Jakob Lorber - Schauungsvermögen - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Jakob Lorber - Schauungsvermögen

Themen > Themen von A bis Z > Geisterwelt, Kontakt

Das Schauungsvermögen des Menschen

Um mit der Geisterwelt kommunizieren zu können, muss man über ein gewisses Empfindungsvermögen, d.h. Schauungsvermögen für das Geistige verfügen, ohne das es unmöglich ist mit der jenseitigen Welt zu kommunizieren. Es muss also ein Kanal zur Geisterwelt geschaffen sein um deren Botschaften aufnehmen zu können. Die Anlagen dazu können ererbt sein oder auch erst während des Lebens eintreten. Je höher der geistige Entwicklungsstand eines Menschen ist, desto höher ist sein Schaugrad.
Prinzipiell entwickelt sich unser natürliches, positives Schauungsvermögen nach dem Grad unserer geistigen Entwicklung, aufgrund derer es uns dann auch möglich wird, die guten von den schlechten/die reingeistigen von den naturmäßigen Geistern zu scheiden.
Im negativen Fall können Auslöser für die Öffnung zur Geisterwelt z.B. erlebte Traumata (Empfindsam werden der Nerven als Verbindungsleitung), Drogen (künstlich herbeigeführte Bewusstseinserweiterung) oder aber auch ein ganz bewusstes Antrainieren dieser Fähigkeit aus niederen Beweggründen sein. Für das reingeistige Schauen nicht reif, kann dann hier aber i.d.R. nur ein Austausch mit dem Jenseits auf einer sehr niederen Ebene, d.h. mit Geistern auf einer unteren Erkenntnisebene stattfinden, deren Meinungen und Ansichten dementsprechend noch unrein sind, ggf. auch mit "höheren" Geistern, die aber nicht der reinen göttlichen Erkenntnisebene entstammen, sondern zu Luzifers Gefolge gehören, die sich der Menschen bedienen wollen um über sie auf Erden zu wirken.
In der geistigen Sonne, Band 2, Kapitel 119, Verse 4-5 heißt es: "Wir wissen, dass im Geist des Menschen alles vorhanden ist. Da er in sich selbst zu unbegreiflich hohen und übersinnlich geistigen Anschauungen gelangen kann, muss er alles das in sich haben, was je eine Einbildungskraft hervorbringen kann.
Das Anschauungsvermögen eines Menschen aber kann rein und unrein sein.
Rein ist es, wenn, freilich selteneren Falles, der unsterbliche Geist des Menschen in seinem Leib schon so absolut dasteht [geistig entwickelt ist], dass seine reinen Bilder [reingeistiges Schauen] durch die Bilder der Außenwelt [Naturmäßiges,  dazu gehörendes niederes Geistiges] nicht getrübt und verunreinigt werden. So kann auch die Phantasie durch Auffassung bloß äußerer Bilder rein sein, wenn sie durch die Kraft der Seele die geschauten Bilder festhält und sie dann bei Gelegenheit naturgetreu wiedergibt.
Unrein aber ist die Anschauungskraft, wenn sich der Geist [des Menschen] noch zu sehr passiv in seinem Leib sowohl zu seinen inneren Bildern wie zu denen der Außenwelt verhält, wo sich dann alles durcheinander mengt, Geistiges und Naturmäßiges [Unfähigkeit zur Unterscheidung sowohl im Naturmäßigen wie auch im Geistigen], und niemand daraus klug werden kann, wenn er ein Phantasiebild aufstellt, was es so ganz eigentlich vorstellt, ob Geistiges oder Naturmäßiges." (GS.02_119,04-05)




Ausarbeitung 02/2012



Copyright by jakob-lorber.info 2016
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü