Säuglings- und Kinderernährung - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Säuglings- und Kinderernährung

Themen I > Ernährung

„Es [ist] aber auch vor allem von höchster Wichtigkeit für jeden Menschen, der seine eigene Seele und – so er Vater oder Mutter ist – auch die Seelen der Kinder zu verwahren hat, dass man die gerechte Diät kennt und dann befolgt, durch welche nicht nur die Seele gerettet werden, sondern auch der Leib des Menschen für die ewige Wohlfahrt seiner Seele ein möglichst höchstes Alter erreichen kann, – was aber nicht geschehen kann, wenn die Menschen diese Diät zum größten Teil nicht wissen, und so sie solche auch wissen, aber dennoch nicht befolgen.
Wie muss sich demnach ein Mensch schon von seiner Geburt an verhalten, oder wie muss er anfangs gehalten werden, damit er in der Reife seiner Jahre jene psychische und leibliche Diätordnung beachten kann, durch die allein es ihm möglich wird, ein ruhiges, hohes Alter zu erreichen und eben durch dieses hohe Alter seiner Seele einen wahren, festen, für die Ewigkeit dauernden Bestand zu sichern?“ [GEJ.10_210,01-02]

Muttermilch, die beste Ernährung für den Säugling
„Kinder, die lange von der Brust der kräftigen Mutter die Nahrung erhielten – vorausgesetzt, dass sie so naturgesund und unverdorben ist wie eine Eva –, werden riesenhaft stark, und der Kampf mit einem Löwen wird sie nicht ermüden“. [GEJ.03_211,06]

Bereits für schwangere Frauen, aber auch für stillende Mütter ist eine gesunde Ernährung wichtig, denn eine falsche Ernährung schädigt das Kind schon im Mutterleib und es wird auch die Muttermilch verdorben. Erhalten dann noch die Kinder später viele Süßigkeiten, werden dadurch ihr Magen und die nötigen Verdauungswerkzeuge derart schlecht und geschwächt, dass das Kind bald in allerlei Leibeskrankheiten verfällt, an denen es dann sogar versterben kann. [GEJ.10_182,10-12]

Stillende Mütter sollten zur Gesundheit ihrer Kinder nur die durch Moses bekanntgegebenen reinen Speisen zu sich nehmen, anderenfalls das Kind von einer guten und sanften Anderen, die reine und einer stillenden Mutter empfohlene Speisen isst, säugen lassen. Denn wenn Kinder schon in ihrer ersten Lebenszeit mit allerlei Übeln behaftet werden, so liegt dies hauptsächlich an der zugeführten höchst unpassenden Nahrung, mit der eine zu große Menge arger und unreiner Geister in den Leib geführt werden. [GEJ.01_242,06-09]

Wenn eine Mutter in ihrem Gemüt stark erregt ist, soll sie ihr Kind solange nicht stillen bis sie wieder ruhig geworden ist, denn über die Muttermilch können Störungen im Körper und in der Seele des Kindes hervorgerufen werden. [GEJ.06_080,08; Er.01_062,04]
Stillende Mütter sollten sich neben starken Gemütsbewegungen vor allem auch von alkoholischen Getränken enthalten, denn dadurch setzen sie schlechte Spezifika in ihre Brust, die zu sehr Galle erzeugen oder schon erzeugte aufrütteln. Auch sollten sie sich von Hülsenfrüchten enthalten, besonders Bohnen. Gut geeignet dagegen sind Mehlspeisen von Weizen, Roggen und weißem Mais, wie auch in nicht fetter Milch gekochte Wassergerste oder Reis sowie mäßig genossen Fleischbrühen und Braten vom Fleisch reiner Tiere. [Er.01_062,04-06]
Mütter sollten ihr Kind mindestens sechs Monate voll und mindestens weitere sechs Monate teilweise stillen, denn „einen Säugling nährt nichts so gut wie die Mutterbrust“. Nicht mehr gestillt werden sollen die Kinder, wenn sich die ersten Zähne zeigen. [GEJ.03_211,06; Er.01_062,06]

Ernährung abgestillter Kleinkinder
Werden die Kinder von Anfang an mäßig und mit einer reinen Speise ernährt, so werden sie dem Leib und der Seele nach vollkommen gesund bleiben. [GEJ.10_210,01]

Empfindliche Kinder, die durch äußere Einflüsse leicht gereizt werden können, sollten, solange sie noch kein Gedächtnis haben, nur mit Speisen genährt werden, die das Blut nicht erhitzen sondern kühlend herab stimmen. [Er.01_062,03]

Die beste erste Kost abgestillter Kinder mit einem hitzigem Blut ist gekochte Weizenkleie mit etwas reinem Honig vermengt, oder auch mit etwas Honig oder Zucker versüßtes Gerstenwasser, manchmal besser gekochte Feigen und gekochtes Johannisbrot. Ist das Kind dann etwas älter geworden, so ist auch ein leichtes Linsenmus gut.
Nicht zu empfehlen ist anfänglich tierische Milch, da die Tiere nicht ganz gesund sein und somit auch keine gesunde Milch geben könnten, was besonders in der Winterzeit der Fall ist. Auch wenn die Milch von einem vollblütigen, hitzigen Tier käme, könnte dies einem vollblütigen Kind schaden.
Erst wenn Kinder ein bis zwei Jahre alt geworden sind, können sie mit leichter, durch Wasser verdünnter Milch gefüttert werden.
Ein gutes Nahrungsmittel ist gekochtes Obstmus, besonders von guten Äpfeln und feineren Birnen. Sie reinigen das Blut und stimmen hitzige Kinder herab.
Kinder, vor allem hitzköpfige, sollten erst dann mit Fleisch genährt werden, wenn sie die Zähne gewechselt haben. Bekommen die Kinder – besonders die hitzköpfigen – früher Fleischspeisen, so wird dadurch ihr Blut zu sehr genährt, ihr Fleisch zu fett und demzufolge ihre Transpirationswerkzeuge zu sehr verschleimt, woraus dann bald eine Menge gefährlicher Krankheiten entstehen können. [Er.01_062,07-12]

Kinder nicht zur Naschhaftigkeit verleiten
Kinder sollten so lange als möglich nicht mit Naschhaftigkeiten genährt werden, denn solange sie von dergleichen Süßigkeiten nichts wissen, werden sie hierfür auch keine Essgier entwickeln. So sie aber Süßes kennen, bekommen sie einen Unmut gegen alle sie zwar besser nährende, aber weniger wohlschmeckendere Kost und es wird den Eltern schwer werden, sie zu einer gesunden Ernährung anzuleiten. Die Gesundheitsauswirkungen können fatal sein, denn mit den Leckerbissen kommt stets eine Unzahl von unreinen, bösen und schädlichen Substanzen in den Leib, die ihn in Besitz nehmen und ihn mit verschiedenen Leibeskrankheiten zu quälen anfangen. Sind sie durch eine Medizin dem Leib nach erträglich gesünder geworden, so bekommen sie bald wieder Lust zu ihren alten Leckereien, werden darauf noch kränker als zuvor, fangen an zu siechen und nehmen gewöhnlich ein sehr schmerzliches Ende. [GEJ.02_073,11; GEJ.10_182,05-06]

Falsche Ernährung als Ursache der Leibeskrankheiten der Kinder
„Erstens haben schon die Eltern früher nach links und rechts hin gesündigt und ihren Leib dadurch mit einer großen Anzahl von bösen und schädlichen Seelensubstanzen angefüllt, und das Kind war somit von einem sündigen Vater in den Leib einer noch sündigeren Mutter hinein gezeugt. Frage: Wie soll aus einem solchen Leib ein gesundes Kind hervorgehen?
Und zweitens ist die Mutter in ihrer Schwangerschaft am meisten lüstern nach allerlei Leckereien, und ihre Angehörigen wissen ihr keinen besseren Dienst zu erweisen, als nach Möglichkeit dem Verlangen des schwangeren Weibes nachzukommen.
Bei dieser Gelegenheit bekommt das Kind den zweiten Stoß in seiner Gesundheit. Es ist nicht genug, dass es schon völlig krank aus dem Mutterleibe kam, sondern es muss darauf gleich mit einer noch schlechteren Muttermilch genährt werden. In dem besteht dann der zweite, noch gewaltigere Stoß in die Grundfeste der Gesundheit eines Kindes.
Ist ein Kind aus diesen zwei Gesundheitsstößen noch so glücklich als möglich mit allerlei Arzneimitteln sozusagen mit heiler Haut davongekommen, dann kommt noch ein dritter Gesundheitsstoß. Das Kind wird natürlich größer, neckischer und für seine Umgebung liebenswürdiger. Da wird es dann bald über alle Maßen verzärtelt und mit allerlei Naschereien versehen; denn solche dummen Eltern können ihrem Zärtling nichts versagen. Was aber ist die Folge davon? Dass das Kind sich dadurch schon frühzeitig den Magen und die nötigen Verdauungswerkzeuge derart verdirbt und schwächt, dass es dann bald in allerlei Leibeskrankheiten verfällt und auch bald stirbt.
Manche Kinder sterben schon im Mutterleib, eine bei weitem größere Anzahl bald nach der Geburt in zwei bis drei Jahren, die meisten aber von vier bis zwölf. Die aber dann noch in ein reiferes Alter gelangen, müssen erstens gescheite und vernünftige Eltern haben und ein keusches und diätes Leben führen, sich nicht erzürnen und ärgern. So können sie zu einer noch ganz guten und erträglichen Gesundheit gelangen und auch sechzig – siebzig – achtzig Jahre und darüber alt werden; aber dann ist ihr Alter selbst schon so gut wie eine Krankheit, die immerwährend noch als eine Folge vom Mutterleib und zumeist aber auch von den Jugendsünden herrührt. […] Die gegenwärtige Krankheit vor dem Leibestod der Menschen ist demnach nichts anderes als die Folge der nahe gänzlichen Verlassung der alten Ordnung, ist aber auch zugleich ein Hüter der in manchen Menschen noch gesunden Seele, auf dass diese sich dann nach und nach aus ihrem schlechten Fleisch zurückzieht, sich dadurch den Fesseln der bösen Seelensubstanzen ihres Leibes entwindet und, wenn diese ihr zu arg zu wirtschaften anfangen, sich mit Hilfe ihres besseren jenseitigen Geistes noch rechtzeitig aus ihrem Leib für immer entfernt und darauf ewig nimmer nur den allerentferntesten Wunsch hat, sich je wieder in einen Leib zu begeben, – außer, sie ist schon als völlig böse aus dem Leibe getreten und sucht dann, um sich am Fleische recht bitter rächen zu können, in das Fleisch eines auf der Erde noch lebenden Menschen zu dringen und dasselbe auf die grausamste und unbarmherzigste Weise zu quälen, was ihr schon häufig gesehen und erlebt habt an den von bösen Geistern besessenen Menschen.“ [GEJ.10_182,09-13+19]

Krankheit der Kinder
„Säuglinge und kleine Kinder sind noch ungefestet und damit sehr aufnahmefähig für alle auf sie einwirkenden Einflüsse. Daher sind sie auch von schlechten Geistern umgeben, die der Seele ihren Leib so zu erbauen zu helfen versuchen, dass er aufnahmefähig für sie wird. Um dem entgegenzuwirken, sendet dann Jesus seine Engel und zerstört deren Werk, was sich durch äußerlich erscheinbare Krankheiten erkenntlich zeigt. Würde dem nicht so geschehen, gäbe es Besessene, Taubstumme, Kretins und Krüppel aller Art in einer so großen Anzahl, dass kaum noch irgendwo ein gesunder Mensch anzutreffen wäre.“ (GEJ.01_241,08-12)

Besessenheit durch vieles Essen
„Dieser Mensch […] war schon von seiner Kindheit an ans viele Essen gewöhnt und ist dadurch später zu einem wahren Vielfraß geworden, und diese seine arge Beschaffenheit hatte den siebzehn argen Geistern den Eingang in seine Eingeweide verschafft.“ [GEJ.10_052,08]

Besessenheit durch Missachtung von Moses Speisegeboten
„Wer nach der Weisung Mosis dem Leibe nach leben wird, der wird sich vor der Besitzergreifung von seiten der argen und unlauteren Geister allzeit und allenthalben verwahren, und das um so sicherer, so er lebendig an Mich und Meine väterliche Fürsorge glaubt und alles in Meinem Namen anfängt, tut und beendet.“ [GEJ.10_054,07]

Wie wurde Jesus in Seiner Kindheit ernährt? – Ein paar Beispiele
„Das Morgenmahl war bald bereitet, denn es bestand in nichts anderem als in einem Topf aufgesottener frischer Milch mit etwas Honig mit Thymian und in Brot.“ [JJ.01_090,01]
„[…] allwo schon lange das Mittagsmahl bereitet war. [JJ.01_167,13]. Jesus: „Die Fische meine Ich nicht, obschon sie natürlich besser schmecken als diese gestrige Milch, die da schon topfig [österreichisch und bayerisch: Topfen = Quark] ist, und die Joel nahm statt einer frischen, um ein Mus zu kochen für Mich. Doch aber werde Ich auch von seinen Fischen essen; aber das saure Mus mag Ich nicht!“ [JJ.01_167,13+21+24]

Maria: „Haben denn unsere Kühe und Ziegen keine frische Milch mehr im Euter? Warum nahmst du eine gestrige, schon sauer gewordene, die man wohl kalt genießen kann, so man durstig ist, aber nicht gekocht, da sie schädlich ist ganz besonders den Kindern?!“ [JJ.01_168,05-06]

„Jakob aber nahm, wie gewöhnlich, fürs Kindlein etwas Butter und Honig in einem kleinen Töpfchen mit sich und ein Stückchen Weizenbrotes, davon er dem Kindlein öfter eine kleine Portion in den Mund steckte; denn das Kindlein aß am liebsten ein Stückchen Honig-und-Butterbrotes.“  [JJ.01_171,03-04]

Jesus Leibspeise
Jesus: „Aber wer hat dir denn gesagt, dass Ich die Fische gerne esse? Da hast du Mir wohl eine rechte Freude gemacht; denn siehe, das ist vor allem Meine Leibspeise! Ich esse wohl auch die Honigkuchen gerne, wie auch die Fischbrühe mit Weizenbrot; aber die Fische sind Mir dennoch lieber als alle andern Speisen.“ [JJ.01_264,13-16]

Josef zu Joel: „Gehe aber nun und sehe nach, was die Fische machen!“ Und das Kindlein sagte ebenfalls hurtig dazu: „Ja, ja, gehe nur, sonst werden die Fische überbraten, da sie dann nicht gut wären; denn Ich will ja Selbst davon essen!“ Diese Besorglichkeit gefiel den andern acht Kindern so gut, dass sie aus Freude laut lachten. In kurzer Zeit brachte Joel auf einem Rost die gebratenen Fische herein und setzte sie auf den Tisch.“ [JJ.01_168,22-24+169,01]

Jesus: „Denn Ich muss dir sagen, dass Ich die Fische viel lieber esse als das öde jüdische Kindskoch; und Ich freue Mich schon recht auf ein gutes Stückchen!“ [JJ.01_190,05-06]

„Und das Kindlein sprach Selbst zum Joseph: „Lieber Joseph! Ich bin schon recht hungrig geworden; drei große Fische sind gebraten, daher gehen wir zum Essen!“ … Daher gehen wir nun nur nach Hause; denn Ich bin schon sehr hungrig – und besonders auf die guten Fische des Mittelmeeres!“ Und der Joseph berief sogleich alle zum Mittagsmahl.“ [JJ.01_211,09+13-14]

„[…] Namentlich hatte Thomas in dieser Hinsicht einen recht reichen Fischfang getan und brachte auch so eine Menge gebratener Fische mit; denn er wusste, dass Ich solche Fische gerne aß.“ [GEJ.01_089,12]




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