Seelenverbindung und Sexualität - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Seelenverbindung und Sexualität

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Seelenverbindungen und Fangstricke im sexuellem Bereich

Seelenverbindungen
Seelenverbindungen zwischen Menschen können durch Beziehungen, Verbindungen, geistlicher wie auch seelischer Übertragungen entstehen.
Eine Seelenverbindung entsteht, wenn sich die Seele einer Person mit der Seele einer anderen verbindet, was ein übergroßer Segen in einer gottgefälligen Beziehung sein oder aber schreckliche Zerstörung bringen kann, wenn sie mit einer falschen Person eingegangen wird.
Je stärker eine Seelenverbindung ist, desto ähnlicher werden sich die seelenverbundenen Personen. Seelenverbindungen können innerhalb Beziehungen, zwischen zwei Personen und/oder einer Gruppe gebildet werden. Die Stärke einer Seelenverbindung hängt ab von z.B. vorherrschender Treue, Loyalität, sexueller Verbindung, Bündnissen, die mit einer Person, innerhalb einer Freundschaft oder Gruppe eingegangen werden und entwickeln sich zu Ketten unterschiedlicher Dicke.

Seelenverbindungen bei Freundschaften, in der Ehe: Je stärker die Seelenverbindung zwischen zwei Freunden bzw. unter Ehepartnern ist, desto tiefer wird sie sein und umso länger wird sie bestehen. In einer aufrichtigen Beziehung bzw. Freundschaft empfangen beide Seelen nicht nur Kraft und Ermutigung, sondern auch Sicherheit und Liebe.

Seelenverbindungen bei Gruppen lassen zusammenwachsen. Das Verbundensein, das Menschen innerhalb einer Gruppe untereinander haben, ist ein Ausdruck der Verbindung ihrer Seelen. Je stärker sich der einzelne einbringt, desto stärker ist die Seelenverbindung.

Seelenverbindungen können entstehen mit Menschen, mit denen wir leben, arbeiten, verkehren, unter deren Leitung wir uns unterordnen. Weil die Menschen, mit denen wir unsere Seele verbinden, in unserem Leben eine sehr wichtige und uns beeinflussende Rolle spielen, müssen wir - unsere Familien mit eingeschlossen - unsere Beziehungen und Freundschaften sehr sorgfältig prüfen.

Wenn eine Person von falschen Motiven und selbstsüchtigen Wünschen kontrolliert wird, dann wird die Seelenverbindung, die zwischen ihm und einem anderen Menschen besteht, den Selbstsüchtigen veranlassen, den andern zu missbrauchen und zu manipulieren, da hier die Möglichkeit besteht, den anderen über eine Seelenverbindung zu kontrollieren, weil dadurch Verstand, Wille und Emotionen dieser beiden Menschen offen füreinander werden.

In einer jeden Beziehung, in der Gott nicht der Herr ist, entwickeln sich ungöttliche Seelenverbindungen. Eine in einer ungöttlichen Beziehung eingegangene Seelenverbindung kann zu einer emotionalen und geistigen Bindung bis zu einer Abhängigkeit führen und bewirken, dass Dinge gesagt und getan werden, die sich in der Folge schädlich auswirken.

Wenn unsere stärkste Seelenverbindung mit Gott ist, dann haben wir einen göttlichen Schutz, der es uns ermöglicht, dem Entstehen von ungöttlichen Seelenverbindungen zu widerstehen.


Fangstricke auf sexuellem Gebiet
Gehen ein Mann und eine Frau durch die zueinander gefasste Liebe eine Seelenverbindung ein, so wird diese i.d.R. durch den Bund der Ehe besiegelt und durch die sexuelle Vereinigung vollzogen. Die durch den Ehebund eingegangene Seelenverbindung ist so stark, dass er beide zu einer Einheit zusammenfügt, weshalb er auch niemals gebrochen werden soll. Und so ist eine Scheidung schrecklich zerstörend, da hierdurch zwei eng verbundene Seelen auseinander gerissen werden, woraus sehr tiefe Wunden entstehen.

Wie verhält es sich nun bei außerehelichen Beziehungen und wenn es mehr als einen sexuellen Partner gibt?
Da bei jeder sexuellen Vereinigung sich auch die Seelen der beteiligten Personen wie in einer Ehe vereinigen, kann die daraus folgende Bindung ebenso stark sein wie in einer vor Gott geschlossenen Ehe. Es entsteht dabei eine starke, umschlingende Bindung beider Seelen, die schwer zu lösen ist und die weitreichende Folgen nach sich ziehen kann.
Vorehelicher oder außerehelicher Sex mit mehr als nur einem Partner kann die Seele an die verschiedenen Sexpartner binden, die Fähigkeit zur vollen Hingabe und Bindung an nur einen einzigen Partner zerstören. Gedanken und Gefühle wandern ständig zu den früher gemachten Erfahrungen, zerstören das notwendige Vertrauen zum Partner. Daher kommt es oftmals in der Folge zu zahlreichen psychischen Störungen, die bis zu einer vollkommenen Bindungsunfähigkeit führen können.
Für den Beischlaf ist sexuelle Lust Voraussetzung. Wird dieser nun sehr häufig ausgeübt, so stumpft sich das Lustempfinden mit der Zeit ab und es kann keine sexuelle Erfüllung mehr gefunden werden kann. Dies führt in der Regel dazu, dass für den Lustanreiz – oder auch zur Luststeigerung – anstößige Sexualpraktiken entwickelt werden, die sich bis zu Perversionen hin entwickeln können. Phantasie und Einbildung spielen eine bedeutende Rolle, was z.B. wiederum zu chronischer Masturbation und Selbstbefriedigungssucht führen kann. Beziehungen solcher Menschen enden in der Regel in Frustration und Zerstörung.

Die Sünde Lust
Der Reiz der sexuellen Lust und das Sündigen daraus geben zwar im Moment eine gewisse Erfüllung, doch es wird oftmals danach ein hoher Preis dafür bezahlt: Scham, Schuld, Demütigung, Zorn gegen sich selbst und gegen Gott, Krankheit und Leid.
Wird die Sexualität nicht innerhalb der göttlichen Ordnung als Ausdruck der Liebe und zum Kinderzeugen ausgeübt sondern zur Befriedigung der sexuellen Begierlichkeit benutzt, verbindet sich der Mensch dadurch mit niedrigen, an die Materie gebundenen Begierdegeistern. Er liefert sich den Einflüssen dieser schlechten Geister aus, die auf die menschliche Psyche einwirken, den Menschen Gedanken an wiederholten Geschlechtsverkehr, Selbstbefriedigung und sexuelle Ausschweifungen eingeben, weil sie selbst durch solche Gefühle ernährt und befriedigt werden. Anstatt sich durch ein nach den durch Gott gegebenen Glaubensgrundsätzen ausgerichtetes Leben zum Geistigen hin zu veredeln, verbindet sich der Mensch mit den dunklen Geistern, die weit schlechter sind als er selbst und ihn in die Finsternis hinab ziehen.
Für einen Menschen, der tief in sexueller Lust und Selbstbefriedigung involviert ist, ist es oft sehr schwierig einzusehen, dass er sich mit diesen billigen Nervenkitzeln selbst betrügt. Seiner Ansicht nach liegt im Ausleben sexueller Begierden keine Sünde, und so will er auch in Zukunft nichts daran ändern. Er will keine lebensverändernden Entscheidungen treffen, weil er Sklave der Lust geworden ist. Jahrelanges Sündigen haben seinen Charakter so geschwächt, dass sein Wunsch für das Gute zerstört wurde und eine Entscheidung, sich zu verändern, zunehmend schwieriger wird. Lieber frönt er weiterhin seiner Begierde und zerstört sich dabei selbst, als sein Leben nach moralischen Werten und Gottes Geboten auszurichten. Er verkennt (d.h. die meisten Menschen wissen es gar nicht), dass die Sexualkraft eine Lebensgrundenergie bzw. der notwendige Seelenätherstoff zur Ausbildung und Entwicklung des Geistes ist. Geschieht nun der Beischlaf lediglich aus einem Wolllustkitzel heraus, so vergeuden beide Partner ihre besten Kräfte durch das Verpuffen ihrer Grundlebenssäfte nach außen, da dadurch der Lebenssinn der Seele nach außen gezogen wird, anstatt die innewohnende Sexualkraft (durch Enthaltsamkeit bzw. Gebrauch dieser Kraft innerhalb der göttlichen Ordnung) nach innen zu lenken, damit sich die Seele stets mehr und mehr dem Geistigen zuwenden kann, um nach dem Ablegen ihres Leibes in höhere geistige Sphären eingehen zu können. Und so ist die Hurerei, als einem Dienen der Unkeuschheit nach aller Lebenskraft, ein sehr gefährliches Übel, da sie nicht nur die Seele des Menschen verdirbt, sondern gleichzeitig seine geistige Höherentwicklung verhindert. Unkeuschheit bzw. Unzucht und Hurerei machen den Menschen immer sinnlicher, vergraben seine Seele in sein Fleisch und am Ende liebt er nichts anderes mehr als sich selbst, stets auf der Suche nach einer stumpfen Befriedigung seiner sinnlichen Begierde. Und je mehr sich jemand unmoralischen und ungöttlichen Einflüssen aussetzt, umso stärker wird er darin verstrickt sein.

Sexuelle Übertragung
Betrachtet man den geistigen Aspekt des Geschlechtsverkehrs, so findet hierbei ein Austausch von Lust- bzw. Begierdegeistern statt, die hierdurch ihre Sättigung erlangen.
Wird ein Kind sexuell belästigt oder missbraucht, wird der dabei vorherrschende böse Lust-/Begierdegeist auf das Kind übertragen und zieht weitere Lust-/Begierdegeister an. Ist es erwachsen geworden, herrscht in ihm oftmals ebenfalls ein missbrauchender Lust-/Begierdegeist, so dass es sich als Erwachsener wiederum an Kindern vergreift.
Wenn bei einem sexuellen Missbrauch gleich welcher Art starke Lust-/Begierdegeister übertragen werden, kann dies in der Folge zu einer Masturbationssucht führen, da die übertragenen Begierdegeister immer wieder die, oftmals als quälend und nicht gewollte Lust des Betroffenen anfachen, die aufgrund in der Psyche eingetretener sexueller Störungen nur durch Selbstbefriedigung gestillt werden kann.
Sexuelle Lust, Begierde und Perversion können genauso übertragen werden wie andere böse Geister. Und so haben z.B. Homosexuelle i.d.R. sehr große Kämpfe zu bestehen, wenn sie sich aus ihrer sexuellen Entgleisung befreien möchten.
Vergewaltigung und Missbrauch sind eine offene Tür, die zu Mustern von sexuellem Missbrauch führen kann. Wer sich daraus befreien will, muss das Muster des Missbrauchs durchbrechen, da anderenfalls eine andauernde Neigung zum Missbrauch (zu missbrauchen und missbraucht zu werden) bestehen bleibt.
Auch Satanisten wissen um die Macht von Sexualkontakten und dadurch eingegangener Anbindungen und Bündnisse, weshalb diese einen wichtigen Teil in ihren Ritualen ausmachen.

Pornographie
Seelenverbindungen werden auch durch Phantasien und Vorstellungen gebildet, hier findet der Akt in den Gedanken statt.
Während der Betrachtung von Bildern/Fotos/Cybersex ausgeübte Masturbation formen starke Seelenverbindungen. Um sich davon zu lösen, müssen nicht nur die gedanklichen Verbindungen durchtrennt, sondern auch die damit verbundenen Bilder und Fotos vernichtet werden, und zwar im Materiellen wie auch in den Gedanken.

Es sollte sich ein jeder davor hüten, Bilder/Fotos von sich machen zu lassen, die Anreiz zu sexuellen Gelüsten geben könnten. Er weiß nicht, welchem Missbrauch und welchen schlechten Einflüssen er sich dadurch aussetzt und auf diesem Weg verdorben werden kann. Und sind dabei Bilder/Fotos erst einmal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (Internet, Werbung…), wird dadurch einem jeglichen Missbrauch weit die Tür geöffnet. Eltern sollten sich ihrer Verantwortung stets bewusst bleiben und ihre Kinder hiervor ganz besonders schützen.

Seelenverbindungen brechen
Sich von unguten Seelenverbindungen zu lösen ist nicht so einfach, wie man es sich denkt. Je intensiver die Verbindung ist, desto stärker ist das verbindende Band. Und je intensiver der Andere an dieser Verbindung - bewusst oder unbewusst - festhält, um so schwieriger wird es, sich von dieser Fessel zu befreien.
Die beste Hilfe zur Befreiung erhält man von Jesus. Damit Er aber helfen kann, müssen auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.
Zunächst muss einmal der wirklich feste Vorsatz da sein, mit dieser Verbindung brechen zu wollen und ein fester Wille, mit dem an diesem Vorsatz festgehalten werden muss, was mitunter einen großen Kampf bedeuten kann, insbesondere dann, wenn der Andere diese Verbindung nicht loslassen will.
Oftmals kommen beim Loslösungsprozess "Schönrede-"Phasen, wo man denkt, dass das Alles doch eigentlich gar nicht so schlimm war. Diesen Einflüsterungen sollte man auf keinen Fall Gehör geben, denn sie stammen von Satan, der es gar nicht gerne sieht, wenn sich jemand von etwas Negativen (sein Reich und Einfluss) loswinden möchte. Ein Einknicken im Willen bedeutet aber, dass die zu Jesus aufgebaute Verbindung einen Riss erhält und je mehr man sich von dieser Verbindung abziehen lässt, umso weniger kann Er helfen (Gesetz der Anziehung: Je näher, desto intensiver, je ferner desto schwächer).
Demnach ist also auch das Gebet zu Jesus von immenser Wichtigkeit. Ohne Seine Hilfe kann man es nicht schaffen. Und so sollte man Ihn immer wieder bitten, dass Er helfen möge. Und auch bei jeder Anfechtung gleich zu Ihm gehen, bei Ihm Schutz suchen, Ihn um Abwendung der Gefahr und Rettung bitten. Und das so lange bis eine wirkliche Befreiung eingetreten ist.


ausgearbeitet 05.Septemer 2015

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