Jakob Lorber - Märtyrertum - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber - Märtyrertum

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Wie ist die Aussage von Kapitel 35 der Schrifttexterklärungen
hinsichtlich des Märtyrertums zu verstehen?

Um dieser Frage nachzugehen, ist zum besseren Verständnis nachfolgend jeweils zunächst ein Teil des Textes, dann die dazu gehörige Erklärung angezeigt. Wer zuvor erst einmal den ganzen Text in seinem Gesamtzusammenhang lesen möchte, kann ihn sich hier herunterladen.


[Ste.01_035,03] Alles das, was Ich eben jetzt zu euch rede, ist auch von dieser Art, dass es euch in jeder Lage eures Lebens den wahren, inneren Herzensfrieden in der Liebe zu Mir geben muss, wenn ihr eben dieses Gesagte nur einigermaßen werktätig beachtet.
[Ste.01_035,04] Die Welt möchte euch auch bedrängen von allen Seiten; aber sie kann es nicht, weil sie von Mir überwunden ist. So ihr aber durch eure Liebe Mich in euch habt, so habt ihr ja auch den ewigen Überwinder der Welt in euch. Die Welt aber hat Meine Macht erfahren; daher darf und kann sie dem kein Haar krümmen, der wahrhaftig Meinen Frieden in seinem Herzen birgt.


Erläuterung: Was ist unter innerem Herzensfrieden zu verstehen?
„Der Friede sei denn mit euch, - doch kein Friede, wie ihn die Welt hat und gibt, sondern der innere Friede des Herzens, der Seele in Meiner Liebe, die da ist das ewige Leben! Amen.“ (GEJ.09_149,22; s.a. GEJ.09_144,13)
„Wer den Frieden für eine Ruhe hält, sowohl im Gemüt als auch im gegenseitigen Handeln der Menschen, der ist in einer sehr großen Irre. […] Wenn ein Schwacher zur Nachtzeit durch einen Wald geht, so wird er voll Furcht und sein Gemüt voll Unruhe, und er wird im größten Unfrieden seiner Seele die nächtliche Wanderung durch den Wald machen. – Wenn aber ein vollkommen geharnischter Riese Goliath denselben Weg um die Mitternachtszeit macht, so hat er nicht nur keine Furcht, sondern nur die größte Beherztheit und in ihr den unerschütterlichsten Mut, es mit allem vollkommen siegreich aufzunehmen, was ihm nur irgend feindlich entgegenkommen möchte. Dieser vollste Mut gibt seinem Gemüt die größte Ruhe und Furchtlosigkeit und der Seele den unbestreitbarsten Frieden, den ihm kein begegnender Feind wegnehmen kann. […] Sonach aber stellt sich nun heraus, dass der Friede nichts anderes ist als der volle Mut der Seele, den sie aus der Zuversicht schöpft, aus der sie sich solcher Fähigkeiten bewusst ist, mit denen sie jeder wie immer geartet sein sollenden, möglicherweise vorkommenden feindlichen Begegnung siegreich entgegensieht. Wem demnach diese Fähigkeiten fehlen, dem fehlt natürlich auch das Vertrauen und die Zuversicht auf solche Fähigkeiten. Wo aber kein Vertrauen und keine Zuversicht, da ist auch kein Mut und also auch kein Friede. Wenn Ich daher im Evangelium sage: „Frieden lasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch“, so heißt das so viel als: Meine Fähigkeiten, Mein zuversichtliches Vollvertrauen auf dieselben und somit Meinen vollsten Mut lasse und gebe Ich euch; natürlich einen Mut, den die Welt nicht kennt, nicht hat und also auch nicht geben kann. Die Wirkung dieses Mutes aber sei, dass euer Herz nicht furchtsam und nicht unruhig werde bei was immer für feindlichen Begebnissen, die euch hie und da begegnen können. – Ich meine, das wird doch klar genug sein! Trachtet daher aber auch ihr nach solchen Fähigkeiten, aus denen euch ein gleicher evangelischer, wahrer Friede werden soll! – Das sagt der wahre „Held des ewigen Friedens“. Amen.“ (HiG.02_47.06.24)

Wahrer Herzensfriede entsteht demnach also durch Liebe, vollstes Vertrauen und Hingabe an Jesus.


[Ste.01_035,05] Sobald aber jemand sich aus diesem Frieden erheben will und wirft SELBST der Welt den Handschuh zum Kampf hin, der hat sich's dann nur selbst zuzuschreiben, wenn er von der Welt gefangengenommen und misshandelt wird. Wer aber wahrhaftig bleibt in Meinem Frieden, der ist geborgen für die Ewigkeit, und kein weltlicher Hauch wird ihm je ein Haar krümmen.
[Ste.01_035,06] Es wird hier freilich mancher sagen: „O Herr! Siehe, die Apostel und Deine Jünger und so viele der ersten Christen und auch in der späteren Zeit eifrige Streiter um das reine Evangelium sind zu Märtyrern geworden, und die Welt hat sich schändlichst grauenhaft an diesen von Deinem Frieden Erfüllten gerächt. Warum, o Herr, hat sie Dein Friede nicht geschützt vor den Krallen der Welt? Denn Du hast doch Selbst geredet vor Deinem Leiden, dass der Fürst der Welt gerichtet ist. Wie mochte dann der Gerichtete wohl Gewalt haben, die Welt gegen Deine Friedensträger also grauenhaft zu entrüsten?“
[Ste.01_035,07] Diese Frage ist eitel genug, und wer nur einigermaßen in der Geschichte bewandert ist, der wird es klar finden, dass alle die Märtyrer von den Aposteln angefangen bis in die späteren Zeiten abwärts nicht durch irgendeinen Zwang oder durch irgendeine zulässige Bestimmung von Mir, sondern freiwillig aus einem Liebeheroismus in den Martertod darum gegangen sind, weil Ich, ihr Meister, Selbst gekreuzigt ward.


Anmerkung: Sie wollten also aus sich selbst - aus ihrem eigenen Willen heraus - den Märtyrertod sterben. Ihr Motiv: Heldenhafte Liebe zu Jesus.


[Ste.01_035,08] Ich sage euch: Ein jeder Märtyrer hätte auch, ohne ein Märtyrer zu werden, Mein Evangelium ausbreiten können. Aber die Ausbreiter kannten Mich, hatten das ewige Leben vor Augen, und so hatten sie denn auch keine große Lust, lange in der Welt umherzugehen, sondern konnten den Zeitpunkt kaum erwarten, in dem ihnen ihr Fleisch abgenommen würde, auf dass sie dahin gelangen möchten, wohin Ich vorangegangen bin.


Anmerkung: Wieder ist es hier der eigene Wille!
Motive: Weltmüdigkeit, Sehnsucht nach dem Ort, wo Jesus ist.


[Ste.01_035,09] Johannes aber hatte die größte Liebe zu Mir; darum scheute er die Verfolgungen der Welt nicht und wollte sie lieber bis auf den letzten Tropfen verzehren, als dass er Mir von seiner bestimmten irdischen Lebenszeit etwas gewisserart abgebettelt hätte. Er war somit mit Meiner Ordnung vollkommen zufrieden, während viele andere Bettler waren und sich lieber die schmählichsten Leibesmartern wollten gefallen lassen, als noch einige Jahre länger zu wirken für Mein Reich.


Anmerkung: Johannes opfert seinen Eigenwillen voll und ganz Jesus auf.
In vollstem Vertrauen und Hingabe an Jesus scheut er keine Verfolgungen, nimmt aus Liebe zu Jesus alles auf sich, was Er ihm auferlegt.
Man beachte den gar gewaltigen Unterschied: Den Märtyrertod aus eigenem Willen heraus erstreben und aus eigenen Willen erleiden zu wollen oder aus Liebe zu Jesus dazu bereit sein, so es SEIN Wille ist!


[Ste.01_035,10] Da aber bei Mir ein jeder das haben kann, um was er ernstlich und vollgläubig bittet, so konnte Ich ja doch auch nicht bei diesen ersten Zeugen Mein Wort zurücknehmen, das da spricht: „Um was immer ihr Mich bitten werdet, das werde Ich euch geben!“


Anmerkung: Hier also nochmals: Wer aus EIGENEM WILLEN den Märtyrertod erleiden will, darf ihn auch
erleiden.


[Ste.01_035,11] Aus dieser Beleuchtung geht nun klar hervor, dass Mein Wort der Blutzeugen nicht bedurfte; denn Ich habe ja den Einen ewig gültigen Zeugen, Meinen Heiligen Geist Selbst allen denen verheißen, die Meine Lehre annehmen und nach derselben leben werden. Und dieser Zeuge ist der bleibende, während das Blut der ersten Märtyrer schon lange für alle späteren Zeiten sogar geschichtlich spurlos geworden ist.
[Ste.01_035,12] Wenn aber dieser Geist ein ewiger Zeuge ist, wozu sollte Ich die Blutzeugenschaft Meiner Nachfolger verlangen? Wer SELBST ein Blutzeuge werden will, der soll es auch werden; aber es glaube ja niemand, dass er Mir dadurch einen Dienst erweist, sondern ein jeder, der das tut, der tut es zum eigenen, aber nicht zu Meinem Vorteile!


Anmerkung: Deutlicher Hinweis, wer aus eigenem Willen den Märtyrertod erleiden will, will dies zum eigenen Vorteil.


[Ste.01_035,13] Es ist, als so ein Vater zu seinen Kindern, deren Kleider noch gut sind, sagte: „Ich werde euch gar herrliche neue Kleider geben, so ihr diese zuvor abgetragen habt!“ Einige Kinder aber lassen sich von der Hoffnung und Vorliebe zu den neuen Kleidern verleiten und schonen die alten Kleider nicht im geringsten mehr. Wenn die Kleider bald schleußig sind, da schafft ihnen der Vater freilich die verheißenen; aber einige dieser Kinder, die den Vater mehr lieben als die Kleider, schonen weise die alten, um den Vater nicht vor der Zeit in die Unkosten zu sprengen.


Anmerkung: Es folgen im Schrifttext nun Erläuterungen der Folgen von eigenwilligem, eigenmächtigen Handeln und wie es jenen ergeht, die sich aufgrund ihres inneren Herzensfriedens in der Liebe zu Jesus befinden:

[Ste.01_035,14] Wer aber sonach in was immer Meiner Ordnung eigenwillig und eigenmächtig vorgreift, der muss sich dann freilich insoweit ein kleines Gericht gefallen lassen, insoweit er Meiner gesetzten Ordnung vorgegriffen hat.
[Ste.01_035,15] Daniel wollte nicht sterben; darum ward er erhalten in der Löwengrube und desgleichen die Jünglinge im Feuerofen, und mehrere ähnliche Beispiele. Und seht, ihnen allen ward kein Haar gekrümmt, und gar vielen Tausenden Meiner Liebhaber ward ebenfalls kein Haar gekrümmt, weil sie die Kraft Meines Friedens in ihrem Herzen ungestört erhielten. Aber ein jeder, der sich über diesen Frieden hinaus schwingen wollte, der musste dafür aber auch den Unfrieden der Welt verkosten.
[Ste.01_035,16] Man wird freilich auch hier sagen: „Wenn also, da ist es ja am besten, die Welt sein zu lassen in all ihrem schändlichen Getriebe, und ein jeder Bessere lebe ganz unbekümmert um die Welt in seinem Frieden fort; und wenn es alle also machen, wird da die Welt nicht bald bis zu den Sternen mit Greueln angefüllt sein?“
[Ste.01_035,17] Gut, sage Ich, berechnet das zurück! Seit den Zeiten der Apostel hat es doch sicher eine Unzahl Eiferer gegeben, die gewisserart mit glühendem Schwert in der Hand die Welt bessern wollten. Ströme von Blut wurden vergossen. Fragt euch selbst, mit welchem Erfolg? Blickt dann in die Welt hinaus, und sie wird euch von allen Seiten her die sonnenklare Antwort geben.
[Ste.01_035,18] Bis auf eure Zeit sollte die große Zahl der Eiferer doch einen solchen Nachruf hinterlassen haben, dass ihm zufolge die ganze Welt offenbar ein Paradies sein müsste, und dennoch ist die Welt eben in dieser eurer Zeit zehnmal schlechter, als sie zu den Zeiten Noahs war!
[Ste.01_035,19] Warum sagte denn David: „O Herr, wie gar nichts sind alle Menschen gegen Dich, und alle Menschenhilfe ist kein nütze!“? – David sagte das, weil er Mich kannte; ihr aber redet anders, weil ihr Mich nicht also kennet, wie Mich David gekannt hat!
[Ste.01_035,20] Meint ihr denn, Ich weiß nicht, was die Welt tut, und sei etwa zu lau, um die Welt für ihre Untaten zu züchtigen? Ich sage euch: Glaubt etwas anderes, und überlasst die Leitung der Welt Mir!
[Ste.01_035,21] Wer das Schwert [eigenwillig und eigenmächtig] zieht, der kommt auch durch das Schwert um. Mit offener Gewalt wird nie jemand etwas ausrichten gegen die Welt; denn wo die Welt Gewalt sieht, da begegnet sie derselben wieder mit Gewalt, und auf diese Weise würgt fortwährend ein Volk das andere.
[Ste.01_035,22] Wer aber die Welt bekämpfen will, der muss sie mit heimlichen Waffen bekämpfen, und diese Waffen sind Meine Liebe und Mein Friede in euch! Jeder aber muss zuerst mit diesen Waffen die eigene Welt in sich besiegen, dann erst wird er eben diese Waffen allzeit siegreich gegen die Außenwelt gebrauchen können.
[Ste.01_035,23] Wahrlich, wer nicht innerlich ein Meister der Welt ist, der wird es äußerlich um so weniger werden! Jeder aber, der in sich noch einen fluchähnlichen Feuereifer verspürt, der ist noch nicht fertig mit seiner eigenen Welt; denn dieser Eifer rührt noch von dem geheimen Zweikampf zwischen Meinem Frieden und der Welt im Menschen her.


Anmerkung zum Zweikampf in einem jeden selbst:
Hierbei handelt es sich um den Kampf zwischen Eigenwillen bzw. Eigenliebe (Welt) und wahrer, reiner Liebe (Jesus Liebe in uns).
Durch Liebe, bedenkenloses Vertrauen und Zuversicht zu Jesus können wir unser Ego überwinden, was zum Herzensfrieden und innerer Stärke aus Jesus führt, mit der alle Hindernisse siegreich überwunden und allen Angriffen getrotzt werden kann.


[Ste.01_035,24] Denn die WELT ist's, die da eifert und richtet und Feuer vom Himmel ruft, um sich dadurch listigerweise für Meine Sache zu maskieren; Mein Geist aber und Mein Friede eifert nicht, sondern wirkt mächtig im stillen nur und gänzlich unbemerkt von aller Welt und hat kein anderes Außenschild als die Werke der Liebe und in der Erscheinlichkeit die Demut. Wegen der wahren Liebe und Demut aber ist Meines Wissens seit Meinem Johannes noch nie jemand von der Welt gerichtet worden.

[Ste.01_035,25] Sehet, darin also besteht der wahre innere Friede und darin auch derjenige mächtige Sieg über die Welt, den Ich Selbst erfochten habe! Beachtet demnach diese Erklärung, so werdet ihr die Welt in euch und jede andere allzeit und ewig besiegen durch Meinen Namen und durch Meinen Frieden! Amen.“



Fazit:
  • Jesus verlangt von niemandem und möchte auch nicht, dass er den Märtyrertod freiwillig aus sich heraus, also aus seinem Eigenwillen heraus, erstrebt.
  • Dennoch soll ein wahrer Liebhaber Jesu stets die Bereitschaft in sich tragen, wenn notwendig und es Jesu Wille ist, sein Leben aus Liebe zu Ihm zu lassen.
  • Wer seinen Eigenwillen besiegt und sich dadurch voll in der Liebe zu Jesus, damit in Seinem Frieden befindet, wird jeden Kampf mit dem Feind bestehen, wenn vielleicht auch nicht leiblich, so doch aber geistig.


Jesus: „Ich bin sonach denn auch nicht in diese Welt gekommen, um ihr, wie sie ist, Frieden und Ruhe zu bringen, sondern das Schwert zum Kampf wider sie, und Ich Selbst bin als die ewige Wahrheit das Schwert! Und dieses Schwert habe Ich auch euch zum Kampf wider die Hölle und alle ihre tobende Macht gegeben. Fürchtet darum diejenigen nicht, die wohl euren Leib töten, aber der Seele nicht schaden können; so ihr aber schon jemanden fürchtet, so fürchtet Den, dem alle Macht zu eigen ist im Himmel und auf aller Materiewelt, und der allein ein Herr und Meister des Lebens ist und eine mit Sünden erfüllte Seele in den tiefsten Abgrund der Hölle und ihres ewigen Todes verstoßen kann! – Habt ihr das begriffen?“ (GEJ.09_101,08; GEJ.07_140,09; GEJ.10_110,06; Mt 10,28; Lk 12,04)

„Ich lobe euren Eifer; doch merkt euch das zu eurem gerechten Eifer noch hinzu: In der Klugheit des menschlichen Geistes liegt stets eine größere Kraft denn in seiner Faust; und wo der gewisse Ernst für sich wenig oder nichts ausrichtet, da wirkt die Liebe und ihre Geduld und Sanftmut Wunder.  Der volle Ernst im eigenen Herzen und dessen Mut beherrsche euch selbst; eure Waffe gegenüber den Menschen aber bestehe stets nur in der Liebe, Sanftmut und Geduld, und ihr werdet auf diesem Weg, den Ich Selbst vor den Menschen wandle, mehr ausrichten als mit dem puren Feuereifer und seinem diamantenen Ernst! Furcht sollt ihr wahrlich vor den Weltmenschen nicht haben, die in ihrem Grimm wohl euren Leib töten, aber eurer Seele nichts Weiteres mehr anhaben können; fürchten sollt ihr allein nur Den, der ein wahrer Herr über Leben und Tod von Ewigkeit her ist! Doch wo ihr sehen werdet, dass ihr mit der Liebe und der rechten Weisheit mit den zu verfinsterten Menschen nichts ausrichten mögt, denen kehrt den Rücken und zieht von dannen […]. Bekennen sollt ihr Mich vor allen Menschen, da auch Ich euch bekenne vor Meinem Vater; aber aufdringen sollt ihr Mich den Weltfinsterlingen nicht (GEJ.09_148,09-14)

Freilich gehört dazu auch jener entschiedene Mut, der sich vor dem Tod des Leibes nicht fürchtet; wie aber sollte sich der davor auch fürchten, der in der höchsten Klarheit das ewige Leben in sich trägt und ganz vollkommenst ein Herr des Lebens in sich selbst geworden ist und gar wohl wissen muss, dass erstens diejenigen, die wohl den Leib töten können, der Seele und ihrem ewigen Lebensgeist durchaus keinen Schaden mehr zuzufügen vermögen, und dass zweitens die Seele mit dem Wegfall des schweren Leibes für ewig einen nie aussprechbaren Gewinn macht, den alle Schätze dieser Erde ewig nimmer aufzuwiegen irgend imstande wären!“ (GEJ.05_133,07)


Ein Beispiel: Frère Roger gründete 1949 die konfessionsübergreifende christliche Glaubensgemeinschaft von Taizé (http://www.taize.fr/de_article8120.html), deren Wurzeln in der ungeteilten Kirche liegen. Er lebte werktätig das Evangelium und widmete sich intensiv der Versöhnung der Christen, die sein Herzensanliegen war. Er bezeugte seinen Glauben durch sein Leben und setzte sich hierfür offen und friedlich ein. Im Alter von 90 Jahren wurde er im August 2005 während eines Abendgebets mit rund 2500 Anwesenden von einer 36-jährigen Frau durch drei Messerstiche in den Rücken ermordet.




Textbearbeitung 10/2015



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