Jakob Lorber - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Jakob Lorber

Jakob Lorber
BJ        

BM      

DTT    

Er        

FG      

Fl         

GEJ   

Gr        

GS       

HGt     

HEIG

HiG      

HS        

JJ         

JS       

Lao    

MEr      

Mo       

NS        

Pa

RB     

Sa       

Ste
Briefwechsel Jesu mit König Abgarus

Bischof Martin

Drei Tage im Tempel

Erde und Mond

Festgarten

Fliege

Großes Evangelium Johannes (10 Bände) *

Großglockner

Geistige Sonne (2 Bände)

Haushaltung Gottes (3 Bände)

Heilung und Gesundheitspflege

Himmelsgaben (3 Bände)

Heilkraft des Sonnenlichts

Jugend Jesu (Jakobus-Evangelium)

Jenseits der Schwelle (Sterbeszenen)

Laodizenerbrief des Apostels Paulus

Mittelpunkt der Erde (Zwölf Stunden)

Mond (in "Erde und Mond")

Natürliche Sonne

Pathiel (Die große Zeit der Zeiten – Die Erlösung)

Robert Blum (Von der Hölle bis zum Himmel) (2 Bände)

Saturn

Schrifttexterklärungen
Die Quellennachweise im Text sind folgendermaßen aufgebaut: Die ersten Buchstaben verweisen auf das Buch, die folgende Ziffer auf den Band des Buches, danach steht das Kapitel und schließlich der/die Verse (Beispiel RB.02_151,10: Robert Blum, Band 2, Kapitel 151, Vers 10).

Alle Bücher sind erhältlich beim Lorber-Verlag, Hindenburgstraße 5, D-74321 Bietigheim-Bissingen.



* Es gibt noch einen 11. Band des Großen Evangelium Johannes, der jedoch nicht von Jakob Lorber empfangen, sondern aus einer Niederschrift von Leopold Engel stammt.


Zur Entstehung des 11. Bandes des Großen Evangeliums Joh.

Zur Art und Weise seiner erhaltenen Inspiration erklärt Leopold Engel im Vorwort zum 11. Band 'Das Große Evangelium Johannes' (5.Auflage 1959, Copyright by Lorber-Verlag, Bietigheim Württemberg):

Leopold Engel: „Nach einiger Zeit verfolgte mich konsequent der immer stärker werdende Gedanke, ich würde imstande sein, den Schluss des Lorberschen Johanneswerkes zu schreiben… Aber die innere Pressung nahm täglich zu, so dass sie unerträglich wurde… Auch versuchte ich, dem Schreibdrange, der sich stets um 9 Uhr morgens einstellte, zu widerstehen. Es war unmöglich, zur größten Erheiterung meines Freundes, der mich beobachtete. Eine fremde Kraft zwang mich, zum Schreibtisch zu gehen und zu schreiben… Die zweite Art [des Schreibens] ist die der einfachen Inspiration, eine Gedankenübertragung aus ferneren Sphären… Die dritte und letzte Art ist dem eigenen Sinn oft rätselhaft. Es kann der bereits geschilderte Zwang eintreten, dann aber auf Bitte nach oben auch das deutliche Empfinden eines inneren Sprechers eintreten, ungefähr in der Art, wie man sich ein gehabtes Gespräch mit einem Freunde, den man auch glaubt sprechen zu hören, in die Erinnerung ruft.“

Jesus zwingt niemanden, denn, so sagt Er: „Meine Allmacht kann und darf da nichts zu tun haben, wo sich in Meinen Kindern ein freies Leben entfalten soll“ (GEJ.04_101,09), da „die Menschen bestimmt sind, aus sich selbst heraus zu wahren Gotteskindern zu werden! Die geringste geistige, von Mir ausgehende Beschränkung des freiesten Willens würde solche Meine Absicht ganz zunichte machen“ (GEJ.03_177,01-02), denn: „Wenn dich Mein Wille nötigt, so bist du ein geknebelter Sklave, … die Seele des freien Menschen würde durch einen inneren mechanischen Zwang den größten Schaden an ihrem Wesen erleiden“ (GEJ.03_017,04). „Erst aus dieser höchsten und allerunbeschränktesten Freiheit heraus sind dann die Menschen dieser Erde vollkommen in den Stand gesetzt, sich zu den wahrsten und Gott in allem vollkommen ähnlichen Kindern und Selbstgöttern zu erheben“ (GEJ.03_177,07). Daher: „Bei der vollendetsten Freiheit des menschlichen Willens kann und darf Gott nie und nimmer tun, was Er will; denn würde Gott da nur im geringsten dem menschlichen Willen in die Quere treten, so würde der Mensch eine Kinderpuppe, an der Schnur des fixen göttlichen Willens geführt, und könnte dabei ewig nie zu einer Lebensselbständigkeit gelangen. Kann er aber zu dieser aus sich nicht gelangen, so ist es mit dem ewigen Leben seiner Seele notwendigerweise auch für ewig gar“ (GEJ.07_050,07).

Manch einer verweist nun auf GEJ.10_240,06, wo geschrieben steht, dass es vorkommt, dass die Gottheit ihre Propheten zwingt. Doch worin besteht dieser Zwang? Er besteht lediglich in einem strengen Fordern Gottes in ganz speziellen Momenten ihrer Tätigkeit, woGott von ihm fordert, streng nach dem Willen der göttlichen Weisheit zu reden, zu schreiben und zu handeln,“ (GEJ.10_240,06), und hat nichts zu tun mit einem unerträglich werdenden gewaltsamen Druck, dem man nicht widerstehen kann so wie es Leopold Engel beschreibt: „die innere Pressung nahm täglich zu, so dass sie unerträglich wurde“; "versuchte ich ... zu widerstehen. Es war unmöglich"; "eine fremde Kraft zwang mich".

Ein jedes Einwirken von Gott und Seinen Himmelsbewohnern geschieht, „indem man bei jedem Menschen nur auf sein Erkenntnisvermögen, nie aber auch nur entfernt auf den Willen hemmend oder fördernd einwirkt; denn ein unterstützter Wille ist ebenso wie ein gehemmter als gerichtet zu betrachten. Die Hölle packt die Menschen beim Willen und zerrt sie ins Gericht und in den Tod! Aber von uns aus muss die vollste Freiheit des Willens auf das äußerste geachtet werden. Daher müsst auch ihr dort, wo ihr ermächtigt seid, nie auf das Wollen, sondern nur auf das Erkennen des Menschen einwirken“ (RB.02_254,10)."Hat ein Mensch den guten äußeren Lehren und Ermahnungen freiwillig gegen manche Anfechtungen seiner Sinne Gehör gegeben und sein Leben danach eingerichtet, so wird der stille Einfluss der guten Geister auch stets mächtiger, den aber kein Mensch anders fühlt und fühlen darf, als dass er sein freies Werk ist" (GEJ.06_225,17)."Ich sage dir: Nur das, was ein Mensch aus freiem Willen nach seiner frei und somit wohlgebildeten Einsicht tut, ist wahrhaft getan und bringt Nutzen auf eine oder die andere Art; jede erzwungene Arbeit und Tat aber ist nicht eines Staters wert. Denn bei jeder gezwungenen Arbeit und Tat arbeitet allzeit Zorn und Rache gegen den Zwinger (Zwingherrn) mit, und das kann ewig kein Segen für was immer für ein Werk sein" (GEJ.02_027,08).
Weiter sagt Er: "Lasset jedem den freien Willen, und tut niemandem einen Zwang an; denn ihr wisset es nun, daß ein jeder moralische Zwang völlig wider Meine ewige Ordnung ist!" (GEJ.08_043,07), denn "jeder innere, moralische Zwang ist schon an und für sich ein Gericht; denn was ein Mensch nicht annimmt und tut mit seinem freiesten Willen und aus seiner völlig selbsteigenen Erkenntnis und Überzeugung, das gereicht ihm nicht zum Leben, sondern nur zum Gericht" (GEJ.06_007,05). "Der freie Wille ist das eigentlichste Leben des Menschen" (HGt.01_022,11). Und so tut "Gott niemandem einen Zwang an. Es wird jedem nur das zuteil, was er selbst will. Was du demnach willst, das wirst du auch empfangen" (RB.01_126,04), wobei es möglich ist, dass Handlungen "irgend äußeren Motiven zufolge [geschehen], die du nicht kennst, und des Fleisches stumme Begierden bestimmen nicht selten wider den Willen des Geistes deine Handlung" (GEJ.03_170,09).

Jesus zur Art und Weise, wie Er mit uns kommuniziert: "Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir, und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen; jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton Meiner Stimme vernehmen  (HGt.01_001,01). "Wer auf die Stimme seines wach gewordenen Geistes hört, die wie lichte Gedanken im Herzen vernommen wird und sich in seiner ganzen Lebenssphäre danach richtet, wird dadurch seinem eigenen Geist einen stets größeren Wirkungsraum verschaffen " (GEJ.04_076,10). „Gedanken, so klar wie rein ausgesprochene Worte, wirst du in deinem Herzen empfinden und wirst sie dann ganz leicht aussprechen mit dem Munde. Darin liegt das Geheimnis Gottes im Menschenherzen" (GEJ.06_079,15-17).  "Ich werde sie [die innere Weisheit] ihm geben in aller Fülle in sein Herz… Seinem Geist, der die Liebe ist, werde Ich's sagen, und dieser wird damit erfüllen die ganze Seele und ihren Mund. Was der dann reden oder schreiben wird, das wird von Mir geredet und geschrieben sein für alle Zeiten der Zeiten. Des Hartherzigen Seele aber wird ergriffen werden von argen Geistern, und diese werden sie verderben und sie einer Tierseele gleichmachen, wie sie dann auch jenseits also offenbar werden wird " (GEJ.04_079,05-06).

Ein weiterer Einwand bezieht sich auf GEJ.01_217,04, wonach "Satan nur in die Sinne der Seele, nie aber in ihren Willen einwirken kann". Weiter unten in diesem Text (Vers 6!) heißt es allerdings auch: "Aber so ihr nur in einem oder dem andern Stücke euch fangen lasset oder zum wenigsten in irgend etwas leichten Sinnes nachgebet, so werdet ihr seiner bis an euer irdisch Lebensende nicht leichtlich wieder völlig los. Daher habt ja wohl acht auf alle die Stücke, auf die Ich euch nun aufmerksam gemacht habe! Denn wo der Arge es in irgendeiner Seele nur einmal dahin gebracht hat – was eben keine so große Mühe für ihn ist –, daß sie in einem oder dem andern Stücke ihren Willen hinzugab [nachgeben ist auch seinen Willen hinzugeben], woraus dann natürlich eine Sünde erzeugt wurde, dann kostet es schon einen schweren Kampf, um diesen Schaden an der Seele wieder völlig gutzumachen" (GEJ.01_217,04-07).

Wo Satan wirkt ist "nichts, als List und – bei Mißglückung derselben – Gewalt zu gebrauchen!“ (HGt.02_199,14).

Es ist daher notwendig, stets auf der Hut zu sein, denn "der böse Geist ruht nie, weder bei Tag noch bei der Nacht; er läuft herum wie ein hungriger Löwe und fällt in seinem großen Hunger alles an, was ihm nur im geringsten irgendwo unterkommt" (GEJ.01_217,03).

Leopold Engel verfasste einige Zeit später nach der Niederschrift des sogenannten 11.Bandes des Johannesevangeliums „Luzifers Bekenntnisse“. Er war überzeugt, dass ihm „Luzifers Bekenntnisse“ von Satan selbst diktiert worden sind.



Copyright by jakob-lorber.info 2016
Impressum Datenschutz und Haftung
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü