Ehewilligen zur Beachtung - Jakob Lorber - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Ehewilligen zur Beachtung - Jakob Lorber

Themen > Ehe und Familie > Ehe und Partnerschaft

"Schreibe nur, es ist schon recht! Denn Ich gebe gern, ja Ich gebe sehr gern, Ich gebe überaus gern denen, die etwas Rechtes wollen! – Das volljährig gewordene Töchterchen hat aber auch gern etwas Rechtes. Daher soll ihr so etwas auch sehr gern gegeben sein!
Am liebsten wäre ihr wohl so ein recht ansehnlicher, guter und in Jahren nicht zu sehr vorgerückter Mann. Aber da muss Ich nun schon offen gestehen, dass Ich im Ernste in dieser Beziehung wenig oder nichts tun kann. Denn da gegenwärtig bei Ehebestimmungen nicht der Mensch, sondern nur seine Wohlhabenheit dem Menschen gegenüber als ein Wert angesehen wird, und also nur das Geld den Mädchen Männer und den Junggesellen Weiber verschafft, so bin Ich rein überflüssig in diesen Angelegenheiten und habe das alles der Welt überlassen und sorge Mich darum gar nicht mehr, außer es müsste nur sein, dass sich jemand vollernstlich an Mich wendete und die Welt gänzlich aus dem Spiele ließe. Da freilich würde Ich solch eine Ehe segnen und fürs Fortkommen sorgen.
Aber wenn sich zwei einander ehelichen Wollende fragen und sagen: „Wie viel hast du? Und wie viel Du? Und welche Ehrenstelle bekleidest du? Von was lebst du? Und wer sind deine Eltern? Sind sie etwa vom Adel, oder sonst einem ehrbaren Stande?“ – da ist es denn auch schon rein aus bei Mir! Denn das sind ja lauter Mir allerwidrigste, weltliche Dinge! Und es wird von Mir doch niemand verlangen wollen, dass Ich noch jemanden zu dem helfen solle, was ihn von Mir ganz abzieht und rein der Hölle zuwendet, von der gar viele nur höchst schwer und viele auch wohl gar nicht mehr entbunden werden können!
Du siehst alsonach leicht, dass, so Mich eines oder das andere um einen Mann bittet, Ich solche Bitten nicht erhören kann, besonders wenn sich jemand schon etwas ausgesucht hat, will es aber dann dennoch von Mir haben. – Wer sich's schon genommen hat, wie sollte Ich dem das noch geben können, was er ohnehin schon hat?!
Ich aber sage dir, du Mein Töchterchen, suche du vor allem nur Mich, trachte nach all' deinen Kräften mit aller „Welt“ fertig zu werden und erwarte dann von Mir alles andere – aber vollgläubig! – so wirst du mit allem versorgt werden!
Denn du weißt es, dass da niemand zwei Herren dienen kann! Und so kann es auch Ich Selbst nicht, Mir und dem Satan zugleich, sondern bloß nur Mir durch die Liebe – dem Satan aber durch das schärfste Gericht!
Wer aber demnach von Mir etwas will, der muss auch rein nur das Meinige wollen und nicht danebst auch einen Anteil des Teufels!
Aber nun ist schon einmal alle Welt „rein des Teufels“. Daher kann Ich nur sehr sparsam hie und da Meine Gnade anbringen, zumal sich die meisten Menschen der Welt gegenüber ihrer schämen!
Du wohl gehörst ja nicht zu dieser Welt und schämst dich Meiner Gnade nicht. Aber dessen ungeachtet wirkt die Welt auch in dich ein und hat vieles, das da deine Sinne lockt. – Ich aber rate dir: Mache du mit deinen Sinnen eine festen Bund wider die Welt, so werde Ich mit dir alsbald einen neuen, himmlischen Bund errichten!
Du sagst freilich, das sei so wohl nicht leicht möglich! – Ich aber sage dir: Das alles weiß Ich wohl, ob die Sache leicht oder etwas schwerer geht. Aber ob es dir leicht oder schwer falle, so muss Ich Meiner ewigen, unverletzbaren Ordnung dennoch getreu bleiben und kann niemanden eher über einen Berg sehen lassen, als bis er sich die Mühe genommen hat, des Berges Spitze zu erklimmen.
Denn siehe, solange die Materie das bleibt, was sie ist – ist und bleibt sie auch undurchsichtig. Also Mühe hin, Mühe her! Kein Berg ist durchsichtig. Wer über den Berg sehen will, muss hinaufsteigen, wie hoch es auch immer gehe!
Diese guten Sentenzen überlege dir, du Mein Töchterchen, recht oft, bis du dich in ihnen zurechtfinden wirst – so wirst du alle deine Gedanken und Wünsche in eine gute Ordnung bringen und sonach in der Wahrheit geistig „majorenn“ werden. Amen.
Das ist Mein Wunsch für dich, wie für alle, zu deinem Geburtstage! Den behalte treu und lebendig!" HiG.02_48.02.20


 Gottesliebe und Menschenliebe

"An die, welche einen männlichen Namen hat und eine Tochter des Ans.-Wortemsig und der E. H. P. W. ist und heute den nicht viel sagenden Tag ihres irdischen Namens feiert – schreibe folgendes Wörtlein von Mir, auf dass sie daraus wieder erkennen möge die schon in der Wiege oft gehörte Vaterstimme, darum sie als kleines Kind gar so weinerlich war, wenn die süße Vaterstimme sich nicht alsbald meldete.
Gabiela! Ist dir fremd geworden Meine Vaterstimme? Liebst du Mich nicht mehr also, wie du Mich geliebt hast in der Wiege?
Gabiela Mein! Musst Meiner nicht vergessen! Und nicht dein Auge und dein Herz schlank gewachsenen jungen Männern durchs Fenster insgeheim ehesüchtig nachsenden, und zwar heute diesem, morgen jenem und übermorgen einem dritten usw., sondern stets Meiner gedenken und dein Auge und dein Herz Mir nachsenden und lieben Einen nur! Und dieser Eine bin Ich, dein heiliger, liebevollster Vater. In dieser allein gerechten Liebe wirst du leben zeitlich glücklich und ewig dann im Schoße deines Vaters.
Die Menschenliebe, siehe, liebe Gabiela, ist kein nütze, wenn sie nicht aus Meiner Liebe stammt.
So du aber aus Mir zu jemandem dich hinneigen möchtest, da siehe, ob er im Besitz Meiner Liebe ist! – Ist er das, so ist er dir gleich und deinem Herzen der Nächste. – Ist er's aber nicht, da betrachte ihn als einen irrenden Bruder, der noch zwischen Himmel und Hölle wandelt und seine Augen mehr auf Abgründe ewiger Nacht als zu Mir, dem ihm noch völlig unbekannten „Vater“, richtet.
Der Gerecht-Liebe-Lichte wird dich wenden zum Licht, woher du und der Liebe-Lichte im Geist stammt. – Der Abgrundforschende aber wird dein Auge kehren, dahin er sein eigenes gewendet hat. Wenn der finstere Abgrund sein Augenlicht verzehren und er beim nächsten Tritt in den Abgrund fallen wird, so wird sein Fall dich zum Mitfall zwingen. Und es möchte dann schwer halten, dich im Abgrund aller Nacht wiederzufinden und loszulösen von den Ketten, welche eine arge Weltliebe um dein zartes Herz geschmiedet hätte tausendfältig.
Daher, Meine liebe Gabiela, liebe nur Mich! Ja sei oder werde ganz verliebt in Mich, gleich einer Magdalena! Und mit dem Herzen siehe nur Dem nach, den Ich dir, erfüllt mit Meiner Liebe, vorstellen werde! Jeden andern aber achte und liebe, insoweit auch er ein Mensch ist!
Gegen die Armen aber sei mitleidig und für die arg Irrenden und Fallenden bete zu Mir, deinem Gott und Vater, so wirst du vollkommen Meine liebe, glückliche Gabiela sein – hier und dort in Meinem Schoß ewig!
Dieses Wörtlein sei dir ein teuerstes Angebinde zu deinem irdischen Namenstag! – Und in dem Wiedervernehmen deines inneren, eigenen Namens aber bedenke, dass Ich, dein ewiger, heiliger, liebevollster Vater, dir nicht ferne bin, jetzt wie ewig! Amen.
Gedenke Mein, liebe Gabiela! Ich, dein Vater, sage es dir, dass du Meine liebe Gabiela bist und bleiben sollst ewig! – Amen, Amen, Amen." HiG.01_41.05.28,01


                                         Wie die Liebe, so der Lohn

"Was soll Ich denen sagen, die nicht Mir, sondern nur der Welt dienen, und das fleißig den ganzen Tag hindurch, und sich vor lauter Weltgedanken und Weltgeplapper nicht einmal so viel Zeit nehmen, dass sie sich im Tag nur eine halbe Stunde, zusammengenommen, mit Mir unterhalten möchten; und wenn sie schon an Mich denken, so denken sie aber doch nur wie an einen vor zehn oder zwanzig Jahren vergangenen Winter.
Was also soll Ich zu solchen sagen, denen ein Strumpf im Tag hindurch bei weitem mehr zu denken, zu reden und zu handeln gibt als Meine Vaterliebe zusammengenommen in einem Monat, bei manchem wohl auch in einem Jahr?!
Was zu denen, die den ganzen Tag messen, zählen und rechnen, wie lang ein Fetzen und in wie viele Falten und Maschen der andere soll gelegt werden?
Was soll Ich denen sagen, die für ihren Leib nicht selten bis in die späteste Nachtzeit arbeiten und keine Mühe und Sorge allerwachsamst scheuen; so sie aber von Mir etwas hören sollen, da übermannt sie sobald der Schlaf?!“
Was soll Ich noch ferner sagen denen, die da wohl tagelang bei sich nachsinnen können, so sie irgendein törichter, eitler Weltlaffe über die Straße angesehen hat; und werden sie ob solchem Sinnen an Mich gemahnt, so stehen sie ärgerlich auf und kehren dem Mahner den Rücken!
Ich rede aber hier nur von denen, von denen noch zu reden ist; denn von den noch ärgeren Weltmenschen rede Ich nicht. Denn diese sind es, die da allzeit nach dem Lauf der Welt gehen und nach dem Fürsten der Welt, der da wohnt in der Luft und herrscht in ihr, d.h. (nach dem Geist!) der in dieser Zeit ganz besonders sein Werk hat mit den Kindern des Unglaubens, unter welchem sie alle wandeln in den Lüsten ihres Fleisches und ihrer Weltvernunft und darum schon von der Geburt aus Kinder des ewigen Zornes sind.
Also zu denen rede Ich nicht, sondern zu denen, die sich noch zu Meinen Kindern zählen, aber Mich, den heiligen Vater, ob ihrer kleinlichen Weltgeschäfte dennoch nicht selten im Geist und in der völligen Wahrheit im Tage nicht sorglich höher in ihrem Herzen stellen als ein altes, abgetragenes Kleid. – Da frage Ich: Was soll Ich zu denen sagen? – Ja, Ich sage, da wird eben nicht viel mehr zu sagen sein!
Damit aber doch etwas gesagt werde, so sage Ich aber dennoch: Wie die Arbeit, so der Lohn! Wie die Liebe, so ihr Preis!
Wer dem Leib mehr opfert denn Mir, der soll von seinem Leib den Lohn verlangen, so dieser zu Staub und Asche wird! – Wen die Liebe und der Beifall der Welt so bedeutend mehr anficht als Ich – gut, ist Mir ja auch recht – der begnüge sich immerhin damit. Aber des kann er auch völlig versichert sein, dass Ich Mich ihm nimmer aufdringen werde!
Wie die Werke, so wird auch das Leben sein! – Wer am Tod eine so große Freude hat, dass es ihm nicht bange wird, so er Tag für Tag in selbem herumwühlt, der tue immerhin, was ihn freut! Er soll am Ende in Seiner Freude auch seinen Trost finden nach seiner Art! Aber Ich werde hübsch ferne davon sein! Mehr brauche Ich nicht zu sagen! – Es soll aber gar bald eine Zeit kommen, in der solche emsige Diener der Welt beiderlei Geschlechtes noch diesseits ganz gründlich erfahren werden, welch einen „guten Lohn“ sie sich mit ihrer Arbeit erworben haben! –
Mehr sage Ich nun durchaus nicht! Wohl dem, der diese Worte lebendig beherzigen wird. Dem Lauen aber ist schon sein nahes Los, aus Meinem Mund gespien zu werden, ohnehin für ewig sicher vorbehalten. Amen. – Das sagt der heilige, vergessene Vater. Amen." HiG.02_43.04.07



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