Jakob Lorber - Organspende erlaubt? - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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Jakob Lorber - Organspende erlaubt?

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Was unter Organspende zu verstehen ist
Organspende bedeutet das zur Verfügung stellen von Organen eines lebenden oder verstorbenen Menschen zu Forschungszwecken oder zur Transplantation. Hierfür gelten gesetzliche Regelungen, die in den verschiedenen Staaten unterschiedlich ausfallen. Voraussetzung für eine postmortale Organspende ist die eindeutige Feststellung des Hirntodes.

Sind hirntote Menschen tote Menschen?
„Die Definition des Hirntodes beruht auf einem 1968 veröffentlichten Konzept der Harvard Medical School. Vorher galt ein Mensch als tot, wenn seine Atmung und Herztätigkeit stillstand. Der Körper des Verstorbenen erkaltete, Totenflecken zeigten sich, die Leichenstarre stellte sich ein, der Verwesungsprozess folgte. Doch durch die Entwicklung der Ersten Hilfe, der Beatmung und anderer intensivmedizinischer Techniken wurde auch schwer Hirngeschädigten ein Weiterleben ermöglicht – allerdings befanden sich dann einige der Patienten im irreversiblen Koma. Zur Klärung des Status dieser Patienten wurde eine neue Todesdefinition festgelegt. Dabei wurde berücksichtigt, dass diese Patienten trotz intensivmedizinischer Behandlung in absehbarer Zeit sterben würden. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer definierte am 9. Mai 1997 den Hirntod wie folgt: „Der Hirntod wird definiert als Zustand der irreversibel erloschenen Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms. Dabei wird durch kontrollierte Beatmung die Herz- und Kreislauffunktion noch künstlich aufrecht erhalten.““ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hirntod)
„Beachtung verdienten vor allem die Studien namhafter Neurologen, nach denen die Zeit zwischen Herztod und körperlichem Verfall nach diagnostiziertem Ganzhirntod gelegentlich Wochen, in Einzelfällen auch länger dauern könne, ein Phänomen, das mit "chronischem Hirntod" beschrieben werde (175 Fälle bis 1998: Neurology 1998; 51: 1538). Bis 2003 seien zehn erfolgreich beendete Schwangerschaften bei Hirntoten dokumentiert (Crit Care Med 2003; 31: 1241). "Die Annahme, dass nach dem Hirntod unmittelbar und notwendig Herzstillstand und körperliche Desintegration eintreten, gilt heute als widerlegt", so Müller. Ihr Fazit entspricht dem Tenor im US-Positionspapier. Der US-Ethikrat bezeichnet den "Anspruch von Medizinern und Politikern, die Trennungslinie zwischen Leben und Tod mit der Diagnose Hirntod eindeutig ziehen zu können", als "zweifelhaft" - auch dann, wenn, wie in Deutschland, der irreversible Ausfall des gesamten Gehirns (whole brain death) mit dem Hirntod gemeint sei. Gleichwohl sei dieser eine geeignete Voraussetzung für die Organentnahme.“
(Quelle:http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/608610/sicher-derzeitige-diagnostik-des-hirntodes. html?sh=3&h=324026683


I. Aussagen der Bibel

Hirntote Menschen sind in Wirklichkeit sterbende Menschen:
Ihr Herz schlägt noch, das Blut zirkuliert und der Körper ist warm. Nur lebend-frische Organe, wie z.B. das weiterhin schlagende Herz oder andere völlig durchblutete Organe können entnommen und transplantiert werden, nicht leblose Organe einer Leiche.

In der Bibel steht geschrieben „des Leibes Leben ist im Blut“ (3.Mo 17,11) und nicht „des Leibes Leben ist in seinem Gehirn“, wie es uns die neue juristische Todeszeitpunkt-Definition glauben machen will. Solange der Körper noch warm und durchblutet ist, befindet sich seine unsterbliche Seele in ihm und durchdringt ihn durch und durch. Gott spricht eindeutige Worte: „Und welcher Mensch… IRGEND (!) Blut isst, wider den will ich mein Antlitz setzen und will ihn mitten aus seinem Volk ausrotten. Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass eure Seelen damit versöhnt werden. Denn das Blut ist die Versöhnung, weil das Leben in ihm ist. Darum habe ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll Blut essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnt… Denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, solange es lebt; und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt KEINES (!) Leibes Blut essen, denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, wer es isst, der soll ausgerottet werden“ (3.Mo 17,10-14)!
„Allein merke, dass du das Blut nicht essest, denn das Blut ist die Seele; darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen“ (5.Mo 12,23).
„Esst das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut" (1.Mo 9,4), also auch: Transplantiert das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut. Doch nur lebende, durchblutete Organe können transplantiert werden!

Bei der Organtransplantation wird also ein Stück Leben aus dem einen herausgerissen, um dieses Stück Leben in einem anderen einzuknebeln. Anschließend nimmt der Organempfänger für den Rest seines irdischen Lebens Medikamente um dieses Leben fest eingekerkert in sich gefangen zu halten, damit dieses Leben ja nicht entweicht. Ein Vergehen am Leben selbst! Welch ein Frevel an Gott, dem Leben allen Lebens – dem Leben Selbst!

Die Organentnahme bewirkt erst den Tod
Vor der Organentnahme werden den Hirntoten muskelentspannende und schmerzstillende Medikamente verabreicht (die DSO empfiehlt zur „Optimierung des chirurgischen Eingriffs“ 5 Fentanyl, eines der stärksten Schmerzmittel, ca. 100 x stärker als Morphin), sie werden voll oder teilweise narkotisiert und - um den oftmals vorkommenden Abwehrbewegungen der „Toten“ vorzubeugen - am Operationstisch festgeschnallt. In der Schweiz ist Vollnarkose Vorschrift. Brauchen Tote derartige Behandlungen noch?

Mediziner töten auf grausame Weise mit dem Einverständnis von Staat und Kirche sterbende Menschen, doch Gott hat uns das Gebot gegeben: „Du sollst nicht töten.“ (2.Mo 20,13; 5.Mo 5,17)

Organspende ein Akt der Nächstenliebe?
Wenn auch der Hirntod ein irreversibles Versagen bestimmter Gehirnfunktionen bedeutet, so rechtfertigt dies dennoch nicht, Organe, Gewebe oder sonstige Körperteile zu entnehmen, was zum definitiven Erlöschen aller Lebensfunktionen, und damit erst zum Tod des Betroffenen führt. Freiwillige Organspende beim Hirntod ist ein Aufruf zur eigenen Tötung, Hilfe zum Selbstmord. Dies kann auch nicht gerechtfertigt werden mit „niemand hat größere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde“ (Joh 15,13), denn wer aus Liebe zu seinen Freunden sein Leben auf eine Art und Weise lässt, die gegen Gottes Ordnung und Seine Gebote verstößt, versündigt sich dennoch und wird sich die daraus folgende Sanktion gefallen lassen müssen! „In seiner [des Herrn!] Hand ist die Seele alles dessen, was da lebt, und der Geist des Fleisches aller Menschen“ (Hi 12,9-10). Erteilen Angehörige die Erlaubnis, so stimmen sie der aktiven Sterbehilfe bzw. Mord zu. „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: "Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein."“(Mt 5,21; s.a. 2.Mo 20,13; 2.Mo 21,12; 3.Mo 24,17; 5.Mo 5,17; Mt 19,18; Mk 10,19; Lk 18,20; Rö 13,9; Jk 2,11).

Einen Sterbenden bei lebendigem Leibe auszuschlachten hat nichts mit Nächstenliebe zu tun. Jesus weist darauf hin: „Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete“ (Joh 15,14). Dazu gehört auch, aus Liebe alles auferlegte Leid - sein eigenes Kreuz - in Demut bis zu Ende tragen, den bitteren Kelch nicht abzuweisen (Lk 22,42). Wer Jesus Freund sein will, muss bereit sein, Ihm ausnahmslos in Allem nachzufolgen (Lk 9,23-24; Mt 10,38; Mt 16,24-15; Lk 9,24; Jh 12,25). Dazu gehört auch, das auferlegte (Leidens-) Kreuz in Demut und Geduld bis zum Tod auf sich zu nehmen. „Die Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, dass der Sohn Gottes dadurch geehrt werde“ (Joh 11,4). „Wer am Fleisch leidet, der hört auf von Sünden, dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht der Menschen Lüsten, sondern dem Willen Gottes lebe“ (1.Pt 4,1-4).
Niemand weiß, wie lange nach Gottes ewigem Ratschluss seine Zeit auf Erden dauert. Niemand weiß, wie viel Trübsal während seines Erdenwandels seiner warten, doch „ich achte der keines, ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf dass ich vollende meinen Lauf mit Freuden“ (Apg 20,22-24), denn Jesus spricht: „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert“ (Mt 10,38). „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's erhalten. Und welchen Nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt gewönne, und verlöre sich selbst oder beschädigte sich selbst? Wer sich aber mein und meiner Worte schämt, des wird sich des Menschen Sohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und seines Vaters und der heiligen Engel“ (Lk 9,23ff). „Das Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist's eine Gotteskraft“ (1.Kor 1,18).
Doch wer möchte in einer materialistischen Gesellschaft, die ewiges Jung- und Dynamisch-Sein suggeriert, noch sterben? Ein jeder hofft, sich auf Kosten eines anderen Überleben erkaufen zu können. Viele Schwerkranke ersehnen sich, alsbald ein neues Herz, eine neue Leber etc. zu erhalten, erhoffen sich den Hirntod eines anderen Menschen, um von ihm das benötigte Organ zu bekommen. Meistens wollen die Aspiranten gar nicht wissen, von wem das neue Organ stammt. Vergessen ist: „Lass dich nicht gelüsten, was dein Nächster hat.“ (2.Mo 20,17). Man möchte nichts davon wissen, dass unser Leib ein uns anvertrautes Gut Gottes ist, nicht uns, sondern Ihm gehört, denn „in Seiner [des Herrn] Hand ist die Seele alles dessen, was da lebt, und der Geist des Fleisches aller Menschen“ (Hi 12,9-10). „Oder wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst“ (1.Kor 6,19)? „Christus ist gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, dass ER über Tote und Lebendige Herr sei“ (Rö 14,9). „Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse bewahrt werden unsträflich auf die Zukunft unseres Herrn Jesu Christi“ (1.Thess 5,23). „Dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber das Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?" (1.Kor 15,53-54).

Organverteilerstellen handeln weltweit mit ausgeschlachteten Körperteilen. Verwertet wird, was immer nur möglich ist. Der Mensch ist zur Ware degradiert, an der sehr gut verdient wird. Von Gott zugelassen, daher erlaubt? Nein, denn „gleichwie sie nicht geachtet haben, dass sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, dass, die solches tun, des Todes würdig sind“ (Rö 1,28-32). „Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit“ (1.Kor 3,8).

Hirntote werden nicht mehr liebevoll bis zu ihrem Leibestod begleitet. Niemand steht ihnen in ihrer letzten Stunde bei. Die Angehörigen werden aus dem Krankenzimmer geschickt, der Betroffene auf den kalten OP-Tisch gelegt, sein Körper vom Kopf bis zum Schambein aufgesägt... Anverwandte, die anschließend den Leichnam nochmals sahen, berichten, dass sich in den Gesichtern der Verstorbenen ein entsetzliches Leiden widerspiegelte, Schmerz und Angst abzulesen waren. Jesus sagt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mk 12,31). Ist Liebe darin, wenn ein lebendig-warmer Körper, in dem das Herz noch schlägt und das Blut zirkuliert, aufgeschlitzt und ausgeschlachtet, das lebende Herz, lebende Organe herausgerissen werden? Sollen wir nicht „barmherzig sein wie auch unser Vater barmherzig ist“ (Lk 6,36)? Jesus sagt: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten [damit auch hirntoten, sterbenden] Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40)!

Mit einer Organspende neues Leben schenken oder Herr über Leben und Tod sein wollen?
Neben erfolglosen Transplantationsversuchen „sinken die Überlebensraten nach einer Transplantation in Deutschland dramatisch ab. Haben bis vor wenigen Jahren neun von zehn Lebertransplantierte zumindest das erste Jahr nach der Übertragung überlebt, sind es heute nur noch 72 Prozent, wie Professor Björn Nashan, Direktor der Klinik für Transplantationschirurgie am Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), sagt.“ (Quelle:http://www.welt.de/gesundheit/article10244259/Deutsche-ueberleben-Transplantation-immer-kuerzer.html 12.10.2010) Oftmals erkranken neu eingepflanzte Organe, verschleißen sich, müssen nicht selten nach ein paar Jahren wieder ausgetauscht werden, was neben mehreren Möglichkeiten schon deshalb nicht verwunderlich ist, wenn nicht die Grundursache der Erkrankung erforscht und beseitigt wird. Organempfänger sind für den Rest ihres irdischen Lebens abhängig von Ärzten und Medikamenten, müssen vor allem immunsuppresive Medikamente einnehmen, damit das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Das setzt die eigene Immunkraft herab und öffnet Viren, Bakterien und Pilzen ungehindert den Eingang in den Körper, die wiederum neue Krankheiten hervorrufen. Der Krankheit-Medikamenten-Kreislauf zirkuliert. Doch man will nicht verstehen: „Was soll ich mein Fleisch mit meinen Zähnen davontragen und meine Seele in meine Hände legen? Siehe, er wird mich doch erwürgen, und ich habe nichts zu hoffen; doch will ich meine Wege vor ihm verantworten. Er wird ja mein Heil sein“ (Hi 13,14-16).

Organempfänger haben auch mit den seelischen Folgen der Organübertragung zu kämpfen. Nicht selten kommen Wesensveränderungen bei Menschen mit Fremdorganen vor, Vorlieben und Neigungen des Organspenders machen sich deutlich bemerkbar. Vielfach wird berichtet, dass man neben oder in sich noch jemanden anderen oder etwas Fremdes verspüre. Da die Seele während ihres Erdenlebens mit ihrem Körper und seinen Organen verbunden ist, bleibt sie es auch weiterhin mit ihren noch in einem oder mehreren fremden Körpern weiterlebenden Organen, teilt sich darüber mit. Anstatt den für sie vorgesehenen Weg im Jenseits gehen zu können, bleibt die Seele gefangen in einem fremden Körper und damit erdgebunden, „die Seele ist gebeugt zur Erde; ihr Leib klebt am Erdboden“ (Ps 44,26). Ihr Flehen zum Herrn: „Mache dich auf, hilf mir und erlöse mich um deiner Güte willen!“ (Ps 44,27) wird unterdrückt durch Medikamente, die die Abstoßung des eingepflanzten Organs verhindern.

Dass eine geistige Verbindung zwischen Seele und Körper besteht, ergibt sich aus der Tatsache, dass ein Körper ohne eine Seele gar nicht leben kann, ist aber auch in vielen Bibelstellen belegt, z.B. in Rö 8, 12-13; 1.Kor 3,3; 2.Kor 12,20; Kol 2,5-10; Gal 5,24; Rö 8,12).

Der Preis für ein paar irdische Jahre verlängertes Leibesleben ist hoch. Billigend wird dafür die Tötung eines sterbenskranken Menschen in Kauf genommen. Wer die Unversehrtheit des Menschen verletzte, wurde nach dem Alten Testament hart bestraft. So steht geschrieben in 2.Mo 21,12ff, Vergehen gegen Leib und Leben: „Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben. Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat ihn lassen ungefähr in seine Hände fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soll. Wo aber jemand seinem Nächsten frevelt und ihn mit List erwürgt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, dass man ihn töte. Wer Vater und Mutter schlägt, der soll des Todes sterben. Wer einen Menschen stiehlt, es sei, dass er ihn verkauft oder dass man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben. Wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Wenn Männer mit einander hadern und einer schlägt den andern mit einem Stein oder mit einer Faust, dass er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt: kommt er auf, dass er ausgeht an seinem Stabe, so soll, der ihn schlug, unschuldig sein, nur dass er ihm bezahle, was er versäumt hat, und das Arztgeld gebe. Wer seinen Knecht oder seine Magd schlägt mit einem Stabe, dass sie sterben unter seinen Händen, der soll darum gestraft werden.“
Ja, „mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen (Lk 6,38). Gottes Worte gelten weiterhin: „Ich bin der Herr, dein Gott.“ (2.Mo 20,2) „Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.“ (Jak 4,4)
Doch wer will schon noch zu jenen gehören: „Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist ein Gott der Geister alles Fleisches!“ (4.Mo 16,22)?

Der Mensch will Gott spielen
Mit Organtransplantationen will der Mensch selbst entscheiden über Leben und Tod, greift in die Ordnung und den Willen Gottes ein. Jung sein, jung bleiben und um jeden Preis so lange als möglich auf Erden leben und sich amüsieren heißt die Devise der heutigen Spaß- und Wegwerf-Gesellschaft. Von der Allmacht, Weisheit und Liebe Gottes will man nichts mehr wissen, das ist unmodern, out. Aus den Kirchen wird das ‚Vater Unser, DEIN Wille geschehe!‘ hinaus gefegt, die Anerkennung, dass Gott der Herr ist, es SEINEM Ratschluss entspringt, was ER zulässt oder gibt, was der eine oder andere zu leiden hat, und es in SEINER Hand liegt, die Seele abzurufen, wenn es Zeit für sie ist, die Welt zu verlassen um in ihre ewige Heimat zurückzukehren, in einem dunklen Winkel versteckt. Der Mensch will Gott spielen, in das von Gott geschenkte und Ihm gehörende Leben eingreifen (Hi 1,21), selbst bestimmen: dem einen, durch den Gehirntod untauglich geworden für die Gesellschaft, das Leben nehmen (Hirntote sind noch nicht tot!) um es zu Forschungszwecken zu nutzen oder einem anderen - vielleicht und möglicherweise - ein wenig zu verlängern, wobei es vollkommen gleichgültig ist, woher die Organe kommen, ist doch egal, ob legal oder illegal, von einheimischen Spendern oder Armen aus Entwicklungsländern, die das einzige was sie besitzen - ihre Organe - für ihr Überleben an reichere Länder verkaufen, oder wie in China üblich, Verbrecher hingerichtet und ausgeschlachtet werden; besorgt wird auf Bestellung. Doch „irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ (Gal 6,7)
„Ich sage euch wahrlich: Bis dass Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis dass es alles geschehe.“ (Mt 5,17; Lk 16,17)
„Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?“ (Mt 16,26; Mk 8,36)
"Alles Fleisch ist wie Gras und verdorrt“ (1.Pt 1,24; Jk 1,11). „Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden?“ (Gal 3,3) „So sind wir nun, liebe Brüder, Schuldner nicht dem Fleisch, dass wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr leben“ (Rö 8,12). „Sehet zu, dass ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet“ (Gal 5,13), denn „wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten“ (Gal 6,8). „Sehnlich warte und hoffe ich, dass ich in keinerlei Stück zu Schanden werde, sondern dass mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit also auch jetzt, Christus hoch gepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn“ (Phil, 1,19-22).

Gott allein ist der Herr über Leben und Tod:
„Ich bin der Herr und außer mir ist kein Heiland. Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr; so bin ich euer Gott. Auch bin ich, ehe denn ein Tag war, und ist niemand, der aus meiner Hand erretten kann“ (Jes 43,11-13). „Seht ihr nun, dass ich's allein bin und ist kein Gott neben Mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette“ (5.Mo 32,39).
„Bei ihm ist Weisheit und Gewalt, Rat und Verstand. Siehe, wenn er zerbricht, so hilft kein Bauen“ (Hi 12,13-14).
„Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der ein Herr ist Himmels und der Erde, bedarf niemanden, so er selber jedermann Leben und Odem allenthalben gibt“ (Apg 17,24-25).
„Keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn“ (Rö 14,7-8). Wir gehören nicht uns selbst, auch nicht unser Körper, sondern Gott. „Oder wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst“ (1.Kor 6,19). „Und welchen Nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt gewönne, und verlöre sich selbst oder beschädigte sich selbst?“ (Lk 9,25) „und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?“ (Mt 16,26; Mk 8,36)

Ein Christ sollte sich nicht unter dem falschen Vorwand der Nächstenliebe und dem Argument Leben schenken zu können verführen lassen und in Gottes Willen eingreifen wollen. Jesus rät: „Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe“ (Mt 7,15).
„Weh der greulichen, unflätigen, tyrannischen Stadt! Sie will nicht gehorchen noch sich züchtigen lassen; sie will auf den Herrn nicht trauen noch sich zu ihrem Gott halten. Ihre Fürsten sind unter ihnen brüllende Löwen und ihre Richter Wölfe am Abend, die nichts bis auf den Morgen übriglassen. Ihre Propheten sind leichtfertig und Verächter; ihre Priester entweihen das Heiligtum und deuten das Gesetz freventlich. Der Herr, der unter ihnen ist, ist gerecht und tut kein Arges. Er lässt alle Morgen seine Rechte öffentlich lehren und lässt nicht ab; aber die bösen Leute wollen sich nicht schämen lernen. Ich habe Völker ausgerottet, ihre Schlösser verwüstet und ihre Gassen so leer gemacht, dass niemand darauf geht; ihre Städte sind zerstört, dass niemand mehr da wohnt. Ich ließ dir sagen: Mich sollst du fürchten und dich lassen züchtigen! so würde ihre Wohnung nicht ausgerottet und der keines kommen, womit ich sie heimsuchen werde. Aber sie sind fleißig, allerlei Bosheit zu üben. Darum, spricht der Herr, müsset ihr mein auch harren, bis ich mich aufmache zu seiner Zeit, da ich auch rechten werde und die Heiden versammeln und die Königreiche zuhauf bringen, meinen Zorn über sie zu schütten, ja, allen Zorn meines Grimmes; denn alle Welt soll durch meines Eifers Feuer verzehrt werden“ (Zeph 3,1ff).
„Gleichwie sie nicht geachtet haben, dass sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten … Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, dass, die solches tun, des Todes würdig sind“ (Rö 1,28-32). „Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit“ (1.Kor 3,8). „Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten“ (Gal 6,7).

Die Bibel unzeitgemäß?
Gottes Ordnung zuwiderlaufende Handlungen hatten schon immer ihre sanktionierenden Folgen. Wenn die Menschen zu sehr von Ihm abfielen, kamen Gerichte über sie. Gott kann man nicht modernisieren, gottwidrigem Verhalten unterjochen. Der Herr: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht“ (Mt 24,35; Lk 21,33; Mk 13,31). „Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellt werden, denn es steht geschrieben: So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen alle Kniee gebeugt werden, und alle Zungen sollen Gott bekennen. So wird nun ein jeglicher für sich selbst Gott Rechenschaft geben“ (Rö 14,10-12). „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richtstuhl Christi, auf dass ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse“ (2.Kor 5,10).
Christen sollten wissen, „so unser irdisch Haus [der Leib] dieser Hütte zerbrochen wird, dass wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist, im Himmel, sehnen wir uns auch nach unsrer Behausung [ewiges Leben], die vom Himmel ist, und uns verlangt, dass wir damit überkleidet werden; so doch, wo wir bekleidet und nicht bloß erfunden werden. Denn dieweil wir in der Hütte [dem Leib] sind, sehnen wir uns und sind beschwert; sintemal wir wollten lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden, auf dass das Sterbliche würde verschlungen von dem Leben. Der uns aber dazu bereitet, das ist Gott“ (2.Kor 5,1-5). „Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, außer dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn“ (2.Kor 5,8), denn wir „sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsers Leibes Erlösung“ (Rö 8,23). „Wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinerlei Stück zu Schanden werde, sondern dass mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit also auch jetzt, Christus hoch gepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn“ (Phil 1,20-21).

Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch,
und euer Geist samt Seele und Leib müssen bewahrt werden
unsträflich auf die Zukunft unseres Herrn Jesu Christi."
                                                                    1.Thess 5,23



II. Gedanken zur Organspende unter den Gesichtspunkten der Neuoffenbarung  (Zitate siehe unten)

Organspende bei für tot erklärten Menschen.

Organe werden aus Hirntoten entnommen.
Hirntote sind in Wirklichkeit sterbende Menschen. Nur lebendfrische Organe, wie z.B. das noch bis dahin schlagende Herz oder andere völlig durchblutete Organe können entnommen und transplantiert werden. Freiwillige Organspende ist ein Aufruf zur eigenen Tötung, Hilfe zum Selbstmord. Erteilen Angehörige die Erlaubnis, so stimmen sie der Sterbehilfe bzw. Mord zu.

Organspende unter Lebenden

Der Mensch will Gott spielen:
Mit Organtransplantationen will der Mensch selbst entscheiden über Leben und Tod, greift in die Ordnung und den Willen Gottes ein.

Die Ware Mensch:
Wer möchte in einer Gesellschaft, die ewiges Jung- und-Dynamisch-Sein suggeriert, noch sterben? Ein jeder hofft, sich auf Kosten eines anderen Überleben erkaufen zu können.
Organverteilerstellen handeln weltweit mit ausgeschlachteten Körperteilen. Verwertet wird, was immer nur möglich ist.

Die Macht des Geldes:
An Organtransplantationen, auch wenn sie legal sind, wird sehr viel Geld verdient. Organempfänger werden für den Rest ihres irdischen Lebens abhängig von Ärzten und Medikamenten, müssen vor allem immunsuppresive Medikamente einnehmen, damit das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Das setzt die eigene Immunkraft herab und öffnet Viren, Bakterien und Pilzen ungehindert den Eingang in den Körper.
Für die Pharmaindustrie ein sehr gutes Geschäft, denn neben den Transplantations- und damit zusammenhängenden Kosten gehen die jährlichen „Nachsorgemedikamente“ des Organempfängers in die Tausende.
Der Organhandel ist ein blühendes Geschäft, und bringt neben dem Waffen- und Drogenhandel das meiste Geld ein.

Spiritueller Aspekt:
Mit einem fremden Organ ist eine tiefere Selbsterkenntnis kaum mehr möglich, da die Seele des Spenders über das gespendete Organ mit dem Empfänger verbunden ist und darüber Einfluss auf ihn nimmt.
Nicht selten kommen Wesensveränderungen bei Menschen mit Fremdorganen vor, Vorlieben und Neigungen des Organspenders machen sich deutlich bemerkbar, wollen ausgelebt werden.
Seele und Geist eines Verstorbenen bleiben solange in Kontakt mit den ihm entnommenen Körperteilen wie der Empfänger lebt, und so kann es leicht geschehen, dass der Organempfänger vom verstorbenen Spender immer wieder um- oder besetzt werden kann.
Nachzudenken wäre, ob man bei diesen Manipulationen - wollte man sich gleich welcher Art daran beteiligen - nicht zu einem Handlanger Satans wird, der eine jede Seele an ihrem Hinschreiten zu Gott hindern möchte. Jesus sagt: „Wo es nun unter den Menschen auch noch eine Wissenschaft und eine von ihr abgeleitete Kunst gibt, so sind dabei auch stets über drei Vierteile blinder Aberglaube. Auf solch eine faule Frucht von dem noch ungesegneten Baume der Erkenntnis aber läßt sich keine höhere Himmelswahrheit stellen; und wollet ihr sie darauf stellen, so wird darauf eine Frucht zum Vorschein kommen, die man wohl den Drachen zum Fraße vorwerfen, aber nicht den Menschen zur Nahrung geben könnte. Und sehet, und merket es wohl! Aus derlei Früchten werden auch die falschen Propheten mit all ihren Irrlehren und falschen Wunderzeichen hervorgehen und mehr denn drei Vierteile der Erde verderben. Denn so man sich bemühen wird, Meine reinste Wahrheitslehre mit den nun unter den Menschen bestehenden, mit allerlei Aberglauben untermengten Wissenschaften und wenig sagenden und leistenden Künsten in der Meinung zu vereinen, daß sie dadurch für die Menschen um so leichter annehmbar würde, so wird man, leicht von selbst verständlich, Meine Lehre stets mehr und mehr verunreinen, und die Wissenschaften und Künste, die voll Aberglauben sind, werden dadurch noch tiefer in die alte Nacht hinabsinken, als sie seit Anbeginn der Menschen jemals gesunken sind. Sie werden am Ende eine Zeitlang bloß nur zu einem Eigentum der falschen Propheten werden, damit diese mit ihrer Hilfe desto leichter und umfangreicher das blindgehaltene Volk für sich gewinnen werden können.“ (GEJ.09_090,09-10)

Organspende hat nichts mit Nächstenliebe zu tun, sondern ist ein Eingriff in Gottes Pläne, was Er jedoch zulässt, da Ihm nichts höher steht als unsere Willensfreiheit (GEJ.07_052,03).


Textstellen in der Neuoffenbarung (NO):

  • Ein Hirntoter lebt noch. Nur lebendfrische, völlig durchblutete Organe können transplantiert werden. Freiwillige Organspende ist ein Aufruf zur eigenen Tötung, Hilfe zum Selbstmord. Erteilen Angehörige die Erlaubnis, so stimmen sie der Sterbehilfe bzw. Mord zu:

„Hat ihnen Gott denn das Leibesleben darum gegeben, dass sie es vernichten sollen?! Das Leben des Leibes ist das dem Menschen von Gott gegebene Mittel, durch welches er das Leben der Seele für ewig gewinnen kann und soll. Nun, so er aber das Mittel zuvor vernichtet, womit soll er dann das Leben der Seele erhalten und eigentlich zuvor gewinnen? So ein Weber zuvor seinen Webstuhl zerstört, wie wird er auf demselben hernach seine Leinwand weben? Ich sage es dir: Die Selbstmörder – so sie nicht Irrsinnige sind – werden schwerlich je oder auch gar nie das Reich des ewigen Lebens besitzen! Denn wer einmal ein solcher Feind seines Lebens ist, in dem ist keine Liebe zum Leben, ein Leben ohne Liebe aber ist kein Lebens, sondern der Tod.“ (GEJ.06_163,2ff)

Jesus: „Mir steht wohl von Ewigkeit das Recht zu, alles Menschengeschlecht dem Fleische nach zu töten, und Ich bin sonach gleichfort ein Scharfrichter aller materiellen Kreatur in der ganzen ewigen Unendlichkeit; aber was Ich töte der Materie nach, das mache Ich geistig wieder für ewig lebendig. Wenn du das vermagst, so kannst auch du töten, wen du willst und kannst, zur rechten Zeit; aber da du das nun nicht kannst, so sollst du auch nicht töten, außer nur im höchsten Notfalle, zum Beispiel in einem Verteidigungs- oder in einem von Gott aus gebotenen Strafkriege gegen unverbesserliche, böse Völker, und auch im Falle einer Notwehr gegen einen argen Mörder und Straßenräuber. In allen andern Fällen sollst du nicht töten und töten lassen, solange du nicht in dir selbst Mein volles Licht hast!“ (GEJ.07_094,03f)

„Zum Exempel: Es wäre ein sehr schmerzlichst kranker Mensch, und die besten Ärzte wüßten kein Mittel mehr, den Menschen von seinen großen Schmerzen zu heilen. Nun aber fiele es einem ein, und er sagete zu den andern Ärzten: "Da diesem Menschen durch nichts mehr zu helfen ist, so geben wir ihm ein schnell tötendes Gift, und er ist auf einmal alle seine Leiden los!" Gesagt, getan, - und der Leidende war im Moment dahin. Ja, diese Ärzte haben den Kranken richtig von allen seinen Schmerzen befreit; aber sie haben ihn getötet, ohne zu bedenken, warum Gott ihm ein solches Leiden zukommen ließ, und wie es dann jenseits mit seiner Seele stehen möchte. Und so war das Mittel schlecht, was darum auch nie einen ganz rein guten Zweck nach sich ziehen kann.“ (GEJ.06_039,02)

„Ich habe jedem Menschen aus Meiner Ordnung ein bestimmtes Lebensziel gesetzt […] Wer aber sonach in was immer Meiner Ordnung eigenwillig und eigenmächtig vorgreift, der muß sich dann freilich insoweit ein kleines Gericht gefallen lassen, insoweit er Meiner gesetzten Ordnung vorgegriffen hat.“ (StE.01_035,14)

Ein Schriftgelehrter: „Wozu das lange Hinsiechen bis zum Tode, wozu die Schmerzen, und wozu das Bittere des Todes und das darauf im Grabe lange Verwesen und Vergehen des toten Leibes? Kurz und gut, mit der gewöhnlichen Todesart des Menschen bin ich durchaus nicht einverstanden und kann sie nicht als etwas Billiges ansehen!“ Jesus: „Da kann Ich Selbst dir eben nicht ganz unrecht geben; denn auch Ich bin mit der gewöhnlichen Todesart der Menschen durchaus nicht einverstanden. Aber was kann Ich dafür, so die Menschen sich selbst eine so bittere und unangenehme Todesart bereiten? Lebten die Menschen nur nach der ihnen schon vom Urbeginne hellst geoffenbarten Ordnung, so gäbe es auch nicht einen, der sich über das Bittere des Todes beklagen könnte. Die Altväter starben alle eines leichten und ganz sanften Todes; denn ihre Seelen verließen, so der Engel sie rief, mit großer Freude den Leib, der von Kindesjahren an bis ins hohe Alter keine Schmerzen zu bestehen hatte, sondern stets zumeist kräftig und gesund verblieb, und der endliche Leibestod war auch keine Folge von großen Leiden und Schmerzen, sondern erfolgte nur auf den stets ersehnten Ruf eines Engels, nach welchem die Seele frei und ohne allen Zwang aus dem Leibe trat, der Leib aber ohne den geringsten Schmerz gewisserart einschlief. Als aber dann die Menschen anfingen, stets mehr und mehr nach ihrem Sinne zu leben und sich mehr und mehr der Unzucht, Hurerei und andern schwelgerischen und die Sinne betäubenden Genüssen ergaben, so verdarben sie selbst ihre gesunde Natur, wurden schwach, elend und krank, und ihr Leibestod musste dann selbstverständlich einen andern Charakter annehmen [...] Ich weiß aber wohl, daß die Menschen infolge ihrer großen Blindheit nun und schon seit langem namentlich beim Sterben sehr viel leiden, und erstens, weil sie zum größten Teil gar keine sichere Kunde vom Fortleben der Seele nach des Leibes Tode haben und gar viele schon in dem Glauben der Sadduzäer stecken, und zweitens, weil die Menschen durch ihre höchst unordentliche Lebensweise ihren Leib mit allerlei unreinen Geistern angefüllt haben, aus denen mit der Zeit unvermeidlich auch allerlei böse und schmerzvolle und auch den frühen Tod zur Folge habende Krankheiten entstehen müssen. Und so bin Ich auch aus dem Grund Selbst im Fleische auf diese Erde gekommen, dass Ich dem Menschen jene Wege zu wandeln vorzeichne, auf denen er erstens wieder wahr und lebendig inne wird, dass und wie seine Seele als sein eigentliches Ich nach dem Tode des Leibes fortlebt, und zweitens, dass er so lange, als er auf dieser zu leben hat, gesund und kräftig bleibe bis in ein hohes Alter und sein Scheiden kein schmerzliches und qualvolles, sondern ein fröhliches und höchst beseligendes werde. Und so kann Ich als der Herr des Lebens euch die volle Versicherung geben, dass derjenige, der – wohl verstanden! – Mein Brot essen und Meinen Wein trinken wird, den Tod nicht sehen, fühlen und schmecken wird. Mit anderen Worten gesagt: Wer nach Meiner Lehre leben wird, der wird auch in ihre allbeseligende Wirkung versetzt werden.“ (GEJ.08_081,10 ff)

„Kinder sterben in allen Jahren, und die bösen Krankheiten hören nicht auf und sind eine fortwährende Plage der Menschen. O Herr und Meister, warum muß denn das sein auf dieser Erde?“ Sagte Ich: „Das müßte gar nicht sein und war es auch nicht in der Vorzeit; denn liesest du in einer Chronika von schweren Krankheiten unter jenen Menschen, die Gott ergeben waren und nach Seinen Geboten lebten?! Sie erreichten alle ein hohes Alter, und ihr Sterben war ein sanftes, schmerzloses Einschlafen. Da starb auch kein Kind; denn es ward von ganz gesunden Eltern gezeugt und der gesunden, einfachen Natur gemäß genährt und auferzogen. Als aber später bei den Menschen allerlei Hoffart und mit ihr ein ganzes Heer von tollsten Sünden wider die Gebote Gottes und wider die Gesetze der Natur Eingang fand, da erst kamen aus eigenem Verschulden allerlei böse Krankheiten unter die Menschen. Die also geschwächten Menschen konnten dann auch keine gesunden Kinder mehr erzeugen. Solche schon vom Mutterleibe an verkümmerten Kinder mußten nach und nach auch stets mehr und mehr von allerlei Krankheiten befallen werden und zu sterben anfangen in allen Stadien ihres Alters. Daß nun solches also geschieht, müßt ihr euch nicht denken, als hätte solches Gott aus irgendeiner unerforschlich-geheimen Absicht unter die Menschen verordnet; aber zugelassen hat Er es, damit die Menschen fürs erste durch die Krankheiten vom zu vielen Sündigen abgehalten werden, und fürs zweite, daß sie durch die bitter-schmerzlichen Krankheiten mehr von der Welt abgezogen werden, in sich gehen, ihre Sünden erkennen, sie verabscheuen und so in Geduld und Ergebung in den göttlichen Willen selig werden können. Also ist das auch bei den Kindern der Fall. Was soll aus einem körperlich ganz verkümmerten Kinde auf dieser Erde werden, und besonders bei Eltern, die selbst in allen Sünden geboren worden sind?! Wer wird sie erziehen, und wer wird sie heilen von ihren Übeln?! Ist es da nicht besser, daß sie von dieser Welt zurückgenommen werden und sodann dort im eigens für sie bestehenden Kinderreiche von den Engeln großgezogen werden?! Ich sage es euch: Gott weiß um alles und sorgt auch für alles! Aber da die meisten Menschen in dieser Zeit Gott gar nicht mehr kennen und nichts von Ihm wissen, wie sollen sie dann darum wissen, was Gott tut, und was Er verordnet zu ihrem möglichen Heile?! Würde Gott auf die Sünden der Menschen nicht die entsprechenden Krankheiten zugelassen haben, so ginge mehr denn die halbe Menschheit gänzlich zugrunde, und die Erde würde ganz zur Hölle werden und müßte zerstört und in toten Trümmern im endlosen Weltenraume umherirren, wie dieser sichtbare Sternen- und Weltenraum auch schon ähnliche Beispiele aufzuweisen hat, wovon euch Meine Jünger schon etwas Näheres sagen können. Gegen die Trägheit des Menschen aber gibt es kein anderes Mittel als eben allerlei zugelassene Übel, die notwendig auf die Nichtbeachtung des göttlichen Willens folgen müssen. Diese wecken des Menschen in ihrem Fleische fest schlafende Seele und zeigen ihr die leidigen Folgen ihrer Trägheit, und sie wird darauf vorsichtiger, klüger, emsiger und gefügiger in den erkannten göttlichen Willen. Und somit haben die verschiedenen Krankheiten, mit denen nun die Menschen behaftet sind, auch ihr entschieden Gutes. Freilich sind sie auch eine Art Gericht, das die Seele zum Guten nötigt; aber es ist der Seele dadurch dennoch der freie Wille nicht gänzlich benommen, und sie kann sich in und nach einer Krankheit noch ganz ordentlich bessern, obschon sie ihre weitere Vollendung erst jenseits einzuholen haben wird.““ (GEJ.06_055,01ff)

„Sagte Ich: Mein Freund, wenn so etwas [ein Unglück] geschieht, so ist das ganz gewiß eine bestbegründete Zulassung von oben, und es ist ungefähr dasselbe, als so jemand an irgendeiner Krankheit dahinstirbt, weil die Krankheit eine böse und unheilbare war. Denn kein Mensch auf der ganzen Erde bleibt am irdischen Leibesleben.“ (GEJ.06_155,06)

„Dieser Augenblick [des Todes tritt aber bei dem Menschen, der nach Meinem Willen gelebt hat, derart ein, dass er auch ohne Meine Gegenwart völlig schmerzlos, ja sogar mit den freudigsten Empfindungen, hinübergleitet vom irdischen zum geistigen Leben. Du aber hast dennoch, trotzdem du am Leben nicht gerade hängst, eine Art Besorgnis vor diesem Augenblick und denkst, gestärkt von Meiner Gegenwart, am leichtesten über diesen dir unangenehmen Wendepunkt hinwegzukommen. Ich sage dir aber nun, dass du auch diese verzeihliche menschliche Schwäche ablegen musst, damit dein Glaube, der dich bis jetzt erhalten hat und dieses hohe Alter erreichen ließ, völlig gekräftigt werde; denn der Glaube an Mich soll ja gerade das beste und einzige Mittel sein, alle drohenden Schrecknisse des Todes zu besiegen. Ist der Mensch völlig gläubig geworden, und habe Ich ihm ins Herz gelegt, es sei Zeit für ihn, die Fleischesbande zu lösen, da sein irdischen Tagewerk vollbracht, so werde Ich ihm sogar die Kraft geben, selbst die Fesseln zu sprengen, und er entschlummert sanft vor den Augen der Seinen in Frieden. Das ist der Tod, wie er sein soll, wie er jedoch in den allerseltensten Fällen nur eintreten kann, weil die Menschen den Augenblick des Abrufens mehr fürchten als alles andere und nicht durch gerechte Abnutzung, sondern durch gewaltsame Zerstörung der Körpermaschinerie den Übergang herbeiführen. Das verkehrte Leben hat daher auch viele Krankheiten geschaffen, die mit dem eigentlichen Tode nichts zu tun haben sollen, da nicht diese den Übergang, sondern die seelische Vollreife ihn bedingen soll.“ (GEJ.11_030,14 ff)

„Die mit dem Tode verbundene, vorhergehende Angst ist eben der Akt der Vereinigung des Lebens, welches vorher nur gar zu häufig schon in alle Weltwinde zerstreut war. Daher geschieht es auch, und das überaus notwendig, dass die Weltlichen einen oft überaus bitteren Tod schmecken müssen. Denn würde solches nicht geschehen aus Meiner übergroßen Erbarmung, so würden sie vollends ewig zunichte. Und dass solche [weltlichen Seelen] nach dem herben irdischen Tode in einen höchst unfreien Zustand kommen, ist ebenfalls wieder nur, damit ihr im Leibestode schwer gesammeltes Leben sich nicht wieder verflüchtige und endlich gänzlich zunichte werde. Und so ist denn selbst der angst- und qualvolle sogenannte ewige Tod nichts als eine durch Meine große Erbarmung gesetzte Lebensverwahrung. Welche Menschen aber schon bei ihrem Leibesleben ihr Leben durch Selbstverleugnung, Demut und Liebe zu Mir in Mir vereinigt haben, wahrlich, diese werden von des Leibestodes Angst nicht viel verspüren. – Und wenn ihr irdisches Lebensschifflein einmal an den trügerischen Weltklippen zerstäuben wird, so wird der Wanderer schmerz- und sorglos sagen: `Ich bin mit meiner Habe im Trockenen!` Bemühet euch daher, euer Leben schon hier zu vereinen in Mir, so wird euch der Tod des Leibes dereinst vorkommen wie eine große aufgehende Sonne dem nächtlichen Wanderer an einem Meeresgestade, welches voller Klippen und Abgründe ist. Glaubet es Mir, dass es also ist, so wird niemand mehr euch den inneren Frieden rauben! Das sagt der Herr des Lebens und des Todes. – Amen, Amen. Amen.“ (HiG.01_41.04.29)

„Wäre es wohl gut für den Menschen, so er den Tag und die Stunde Seines Ablebens ganz genau zum voraus wüßte? Für sehr wenige, im Geiste völlig Wiedergeborene, ja; aber für zahllos viele wäre das wohl ein großes Übel! Denn die herannahende Stunde ihres Ablebens würde sie derart mit aller Furcht, Angst und Verzweiflung erfüllen, daß sie entweder so zu Feinden des Lebens würden, daß sie sich vor der Zeit das Leben nähmen, um dadurch der Todesangst zu entgehen, oder sie würden in eine derartige Lebensträgheit geraten, in der für die Seele wahrlich wenig Heil zu erwarten wäre. Und also ist es für den Menschen besser, so er nicht alles als ganz bestimmt zum voraus weiß, was, wie und wann in dieser Welt dieses und jenes über ihn kommen kann und auch kommen muß.“ (GEJ.09_070,03)

  • Organentnahme bei Hirntoten, nachdem vorbereitende Maßnahmen hierzu bereits vor Feststellung des Hirntodes getroffen wurden. Nur lebende Organe können transplantiert werden:

„Seht, da sind wir schon – und seht, da liegt auch noch unser Mann auf seinem Lager; denn solange noch eine Wärme im Herzen ist, löst der Engel die Seele nicht vom Leibe. Diese Wärme ist der Nervengeist, der zuvor von der Seele ganz aufgenommen werden muß, bis die volle Löse vorgenommen werden kann.“ (BM.001,07f)

Mathael: „Während ich solchen Dunst über der Brustgrube der Kranken sich immer mehr ausbreiten und verdichten sah, lebte der Leib noch immer und stöhnte [Anm. d.Hrsg.: Bei der Organentnahme wird oftmals ein Stöhnen und Zucken seitens des Hirntoten vernommen, wogegen starke Narkotika oder Muskelrelaxantien verabreicht werden] zuweilen wie jemand, der von einem schweren Traume geplagt wird. Nach etwa dem vierten Teile der Zeit einer römischen Stunde schwebte der Dunst in der Größe eines zwölfjährigen Mädchens etwa zwei Spannen hoch über des sterbenden Weibes Leib und war mit dessen Brustgrube nur noch durch eine fingerdicke Dampfsäule verbunden. Die Säule hatte eine rötliche Färbung, verlängerte sich bald und verkürzte sich auch wieder dann und wann; aber nach jedesmaligem Verlängern und abermaligem Verkürzen ward diese Dampfsäule dünner, und der Leib trat während der Verlängerungen stets in sichtlich schmerzhafte Zuckungen*). Nach etwa zwei römischen Stunden der Zeit nach ward diese Dampfsäule von der Brustgrube ganz frei, und das unterste Ende sah aus wie ein Gewächs mit sehr vielen Wurzelfasern. Im Augenblick aber, als die Dampfsäule von der Brustgrube abgelöst ward, bemerkte ich zwei Erscheinungen. Die erste bestand in dem völligen Totwerden des Leibes, und die andere darin, dass die ganze weißneblige Dampfmasse sich in einem Augenblick in das mir nur zu wohlbekannte Weib des Nachbarn umwandelte […]. Ich möchte nun nur das ein wenig mehr erläutert haben, warum die Seele im Moment des Scheidens als ein Dunst der Brustgrube entsteigt, und warum nicht gleich als eine ausgebildete Menschenform. – Herr, Du liebevollster Vater, Du allweisester Meister alles Leben, möchtest Du uns darüber wohl eine Erklärung geben?“ Sagt der Herr: „Die sollet ihr sogleich haben; und so höret denn! Der ersichtliche Dunst – in dem Maße [Form] eines Menschen doch immerhin – ist eine Folge der großen Beklommenheit der Seele im Moment des Scheidens, in welchem sie vor lauter Furcht und Entsetzen auf einige Augenblicke ganz bewusstlos wird. Es ist eine außerordentliche Tätigkeitsanstrengung der scheidenden Seele, sich zu erhalten in ihrer sich selbst bewussten Existenz. Alle ihre Teile werden in eine außerordentlich heftige Vibration gesetzt, dass darob auch das schärfste geistersehende Augen irgendeine bestimmte Form nicht entdecken kann.““ (GEJ.04_128,07ff)

„Ein vollkommener Mensch wird wohl freilich nie in den Scheintod kommen; aber der materielle und genußsüchtige Mensch leicht, weil seine Seele oft mit zu großer Liebe an ihrem Fleische hängt. Wenn so ein Mensch auch kalt, steif, atem- und pulslos wird und kein Lebenszeichen von sich gibt, so ist aber die Seele doch noch im Leibe und bemüht sich ängstlich, ihn wieder zu beleben, was ihr nach einigen Tagen auch zumeist gelingt. Wird aber ein solcher Mensch zu bald in die Erde vergraben und wird dann im Grabe wieder auch dem Leibe nach lebendig, so könnet ihr es euch wohl vorstellen, daß das für ihn, wenn auch nur auf einige Augenblicke, einen sicher höchst verzweiflungsvollen Zustand abgeben muß. So ihr aber lebet nach Meiner Lehre, in der vor allem unter euch die Nächstenliebe zu pflegen ist, da gehört auch das sehr zu einem Akte der wahren Nächstenliebe, daß ihr darauf wohl sehet, daß kein Scheintoter begraben oder verbrannt wird. So ihr es aber merket, daß da jemand im Scheintode liegt, da bringet ihn in ein Gemach mit guter und frischer Luft, betet über ihm, und leget ihm die Hände auf, und es wird mit ihm besser werden! Sollte manches Menschen Scheintod hartnäckiger sein, so habt Geduld, und haltet ihn nicht eher für tot, als bis sich die wahren Todeszeichen an ihm wohlerkenntlich zu zeigen anfangen! Denn was ihr zuverlässig wünschet, daß es euch die Menschen tun möchten, so ihr in einen solchen Zustand, der immer ein trauriger ist, gerietet, das tut ihr auch ihnen!“ (GEJ.08_084,03-04)

„Wenn wir von Gott aus berufen werden, diese Welt zu verlassen, dann wird zuvor ein Engel Gottes [...] in einem Augenblick alles dem Geiste Angehörige aus der Materie frei machen. Die Materie wird der vollen Auflösung übergeben, die Seele und ihr Lebensgeist, sowie alles, was in der Materie der Seele angehört, wird in vollkommenster Menschengestalt vereinigt in die reine Welt der Geister hinübergeführt nach dem ewigen, unwandelbarsten Willen Gottes!“ (GEJ.02_195,02)

„Aber selbst des Menschen äußere Form, die da ist sein Leib, hat nur so lange einen Wert, solange sie von der allein lebendigen Seele bewohnt wird. Ist die Seele einmal reif geworden, dann verläßt sie für ewig den Leib, und dieser wird verzehrt.“ (GEj.06_053,11)

„Wenn hier also von der gebotenen Erhaltung die Rede ist, da versteht es sich aber dann auch von selbst, daß jedermann noch weniger berechtigt ist, den Geist seines Bruders wie auch seinen eigenen durch was immer für Mittel zu zerstören und für die Erlangung des ewigen Lebens untüchtig zu machen. Gott tötet freilich tagtäglich der Menschen Leiber; aber zur rechten Zeit, wenn der Geist entweder auf die eine oder die andere Weise irgendeine Reife erlangt hat. Auch die Engel des Himmels, als fortwährende Diener Gottes, erwürgen in einem fort der Menschen Leiber auf Erden; aber nicht eher, als bis sie vom Herrn den Auftrag haben, und dann nur auf diejenige Art und Weise, wie es der Herr haben will.“ (GS.02_078,12)

  • Organspende unter Lebenden ein Eingriff in Gottes Wille:

„Sieh, wenn Gott die Menschen nur für diese Erde erschaffen hätte, dann wäre es wohl eine sonderbare Liebhaberei von Seiner Seite, in einem fort zu erschaffen und es dann wieder zu zerstören; aber weil Er die Menschen für ein höheres und ewiges Leben erschaffen hat und sie nur so lange auf dieser Erde bestehen läßt, bis sie die nötigste Willensfreiheitsprobe oder mindestens den Durchgang durchs Fleisch gemacht haben, so ist das eine wahre und lebendige Liebhaberei Gottes zu Seinen Menschen, daß Er sie auf dieser Jammerwelt nur so lange im Fleisch erhält, als es eben für einen oder den andern Menschen höchst nötig ist! Verläßt der eigentliche Mensch diese Erde, so wird er jenseits schon in solche Schulhäuser geführt werden, die geeignet sind, um zur höheren und wahrsten Lebensvollendung zu gelangen. Da wird er dann schon auch über die Genesis [Schöpfungsgeschichte] der ersten Menschen der Erde eine wahre Aufklärung bekommen.“ (GEJ.07_217,02)

„Was deine gestrige Frage betrifft, nämlich das oft langwierige und schwere Kranksein vor dem Leibestode, wie auch den zumeist sehr frühen Tod der Kinder, so ist solches von Mir aus nur eine Zulassung zur Besserung der Menschen“. (GEJ.10_182,01-02)

„Weil aber die törichten Menschen auf ihre Satzungen und alten, bösen Gewohnheiten mehr halten als auf Meine Gebote, die nichts als die reinste Liebe sind, so sind sie auch selbst Urheber von tausend Übeln und Krankheiten, die sie zu leiden haben und an denen sie oft leiblich und geistig sterben.“ (Heilung und Gesundheitspflege S. 84, Vers 4)

„Aber daran denkt niemand, daß all das Leiden, alle Krankheiten, alle Kriege, alle Teuerung, Hunger und Pest lediglich daher rühren, weil die Menschen anstatt für ihre Seele und ihren Geist nach der Ordnung Gottes alles zu tun, nur alles für ihren Leib tun!“ (GEJ.03_012,06)

„Würden die Menschen sich nie von Gott abwenden, so würden sie auch nie in eine Not und in ein Elend verfallen. Wenn ihr sonach auch in euren Nachkommen stets in und bei Mir im Glauben und in der Tat nach Meiner Lehre verbleiben werdet, so werdet ihr auch nie ein Elend zu bestehen haben. Auch des Leibes Krankheiten werden eure Seelen nicht ängstlich und kleinmütig machen; denn des Leibes Krankheiten sind allzeit nur die bitteren Folgen der Nichtbefolgung der von Mir den Menschen allzeit klar ausgesprochen gegebenen Gebote. Wer diese schon von seiner Jugend an treu zu halten anfängt, der wird bis in sein hohes Alter keines Arztes bedürfen, und seine Nachkommen werden nicht an den Sünden ihrer Eltern zu leiden haben, wie das bei den alten, Gott getreuen Völkern oft durch Jahrhunderte der Fall war. Aber wenn die Menschen auszuarten angefangen haben, dann sind auch bald schwere Körperleiden über sie gekommen und haben sie die Folgen der Gering- oder Garnichtachtung der Gebote Gottes kennen gelehrt. Denn so da ist ein Mensch nur, der eine kunstvolle Maschine zu irgendeinem Gebrauch anzufertigen versteht, so versteht er sicher auch, wie sie zum zweckdienlichen Gebrauch zu verwenden ist, und wie man die Maschine zu handhaben hat, daß sie nicht verdorben und sodann zum ferneren Gebrauch völlig untauglich wird. Und wenn der sachkundige Verfertiger der Maschine dem, der sie ihm zum Gebrauch abgekauft hatte, sagt und zeigt, was er zu beachten hat, um von der Maschine einen dauerhaft nützlichen Gebrauch machen zu können, so muß der Käufer das ja auch genau beachten, was ihm der Maschinenmeister gesagt hat. So aber der Käufer mit der Weile das entweder aus Eigen- oder Leichtsinn nicht mehr beachtet, wie die Maschine zu behandeln und zu gebrauchen ist, so muß er es sich selbst zuschreiben, daß die Maschine verdorben ist und somit für den guten Gebrauch entweder ganz oder doch zum Teil unbrauchbar geworden ist. Gott aber ist der große Maschinenmeister des menschlichen Leibes, den Er zum nützlichen Gebrauch für die Menschen als eine gar kunstvollste Maschine wohl eingerichtet hat. Gebraucht die Seele diese belebte Maschine nach dem ihr klar erteilten Rat, der in den Geboten Gottes besteht, so wird der Leib auch in seiner stets wohl brauchbaren Gesundheit verbleiben; mißachtet aber mit der Zeit die träg und sinnlich gewordene Seele diese Gebote des ewig großen Maschinenmeisters, so muß sie es sich denn auch selbst zuschreiben, so ihr Leib in allerlei Elend verfallen ist.“ (GEJ.09_035,05ff)

„Wer daher noch irgendeine große Furcht vor dem Tode des Leibes hat, dessen Seele steht noch in einem starken Verbande mit dem Fleische und in einem äußerst schwachen mit dem Geiste; denn eine große Liebe zum Leben auf dieser Welt ist ein sicheres Kennzeichen, daß die Seele sich noch sehr wenig bekümmert hat um das ewige Leben ihres Geistes in ihr […] Menschen, die sehr am irdischen Leben hängen, und bei denen alle ihre Sorge auf dasselbe gerichtet ist, haben schon während ihres kurzen Erdlebens sehr viel zu leiden, werden oft seelisch und bald darauf sicher auch fleischlich krank und sehr elend, und vor dem Scheiden aus dem Leibe haben sie stets mit oft unerträglichen Schmerzen zu kämpfen und scheiden in einem höchsten, alles betäubenden Schmerze aus dem Leibe, der gar oft nach der Löse vom Leibe einen langwährenden Nachhall findet, besonders bei jenen Seelen, denen es auf der Welt in ihren Leibern so recht wohl und behaglich erging. Dagegen jene Seelen, die auf der Welt zu der heilsamen Überzeugung gelangt sind, daß alle Schätze der Erde der Seele nichts nützen, weil sie in den Tod sinken müssen wie der Leib, und sich darum von der alten Narbe Adams so frei als möglich gemacht, aber dafür ihren Geist, das Atma Gottes, in sich gefunden und mit aller der wahren Sorgfalt gepflegt haben –, haben fürs erste wenig mehr eine irgend wie immer geartete Krankheit des Leibes zu bestehen. Ist das Leben der Seele einmal mit ihrem Geiste verbunden, so wird denn auch nach und nach ihr Leib eine geistigere Richtung annehmen und darum gefühlloser werden für die Eindrücke von seiten der äußeren Materiewelt; denn eine jede Krankheit des Leibes entsteht gewöhnlich aus dem Zerreißen irgendeines Bandes mit der Welt. Kurz, der Leib wird durch die lebenshungrige Seele mit tausend der verschiedenartigsten Bedürfnisse angestopft. Kann er zufolge klimatischer und tausend anderer Verhältnisse wegen nicht zufriedengestellt werden, so muß darum ein und das andere Band abgerissen werden, und der Leib wird darauf bald krank und sehr leidend, und mit ihm auch die Seele, welche am Ende mit ihrem Leibe die gleiche und eigentlich die vorzügliche Schmerzträgerin ist. So aber die Seele ihren Leib und dadurch sich selbst an möglichst viele Entbehrungen aus dem Todesbereiche der Welt gewöhnt hat, so werden am Ende eben nimmer viele Bande zwischen den toten Gütern der Erde und dem Leibe vorhanden sein, und es wird da denn auch wenig mehr zum schmerzlichen Zerreißen sich vorfinden. Ist aber dadurch möglichst aller Grund zu den Krankheiten des Leibes behoben, so möchte Ich dann nachher doch Selbst wissen, woher diese noch in den Leib und in die empfindsame Seele kommen sollten. Ja, bei solchen Menschen fühlt der Leib selbst dann von irgendeinem Schmerze nicht leichtlich mehr etwas, wenn er auch durch äußere arge Mittel gemartert und gepeinigt wird.“ (GEJ.02_226,02ff)

„Wenn Ich das Fleisch des Menschen ersterben lasse, so sein Geist zum Leben eingehen soll, so ist das ein gar kleiner Tod; du aber sollst in Meinem Feuer einen gar endlos großen finden, und es wird sich dann zeigen, wie viel von dir nicht getötet wird in Meinem Feuer! Was ist des Fleisches Abfall? – Nichts als eine Löse des Geistes, also seine Auferstehung vom Tode zum wahren, vollkommensten Leben!“ (HGt.03_021,19)

„Der Herr: „Dieser Kranken sage, daß nur Ich der einzige und allein rechte Arzt bin und frei helfen kann, wem Ich will!““ (HiG.01_41.01.25,02)

Der Herr zu einem Leidenden: „Die Glaubenskur aus der Liebe zu Mir, eurem Vater, ist die allerbeste! Wenn du glaubst in deinem Herzen, daß Ich dir allezeit helfen kann und will, wenn du nur immer Meiner allein rechten und wahren Hilfe vonnöten hast, und wann du dich immer lebendig volltrauend darum zu Mir wendest, dann soll dir auch allezeit geholfen sein! Aber bei Mir und bei der Weltkunst sollst du nicht zugleich Hilfe suchen, denn da kann die Weltkunst nur gerade so viel verderben, wie Ich dir helfe.“ (HiG.02_44.09.13,01f)

„Es kann daher davon keine Rede sein, als könnte etwa jemand, der euch verliehenen Heilkraft wegen, in und durch Meinen Namen niemals sterben. Wohl sollet ihr die Heilung niemandem vorenthalten, wo euch mein Geist sagen wird im Herzen: ,Dem werde geholfen!‘; wird aber der Geist sagen: ,Den lasse in der Plage seines Fleisches, auf daß seine Seele satt bekomme, zu frönen den Gelüsten des Fleisches!‘, so lasset den und heilet ihn nicht von seinem Fleischübel – denn er soll es erdulden zum Heile seiner Seele!“ (GEJ.05_075,08)

Jesus zu armen Fischern: „Ich bin allein ein wahrer Weltheiland für alle Menschen und habe nicht nur die Macht, jeden Menschen durch Meinen Willen und Mein Wort dem Leibe nach gesund zu machen, sondern vermag vor allem auch der Menschen Seelen von langer Irrsal zu erlösen und ihnen das ewige selige Leben zu geben.“ (GEJ.06_097,09)

Jesus zu Seinen zur geistigen Heilung berufenen Nachfolgern: „Ein Zeichen Meiner mächtigen Gegenwart bei und in euch wird sein, daß, wenn ihr den leiblich Kranken aus wahrer Nächstenliebe in Meinem Namen die Hände auflegt, es mit ihnen besser wird, wenn dies zum Heile ihrer Seelen dienlich ist. Dabei saget allezeit im Herzen: ‚Herr, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!‘ Denn ihr könnet es nicht wissen, ob das Besserwerden des Leibes einer Seele dienlich ist. Und ein ewiges Leben im Leibe ist ja keinem Menschen beschieden!“ (GEJ.09_043,06ff)

„Es ist wohl wahr, dass des Menschen Leben von der Geburt an bis zum Abfalle des Lebens von gar vielen Drangsalen und Leiden aller Art behaftet ist; aber so er nach der erkannten Ordnung Gottes lebt und dadurch in sich schon auf dieser Erde das lebenshelle Bewusstsein überkommt, was ihn im andern, wahren Leben erwartet, so wird er alle die oft noch so bitteren Prüfungen, die alle nur zur Erweckung des Geistes Gottes in seiner Seele ihm zugesandt [oder zugelassen] werden, mit aller Geduld und Standhaftigkeit ertragen und dabei vollauf frohes Mutes sein.“ (GEJ.09_119,19)

„Ich sage euch: Alle Kalamität, Seuchen, allerlei Krankheiten unter den Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, große, alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, große Stürme, große Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweisen der Menschen. Würden die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre würden wir die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere." (GEJ.04_144,02)

„Herr, warum aber muß der ohnehin arme, sterbliche Mensch nur in allerlei Schmerzen und Leiden zu Gott kommen? Könnte denn das nicht auch durch ein gesundes und leidenfreies Leben nach dem erkannten Willen Gottes geschehen?“ Sagte Ich: „Wie der Mensch es will; das hängt zumeist von ihm ab. Sogar die meisten Leibeskrankheiten sind Folgen von allerlei Sünden, die der Mensch schon von seiner Jugend an bis zu seinen alten Tagen hin gleichfort und am Ende schon aus einer Art Gewohnheit begangen hat. Manche Krankheiten der Menschen sind ein Erbe von Eltern und Voreltern an ihre Kinder und Kindeskinder, weil da schon die Eltern und Voreltern gesündigt haben. Da kann man Gott dann keine Schuld geben, wenn die Menschen sich selbst allerlei Krankheiten, Schmerzen und Leiden bereiten. Man könnte Mir wohl sagen und einwenden: ,Wenn der Mensch sogleich von Gott aus belehrt worden ist, was er zu tun hat, um in der gerechten Ordnung in der Welt zu leben und zu bestehen, und er handelte und tat nicht danach, so ist er offenbar selbst schuld daran, daß er in allerlei Leiden verfallen ist; hat aber der Mensch alles von der Natur ablernen und aus allerlei widrigen und oft sehr bösen Erfahrungen klug werden müssen, dann ist der Mensch an seinem Leiden nicht schuld und ist das bedauernswürdigste Geschöpf auf Erden!‘ Ja, sage Ich Selbst, das wäre der Mensch auch fürwahr, wenn es also wäre! Daß es aber nicht also ist, beweist die Erschaffung des ersten Menschenpaares im Paradiese, das beinahe ununterbrochen von Gott aus in allem möglichen mehr denn hundert Jahre hindurch unterrichtet wurde. Und dazu erweckte Gott in jener ersten Menschenzeit auf dieser Erde noch fort und fort Seher und Propheten, die die mehr und mehr weltlich gewordenen Menschen lehrten und ihnen den Willen Gottes offenbarten. Bei so bewandten Umständen konnte kein Mensch sagen, daß er von niemandem erfahren habe, wie er nach dem Willen Gottes zu leben habe. Aber die Menschen kultivierten sich nur zu bald ihre irdische Wohnwelt gar sehr, erbauten Städte und errichteten ein Prachtwerk ums andere, wurden so in ihre Welt verliebt und vergaßen vor lauter Welt Gott und wurden sogar Gottesleugner. Kam dann auch ein Seher, von Gott erweckt, zu solchen Menschen, so wurde er nur ausgelacht, und niemand achtete auf den Sinn seiner Rede. Nun, derlei Menschen mußten dann ihre Klugheit freilich nur aus allerlei bitteren Erfahrungen erlernen und sich daraus mühsam eine Lebensregel selbst bestimmen. Diese Lebensregeln, wie zum Beispiel nun die unter den vielen Heiden, waren aber schon zum größten Teil Sünden wider die wahre, göttliche Ordnung, und es mußten aus ihnen notwendig allerlei leibliche und seelische Übel unter den Menschen gang und gäbe werden. Wenn nun Gott eines solchen Menschen Seele fürs ewige Leben erhalten will, so muß Er ihr durch allerlei körperliche Leiden dazu verhelfen, und zwar dadurch, daß eine solche zu sehr an der Welt hängende Seele eben durch so manche Leiden und Schmerzen mehr und mehr von der Welt abgezogen wird, ohne die sie ganz von der Materie der Welt und somit von ihrem Tode und Gerichte an sich gezogen und verschlungen würde. Und seht nun, das ist der Grund, warum nun auf der Erde die Menschen so manches und vieles zu erleiden haben! […]Was nützete es dem Menschen, so er mit diesem Erdenleben die ganze Welt gewönne, aber Schaden litte an seiner Seele? Was kann ein solcher Mensch dann geben, seine Seele zu lösen? Darum muß der Mensch dieses Leibesleben ja allein nur dazu benutzen, daß er dadurch das ewige Leben der Seele gewinnt. Benutzt ein Mensch sein Leibesleben nicht vor allem dazu, so ist er selbst schuld daran, wenn er das Leben seiner Seele verwirkt oder es mindestens so weit schwächt, daß sie hernach jenseits oft eine überaus lange Zeit zu tun hat, um sich so weit zu sammeln, daß sie dann in ein nur etwas helleres und besseres Geistleben überzugehen imstande ist. Denn solange eine Seele noch mit einiger Liebe an ihrem Leibesleben und seinen Vorteilen hängt, kann sie im Geiste auch nicht völlig wiedergeboren werden; eine Seele aber, die in ihrem Geiste nicht völlig wiedergeboren ist, kann auch ebensolange nicht ins wahre Reich Gottes eingehen, weil darin kein Atom von etwas Materiellem bestehen kann. – Jetzt wisset ihr genug, und so gehen wir ins Haus!“ (GEJ.06_162,01ff)

„Es ist alles so eingerichtet, dass es ewig bestehen kann, wenn nicht die freiwillige Bosheit der Menschen Störungen in Meiner ewigen Ordnung verursacht, die ich nicht hindern darf, da sie von der Freiheit des Willens der Menschen herrühren und weil der freie Wille auch nur eines Menschen [Mir] unendlich höher steht als ein ganzes Sonnengebiet mit allen Planeten, Monden und Kometen.“ (HiG.01_40.09.27,25)

„Siehe, Meine Schule ist eine andere als die der Menschen auf der Welt!“ (HiG.02_42.09.10,04)

„Die gegenwärtige Krankheit vor dem Leibestode der Menschen ist demnach nichts anderes als die Folge der nahe gänzlichen Verlassung der alten Ordnung, ist aber auch zugleich ein Hüter der in manchen Menschen noch gesunden Seele, auf daß diese sich dann nach und nach aus ihrem schlechten Fleische zurückzieht, sich dadurch den Fesseln der bösen Seelesubstanzen ihres Leibes entwindet und, wenn diese ihr zu arg zu wirtschaften anfangen, sich mit Hilfe ihres besseren jenseitigen Geistes noch rechtzeitig aus ihrem Leibe für immer entfernt und darauf ewig nimmer nur den allerentferntesten Wunsch hat, sich je wieder in einen Leib zu begeben, – außer, sie ist schon als völlig böse aus dem Leibe getreten und sucht dann, um sich am Fleische recht bitter rächen zu können, in das Fleisch eines auf der Erde noch lebenden Menschen zu dringen und dasselbe auf die grausamste und unbarmherzigste Weise zu quälen, was ihr schon häufig gesehen und erlebt habt an den von bösen Geistern besessenen Menschen.“ (GEJ.10_182,19)

„Ich sage dir das aber darum, daß du den Ausspruch eines Arztes nicht für eine von Mir unterschriebene Wahrheit halten sollst und sollst Mir mehr glauben als einem Arzte, der dich allezeit lieber länger als kurz dauernd krank haben möchte.“ (HiG.02_48.02.02.a,07)

„Nachdem Ich ihnen erst haarscharf ihre Gedanken auseinandergesetzt hatte, fragte Ich die Templer: „Wie lange wollt ihr, daß Ich euch doch noch ertragen soll? Alle Zeichen, die Ich verrichte, und die so unzweifelhaft für Mich zeugen, verachtet ihr; Mein Wort aber erkläret ihr als Lüge. Wisset ihr nicht, daß es eine Grenze gibt, über die hinaus der Mensch nicht schreiten darf, wenn er nicht gänzlich dem geistigen Tode verfallen soll, und daß, wenn diese Grenze erreicht ist, Gottes Barmherzigkeit die Leiber vernichten muß, damit die Seelen durch den Mißbrauch derselben nicht gänzlich verderbt werden?! Ihr aber seid alle dieser Grenze nahe gekommen! Alles, was ihr durch eure Leiber euch nutzbar machen könnt zur Veredlung der Seele, verkehret ihr in euch zu deren Tötung. Habt ihr dazu eure Sinne? Ihr sehet nicht, um zu sehen; ihr höret nicht, um zu hören; ihr schmecket, fühlet, riechet nicht, um die Sinne als Vermittler zu gebrauchen, sondern nur, um eurer Sinnlichkeit zu frönen. Darum seid ihr aber auch schon ein stinkendes Aas geworden, das vertilgt werden muß, damit es nicht alles verpeste, und damit es wenigstens in seiner Asche noch zum Düngemittel des sonst guten, brauchbaren Bodens werde. Wahrlich, Ich sage euch: Die Axt ist euch an den Stamm gelegt, daß der Giftbaum eures Lebens umgeschlagen werde! Aber nicht Gott klaget darum an, sondern lediglich euch selbst! Ihr sehet nun, was hier Großes geschehen ist, und viele untrügliche Zeugen stehen umher, die für die Wahrheit bürgen; in euch aber gärt dennoch der Haß und der Wunsch, Mich und die Meinen zu vernichten, was euch aber nimmer gelingen wird! So gehet denn von hinnen in eurem Zorn, – doch wisset, was ihr säet, werdet ihr selbst ernten!“ (GEJ.11_039,04-06)

„Nie aber achtet auf das Urteil der Welt; denn die Welt ist und bleibt arg und böse, und Lüge, Trug und Hochmut sind ihre Hauptelemente! Ich sage es euch, daß ihr in Meinem Namen werdet Berge versetzen können und noch Größeres tun, als Ich Selbst nun tue; aber nie soll der Gedanke in euch aufsteigen, als hättet ihr etwas getan aus eurer Kraft und Macht; denn deren gibt es nicht auf dieser Welt! Nur durch die Kraft des Geistes Gottes werden euch alle Dinge, die den Menschen zum Nutzen gereichen können, möglich sein! Alle Kraft wird einem wahrhaft gottergebenen Gemüte eigen sein, und das so lange, als sich jemand dabei nicht übernehmen wird. Wird aber jemand dafür eine Ehre und einen Lohn nehmen aus Eigennutz, so wird er aber auch im selben Augenblicke die gottesgeistige Eigenschaft in sich völlig verlieren. Vor nichts aber fliehet mehr als vor dem Reichtume der Welt und seinen Verehrern; denn schlechter ist kein Mensch auf der ganzen Erde als einer, der nach irdischen Schätzen giert und geizt; denn der verflucht in der Tat die Liebe und alle Wahrheit des Herzens, die da kommt aus Gott. Wenn solche zu euch kommen, so weiset ihnen die Türe und zeiget es ihnen, daß Gottes Wort und dessen Kraft nimmer den ungebärdigen Erdschweinen solle zum eitlen Fraße vorgeworfen werden! Ihr sollet ihnen zwar darum nicht fluchen und sie auch nicht verwünschen, denn aller Zorn und alle Rache ist des Geistes Gottes! – aber sie werden dadurch zur Genüge gestraft werden, so sie von eurer Türe und Freundschaft ernstlich hintangewiesen werden! Wenn solche zu euch kommen werden in einem sie heimgesucht habenden Unglücke, so erhöret sie nicht; denn eine Hilfe wird nicht besser machen ihr Herz, – im Gegenteil: sie werden hernach noch vorsichtiger und klüger handeln für ihre Goldsäcke; euch aber werden sie verlachen und verspotten und eure Hilfe für eine leere Windbeutelei erklären und werden euch ausschreien als faule Maulmacher und Betrüger! Das aber sei ferne; denn Gottes Kraft aus euch soll nur denen allein zugute kommen in Worten wie in Handlungen, die sich in aller Demut ihrer Herzen derer würdig gemacht haben!“ (GEJ.05_066,03ff)

„Da wandte Ich Mich wieder freundlichst zu Petrus und sagte: „Darum habe Ich dich nicht im geringsten herabgesetzt, so Ich dir in der scharfen Anrede gezeigt habe dein Menschliches! Alles, was diesweltlich Menschliches am Menschen ist – als sein Fleisch und dessen verschiedenartige Bedürfnisse aus puren diesirdischen Rücksichten –, ist im Gerichte, darum Hölle und Satan, der da ist ein Inbegriff alles Gerichtes, alles Todes und aller Nacht und alles Truges; denn alles scheinbare Leben der Materie ist nur ein Trugleben, und all ihr Wert ist soviel wie gar keiner. Welch ein Mensch immer in einen Sinn der Materie zurückfällt, ist insoweit dann auch Satan, inwieweit er irgend ein Heil in der Materie und in ihrem Scheinleben vertritt. Will jemand aber des Satans noch in seinem Fleische ledig werden, so muß er das Kreuz, das Ich schon jetzt im Geiste trage, auf seine Schulter nehmen und Mir nachfolgen! (Matth.16,24) Denn Ich sage es euch: Wer sein [irdisch] Leben erhalten will, der wird es [das geistige] verlieren; wer aber sein [irdisch] Leben um Meinetwillen verlieren wird, der wird es [das geistige] finden! (Matth.16,25) Was hülfe es denn einem Menschen, so er gewönne die ganze Welt mit allen ihren Schätzen, litte aber dabei Schaden an seiner Seele? Oder was kann ein Mensch geben, daß er dann wieder löse seine Seele aus den Banden der Materie, des Gerichtes und des Todes? (Matth.16,26) Wohl wird es je einmal geschehen, daß Ich, als nun des Menschen Sohn, wiederkommen werde in der Herrlichkeit des Vaters mit allen Engeln, deren Macht ihr kennet, aber Er wird auch dann wie jetzt nur tun, helfen und vergelten können jedermann nach seinen höchsteigenen Werken. Wer tot befunden wird, der wird auch tot verbleiben bis zur Zeit jener großen Erweckung auch aller derer, die in den Gräbern des Gerichtes verblieben sind, und auch da wird eines jeden Liebe, Willen und Gewissen Richter sein für immerdar! (Matth.16,27) Aber die da leben nach Meinen Worten und verrichten die Werke der wahren Selbstverleugnung und innern freien Liebe, die werden den Tod nicht sehen und fühlen jemals. Wahrlich, zu Meiner und eurer großen Freude kann Ich euch sagen, daß von euch etwelche dastehen, die keinen Tod schmecken und fühlen werden und Zeugen sein werden von allem, bis da sogar auch vorbesprochenermaßen kommen wird des Menschen Sohn in Sein Reich, den sie sehen werden und mit dem sie herrschen werden ewig! Aber dazu wird sehr viel Liebe zu Gott und dem Nächsten erfordert. (Matth.16,28) Wahrlich, so da ist irgend ein Vater oder eine Mutter, die da nur sorgen darum, daß ihre Kinder in dieser Welt wohl versorgt werden möchten, und achten nicht höher den Wert des Lebens der Seele ihrer Kinder, die haben sich und ihren Kindern ein Grab zum ewigen Tode gegraben; denn was immer der Welt ist, das ist des Satans, also des Gerichtes und des Todes der Materie! Wohl ist die Materie ja bestimmt, erweckt zu werden durch die Kraft eines jenseitigen, reinen Geistes zur Auferstehung aus den langen Gerichten; aber dann muß die Materie nach der ihr wohl eingeprägten freien Intelligenz übergehen in die rechte Form und Wesenheit ihres jenseitigen Geistes, der ein Licht ist aus Gott. Geschieht das von der Materie nicht, so kehrt der jenseitige Geist in seinen Urquell zurück, und die für immer belebt werden sollende Materie fällt abermals in ihr altes Gericht und wird im selben lange zu harren haben, bis etwa einmal abermals ein jenseitiger Geist sie erwecken wird zu einer neuen Lebensprobe. Weil die Sache aber einmal so und nicht anders ist und sein kann, so kam denn ja auch Ich Selbst von oben herab zu euch Menschen dieser Erde und zeige euch nun die volle Wahrheit aller Lebensgestaltungen und deren gute oder schlechte Verhältnisse. Und du, Mein Petrus, wirst nun hoffentlich auch im klaren sein darin, warum Ich ehedem zu dir gesagt habe: ,Hebe dich von Mir, Satan!‘ " (GEJ.05_171,01)

Ist der Mensch völlig gläubig geworden, und habe Ich ihm ins Herz gelegt, es sei Zeit für ihn, die Fleischesbande zu lösen, da sein irdisches Tagewerk vollbracht, so werde Ich ihm sogar die Kraft geben, selbst die Fesseln zu sprengen, und er entschlummert sanft vor den Augen der Seinen in Frieden.“ (GEJ.11_030,16)

Bemühet euch daher, euer Leben schon hier zu vereinen in Mir, so wird euch der Tod des Leibes dereinst vorkommen wie eine große aufgehende Sonne dem nächtlichen Wanderer an einem Meeresgestade, welches voller Klippen und Abgründe ist. Glaubet es Mir, dass es also ist, so wird niemand mehr euch den inneren Frieden rauben! Das sagt der Herr des Lebens und des Todes. – Amen, Amen. Amen.“ (HiG.01_41.04.29,08)

Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung fallet; denn der Satan geht umher nun wie ein wütender Löwe und sucht alle Menschen zu verschlingen. […] Er wird jeden Menschen bei seiner schwächsten Seite ergreifen und wird ihn erwürgen und verderben, so der Mensch auch nur eine Minute sich von Mir entfernt in seinem Herzen. Daher gilt es nun im vollsten Ernste – Leben oder Tod! Denn es soll nun alles durchreutet werden auf das allergewaltigste, und was da des Teufels ist, das soll des Teufels bleiben, und was Mein ist, das soll Mein sein ewig!“  (HiG.03_48.07.11ff)




Ausarbeitung 03/2012; Überarbeitung 04/2015



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