Das wird dich nebst Meiner Hilfe vor künftigen Rheumatismen schon recht wohl verwahren.
Du kannst dir mit der Zeit aber wegen deiner Furcht zu Hause die faulen Wurzeln auch herausziehen lassen, wobei du wenig Schmerz empfinden wirst. Dann wirst du in der Zukunft von deinem Leiden ganz verschont sein, obschon du, so du diese einfachen Regeln beachtest, fürder nicht viel mehr leiden wirst. – Ein wenig Leiden so manchmal aber schadet gar keiner Seele! Wenn du aber heftige Schmerzen hast, so lege dir Meerrettich ins Genick und auf die Fußsohlen! Und so jemand magnetische Kraft besitzt, der tauche den Ringfinger in ein frisches Wasser und beschreibe dir abends sieben Ringe hinter den Ohren, so wird der Schmerz sogleich nachlassen. Hauptsächlich aber habe auf Mich ein recht lebendiges Vertrauen, so wirst du bald und für immer ohne Schmerzen sein! Auch musst du dich nicht so oft erzürnen wegen nichtiger Dinge, so wirst du zu einem reinen Blut gelangen.
Schließlich noch ein gutes Mundwasser: Nimm eine kleine Hand voll Salbeiblätter und verkoche sie in einem Halbseidel Wasser. Wenn das Wasser grünlich geworden ist, dann seihe es ab, lass es lau werden und spüle dir damit den Mund aus! Das aber täglich, dann wirst du nie mehr Zahnschmerzen bekommen, besonders so du auch die obige, ganz einfache Diät beachten wirst. Nun hast du ein gutes Rezept, nicht nur für dich, sondern auch für deine Geschwister und andere an solchen Übeln Leidende. Aber dieses Rezept wird erst dann recht gute Dienste leisten, so dein Vertrauen zu Mir recht lebendig wird.“ [HiG.02_47.12.01,03-11 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]



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