Jakob Lorber: Wichtigkeit des 4.Gebots - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber: Wichtigkeit des 4.Gebots

Themen I > Ehe und Familie

„Das vierte Gebot, wie ihr es auf der Erde habt, lautet: „Ehre Vater und Mutter, auf dass du lange lebst und es dir wohlgehe auf Erden“. – Dieses Gebot ist so gut göttlichen Ursprungs wie die ersten drei. Was gebietet es aber und was verheißt es? Nichts anderes als den Gehorsam der Kinder gegen ihre Eltern.“ [GS.02_077,01]

Gottes Wohlgefallen erlangen durch Haltung des 4.Gebots
„Wenn ihr das Gebiet der Leben äußernden Kräfte durchgeht, so werdet ihr mit leichter Mühe finden, dass dasselbe auch auf zwölf ähnlichen Trägern ruht. Wie lauten aber diese Träger, welche Namen haben sie? […] Der vierte Träger heißt: Zolle allzeit Gehorsam, Liebe und Achtung denen, die dich durch die Kraft Gottes in ihnen gezeugt haben, so wirst du dadurch dir das Wohlgefallen Gottes erringen; und dieses wird sein ein mächtiger Grund aller Wohlfahrt deines Lebens!“ [GS.02_048,08-09+12]

Warum nur die Liebe der Kinder zu ihren Eltern geboten ist
Der Herr: „Moses [sah] durch Meinen Geist nur zu klar ein, dass es eben nicht nötig ist, den Eltern noch eigens die Liebe zu ihren Kindern zu gebieten, weil solche den Eltern ohnehin im Vollmaß schon von Mir aus gewisserart instinktmäßig eingepflanzt worden ist, was aber eben bei den Kindern, die erst in die Schule dieses irdischen Lebens gekommen sind, nicht so sehr der Fall sein kann, weil diese erst für die rechte und wahre Liebe erzogen werden müssen.
Darum kommt ja eben auf dieser Erde ein jeder Mensch so schwach und ganz ohne Erkenntnis und Liebe ins Weltleben, dass er sich dann in aller wie immer gearteten Zwanglosigkeit, als wäre er von Gott ganz verlassen, durch äußere Lehre, durch Gesetze und durch seinen freiwilligen Gehorsam zu einem freien und ganz selbständigen Menschen bilde.
Und sieh, darum müssen denn auch nur besonders den Kindern zumeist Lehren und Gesetze gegeben werden und nicht so sehr den Eltern, die einst auch Kinder waren und durch die Lehren und Gesetze, für Kinder gegeben, erst zu freien und selbständigen Menschen geworden sind!
Was aber insbesondere die Pflichten der Eltern gegen ihre Kinder betrifft, so haben Moses und die Propheten schon in den staatlichen Gesetzen dafür gesorgt, die du freilich noch nicht gelesen hast. Aber es ist da rechtzeitig schon für alles gesorgt, und es können sich zwei nicht wohl ehelichen, wenn sie dem Priester nicht zuvor dartun, dass sie in den zur Ehe nötigen staatlichen Gesetzen wohlbewandert sind.“  [GEJ.07_030,06-09]

Sanktionen bei Nichthaltung des 4.Gebots
Der Herr: „Wehe dem, der seinem Vater je in etwas in den Weg zu treten sich unterfangen würde! Den will Ich mit zornigen Augen anblicken; denn das Haupt des Vaters ist gleich der Heiligkeit Gottes. Jeder kann erhört werden, wenn er Reue tut im Herzen; aber wer antastet den geringsten Teil Meiner Heiligkeit, den wird das unauslöschbare Feuer derselben ergreifen und verzehren jeden Tropfen der Reuetränen in ihm, und er wird zerstört werden fürder ewiglich! Und wer aber antastet seine Mutter argen Herzens und ist entgegen ihrer Liebe, den will Ich nicht mehr ansehen in aller seiner Not. Denn die Mutter ist gleich der Liebe in Mir; wer diese verschmäht, der wird hart wandeln auf den heißen Wegen Jehovas.“ [HGt.01_017,04-05]

Austausch des 4.Gebots durch höllische Satzung
„Wie aber viele, so ist auch das Gesetz der Opferung im Tempel an Stelle des Mosaischen bezüglich der Kinderpflichten gegen ihre Eltern ergangen. Im Anfang hat es ein ganz gutes und gerechtes Aussehen gehabt und bezog sich nur auf jene Kinder allein, deren Eltern – wie es häufig der Fall ist – wahre Auswürfe der Menschheit waren. Diese hatten aber merkwürdigerweise oft gar recht gute und brave Kinder, die gottergeben das Kardinalschlechte (Grundschlechte) ihrer Leibeseltern gar wohl erkannten und einsahen. Die Forderungen, die ihre bösen Eltern an sie stellten, machten ihnen die Haare sich zu Berge sträuben; aber im unverstandenen Gesetz Mosis stand, die Eltern vor allem durch Gehorsam zu ehren! Aus solchen Gründen fragten dann in einer noch ganz guten Tempelzeit solche unglücklichen Kinder im Tempel an, was sie tun sollten, und sagten: ,Es sei allerdings wahr, dass Moses aus Gott geboten habe, den Eltern zu gehorchen und sie also hoch zu achten und zu ehren sein Leben lang, auf dass man lange lebe und es einem wohlergehe auf Erden; aber Moses habe auch geboten, nicht zu töten, nicht zu stehlen, kein Falsch zu reden, nicht Unkeuschheit zu treiben mit den Jungfrauen und noch weniger zu begehren des Nächsten Weib. Solches alles aber geböten ihnen nun ihre argen Eltern! Was sollten sie nun tun, um sich an keinem Gebote Mosis zu versündigen?‘
Da sprach der vom Geist Gottes wohl durchströmte Hohepriester: ,Steht ab von solchen euren Leibeseltern, opfert eine Gabe statt dem schlechten Gehorsam und betet zu Gott, und es wird das besser sein für euch und durch die Gnade von oben auch für eure ungeratenen Eltern!‘
Und da geschah es denn, das solche Kinder ihre argen Alten verließen, brachten dem Tempel für sich und für ihre argen Alten ein Opfer und suchten dann bei guten Menschen Dienste zu bekommen, um da ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen.
Bisher und insoweit war dies Gesetz ganz völlig göttlichen Ursprungs. Aber mit der Zeit haben die argen Wölfe, die in Schafspelzen auf den Stühlen Mosis und Aarons saßen, dies Gesetz verallgemeinert, und da konnten denn auch ungeratene Kinder ganz guter und braver Eltern sich durch Opfer von dem Gehorsam gegen ihre Eltern loskaufen, um dann ganz frei und gewissenlos sündigen zu können!
Es ward dadurch das doppelte Gebot Gottes auch zweifach verdrängt und an dessen Stelle eine rein höllisch-menschliche Satzung gestellt, die natürlich vor Gott, weil gänzlich wider Seine Ordnung, ein Greuel der Greuel sein muss; denn da muss ja doch ein nur ein wenig reiner denkender Mensch auf den ersten Blick einsehen, dass solch eine Satzung nie und nimmer göttlichen, sondern nur rein höllischen und satanischen Ursprunges sein kann! Übrigens wird dies alles nun gar bald sein Ende nehmen, und es wird dann dawider nicht viel mehr zu eifern geben.
Es ist ja sonst doch ganz sicher in aller Ordnung, dass ein Schwacher sich von einem Starken führen lässt! Die Eltern aber sind doch allzeit stärker denn ihre Kinder, und es ist darum ganz in aller Ordnung, dass sich die Kinder von ihren Eltern führen lassen; wenn aber der Schwache merkt, dass ihn der Starke in einen verderblichsten Abgrund stürzen will, so tut der Schwache sehr wohl daran, sich dem Starken zu entwinden und einen sicheren Ort sich auszusuchen.“ [GEJ.03_213,05-11]

Jesus: „Hier erst stand Ich auf, stellte Mich dem Obersten schroff gegenüber und fragte ihn mit einer ernsten Stimme: „Warum übertretet denn ihr Gottes Gebote eurer Aufsätze willen? (Matth.15,3) Gott hat geboten: ,Du sollst Vater und Mutter ehren! Wer aber Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben!‘ (Matth.15,4) Ihr aber lehrt den Sohn und die Tochter, dass sie zu ihren Alten sagen sollen: ,So ich für dich, du Vater oder du Mutter, im Tempel opfere, so ist es dir nützlicher, als so ich dich ehre in einem fort nach altem Gebrauch.‘ Und ihr sagt zu solch einem Sohn und zu solch einer Tochter: ,Also hast du wohlgetan!‘ (Matth.15,3-6) – Was aber ist die Folge davon? Seht! Dadurch geschieht es, dass nun fast niemand mehr seinen Vater und seine Mutter ehrt! Ihr habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsätze willen! (Matth.15,6) Wer gab euch dazu das Recht? Weil ihr an Gott noch nie geglaubt habt, so mögt ihr solches wohl tun; denn der geistig tot ist, hat kein Gewissen mehr!“ [GEJ.02_123,04]

Durch Gehorsam zur kindlichen Liebe und Achtung
Der geisterfüllte Meduhed: „Kinder sind gegen ihre Eltern vermöge ihrer ursprünglichen Schwäche und notwendigen Erziehung den unbedingtesten Gehorsam schuldig; und wenn sie zur Erkenntnis des Willens Gottes in sich werden gelangt sein, dann trete an die Stelle des Gehorsams, den ihr dann Gott allein nur schuldig seid, die kindliche Liebe und Achtung gegen die Eltern in hohem Maß.“ [HGt.01_034,08]

Paulus: „Und ihr Kinder seid vollkommen Gehorsam euren Eltern in allen Dingen, die nicht wider Christum sind; denn das ist Sein Wille und ist ihm angenehm“ (Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Laodizea, Originaltext nach True-blue Jakob Lorber)

Erziehungsrat: Eigenwillen nehmen, Gebote Gottes zum Halten aufgeben
„Seht, ihr Eltern […] beschneidet gleich anfänglich auch schon die nutzlosen Seitentriebe des öfter gut scheinenden, aber doch stets das Leben des Stammes schwächenden Eigenwillens, so werdet ihr bald einen gesunden und kraftvollen Stamm erzügeln. Und so dann die Zeit des Pfropfens kommen wird, das da ist die Bekanntmachung und Einpfropfung des aus Meiner höchsten Liebe ergangenen Gesetzes durch Moses, so werdet ihr unter Meiner kräftigen Mithilfe gewiss sicher erwarten können, dass eure auf diese Art gereinigten und sorgfältig gepflegten Wildlinge gewiss kräftig Meinen Willen ergreifen werden, nachdem ihnen der ihrige zuvor gänzlich benommen wurde, und werden aus demselben in kürzester Zeit in überüppiger Fülle die schönsten und wunderherrlichsten Früchte bringen aller Art, so ihr sie dazu eifrig noch begießen werdet mit dem Wasser des Lebens, damit ihre Häupter bald recht hoch zum Himmel emporwachsen möchten, wodurch sich dann ihr geistiger Gesichtskreis selig erweitern wird und sie dann stets mehr und mehr Gnadenlichtes einsaugen werden, welches in großer Fülle beständig ausströmt aus der Gnadensonne, welche entstanden ist durch das Werk der Erlösung, aus deren Lichte und Wärme alle“. [HiG.03_40.06.17,28]

Das 4.Gebot gilt auch für die erwachsenen Kinder
Jesus: „Es tut wohl jeder Vater recht, so er die kleinen unartigen Kinder mit der Rute bestraft, aber den erwachsenen Söhnen soll er stets ein weiser und sanfter Lehrer sein! Nur so ein Sohn sich auflehnte gegen den Vater, dem solle gedroht werden! Bekehrt er sich da, so soll er wieder in den alten Frieden gesetzt werden; bekehrt er sich aber nicht, da soll er verstoßen und vom Haus des Vaters und aus seinem Vaterland getrieben werden!“ [JJ.01_168,13-16]

„Ihr Väter habt zwar viel gesprochen vom Gehorsam und habt dadurch die Herzen dieser Kinder gar wohl aufgelockert; ich sage aber, wer da liebt, kann den Gehorsam wohl zu Rate halten. Ist denn der Gehorsam nicht der geistige Weg zur Liebe, welche das Ziel alles Lebens ist?! Hat aber jemand auf diesem Wege das Ziel erreicht, saget, wohin sollte er hernach auf diesem Wege noch wandeln?!“ [HGt.01_070,23]

Aus Liebe zu den Eltern zur Erkenntnis Gottes, seiner selbst und Nächsten
Der Herr: „Siehe, im vierten Gebot ist den Kindern die Liebe gegen ihre Eltern geboten! Die Eltern sind auf der Erde wohl die ersten Nächsten ihrer Kinder und lieben sie überaus. Sie sind ihre Ernährer, Beschützer und Erzieher und verdienen darum auch sicher alle Liebe und Ehre von den Kindern.
Wenn denn ein gut erzogenes Kind seine Eltern liebt und ehrt, so wird es auch bemüht sein, alles das zu tun, was den Eltern eine rechte Freude macht. Und so ein Kind wird sich darum auch ein langes und gesundes Leben und ein bestes Wohlergehen auf Erden bereiten; ein Kind, das seine Eltern liebt und ehrt, das wird auch seine Geschwister lieben und ehren und stets bereit sein, ihnen alles Gute zu tun.
Ein Kind oder ein Mensch aber, der seine Eltern und seine Geschwister wahrhaft liebt und ehrt, der wird auch die anderen Menschen darum lieben, weil er weiß und erkennt, dass sie alle Kinder ein und desselben Vaters im Himmel sind. Aus der ursprünglichen wahren Liebe zu den Eltern wird der Mensch zur Erkenntnis Gottes, seiner selbst und zur rechten Erkenntnis auch seiner Nebenmenschen geleitet und sieht dann bald und leicht ein, warum Gott die Menschen erschaffen hat, und was sie alle werden sollen. Dadurch gelangt er dann stets mehr und mehr zur Liebe zu Gott und durch diese zur Vollendung seines inneren, wahren, geistigen Lebens.
Wer aber also seine Eltern, Geschwister und auch die anderen Nebenmenschen liebt und ehrt und darum auch Gott über alles liebt und ehrt, – wird der wohl je gegen jemanden eine Sünde begehen können? Ich sage es dir: Nein, denn er wird niemanden beneiden, niemanden hassen und fluchen, niemanden töten, weder leiblich, noch durch ein Ärgernis seelisch. Er wird sich keusch und wohlgesittet gegen jedermann benehmen, wird jedem gerne das Seinige lassen, wird niemand belügen und betrügen, und ist er auf dem ordentlichen Weg der Mann eines Weibes geworden, oder die züchtige Jungfrau das Weib eines Mannes, so wird er kein Verlangen tragen nach dem Weib seines Nächsten und sein Weib nicht nach dem Mann ihrer Nachbarin, und du kannst nun daraus für deinen Verstand schon ganz gut entnehmen, wie und auf welche Weise das Gesetz und alle die Propheten in den zwei Geboten der Liebe enthalten sind, und wie diese dir von Mir nun kundgegebenen zwei Gebote keine Aufhebung des Gesetzes Mosis und der anderen Propheten zulassen, sondern nur die volle Erfüllung derselben sind. – Verstehst du das nun?“ [GEJ.07_029,01-05]

Der geisterfüllte Meduhed: „Kinder sind gegen ihre Eltern vermöge ihrer ursprünglichen Schwäche und notwendigen Erziehung den unbedingtesten Gehorsam schuldig; und wenn sie zur Erkenntnis des Willens Gottes in sich werden gelangt sein, dann trete an die Stelle des Gehorsams, den ihr dann Gott allein nur schuldig seid, die kindliche Liebe und Achtung gegen die Eltern in hohem Maß.“ [HGt.01_034,08]

Weitere Bedeutungen des 4.Gebots
Jesus: „Moses sagte: ,Ehre Vater und Mutter, so wirst du lange leben, und es wird dir wohlergehen auf Erden!‘ Damit bezeichnete Moses nicht nur den Zeugevater und die gebärende Mutter, sondern ebensogut auch die Erde und ihre stets neues Leben gebärende Kraft. Dieser soll der Mensch auch nicht den Rücken zukehren, sondern sie tatsächlich in hohen Ehren halten, und er wird jenen Segen dafür erhalten, den Moses verheißen hat leiblich. Die In-Ehren-Haltung des leiblichen Vaters und der Leibesmutter ist gut und nötig, wo die Verhältnisse danach sind und es auch tunlich ist; aber wenn das, was Moses verhieß, ein Gotteswort ist, so muss es auch gleich dem Sonnenlicht eine allgemeinste und durch nichts unterbrechbare Wirkung haben!
Ist aber die Verheißung Mosis nur eine bloß darauf beschränkte, dass nur jene ein langes Leben und Wohlergehen auf Erden zu gewärtigen haben, die ihre Leibeseltern ehren, dann sieht es mit jenen offenbar schlimm aus, die nicht selten dieselben schon in der Wiege verloren haben und dann von ganz fremden Menschen auferzogen worden sind! Wie sollen diese ihre wahren Eltern ehren, die sie nie gekannt haben?!
Viele Kinder werden oft gefunden auf Wegen und Straßen; Rabenmütter haben sie in ihrer Geilheit empfangen und bald nach der Geburt irgendwo ausgesetzt. Solche Findlinge werden von irgendeinem gefühlswarmen und barmherzigen Menschen aufgeklaubt und versorgt; diesen Wohltätern sind sie dann auch alle Liebe und Ehre schuldig. Moses spricht nichts von solchen Aftereltern, sondern nur von wirklich wahren Eltern!
Nun aber kann der wohlerzogene Findling seine wahren Eltern doch unmöglich ehren, weil er sie fürs erste gar nicht kennt, und kennte er sie auch, so hatte er fürs zweite doch wohl vor Gott und allen Menschen wahrlich keine ehrsame Verpflichtung gegen sie, die ihn in der sündigen Geilheit gezeugt und, als er geboren ward, sogleich dem Tod ausgesetzt haben. Weil aber ein solcher Mensch dann nach Moses seine wirklichen Eltern unmöglich lieben und ehren kann, so hätte er dann keinen Anspruch auf die Verheißung Mosis? Oh, diese Sache wäre dann ja ganz hübsch und nähme sich als weisestes Gotteswort gar entsetzlich gut aus!
Weiter gibt es aber auch Eltern, die ihre Kinder zu allem, was nur schlecht genannt werden kann, erziehen. Sie pflanzen ihnen schon in der Wiege einen echt satanischen Hochmut ein und lehren sie gegen jedermann hart und gefühllos sein; solche Tigereltern lehren ihre Kinder schon frühzeitig, keck, lügenhaft und betrügerisch zu sein! Soll Moses wohl auch für solche Kinder, die ihre argen Eltern mit aller Schlechtigkeit und Bosheit ehren, weil solches die Eltern von ihren Kindern wollen, seine gute Verheißung bestimmt haben?
Was sind denn Kinder von Dieben, Räubern und Mördern ihren wirklichen Eltern schuldig? Sie können ihre Eltern nur ganz natürlich dadurch ehren, wenn sie im sehr ausgezeichneten Grad das sind und tun, was ihre Eltern auch sind und allzeit tun, also sieh: durch Diebstahl, Raub und Mord an den fremden Reisenden! – Kann sich die Verheißung Mosis wohl auch auf solche Kinder als wirksam erstrecken?
Der nur einigermaßen klare Weltverstand muss dir da sagen, dass eine so zu verstehende Verheißung samt dem Gebote Mosis eine Schmach ersten Ranges für alle göttliche Weisheit wäre! Wie kann Gott, der höchst Weise, ein Gebot geben, demzufolge auch ein ins Fleisch eingezeugter Engelsgeist dem Elternpaar, das aus der untersten Hölle ins Fleisch trat, Liebe und alle Ehre schuldig wäre?! Du siehst, dass das Gebot Mosis, von diesem wahren Gesichtspunkt betrachtet, der größte und tollste Unsinn wäre!
Es ist also einerseits klar und nun mehr als erwiesen, dass alles, was Moses geredet und bestimmt hat, reines Gotteswort ist und daher ewig keinen Unsinn in sich bergen kann; anderseits aber, wenn man nach der altgewohnten dummen Art das Gesetz Mosis also auslegt und beobachtet, wie es bisher ausgelegt und auch beobachtet wurde, dasselbe vor dem Richterstuhl aller besseren menschlichen Vernunft ein offenbarster Unsinn sein muss!
Woran liegt es dann, dass das Gesetz Mosis, wie es bisher beobachtet ward, ein Unsinn trotz des rein göttlichen Ursprunges sein muss? Es liegt solches in dem gewaltigsten Missverstand dessen, was Moses mit diesem Gebot hauptsächlich angezeigt hatte, das allgemeine Elternpaar der großen Natur Gottes, nämlich die Erde, als der für die Menschengeschlechter geschaffene Weltkörper als Vater, und ihr Schoß, aus dem zahllose Kinder aller Art und Gattung in einem fort ausgeboren werden, als die rechte Mutter! Dieses uralte Elternpaar soll also der Leibesmensch stets ehren und achten, und ihm nie zu verweichlicht den Rücken zeigen, so wird er gesunden Leibes ein langes Leben überkommen und auch ein rechtes Wohlergehen. Von diesem alten Elternpaare kann ein emsiger Mensch auch am meisten alles Gute, Große und Wahre erlernen und sich daraus zuerst jene große Stufenleiter erbauen, auf der der Erzvater Jakob die Engel der Himmel auf- und niederklettern sah. Wer da fleißig  und mit großem Ernst in der Natur forscht, der wird vielen Segen für sich und für seine Brüder zum Wohlergehen ans Tageslicht fördern.“ [GEJ.03_211,09-19]

„Ich sage euch aber, dass eben dieses Gebot, wie beinahe kein anderes, rein geistig ist. Ihr macht nun zwar große Augen; aber darum ist die Sache doch nicht anders. Damit ihr aber solches auf einen Hieb erschaut, so will ich nichts anderes tun, als dieses Gesetz mit etwas umgeänderten Worten sagen, wie es auch hier in diesem Lehrsaal vorgetragen wird, und ihr werdet die Fülle der Wahrheit sogleich erschauen. Wie aber lautet es hier? – Hört!
Kinder! Gehorcht der Ordnung Gottes, welche ausgeht aus Seiner Liebe und Weisheit (d.i. Vater und Mutter), auf dass ihr lange lebt auf Erden unter Wohlergehen. Was ist langes Leben, und was ist dagegen ewiges Leben? Das „lange Leben“ bezeichnet das Leben in der Weisheit; und es wird „lang“ nicht als Dauer, sondern als Ausbreitung und stets größere Mächtigwerdung des Lebens verstanden; denn das Wort oder der Begriff „Leben“ schließt ja schon für sich die ewige Dauer ein. Aber das Wort „lang“ bedeutet durchaus keine Dauer, sondern nur eine Ausbreitung der Lebenskraft, mit welcher das lebende Wesen stets mehr in die Tiefen des göttlichen Lebens gelangt, und eben dadurch sein eigenes Leben stets vollkommener, fester und wirksamer macht.
Dieses hätten wir; aber das „Wohlergehen auf Erden“ – was besagt denn das? Nichts anderes als das Sich-zu-eigen-machen des göttlichen Lebens, denn unter der „Erde“ wird hier das Eigenwesen verstanden, und das Wohlergehen in diesem Wesen ist nichts anderes als das freie Sein in sich selbst nach der völlig sich zu eigen gemachten göttlichen Ordnung.“ [GS.02_077,07-09]

Krankheit, Leid und Not wegen der Nichtbeachtung des 4.Gebots
Jesus: „Als du noch ledigen Standes warst und deine Eltern noch lebten, da warst du ein recht braves und auch recht gläubig gottesfürchtiges Kind, und Gott und deine Alten hatten eine rechte Freude an dir. Du wurdest reif, und ein recht braver Mann freite um dich und nahm dich zum Weib. Doch als Weib warst du nur zu bald nicht mehr das, was du ehedem als Mädchen warst. Deinen Mann liebtest du nicht, wurdest auch gegen deine Eltern hart und machtest ihnen Vorwürfe, weil sie dich einem Mann zum Weib gaben, den du nicht lieben konntest. Dadurch härmten sich deine schon ohnehin alten und kranken Eltern so sehr ab, dass sie starben. Du warst dann noch schroffer gegen deinen Mann, so dass er dadurch auch zu siechen begann, sich dem Trunk ergab, dadurch auch in Verarmung kam, in eine Krankheit fiel und starb, und du wurdest dadurch eine arme Witwe.
Diese drückende Armut aber ließ Gott darum über dich kommen, weil du fürs erste das Gebot Gottes brachst, das da den Kindern gebietet, dass sie ihre Eltern ehren und lieben, damit sie lange leben und es ihnen wohl gehe auf Erden, und fürs zweite, weil du den dir von den Eltern bescherten braven Mann nicht liebtest und ihm eine bittere Stunde um die andere bereitetest.
Seitdem ist nun schon ein Jahr verflossen, und du hast noch nicht daran gedacht, deine Fehler einzusehen und zu bereuen und Gott um Vergebung derselben zu bitten. Und dennoch sagst du, dass Gott härter und tauber sei denn ein Stein und Sich des Menschen nicht erbarme, wenn dieser auch noch so anhaltend zu Ihm bete. – Nun, was meinst du jetzt über die Unbarmherzigkeit Gottes?“ [GEJ.07_132,14-17]

Umsetzung – Beispiele

Für die Eltern sorgen
Adam: „Tut, was ihr [für mich und Eva] tut, nicht zu meiner, sondern allzeit zur Ehre Gottes, und vergesst eures Vaters nicht in seiner großen Not, und gedenkt allzeit wohl der Schwäche eurer Mutter!“ [HGt.01_045,06]

Adam: „Und was ihr uns, euren Eltern, tut, Kinder, das tut aus Liebe, damit der von euch dargereichte Bissen nicht hart und bitter, sondern wohl schmecke euren alt und schwach gewordenen Eltern“ [HGt.01_044,11]

Jesus: „Ich kenne wohl dein Leben schon von der Wiege an, aber Ich kenne auch dein Herz, dem viele Arme ihr Leben zu danken haben; und darum bin Ich zu dir gekommen in deiner größten Not. Denn du selbst bist schon ziemlich alt und schwächlich geworden, und dieser dein einziger Sohn sollte deine Hauptstütze werden, wie du dir das auch mit Recht erhofftest; aber er ward krank und starb. Da Ich da wohl ersah deinen Schmerz und deine Not, aber daneben auch die sicher bald eintretende Not der vielen Armen, die infolge deiner eigenen Schwäche und Hilflosigkeit ihre bisherige Versorgung in deinem Hause mehr und mehr verloren hätten, so kam Ich, um nicht nur allein dir, sondern auch den vielen andern Armen und durch allerlei Not Bedrängten wunderbar zu helfen. […] Als Ich solches ausgeredet hatte, da wandte sich der neu belebte Sohn der Witwe an Mich…“ [GEJ.09_036,06+08]

Dankbarkeit der Kinder, für die Eltern sorgen zu dürfen
Adam: „Du, Ahbel-Seth […] bringe mir mein Gericht und meinen Trank […] Und sobald verneigten sich alle vor Adam und gingen in ihre nicht fernen Hütten. Seth aber tat mit der Hilfe seines Weibes seine Pflicht […] Und als somit alles wohl bereitet war, da war auch schon Seth mit seinem Weib, wohlversehen mit Speise und Trank, zugegen und dankte Mir mit dem gerührtesten Herzen für die hohe Gnade, die ihm vor allen seinen älteren Brüdern zuteil geworden war, Speise und Trank reichen zu dürfen seinen Eltern.“ [HGt.01_048,04-05]

Der Herr: „Die Kinder aber dankten Mir still in ihren Herzen für die große Gnade, dass Ich sie gewürdigt habe damit, dass sie nun in großer Freude sorgen durften für ihre Eltern. – Seht, das waren Mir recht liebe Kinder, dergleichen es jetzt wenige gibt auf der gänzlich verdorbenen Welt; oh, das waren aber auch Kinder nach Meinem Herzen!
Möchten doch viele solche Kinder sein, oh, dann wäre Ich ihnen kein so verborgener Vater, wie Ich nun leider gar so vielen sein muss, damit sie doch nicht gänzlich zugrunde gehen in ihrer verstockten Blindheit! –“  [HGt.01_045,03]

Adam: „Die Eva, eure Mutter, aber wird noch leben einige Zeit; haltet sie in Ehren, und sorgt für sie, bis auch sie der Herr abrufen wird! Dir, Henoch, übergebe ich meine Wohnung und alles, was in ihr ist; und die erste Sorge für die Mutter sei dir anbefohlen! […] – Das alles ist mein und des Herrn Wille! Danach handelt! Amen.“ […] Und der Henoch bezog das Haus Adams und lebte im selben mit seinem Weib und seinen Kindern und sorgte für die Eva, welche noch dreißig Jahre nach dem Tod Adams lebte.“ [HGt.03_115,19-26}

„Und dahin die Kunde [vom Versterben Adams] kam, entstand alsbald tiefe Trauer, und alles wehklagte und weinte ob des Verlustes des Erzvaters. Aber um eben desto mehr gewann nun das Ansehen Evas.“ [HGt.03_116,03]

Sich untereinander ehren durch Liebe
Der Herr: „Wehe dem, der seinem Vater je in etwas in den Weg zu treten sich unterfangen würde! Den will Ich mit zornigen Augen anblicken; denn das Haupt des Vaters ist gleich der Heiligkeit Gottes. Jeder kann erhört werden, wenn er Reue tut im Herzen; aber wer antastet den geringsten Teil Meiner Heiligkeit, den wird das unauslöschbare Feuer derselben ergreifen und verzehren jeden Tropfen der Reuetränen in ihm, und er wird zerstört werden fürder ewiglich!
Und wer aber antastet seine Mutter argen Herzens und ist entgegen ihrer Liebe, den will Ich nicht mehr ansehen in aller seiner Not. Denn die Mutter ist gleich der Liebe in Mir; wer diese verschmäht, der wird hart wandeln auf den heißen Wegen Jehovas.
Desgleichen auch, so ein Bruder wider den andern ist, der wird verlieren Meine Gnade, und Meine Erbarmung wird ihm fern sein; und so jemand missachtet seine Schwester, vor dem soll Mein Herz verschlossen werden. Denn eure Brüder sind auch Brüder Meiner Liebe, und eure Schwestern sind die Augenweide Meiner Liebe.
Daher ehrt den Vater, und liebt die Mutter, und seid einander gegenseitig untertan in aller Liebe, damit ihr fürchten könnt Meinen Namen Jehova, und damit ihr lieben könnt Meine Liebe und euch geleiten lassen könnt von der großen Heiligkeit Meines Geistes am Tag Meiner großen Heiligkeit dreifältig zur Erlangung der Weisheit siebenfältig für die sechs Tage der Liebe, zu handeln gerecht vor Meinen Augen. [HGt.01_017,03-08]

Der Herr: „Die Ehrung aber durch die Liebe genügt für jegliches Verhältnis unter euch, sei es ein Bruder zum Bruder, oder ein Sohn zum Vater, oder ein Vater zum Sohn, oder das Weib zum Mann, oder der Mann zum Weib, oder die Schwester zur Schwester, oder der Bruder zur Schwester, oder die Schwester zum Bruder, oder die Tochter zur Mutter, oder die Mutter zur Tochter, oder der Sohn zur Mutter, und die Tochter zum Vater, oder die Mutter zum Sohn, und der Vater zur Tochter, – kurz, es genügt in allem die alleinige wahre Liebe, und zwar aus dem Hauptgrund, darum Ich Selbst von euch allen ja nichts mehr verlange denn allein eure Liebe im Geist und aller Wahrheit aus ihr. […]  Also noch einmal für alle Male gesagt: Die Liebe genügt und genüge euch allen!
Du, Mein geliebter Sehel, aber wirst das alleinige Gebot der Liebe auf Steinflächen einzeichnen, damit dann jedweder sehen wird, um was sich alles dreht, und was da der gemeinschaftliche Mittelpunkt aller Dinge ist!“ [HGt.02_063,08-14]

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Erklärung und Kontext zu: Jesus bringt das Schwert statt Frieden zu erregen die Familienmitglieder wider einander (Matth. 10,34-36)

Jesus: „Aber nun kommt das 10. Kapitel (Matth.) mit dem 34, 35, 36. Vers: „Ihr sollt nicht wähnen, dass Ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu streuen. Ich bin nicht gekommen euch den Frieden dieser Welt zu geben, sondern das Schwert zum Kampf. Denn Ich bin nur gekommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater, die Tochter wider ihre Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des Menschen Feinde werden seine Hausgenossen sein.“
Wer diese drei Verse buchstäblich nimmt, die noch dazu sehr mangelhaft übersetzt sind, der kommt notwendig in ein Labyrinth von Irrtümern, aus denen er auch mit dem Licht einer Urzentralsonne nicht herauskommen kann. Denn wie aus dem Vorhergehenden ersichtlich, lehre und begehre Ich alle erdenkliche Nachgiebigkeit, Friedlichkeit und Freundlichkeit unter den Menschen; und Moses selbst lehrt in seinem vierten Gebot aus Meinem Mund: „Ehre und achte und liebe Vater und Mutter, auf dass du lange lebst und es dir wohlergehe auf Erden.“
Wie könnte Ich dann alledem schnurstracks entgegen eine Lehre aufgestellt haben, nach der der Sohn mit seinem Vater, die Tochter mit ihrer Mutter, die Schnur mit ihrer Schwieger usw. mit dem Schwert in der Hand in fortwährendem Unfrieden, in einem Haus noch dazu, miteinander leben sollten!
Um diese Texte, die ursprünglich richtig von Mir sind, zu verstehen, und sie als Meine Lehre zu würdigen, muss man zuerst wissen, bei welcher Gelegenheit Ich sie ausgesprochen habe, und auch wie, infolge einer richtigen Übersetzung.
Die Gelegenheit war, als Ich in einem Ort Galiläas das Volk die Pflichten lehrte, die sie Gott und sich selbst untereinander schuldig seien. Und Ich sagte zu ihnen: „Ich lehre euch nichts anderes, als was Mich Mein Vater von Ewigkeit her gelehrt hat, von dem ihr zwar auch sagt, dass Er euer Vater sei, den ihr aber dennoch nie erkennt und erkannt habt. Denn würdet ihr Ihn kennen, so würdet ihr auch Mich kennen, da Mich dieser Vater zu euch gesandt hat.“
Sie sagten darauf: „Was machst du aus dir selbst; sind wir nicht Kinder Abrahams, und sagte Gott nicht zu Abraham, dass wir alle, die von ihm abstammen Seine Kinder sind?“ Da aber wurde Ich erregt und sagte: „Ihr sollt nach der Abstammung von Abraham Gottes Kinder sein, aber ihr seid es schon lange nicht mehr, sondern euer Vater ist der Satan, eure Mutter ist die Legion von allen Teufeln, und eurer Schnur Schwieger ist eure kaum ermessbare Blindheit, Trägheit und Bosheit; und diese größten Menschenfeinde sind eure eigenen Hausgenossen! - Und wer aus euch wieder zur wahren Kindschaft Gottes gelangen will, der ergreife das Schwert der Wahrheit, die Ich zu euch rede, und kämpfe so lange wider solche seine Hausgenossen, bis er sie besiegt hat.“
Da fragte freilich das Häuflein Pharisäer und Schriftgelehrte, wie Ich es wagen könne - sie für Kinder des Satans, aller Teufel und ihrer eigenen Blindheit, Trägheit und Bosheit zu erklären, indem sie erwiesenermaßen alle aus dem Stamme Levi abstammten?
Ich aber sagte: „Dem Fleisch nach wohl, aber dem Geist nach seid ihr nicht dem Levi gleich - von Oben her, von wo auch Ich her bin, sondern von unten her; darum ihr Mich denn auch nicht erkennt, sondern hasst und verfolgt.“
Aus dem wird jedem einleuchtend sein, und besonders einem tüchtigen und wohlbewanderten hebräischer Schrift Kundigen, dass Ich diese von dem Pseudo-Evangelisten Matthäus oder besser von dem euch schon bekannt gegebenen l'Rabbas in Sidon aufgeschriebenen drei euch auffallenden Verse im 10. Kapitel eben nur bei der Gelegenheit ausgesprochen habe, die Ich euch soeben bekanntgab, und wörtlich in der Weise, wie Ich sie euch nun wieder gegeben habe. Denn jene in der Übersetzung, die ihr als ganz widersprechend mit Meinem Geist aus dem Evangelisten herausgehoben habt, würden ja selbstverständlich Meine Hauptlehre von der Nächstenliebe, wie auch das Gesetz Mosis schnurstracks zunichte machen.
Wer aus euch allen, so er nur einen Funken Glaubens an Mich und Meine Lehre besitzt, kann es Mir zumuten, dass Ich heute als das Heiligste allen Menschen ans Herz legte, Gott über alles zu lieben und zu erkennen und seinen Nächsten wie sich selbst, und morgen mit einem andern Gebot käme, und sagte: „Hasst und verfolgt euch gegenseitig nach Möglichkeit mit dem Schwert in der Hand.“ Ich meine, dass man solch einen Lehrer aus dem Reich der Barbaren offenbar in eine starke Sicherheitsanstalt zu bringen sich genötigt finden müsste, da so ein Lehrer doch offenbar ins Tollhaus gehörte. Und da Ich euch nun diese Texte im rechten und wahren Geist erklärt habe, so werdet ihr doch einsehen, dass Ich dadurch nicht im geringsten Meiner göttlichen Weisheit widerstrebt habe und somit auch kein Tollhäusler bin, als was Mich schon so manche Schriftsteller der neuen Zeit erklärt haben, was Mich aber dennoch mit keinem Grimm wider sie erfüllt, sondern Ich vergebe es ihnen, weil sie wirklich nicht wissen, was sie tun." [GEJ, Supplemente Seite 257, Vers 03 bis Seite 259, Vers 1]


August 2018


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