Jakob Lorber Das Erlösungswerk Jesu - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber Das Erlösungswerk Jesu

Feste im Jahr > Ostern

Zur Person Jesu
Jesus aus Nazareth, jüdischer Abstammung, ist nach unserer Rechnung in Bethlehem am siebenten Januar in der Mitternacht im Jahr 4151 nach der Entstehung Adams geboren. (GEJ.08_086,03)


Sein Erlösungswerk
Durch den ersten Sündenfall von ADAM und EVA wurde die unendliche Heiligkeit Gottes angetastet und verletzt, so dass die Gottheit zunächst die gesamte damalige Schöpfung zertrümmerte. Erst als die unendliche Liebe Gottes eine volle Genugtuung anbot, wurden alle Weltkörper wieder repariert, behielten aber Spuren dieser einstigen völligen Zerstörung. Diese Genugtuung geschah durch die Menschwerdung der Liebe der Gottheit in Jesus, und besonders durch ihre unendliche Demütigung auf Golgatha, wodurch Jesus uns alle mit der unendlichen Heiligkeit Gottes versöhnt und eine Brücke von der tiefsten Materie zu den höchsten Himmeln erbaut hat. (HGt.01_009-010)

Ehedem war zwischen Gott und den geschaffenen Menschen eine unendliche Kluft, aber in Jesu ist diese Kluft beinahe völlig aufgehoben worden. Daher ist Er auch der alleinige Weg, das Leben, das Licht und die Wahrheit. Er ist die Tür, durch welche wir zu Gott gelangen können, d.h. durch diese Tür überschreiten wir die unendliche Kluft zwischen Gott und uns, und finden da Jesum, den ewigen, unendlich heiligen Bruder! (GS.02_013,13-14)

Der leibliche Tod Jesu ist die tiefste Herablassung der Gottheit in das Gericht aller Materie und somit die eben dadurch mögliche vollends neue Schaffung der Verhältnisse zwischen Schöpfer und Geschöpf. Durch den Tod Jesu erst wird Gott Selbst vollkommen Mensch und der geschaffene Mensch zu einem aus solcher höchsten göttlichen Gnade neu gezeugten Kind Gottes, also zu einem Gott, und kann erst also als Geschöpf seinem Schöpfer als dessen vollendetes Ebenmaß gegenüberstehen und in Diesem seinen Gott, Schöpfer und Vater schauen, sprechen, erkennen und über alles lieben und allein dadurch gewinnen das vollendete ewige, unzerstörbare Leben in Gott, aus Gott und neben Gott. Dadurch ist aber auch des Satans Gewalt (besser: Wille) dahin gebrochen, dass er die vollste Annäherung der Gottheit zu den Menschen, und umgekehrt dieser eben also zur Gottheit, nicht mehr verhindern kann, d.h. durch den Tod Jesu kann nun der Mensch vollends mit Gott fraternisieren, und dem Satan ist da kein Zwischentritt mehr möglich; darum es auch im Wort zu den grabbesuchenden Weibern heißt: „Gehet hin und sagt es Meinen Brüdern!“ Des Satans Walten in der äußeren Form mag wohl stets noch bemerkbar sein, aber den einmal zerrissenen Vorhang zwischen der Gottheit und den Menschen kann er ewig nicht mehr errichten und so die alte unübersteigbare Kluft zwischen Gott und den Menschen von neuem wiederherstellen. (JJ.01_000,07-08)

In Gethsemane und auf Golgatha hat die unendliche Liebe Gottes (der Sohn) uns alle mit der unendlichen Heiligkeit Gottes (dem Vater) versöhnt. (HiG.03_40.12.06)


Sinn der Menschwerdung Gottes und Golgatha
Vor der Darniederkunft des Herrn konnte kein Mensch mit dem eigentlichen Wesen Gottes sprechen. Niemand konnte dasselbe je erschauen, ohne dabei das Leben gänzlich zu verlieren, wie es denn auch bei Moses heißt: »Gott kann niemand sehen und leben zugleich!« Es hat sich zwar der Herr in der Urkirche, wie auch in der Kirche des Melchisedek, zu der sich Abraham bekannte, wohl öfter persönlich gezeigt und hat mit Seinen Heiligen gesprochen und Selbst Seine Kinder gelehrt. Aber dieser persönliche Herr war eigentlich doch nicht unmittelbar der Herr Selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geist Gottes erfüllter Engelsgeist.
Aus solch einem Engelsgeiste redete dann der Geist des Herrn also, als wenn unmittelbar der Herr Selbst redete. Aber in einem solchen Engelsgeist war dennoch nie die vollkommenste Fülle des Geistes Gottes gegenwärtig, sondern nur insoweit, als es für den bevorstehenden Zweck nötig war. Ihr könnt es glauben: in dieser Zeit konnten auch nicht einmal die allerreinsten Engelsgeister die Gottheit je anders sehen als ihr da seht die Sonne am Firmament. Und keiner von den Engelsgeistern hätte es je gewagt, sich die Gottheit unter irgendeinem Bild vorzustellen, wie solches auch noch unter Mosis Zeiten dem israelitischen Volk auf das strengste geboten wurde, dass es sich nämlich von Gott kein geschnitztes Bild, also durchaus keine bildliche Vorstellung machen sollte.
Aber nun hört: Diesem unendlichen Wesen Gottes hat es einmal wohlgefallen, und zwar zu einer Zeit, in welcher die Menschen am wenigsten daran dachten, sich in Seiner ganzen unendlichen Fülle zu vereinen und in dieser Vereinigung anzunehmen die vollkommene menschliche Natur!
Nun denkt euch: Gott, den nie ein geschaffenes Auge schaute, kommt als der von der allerunendlichsten Liebe und Weisheit erfüllte Jesus auf die Welt!
Er, der Unendliche, der Ewige, vor dessen Hauch Ewigkeiten zerstäuben wie lockere Spreu, wandelte und lehrte Seine Geschöpfe, Seine Kinder, nicht wie ein Vater, sondern wie ein Bruder!
Aber das alles wäre noch zu wenig. Er, der Allmächtige, lässt sich sogar verfolgen, gefangen nehmen und dem Leibe nach töten von Seinen nichtigen Geschöpfen! Sagt mir: Könntet ihr euch eine unendlich größere Liebe, eine größere Herablassung denken, als diese, die ihr an Jesu kennt?!
Durch diese unbegreifliche Tat hat Er alle Dinge des Himmels anders gestaltet. Wohnt Er auch in Seiner Gnadensonne, aus welcher das Licht allen Himmeln unversiegbar zuströmt, so ist Er aber dennoch ganz derselbe leibhaftige Jesus, wie Er auf der Erde in all Seiner göttlichen Fülle gewandelt ist als ein wahrer Vater und Bruder, als vollkommener Mensch unter Seinen Kindern gegenwärtig. Er gibt all Seinen Kindern alle Seine Gnade, Liebe und Macht und leitet sie Selbst persönlich wesenhaft, endlos mächtig zu wirken in Seiner Ordnung!
Ehedem war zwischen Gott und den geschaffenen Menschen eine unendliche Kluft, aber in Jesu ist diese Kluft beinahe völlig aufgehoben worden; denn Er Selbst, wie ihr wisst, hat uns dieses ja doch sichtbar angezeigt, fürs erste durch Seine menschliche Darniederkunft, fürs zweite, dass Er uns nicht einmal, sondern zu öfteren Malen Brüder nannte, fürs dritte, dass Er mit uns aß und trank und alle unsere Beschwerden mit uns trug, zum vierten, dass Er als der Herr der Unendlichkeit sogar der weltlichen Macht Gehorsam leistete, zum fünften, dass Er sich hat von weltlicher Macht sogar gefangen nehmen lassen, zum sechsten, dass Er sich sogar durch die weltlich mächtige Intrige hat ans Kreuz heften und töten lassen, und endlich zum siebenten, dass Er Selbst durch Seine Allmacht den Vorhang im Tempel, welcher das Allerheiligste vom Volke trennte, zerrissen hat!
Daher ist Er auch der alleinige Weg, das Leben, das Licht und die Wahrheit. Er ist die Türe, durch welche wir zu Gott gelangen können, d.h. durch diese Türe überschreiten wir die unendliche Kluft zwischen Gott und uns, und finden da Jesum, den ewigen, unendlichen heiligen Bruder!
Ihn, der es also gewollt hat, dass diese Kluft aufgehoben würde, können wir denn nun doch sicher über alles lieben!


Quelle: Geistige Sonne Band 2, Kap. 13,05-15




„Ich bin die Liebe Selbst und bin durchgehends
um keinen andern Preis als nur wieder um Liebe zu haben.
Durch Liebe habe Ich euch alle erkauft;
daher fordere Ich von euch allen wieder Liebe.
Wer Mir daher dienen will, der diene Mir in der Liebe,
in der Ich für ihn am Kreuze gestorben bin;
und wer zu Mir kommen will, der komme in der Liebe zu Mir,
die am Kreuze für ihn blutete.“

HGt.01_002,11


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