Die wirksamsten Heilmittel - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Die wirksamsten Heilmittel

Themen I > Gesundheit

Lebendiges Vertrauen
„Also aber spricht der Herr: Höre, du Mein schwacher Sohn Meiner Gnade! Willst du zur wahren Gesundheit gelangen – wie des Geistes und so auch zeitlich des Leibes, so salbe dein Herz fleißig mit Meiner Liebe, Gnade und Erbarmung und räuchere deine Brust mit dem ewigen Weihrauch des lebendigen Volltrauens zu Mir, deinem ewig lebendigen allmächtigen Vater, dann wirst du zur wahren zeitlichen und ewigen Gesundheit gelangen! Glaube ja nicht in deiner Brust, dass Ich dir nur durch eine gesegnete Medizin helfen kann, sondern glaube vielmehr, dass Ich dir wie jedermann auch frei helfen kann. So du lebendig allein bei Mir Hilfe suchst, so wirst du vollkommen gesund werden; denn da wirst du in Meiner Liebe das kräftigste Heilmittel gegen jedes Übel in deiner eigenen Brust tragen, welche Arznei ein alleiniges Universalmittel ist! Denn siehe, alle irdischen Arzneien gleichen in Hinsicht ihrer Wirkung wie ein Kampf der Höllengeister untereinander und sind daher allezeit ein wahres malum contra malum. Meine Hilfe aber ist in jeder Hinsicht ein wahres bonum contra malum, daher dasjenige wahre Heilmittel, durch das der Mensch allein von jeglichem Übel aus dem Grund für ewig geheilt werden kann! […] Meine Lehre ist allzeit eine gar heilsame Lehre, wer sie befolgt, der wird niemals Not leiden und nie zu klagen haben. Befolge daher auch du genau Meine Lehre! Hänge nicht zu ängstlich an der Wohlfahrt deines Leibes, sondern sei stets volltrauig heiteren Herzens in Meinem Namen, so wirst du gesund sein zeitlich und ewig amen – in Meinem Namen amen, amen, amen.“ [HiG.03_45.09.15, 01-04+08 nach der 3. Auflage des Nachdrucks der Auflage von 1935]

„So du und so mancher andere auf Mich ein vollstes und lebendiges Vertrauen hättest, da hättest du auch keine unnötige Furcht bei diesem deinem Brustübel und würdest auch nicht fortwährend ein anderes besser und schneller wirken sollendes Mittel von Mir dir erbitten; denn da wäre das erste so gut wie das letzte. […] Meinst du denn, dass Ich dir etwa nicht helfen könnte, und wäre dein Übel noch tausendmal größer, als es ist? Was liegt denn am Mittel? Ich bin das rechte lebendige Mittel, ohne dieses wirkt keines, mit diesem aber ein jedes! Wollt ihr in Zukunft die Gesundheit eures Leibes erzielen, so müsst ihr nicht so sehr auf ein passendes Mittel, sondern nur darauf sehen, dass euer lebendiges Volltrauen auf Mich es passend mache, dann wird jedes Mittel recht sein, bestehe es, worin es wolle. Ohne diese Manipulation aber wird der beste Balsam eben so wenig helfen wie das Wasser einer Pfütze! […] Wollt ihr aber einen Arzt, so könnt ihr ihn auch nehmen. Habt aber dabei nicht so sehr auf den Arzt, sondern vielmehr auf Mich allein ein wahres, lebendiges und somit angst- und furchtloses Vertrauen, so werden des Arztes Mittel heilsamst wirken. Habt ihr aber mehr Vertrauen auf den Arzt als auf Mich, so wird er euch wenig oder nichts nützen. Eure Furcht und Ängstlichkeit aber sei euch ein sicherer Ansager, ob ihr Mir volltraut oder nicht; denn jede Furcht und jede Angst ist eine Folge schwachen Glaubens und Vertrauens auf Mich. […] Also nur mehr Glauben und Vertrauen, dann wird schon alles gut werden; sonst aber noch hübsch lange nicht amen. – Das sage Ich, als das beste Heilmittel für ewig, amen, amen, amen.“ [HiG.03_48.08.17 nach der 1. Auflage von 1993]

„Dass sie schon lange der vollen Gesundheit sich erfreuen könnte, wenn sie ein volles Vertrauen hätte auf Mich; allein wie aber da ist ihr Vertrauen ein geteiltes, also ist da auch ihre Gesundheit eine solche, wie das Vertrauen; was aber kann da Meine Hilfe bringen, so sie sogleich wieder von irgend einem weltweisen Arzt vertrieben wird? Und habe Ich da neben einem Arzt auch geholfen jemand aus der Not seines Leibes, wer aber erkennt da solches, und gibt Mir dann die Ehre, da er geteilten Glaubens ist in dem, ob Ich, oder der Arzt ihm geholfen habe?
Wenn aber Meine Hilfe nur gewisserart also mitzotteln muss mit der Hilfe des Arztes, siehe, da lasse Ich Mir dann auch Zeit, und sage: Wie die Zahlung, so auch die Arbeit; wer hier am meisten bezahlt wird, der solle auch am meisten arbeiten!
Was nützte es aber auch der Seele und somit auch dem Geist, welcher ist das Leben der Seele, so Ich helfen möchte in der Medizin des Arztes dem Leibeskranken? Würde er, wenn er sobald genesen, nicht auch sein ganz vollstes Zutrauen auf den Arzt, und Meine Hilfe aber nur als eine Chimäre betrachten, und Mich somit nach und nach für ganz entbehrlich betrachten? wie es leider nun schon zu sehr der Fall ist, bei fast allen Menschen auf der Erde, und namentlich in den kultivierten Ländern und Städten!
Siehe, aus dem Grund habe Ich da mit den Leibeskranken nicht viel zu tun, so aber der Arzt Mir traute, und Mir allein die Ehre gäbe, und mit ihm auch der Kranke, so wäre das freilich wohl etwas anderes, und Meine Hilfe sicher, als so da noch der Arzt sich schmählich darüber aufhält, wenn ein gesund gewordener in seiner Gegenwart ausruft: „Der liebe Gott hat mir geholfen!“ Der Arzt aber dann beisetzt: „Wenn dir Gott geholfen hat, warum hast du denn hernach mich zu dir rufen lassen; hättest ja gleich können dich zu deinem Gott um Hilfe wenden! Hier habe ja nur ich Arzt dir geholfen durch meine Kunst und Wissenschaft!“
Siehe nun, du Meine zweifach Kranke, da es aber von Seite der Ärzte zu allermeist der Fall ist, dass sie nur sich für alles, Mich aber für gar nichts gelten lassen; siehe und höre, da halte Ich Mich denn auch stets fern, wo die Ärzte Konzilien halten, und dann lange Rezepte voll anschreiben, welche dem Kranken eben so viel nützen, als derjenige Regen der jetzt trockenen Erde, der zu Adams Zeiten in der afrikanischen Wüste zur Erde fiel!
Wenn aber schon ein weltlicher so genannter Protomedikus es für seine Würde sehr schmälernd ansehen wird, so er angegangen würde, einem Chirurgen einen Handlanger zu machen, da steht Mir ja doch auch eine Frage frei, und zwar diese: Für was werde denn Ich da gehalten, im wahren Sinn genommen, so Ich dem Arzt und Chirurgen soll einen Nachzottler machen? Ja einen Nachzottler, der da nach guter Kur auch nicht auf den leisesten Dank irgend einen Anspruch machen solle, sondern nur allein also ganz im Verborgenen stets fleißig helfen für den Gewinn und für die Ehre der Ärzte, gleichwie ein Soldat, der sich auch für die Ehre irgend eines in einem Lustzelt schwelgenden Feldherrn muss totschlagen lassen! O siehe, für solche Arbeit fühle Ich Mich denn doch etwas zu gut, und werde es daher auch allzeit bleiben lassen, um solchen Schmähsold zu dienen.
Warum soll Ich Mich denn zur Ehre und Nutzen der eigen- und selbstsüchtigen Ärzte in den Kranken töten lassen? Wahrlich, das sehe Ich Selbst aus keinem guten Grund ein! Willst du aber vollkommen gesund werden, da vertraue dich nur Mir allein fest an, und das mehr denn deinen Alten und Ärzten, sonst kann Ich dir nicht helfen. Ich kann aus Meiner großen Erbarmung es wohl zulassen, dass du halbsiech erhalten wirst von den Ärzten; aber ganz gesund wohl sehr schwer, oder nie! Wenn du wüsstest, wie gerne ich so Manchem helfen möchte, wenn er nur zu Mir käme voll Vertrauens und Glaubens und Liebe; aber jetzt kommen die Besten kaum mit einem Viertel Glauben, einem Sechstel Vertrauen und einem Achtel Liebe; siehe, bei solchen Verhältnissen gibt es denn auch wenig zu tun für Mich bei den Kranken aller Art!“ [J. Lorber am 10.05.1842, Sammlung neu-theosophischer Schriften No. 48, 2. Auflage von 1895]

Der lebendige Glaube ist das unfehlbarste Heilmittel
„Der da meint, Ich könne nur durch Ärzte und Medikamente helfen, der irrt sich sehr gewaltig; denn gerade da helfe Ich (meist) gar nicht, sondern lasse nur höchstens dann und wann zu, dass die verschriebenen Medizinen helfen, so ihnen hie und da in Meinem Namen getraut wird; wo aber sogar dieser allerletzte Glaube auch noch mangelt, da bleibt auch Meine Hilfe ferne. Ich aber habe in dieser Angelegenheit ja schon ohnehin durch den Knecht mündlich angedeutet, dass, so ihr bittet und glaubt im Herzen ungezweifelt, so wird die Aussätzige schon wieder rein werden; so ihr aber nur glaubt, dass Ich bloß nur helfen kann, aber an Meinem Wollen zweifelt, so mögt ihr wohl sicher auch eher denken, der Aussatz wird ihren Leib eher und leichter zerstören, da er sehr böse ist, als dass die Leidende mit dem Leibesleben davon kommt.
So ihr aber Glauben hättet, so groß als nur ein Senfkörnlein ist, so möchtet ihr nicht nur der Leidenden helfen, sondern wohl auch tote Leiber zum Leben erwecken! Allein euer Glaube gleicht noch einem Rohr, das vom Wind hin- und her geweht wird, und euer Herz ist voll Kleinmut, Furcht und Zaghaftigkeit; und daher seid ihr auch bei Sterbefällen eurer Verwandten über Hals und Kopf traurig, weil ihr nicht sicher seid dessen, dass euer liebevollster Vater tut und geschehen lässt und auch nicht bedenkt, dass alles, was Ich anordne, tue und geschehen lasse, nicht anders denn überaus gut ist.
Wenn Ich die Aussätzige von der Welt nehme, so wird es überaus gut sein; lasse ich aber geschehen, dass sie bleibe, so wird des Guten nicht minder sein. So ihr aber denkt, dass das eine nur gut wird sein, nämlich dass sie bliebe am Leibesleben, und ein großes Unglück in der Familie beim Gegenteil, da irrt ihr euch sehr; denn alles was da geschieht nach Meinem Willen, ist überaus gut, ob so oder so; wisst ihr denn nicht, dass alle Menschenhilfe zu nichts nütze ist; Meine Sorge geht weit und hoch über und vor und nach aller Muttersorge; oder wird Der, da Er für Vater, Mutter und Kinder sorgt, nicht auch gar wohl für die Kinder allein zu sorgen im Stande sein? O ihr Kleingläubigen! wie lange werde Ich euch noch müssen vorpredigen lassen, bis ihr klug und glaubensfest werdet! O seht, der Glaube (der lebendige voll hingebenden Vertrauens) ist ein wahres Thermometer der Liebe, und zeigt genau die Grad an, wie hoch über dem Gefrierpunkt es mit der Liebe steht. Hütet euch vor dem Reif in eurem Frühling, damit die Fruchttriebe nicht verloren werden; macht mit dem Holz des Lebens einen Rauch, damit ihr nicht Schaden leiden mögt an eurem Herzen. […]
Also ist der lebendige Glaube an die Kraft Meines Namens wohl das unfehlbarste Heilmittel; wahrlich, und wäre die Aussätzige in Amerika, und du hier wie jetzt; erführest aber, dass sie wie jetzt leide, und wendetest dich an Mich, so möchte Ich sie retten vom Tod leiblich und geistig, wenn ihr, (du und dein Bruder) glaubt im Herzen, aber nicht in der Einsicht, des Verstandes, so wird’s ja besser mit ihr, durch eure Bitte, Gebet und Glauben; seid ihr aber schwach, so denkt doch wenigstens, dass Ich nichts Unrechtes tun werde; und was Ich immerhin auch tun möchte, dürfte wohl sicher das Allerbeste sein! Denkt an den Jünger, der noch zuvor seinen Vater beerdigen wollte als Mir folgen; und seid eingedenk Meiner Lehre an ihn, so werdet ihr allezeit große Ruhe in euch finden! (Matth. 8. 21-22.)
Mir zu folgen in allem, ist das erste, und alles Mir übergeben, das Zweite; denn darin sind die Gebote, die Propheten, und hauptsächlich die zwei Gebote der Liebe völlig enthalten, und mit ihnen — wie schon bekannt — alles Leben; tut und handelt danach, so werdet ihr leben, und wird alles überaus wohl gehen, hier und Jenseits, Amen; das sage Ich, der allerbeste Arzt! Amen. Amen. Amen!“ [J. Lorber am 29.04.1841, Sammlung neu-theosophischer Schriften No. 48, 2. Auflage von 1895]

Die reinste Medizin
„Schreibe nur, Ich weiß schon, was es ist. – Es handelt sich schon wieder um einen Trost oder um ein Arzneirezept. Ich sage dir, wie Ich dir schon gar oft gesagt habe, dass Ich dich nicht erwählt habe zu einem Arzt des Fleisches; sondern nur zu einem Schreiber für die Offenbarung Meines Wortes habe Ich dich berufen, welche Ich gebe dem Geist und nicht dem Fleisch. Aber dennoch kommst du Mir immer wieder von neuem mit Dingen des Fleisches. – Magst du denn noch nicht unterscheiden die Wege des Fleisches – und die Wege des Geistes?
Muss denn nicht ein jeder Mensch an seinem Fleisch gekreuzigt werden, so er im Geist lebendig werden soll? – […] Ich gebe wohl jedem gern, um was er Mich gläubig und vertrauensvoll bittet; aber um sehr vieles lieber, was zur Heilung des Geistes gehört als zur Heilung des Fleisches.
Wer da Mein Wort liest und lebt danach und hat einen starken, festen Glauben, dem wird das Wort durch seinen Glauben helfen, wie es in den Evangelien gar oft zu ersehen ist. Fehlt aber der rechte, lebendige Glaube, da wird das „Stehe auf und wandle!“ nur von geringer Wirkung sein. Sonach sind Mein Wort und der lebendige Glaube allezeit das beste Heilmittel auch fürs Fleisch, und es hat keine Apotheke ein besseres. Aber der Schwäche eures Glaubens und der ängstlichen Mattigkeit eures Vertrauens genügt diese reinste Medizin nicht und kann nicht genügen, weil ihr noch zu ängstlich am Leben des Fleisches haltet und werdet nur zu bald überkleinmütig und schwachgläubig, so über dasselbe etwas kommt.
Daher verlangt ihr nebst Meinem Wort auch eine Arznei, also entweder Lehm oder das Wasser des Teiches Siloah; ohnedem kann euch nicht geholfen werden. Und da eben liegt der böse Hund begraben, wie ihr zu sagen pflegt; denn so Ich es zulasse, dass Arzneien eure Krankheiten heilen, so schwächt das euren Glauben an Mein Wort. Helfe Ich euch aber trotz der Schwäche eures Glaubens und Vertrauens bloß durchs Wort, da wäret ihr gerichtet und gefangen, und das im Geist, aus welcher Gefangenschaft euch dann nur ein übergroßes Kreuz wieder befreien könnte, wie es auch bei den ersten Christen, die zumeist durch Wunder genötigt Mein Wort annahmen, der Fall war, dass sie hernach durch eine mächtige Prüfung erst ihres Gerichtes ledig werden konnten. – Fragt euch daher selbst, was Ich hier tun soll, um euch zu erhalten.
Jede Arznei ist schwächer denn Mein Wort. Aber Mein Wort kann und darf da nicht allein wirken, weil euer Glaube noch viel zu schwach ist, was ihr gar leicht aus eurer großen Liebe zu dem irdischen Leben entnehmen könnt, denn der lebendig Gläubige sehnt sich mit Paulus nach der Auflösung, was bei euch noch lange nicht der Fall sein wird, da euch noch viel zu sehr manche Dinge der Welt am Herzen liegen. Daher müssen eures Heiles willen auch hier Arzneien neben Meinem Wort wirken, was natürlich die Heilung verzögert, besonders so das Vertrauen darauf ein mehr oder weniger ängstliches ist.
Ich habe aber ja schon im vorigen Wort gezeigt, wie die Medizinen wirken und wie die Ärzte. Habt ihr zu einer Medizin oder zu einem Arzt zu wenig Vertrauen, so nehmt eine andere Medizin, desgleichen ist auch mit dem Arzt zu tun; denn Ich sage euch noch einmal: Nicht die Medizin und nicht der Arzt helfen im eigentlichen Sinn allein, sondern hauptsächlich das festere Vertrauen. Ja, der Arzt wie die Medizin sind zumeist gleichgültig, und beide wirken nur, wenn die ruhige, vertrauensfeste Seele sich die Zeit und Mühe nimmt oder nehmen kann, die in der Arznei vorhandenen Spezifika dorthin zu verwenden, wo sie zweckdienlich sind. Ist das bei der mehr oder weniger geängstigten Seele nicht der Fall, so wirken die besten Medizinen nicht nur gar nicht, sondern oft ganz verkehrt, weil sie von der unruhigen und vertrauensschwachen Seele nicht selten an einen anderen Ort geführt werden, als wohin sie hätten geführt werden sollen.
Die Arzneien haben zufolge ihrer Spezifika wohl allzeit eine Wirkung im Fleisch. Gehen irgendwo im Fleisch gewisse Spezifika ab, so können sie aus einer guten Arznei wohl ersetzt werden und dadurch ein krankes Fleisch gesund machen, so sie von der Seele dahin verwendet werden. Werden sie aber von einer ängstlich konfusen Seele irgendwo anders hingeführt oder manchmal sogar dem Zufall überlassen, da sie dann hinkommen, wo sie das stumme Blut hinführt oder die noch stummeren Magensäfte, – dann lässt sich auch schon von selbst erraten, wie es dabei mit der Heilung des Fleisches aussieht. Ich sage, da gleicht die Heilung des Fleisches der Herstellung eines schadhaften Hauses, wo die Bewohner aus zu großer Furcht, im Haus erschlagen zu werden, so es zusammenfiele, anstatt sich im schadhaften Haus umzusehen, wo es fehlt und wie zu helfen sei, nur in einen Winkel sich verkriechen, wo sie sich noch am sichersten glauben, oder manchmal wohl auch in aller Eile das Loch suchen, durch das sie am ehesten ins Freie kämen. Ist so etwas bei einer Seele der Fall, da können freilich alle Ärzte der Welt zusammenkommen, und sie werden beim besten Willen und Wollen einen kranken Leib dennoch nicht gesund machen können, weil eben diese Seele nicht mitwirkt. – Daher sind die magnetischen Kuren auch allen anderen darum vorzuziehen, weil durch sie die Seele zu jener guten Ruhe gelangt, in der sie sich Zeit nimmt, ihr Fleischhaus näher zu beschauen, wo es demselben fehlt und wie und womit ihm zu helfen ist. Wird dann dem Leib jenes Mittel beigebracht, welches die ruhige Seele im Schlaf des Fleisches als ein zweckdienliches bezeichnete, so erkennt es die Seele auch als solches und verwendet es dann auch zumeist dahin, wohin es zu verwenden ist. Und die Herstellung des Leibes geschieht dann meistens mit gutem Erfolg und manchmal durch Mittel, bei deren Namhaftmachung sicher jeder reine Verstandesarzt Reißaus nähme! Aber trotzdem wirken die seltenen Mittel dennoch, aber nicht darum, weil sie etwa die allein rechten wären, sondern darum nur, weil sie von der Seele als der allein rechten Baumeisterin ihres Fleischhauses am rechten Ort und mit rechter Intelligenz verwendet werden.
Würde die Seele der Elisabeth H. ebenso ruhig sein wie die Seele so mancher Somnambulen, da wäre ihr Übelchen schon lange gut. Aber da das nicht der Fall ist und sie immer von der Furcht vor ihren Eltern, weil sie keinen Arzt aufsucht – und wieder von der Furcht vor einem Arzt, was dieser tun oder sagen würde, so sie ihn nähme, ob er ihr wohl helfen oder das Leben absprechen würde – und endlich auch von der Furcht vor dem möglichen Leibestod hin und her getrieben wird, wie soll da ihre Seele Zeit haben, dort tätig zu sein, wo sie tätig sein soll? – Bei solchen Umständen muss dann aus einem Übelchen freilich ein förmliches Übel werden.
Sie gebraucht mit ihren Händen, mit ihrem Willen wohl freilich so ziemlich genau die angeratenen Mittel, aber ihre ängstliche und manchmal mehr und manchmal weniger furchtsame Seele tut es nicht und kann es auch nicht tun, weil sie fortwährend zwischen dreifacher Furcht herumspringt, wovon sie schwerlich los wird. Hier heißt es, entweder alles Heil in Meine Hände legen und nicht denken: So ich am Ende dennoch sterben müsste, was werden da meine Eltern zu meinem Mann und was zu meinen Kindern sagen? Am Ende sie etwa gar enterben? Was wird da aus ihnen werden? Welchem Jammer werden sie preisgegeben sein? – Denn Ich allein bin der Herr auch über diese Eltern und kann deine Kinder auch ohne die Hilfe deiner Eltern vollends glücklich machen!
Wenn die Elisabeth so denken wird, und ihr alle mit ihr, da wird ruhig werden ihre Seele und wird an der Heilung ihres Leibes arbeiten können. Da wird dann auch die Heilung leicht und bald erfolgen, sonst aber nur langsam und schwer, auch – bei erhöhter Furcht – gar nicht, weil da nur der Zufall wirkt. Denn ergreifen die wirkenden Fleischgeister aus dem Medikament die rechten Spezifika, dann geht die Heilung etwas vorwärts; ergreifen sie aber die unrechten Spezifika aus dem Arzneimittel, wie allenfalls ein blinder Maler die Farben, so geht dann die Heilung wieder rückwärts. – Kann die kranke Elisabeth ein solches Vertrauen zu Mir fassen und auch A. H. W. samt den Kindern, dass ihr euch dadurch von dem großelterlichen Haus als
vollends unabhängig stellt in euren Herzen und euch denkt: „Herr! Geschehe da, was da wolle, Du allein bist unser Vater zeitlich und ewig. Von Dir und von niemand anderem hängt unser künftiges Wohl ab; denn wir wissen es ja, dass aller Menschen Hilfe, wer sie auch sein mögen, zu nichts nütze ist. Dein Wille geschehe! Wir wollen niemand fürchten, außer allein Dich, o Herr, und von niemand eine Hilfe erwarten, als allein von Dir, o Du guter Vater! – Dein wollen wir ganz sein im Leben dieser Welt und ebenso in ihrem notwendigen Tod, der uns frei machen wird vom Fleisch und uns dann endlich führen zu Dir hin, der Du bist unsere alleinige lebendige Hoffnung durch den Glauben und unsere alleinige Liebe im erweckten Leben unseres Geistes!“ – – Ist euch aber diese gänzliche und vollste Hingebung an Mich nicht möglich, in der allein der alles bewirken könnende lebendige Glaube zuhause ist, da ergreift ein anderes passendes Mittel, wodurch die Ruhe der Seele bewerkstelligt werden kann. Nehmt zum Beispiel einen Arzt, um euch dadurch der großelterlichen Furcht zu entledigen, oder nehmt zum Magnetismus eure Zuflucht, was noch besser sein wird, weil dadurch die Seele die nötige Ruhe erlangen wird. Tut, was ihr wollt; aber tut alles, was ihr tut, ganz und in Meinem Namen, so werdet ihr leicht zu einem erwünschten Ziel gelangen. Aber mit der Halbheit wird euch nirgends und niemals geholfen sein. – Ich als die höchste Vollkommenheit wirke nur im Vollkommenen vollkommen, im Unvollkommenen aber wie die Sonne im Winter! – Daher seid alle vollkommen in allem, wie auch Ich, euer Vater, vollkommen bin, so werdet ihr leicht überall Hilfe finden, so euch irgendetwas fehlt. Aber auf eine rein wunderbare Hilfe von Mir fürs Fleisch dürft ihr alle nicht rechnen, denn dazu gehört entweder ein nagelfestester Glaube, mit dem ihr nahehin Berge versetzen könntet, oder aber die volle Wiedergeburt des Geistes, was aber bei euch weder das eine noch das andere der Fall ist. Denn euer schwacher Glaube möchte eben darum Wunder, um durch sie vermeintlich stark zu werden, was aber gerade der umgekehrte Fall wäre; denn nichts schwächt den wahren Glauben so sehr wie ein Wunder, da es den ganzen Menschen aus dem Zustand der Freiheit gewaltsamst herausreißt und ihn in den Zustand der unausweichlichen Nötigung versetzt, welche da ist ein Tod für den Geist. Und nichts stärkt den Glauben mehr als das Kreuz; denn nur durch Kreuz und Leiden dieser Welt wird der Glaube genährt und gestärkt. Ob ihr aber als im Geist vollends Wiedergeborene eines Wunders, als unschädlich für euren Geist, fähig seid, – Ich meine, darüber kann euch schon eure noch sehr schwache und in manchem Stück sinnliche Natur treulichst belehren. – Aber Ich helfe euch dennoch mit und in der Natur wie ganz natürlich, nur müsst ihr euch also verhalten, wie es die Ordnung der Natur erfordert, sonst kann Ich euch selbst bei Meinem besten Willen niemals helfen außer zeitlich durch ein Gericht, womit aber in der Wahrheit sicher keinem Menschen gedient sein wird.
Auf dass ihr aber auch seht, warum Ich das Eitergeschwür der Elisabeth ein Übelchen nannte, so sage Ich: Dies Übelchen bestand anfangs bloß in einigen wenigen unordentlichen Spezifiken, welche, als nicht zum Wesen gehörig, ihren Ausweg suchten, weil sie schon seit einigen Jahren durch ungeschickte Arzneien in das Fleisch der Elisabeth gekommen sind. Sie waren früher im Fleisch zerstreut, aber nun haben sie sich gerade in der Brustgegend gefunden, vereinigt, und brachen da gewaltsam durch. Als sie sich den Ausweg bahnten, da hätte die Seele tätig mithelfen sollen, dass sie alle samt ihrem bösen Nest hinausgekommen wären. Da wäre alles schon lange gut. Aber da war die Seele zum Teil von Freude, zum Teil aber auch heimlich von einer kleinen Furcht beunruhigt und beschäftigte sich zu wenig damit, alles Fremde aus ihrem Haus zu schaffen. Dieses Fremde ist nun hartnäckig geworden und will nicht hinaus, weil es zu hart und sonach nicht so leicht mehr zu Paaren zu bringen ist. Aber dessen ungeachtet wird es sich doch fügen müssen, wenn die Seele recht energisch wirken wird. Aber ohnedem kann es sich auch noch lange halten, besonders in der ohnehin sehr hartnäckigen Fleischnatur der Elisabeth; denn alles Fleisch, das im tieferen Norden gezeugt wird, ist hartnäckiger, fester und dauerhafter, als das im Süden gezeugte, daher aber auch bei Krankheiten schwerer zu heilen. – Daher soll auch die Elisabeth nicht ängstlich sein, wenn sie länger zu leiden hat; denn fürs erste sind die Leiden ihrem Geist heilsam, und fürs zweite aber ist ihre Natur danach – und besonders, so die Seele keine rechte Ruhe hat. Diese aber muss sie sich verschaffen so oder so, da wird es ihr aber auch sicher besser werden.
Ich könnte euch eine Menge guter Mittel ansagen, die alle bei der gehörigen Ruhe der Seele die entschiedenste Wirkung täten, aber auch bei der kleinsten Furcht nicht nur keine Wirkung hervorbrächten, sondern die Sache noch verschlimmern würden. – Daher bekümmert euch zuvor um die volle Ruhe der Seele, entweder auf die eine oder auf die andere angeratene Art, dann werde Ich euch leicht helfen können amen. – Das sage Ich, der Ich jedermann helfen kann und will, der Meinen Rat vollends befolgt amen, amen, amen.“ [HiG.03_48.09.03,09 nach der 1. Auflage von 1993]

Im Kreuz keimt das ewige Leben für Seele und Geist
„Siehe, alles ist gut, was Ich gebe; aber das Beste unter allen Meinen Gaben ist das Kreuz, denn in diesem keimt das wahre ewige Leben für Seele und Geist! –
[…] Ist sein Leib recht frisch und gesund, da fühlt er wenig von einem Bedürfnis nach Mir und lässt Mich bald, wie die Welt sagt, einen sogenannten ‚guten Mann‘ sein. Aber bei einer kleinen Leibeskrankheit, besonders wenn diese die irdischen Ärzte nicht beheben können, wird der Mensch wie mit einem Band an Mich wieder angezogen und fängt wieder an, bei Mir Hilfe zu suchen, was für seinen Geist sehr heilsam ist. Denn also fängt dieser wieder an zu wachsen von innen und arbeitet an künftigen Fruchttrieben fürs ewige Leben, was in sich viel besser ist, als ein vollends gesunder Leib mit einem nahe toten Geist, aus dem keine Frucht zum ewigen Leben knospt.
Siehe, aus dem Grund belasse Ich auch dir dein kleines Fußübelchen, das wahrlich in nichts anderem besteht, als in einem ganz leichten Bändchen, das Ich ganz sanft nur um deinen Fuß geschlungen habe, auf dass Ich sozusagen eine Handhabe in Meiner Hand habe, um dich wahrhaft am Gängelband über die Pestgefilde der Welt hin zum ewigen Leben zu leiten! Daher ist auch dieses Bändchen etwas hartnäckig und lässt sich weder so ganz durch eine Salbe wegschmieren, noch durch ein Bad wegwaschen! – Wann es aber an der Zeit sein wird, werde Ich dich schon ganz gratis vollkommen freilassen. Das diene zu deiner Beruhigung und zu deinem großen Trost, auf dass du zeitweise nicht kleinmütig werdest, so Ich manchmal das Bändchen etwas straffer halte. Du aber denke dabei allzeit, so du im Fuß eine leise Unbehaglichkeit verspürst: Nun hat wieder mein guter Vater im Himmel das Bändchen zu meinem Heil angezogen! – Ihm alle meine Liebe darum!
So du das öfter tun wirst im Herzen, werde Ich auch stets mehr nachlassen am Band des Fußes und werde dagegen fester ergreifen das Band des Herzens, – aber die Fußwaschung ist das erste bei der Wiedergeburt des Geistes! Damit sei dir Mein Segen, Meine Liebe, Gnade und Erbarmung ewig amen.“ [HiG.03_46.09.11,06 nach der 1. Auflage von 1993]


„Die Glaubenskur aus der Liebe zu Mir, dem Vater über Leben und Tod, ja,
die Kur aus dem wahren Liebeglauben zu Mir, eurem Vater, ist die allerbeste!
Wenn du glaubst in deinem Herzen, dass Ich dir allzeit helfen kann und will,
wenn du nur immer Meiner allein rechten und wahren Hilfe vonnöten hast
und wann du dich immer lebendig volltrauend darum zu Mir wendest, dass Ich dir helfe –
dann soll dir auch allzeit geholfen sein!“
HiG.02_44.09.13,01-02




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