3. Krankheit - Der Prophet Jakob Lorber und seine Verkündungen ... Jakob Lorber

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3. Krankheit

Themen I > Ernährung
Fortsetzung Ernährungsleitlinien

3. Krankheit

3.1. Ursprung aller Krankheiten
Alle Leiden und Krankheiten rühren lediglich daher, weil die Menschen anstatt alles für ihre Seele und ihren Geist nach der Ordnung Gottes nur alles für ihren Leib tun (GEJ.03_012,06; GEJ.10_182,01-19; GEJ.01_242,01-04; GEJ.01_ 241, 11-12; GEJ.10_112,01-09; GEJ.01_228,04; GEJ.10_209,07).

Jesus: „Ich will nicht, dass da jemand mit einem kranken Leib dies irdische Willensfreiheitsprobeleben durchmachen soll; so aber die Menschen den alten Rat Meiner Liebe und Meiner Ordnung nicht beachten, sondern tun, was sie nicht tun sollen, so sind sie denn auch selbst die Schöpfer aller Übel ihres Leibes und ihrer Seelen. Ich aber kann des Leichtsinns und der selbstverschuldeten Blindheit der Menschen wegen Meine Ordnung, durch die allein der Bestand aller Dinge möglich ist, nicht umkehren“. [GEJ.09_158,13-14]


3.2. Die Hauptursachen für die meisten Krankheiten

3.2.1. Krankheit durch Nichteinhaltung der Gebote
„Gott aber ist der große Maschinenmeister des menschlichen Leibes, den Er zum nützlichen Gebrauch für die Menschen als eine gar kunstvollste Maschine wohl eingerichtet hat. Gebraucht die Seele diese belebte Maschine nach dem ihr klar erteilten Rat, der in den Geboten Gottes besteht, so wird der Leib auch in seiner stets wohl brauchbaren Gesundheit verbleiben; missachtet aber mit der Zeit die träg und sinnlich gewordene Seele diese Gebote des ewig großen Maschinenmeisters, so muss sie es sich denn auch selbst zuschreiben, so ihr Leib in allerlei Elend verfallen ist. Ich meine, dass ihr alle Mich wohl verstanden habt“. [GEJ.09_035,09]

„Des Leibes Krankheiten sind allzeit nur die bitteren Folgen der Nichtbefolgung der von Mir den Menschen allzeit klar ausgesprochen gegebenen Gebote“. [GEJ.09_035,06]

„Von allen Lastern ist das böseste die Hurerei, die Unzucht und Geilerei aller Art und Gattung. Zu diesem Laster aber werden die Menschen verleitet durch Müßiggang [= Untätigkeit, Faulheit, Trägheit], durch die Hoffart und durch den Hochmut. Denn dem Hochmut ist nichts mehr heilig; er sucht nur alle ihm zu Gebote stehenden Mittel auf, um durch sie seine weltsinnlichen Leidenschaften zu befriedigen. Wenn dann von solch einem Menschen Kinder gezeugt werden, – welch elende und mit wie vielen Krankheiten behaftete Menschen kommen dadurch in diese Welt! – Also, diese Sünde ist eine Hauptquelle, durch die alle die ärgsten Krankheiten in diese Welt kommen. Dann kommen aber auch Fraß und Völlerei, der Zorn und allerlei Ärger, durch welche genannten Laster sich auch allerlei Krankheiten bei den Menschen entwickeln und sie dann auf eine jämmerliche Weise quälen. […] Neben diesen Hauptursachen, aus denen die meisten Krankheiten bei den ohnehin, von der Geburt her angefangen, geschwächten Menschen entstehen, gibt es wohl noch andere, durch die der schwache Mensch auch sehr arg krank werden kann, – aber Ich sage es eigens noch einmal: Nur dem schon von der Geburt an Geschwächten kann das begegnen! Die Ursachen aber will Ich euch ganz kurz gefasst zeigen: Einmal steht da im Vordergrund das Essen schlechter, unreiner und schlecht und nicht frisch zubereiteter Speisen und auch schlechter Getränke, – dann das Essen von allerlei unreifem Obst. Dann haben viele den argen Brauch, sich in einem erhitzten Zustand schnell abzukühlen. Wieder andere setzen sich, ganz unbewusst ihrer angeborenen Schwäche, allerlei Gefahren aus, in denen sie entweder gar zugrunde gehen, oder sie tragen einen lebenslang dauernden Schaden davon.“ [GEJ.06_056,01-06]

„Ich [Jesus] sage es dir: Wenn die Menschen bei der ihnen durch den Propheten Moses angezeigten Kost verblieben wären, so hätten bei ihnen die Ärzte mit ihren Arzneien nie etwas zu tun bekommen; aber so haben sie angefangen, gleich den Heiden nach der Weise der Epikureer ihren Leib mit hunderterlei sogenannten Leckerspeisen vollzustopfen und sind dadurch in kurzer Zeit in allerlei Krankheiten verfallen.“ [GEJ.10_210,04]

3.2.2. Krankheit aufgrund verkünstelter Ernährungsweise
„Was deine gestrige Frage betrifft, nämlich das oft langwierige und schwere Kranksein vor dem Leibestod, wie auch den zumeist sehr frühen Tod der Kinder, so ist solches von Mir aus nur eine Zulassung zur Besserung der Menschen, aber darum keine irgend aus Meiner Willensallmacht hervorgehende Bestimmung. Siehe, die Urmenschen, die in der gleichen, ihnen durch Meinen Geist gezeigten Ordnung und Einfachheit geblieben sind, wussten von keiner dem Leibestod vorangehenden Krankheit etwas; sie erreichten zumeist ein sehr hohes Alter, wurden nie krank und schliefen am Ende ganz ruhig ein, und ihre Seele empfand dabei keine Schmerzen und keine Todesangst. Ihre Nahrung war aber auch immer eine gleiche, und nicht heute so und morgen anders. Zumeist lebten sie von Milch, Brot und guten und reifen Baumfrüchten; ein solches Gericht war ihr ganzes Leben hindurch ihre Leibesnahrung, und zur Stillung ihres Durstes diente das frische Quellwasser. Aus diesem Grunde waren ihre Leibesnerven stets von denselben guten und unschädlichen Seelensubstanzen ernährt, und es konnte sich keine böse, unreine und somit schädliche Seelensubstanz in den Leib hineinschmuggeln; daher blieben diese Menschen stets gleich kräftig und gesund, sowohl geistig als auch leiblich. Aber beseht jetzt in dieser Zeit und auch schon in den viel früheren Zeiten die vielen tausend allerartigen Leckerbissen, mit denen die Menschen ihre Mägen und Bäuche füllen, und es wird dir gleich klarwerden, welch eine Unzahl von allerlei ungegorenen, somit unreinen, bösen und schädlichen Substanzen bei solcher Gelegenheit oft den ganzen menschlichen Leib in Besitz nehmen und ihn nach und nach stets mehr zu martern und zu quälen anfangen! Denn solche verschiedenartigen Substanzen geraten dann in einem Menschenleib in einen beständigen Kampf, den er nur dadurch auf eine Zeitlang zu beschwichtigen vermag, dass er zu allerlei aus der Erfahrung bekannten Kräutern und Wurzeln seine Zuflucht nimmt und mit ihrer Hilfe die Neigung der inneren Seelensubstanz zur Revolution stillt. Aber solch eine Gesundheit ist nie von einer Dauer, besonders bei dem alten Menschen, – er müsste denn auf längere Zeit hin zur ganz einfachen Leibesernährung seine Zuflucht nehmen, was aber gewöhnlich nicht geschieht. Denn die meisten Menschen, so sie dem Leibe nach wieder durch eine glücklich gewählte Medizin nur erträglich gesünder werden, bekommen bald wieder Lust zu ihren alten Leckereien, werden darauf kränker, als sie ehedem waren, fangen an zu siechen und nehmen gewöhnlich ein sehr schmerzliches Ende. Siehe, darum hat auch Moses den aus der harten Knechtschaft Ägyptens erlösten Israeliten den Speisezettel vorgeschrieben! Die streng nach demselben lebten, blieben gesund bis in ihr hohes Alter; aber gar viele sehnten sich nur zu bald nach ihren ägyptischen Fleischtöpfen, und die Folge war, dass sie darauf bald krank, schwach und mühselig wurden und unter allerlei Leibeskrankheiten ihr diesirdisches Leben beschließen mussten.“ [GEJ.10_182,01-07]

„Würdet ihr ganz einfach und naturgemäß leben und die Früchte der Erde so essen, wie Ich [Jesus] sie für euch zubereitet habe, bis auf einige wenige, die nur weicher gekocht werden könnten am Feuer – so wäre eure Sprache um vier Worte ärmer, nämlich sie wüsste von keinem Arzt etwas, noch weniger von einer Medizin oder Apotheke. Und um diese drei Worte wüsste sie darum nicht, weil ihr eigentlich das erste Wort, Krankheit, fremd bliebe. So aber habt ihr kunstreiche Köche; dann sogleich die Ärzte, dann die Apotheker mit ihrer noch kunstreicheren Küche. Und dann aus dieser ganz vollkommen diejenige Speise (Medizin), durch welche die Krankheit in dem Körper eines Patienten zum bleibenden Gast wird.“ [Sa.01_047,09]

„Du kennst das Obst und die Wurzeln, die für den Menschen zum Genuss geeignet sind; die hungrigen und fressgierigen Menschen aber begnügen sich nicht mit dem, sondern erfinden in einem fort noch eine große Menge Nährmittel, sowohl aus dem Pflanzen- als auch aus dem Tierreich, und die Folge davon sind die stets mehr und mehr zunehmenden, verschiedenartigsten Leibeskrankheiten.“ [GEJ.10_210,11]

3.2.3. Krankheit durch falsche Ernährung, Sündigen der Eltern und schlechter Muttermilch
„Erstens haben schon die Eltern früher nach links und rechts hin gesündigt und ihren Leib dadurch mit einer großen Anzahl von bösen und schädlichen Seelensubstanzen angefüllt, und das Kind war somit von einem sündigen Vater in den Leib einer noch sündigeren Mutter hinein gezeugt. Frage: Wie soll aus einem solchen Leib ein gesundes Kind hervorgehen? Und zweitens ist die Mutter in ihrer Schwangerschaft am meisten lüstern nach allerlei Leckereien, und ihre Angehörigen wissen ihr keinen besseren Dienst zu erweisen, als nach Möglichkeit dem Verlangen des schwangeren Weibes nachzukommen. Bei dieser Gelegenheit bekommt das Kind den zweiten Stoß in seiner Gesundheit. Es ist nicht genug, dass es schon völlig krank aus dem Mutterleib kam, sondern es muss darauf gleich mit einer noch schlechteren Muttermilch genährt werden. In dem besteht dann der zweite, noch gewaltigere Stoß in die Grundfeste der Gesundheit eines Kindes. Ist ein Kind aus diesen zwei Gesundheitsstößen noch so glücklich als möglich mit allerlei Arzneimitteln sozusagen mit heiler Haut davongekommen, dann kommt noch ein dritter Gesundheitsstoß. Das Kind wird natürlich größer, neckischer und für seine Umgebung liebenswürdiger. Da wird es dann bald über alle Maßen verzärtelt und mit allerlei Naschereien versehen; denn solche dummen Eltern können ihrem Zärtling nichts versagen. Was aber ist die Folge davon? Dass das Kind sich dadurch schon frühzeitig den Magen und die nötigen Verdauungswerkzeuge derart verdirbt und schwächt, dass es dann bald in allerlei Leibeskrankheiten verfällt und auch bald stirbt. Manche Kinder sterben schon im Mutterleib, eine bei weitem größere Anzahl bald nach der Geburt in zwei bis drei Jahren, die meisten aber von vier bis zwölf. Die aber dann noch in ein reiferes Alter gelangen, müssen erstens gescheite und vernünftige Eltern haben und ein keusches und diätes Leben führen, sich nicht erzürnen und ärgern. So können sie zu einer noch ganz guten und erträglichen Gesundheit gelangen und auch sechzig – siebzig – achtzig Jahre und darüber alt werden; aber dann ist ihr Alter selbst schon so gut wie eine Krankheit, die immerwährend noch als eine Folge vom Mutterleib und zumeist aber auch von den Jugendsünden herrührt.“ [GEJ.10_182,09-13]

„Eltern sollen wohl besorgt sein, dass ihre Kinder eine zweckdienliche äußere Kost bekommen. Isst die Mutter durch Moses bekanntgegebene unreine Speisen, so soll sie das Kind nicht säugen, sondern es von einer andern säugen lassen, die reine Speise genießt, sonst wird sie mit dem Kind eine große Not haben. Aus diesem Grund sind schon vom Abraham, hauptsächlich durch Moses, den Juden die reinen Tiere und die reinen Früchte gesetzlich angezeigt worden, und alle, die solche Gesetze gewissenhaft hielten, hatten nie kranke Kinder und erreichten selbst ein hohes Alter und starben gewöhnlich an der Altersschwäche. In dieser Zeit aber, wo man sogar nach den fremdartigsten Leckerbissen hascht und gar nie mehr daran denkt, ob so ein Bissen rein oder unrein ist, und in manchen Landen gleichweg schon alles in den Leib schiebt, was nicht Stein und Lehm heißt, da ist es von Seiten der blinden Menschen ja doch ohnehin ein Wunder, dass sie sogar leiblich noch nicht in die entsprechenden Tiergestalten zurückgesunken sind, was sie seelisch doch schon bewirkt haben. Wenn nun Kinder schon in ihrer ersten Lebenszeit mit allerlei Übeln behaftet werden, so liegt hauptsächlich der mit Händen zu greifende Grund in der vor allem höchst unpassenden Nahrung, mittels welcher eine zu große Menge arger und unreiner Geister in den Leib geführt werden, die oft des Heiles der Seele halber selbst mit nicht selten gänzlicher Entfernung des jungen Leibes von ihr geschafft werden müssen, und es ist darum niemand als die nur zu oft unverzeihliche Blindheit der Eltern schuld an dem frühen Leibestod ihrer Kinder, weil solche Eltern alles eher befolgen als den Gottesrat im heiligen Buch!“ [GEJ.01_242,05-09]

Weiteres zur ‚Säuglings- und Kinderernährung‘ im Anhang.

„Dieser Mensch […] war schon von seiner Kindheit an ans viele Essen gewöhnt und ist dadurch später zu einem wahren Vielfraß geworden, und diese seine arge Beschaffenheit hatte den siebzehn argen Geistern den Eingang in seine Eingeweide verschafft.“ [GEJ.10_052,08]

„Was übers Maß ist, das ist für den Menschen vom Übel. Unmäßigkeit im Essen erzeugt Magenkrankheiten, – Unmäßigkeit im Trinken aber erzeugt neben den Magen- und Brustübeln auch die Geilheit des Fleisches und gebiert die Unzucht aller Art und Gattung.“ [GEJ.05_239,04-05]

3.2.4. Bauchleiden von Frauen durch Eindringen schlechter Geister
„Es wird der Satan keine, auch die geringste Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, in den Menschen zu dringen und ihn zu verderben. Aber auch die Weiber und Mädchen sollen nun sehr ernstlich sich an Mich anschließen, sonst werden sie allerartige gewaltigste Schiffbrüche erleiden. Der Satan hat nun auch Legionen fleischlich unreinster Geister flottgemacht, welche nichts eifriger zu tun haben werden, als in die Bäuche der Weiber und Mädchen zu fahren und diese dann auf das elendste zu plagen. Was bald ausbrechende Seuchen nicht töten werden, das wird von dieser Brut entweder heimlich oder wohl auch offenbar geplagt werden. Daher sollen besonders die Mädchen bald nach dem (Sonnen-) Untergang sich in die Stuben zurückziehen und allda zu Mir beten, so werden sie vor allen den Plagen gesichert sein.“ [HiG.03_48.07.11,11-12]


3.3. Diät bei Krankheit und Einnahme von homöopathischen und Sonnenheilmitteln

3.3.1. Allgemeine Erklärungen zur Diät
„Die Diät [bei der Einnahme von Sonnenheilmitteln] ist völlig dieselbe, wie sie bei der Homöopathie sorgfältig gehandhabt wird, nur mit dem kleinen Unterschied, dass mit der Diät um 3-7 Tage früher angefangen werden muss, als dies bei dem gewöhnlichen homöopathischen Verfahren der Fall ist. In der vorangehenden Diätzeit kann der Patient zu öfteren Malen des Tages gesonntes Wasser trinken. Als Trinkgefäß wäre ebenfalls ein etwas weniger dunkles violettes Glas oder wenigstens ein mit solcher Farbe glasiertes Porzellantöpfchen jedem anderen Gefäß vorzuziehen. Um das Wasser recht wirksam zu machen, könntet ihr auch ein gutes, 1 ½ Schuh [45 cm] im Durchmesser habendes Brennglas von höchstens 3 Fuß [1 Fuß = 12 Zoll = 31,6 cm] Brennweite zu Hilfe nehmen und durch dasselbe den potenzierten Sonnenstrahl, wie er sich im Brennpunkt kundgibt, also auf das Wasser leiten, dass der Brennpunkt, je nach der Höhe des Gefäßes, 1, 2 bis 3 Zoll unter den Wasserspiegel, also mehr in die Mitte der Wassermasse fällt. — Jedoch über eine halbe Minute darf der Brennpunkt nicht im Wasser verweilen, weil dadurch die gewissen erfrischenden Lebensgeister des Wassers von den Lichtgeistern aus der Sonne zu sehr gefangen würden und ein solches Wasser dann bei schwächeren Naturen eine zu heftige Wirkung hervorbrächte, die der nachfolgenden Hauptkur eher hinderlich als förderlich wäre. Auch ein ganz echter, unverfälschter Wein, wenn er nicht in eichenen Gebinden aufbewahrt ist, sondern entweder, wie bei den Alten, in Schläuchen oder in gläsernen Flaschen oder wohl auch in Fässern aus süßem Holz wäre, in gleicher Weise behandelt wie das Wasser, bei nervenschwachen Menschen dem Wasser vorzuziehen. Nach dem Gebrauch solches Medikamentes muss dieselbe Diät nach Beschaffenheit der Jahreszeit drei Mondläufe hindurch beachtet werden. Dabei soll sich der Patient häufig in die frische Luft begeben, wenn die Sonne scheint, so wird es mit ihm vollkommen besser werden.
Den Eheleuten ist noch zu bemerken, dass sie sich während der Kurzeit des Beischlafes zu enthalten haben; denn der Same beiderlei Geschlechtes ist ein Hauptlebensspezifikum und darf der Seele bei der Herstellung ihres Leibes nicht entzogen werden.“ [HS.01_002,06-11 Originaltext der Erstausgabe 1922]

„Bei Krankheiten, die schnelle Hilfe und Linderung brauchen, kann nach dieser zweiten, wie auch nach der ersten Art [die Sonnenstrahlen einzufangen] das Heilmittel sogleich dem Kranken eingegeben werden. Wo es aber möglich ist, dass die vorhin angezeigte Vordiät mit dem Genuss des bekanntgegebenen Sonnenwassers zum Voraus beachtet werden kann, so ist die darauf folgende Heilung desto sicherer und schneller, weil dadurch der Seele eine bedeutende Arbeit erspart wird. Nach der Herstellung aber soll der Geheilte dennoch die Diät ein paar Wochen hindurch fortdauernd beachten und zuweilen ein Glas voll Sonnenwasser trinken, und er wird von was immer für einen Übel aus der Wurzel geheilt und hergestellt sein. Hierzu ist aber noch zu bemerken, dass bei jenen Krankheiten, die gewöhnlich von Anschoppungen [= dauernde Blutstockungen in einem Organ oder Anfüllung eines Organs mit ausgetretenem Blut] herrühren, eine vorangehende Diät unbedingt notwendig ist, und zwar so streng, wie sie in der besten Homöopathie vorgeschrieben ist.“ [HS.01_003,04+09-10 Originaltext der Erstausgabe 1922]

3.3.2. Während der Diät meiden
„Im Allgemeinen: Regelmäßigkeit in allem, wie z.B. im Essen, Trinken, Schlafen, Baden, Waschen, Ausgehen. Im Besonderen: Enthaltsamkeit von allen sauren und gewürzten Speisen und Getränken und besonders Enthaltsamkeit von Bier und Kaffee […*]. Und es macht auch nicht leichtlich irgendetwas den Leib — besonders den weiblichen — für eine heilsame Medizin unempfänglicher als eben dieser Kaffee. Daher soll er auch, besonders in irgendeinem krankhaften Zustand und während jeder Kur, namentlich bei dieser sonnen-homöopathischen Behandlung, allersorgfältigst vermieden werden, weil sonst die Medizin nicht im Geringsten wirken kann.“ [HS.01_004,01-03 Originaltext der Erstausgabe 1922]

[* Grund steht unter ‚Kaffee‘, s. dort]

„Die sogenannten „Grünspeisen“ aber sind — wenigstens die Zeit der medizinischen Behandlung hindurch — zu vermeiden; denn die seelischen Nährspezifika der genießbaren Kräuter und Wurzeln (auch die der Kartoffeln) sind noch viel unlauterer als die im Fleisch der Tiere und sind daher hinten anzuhalten.“ [HS.01_004,09 Originaltext der Erstausgabe 1922]


3.3.3. Empfohlene Ernährung während der Diät
„Frische Mehlspeisen, entweder in einer aus reinem und gesunden Fleisch gewonnenen Brühe oder auch in frischer, guter, nicht zu fetter Milch gekocht, sind — mäßig genossen — allen anderen Speisen vorzuziehen. Es können aber auch — mit Ausnahme der Bohnen und Linsen — andere Lebensmittel wohl genossen werden, z.B. Grütze aus Mais (Polenta) in Wasser oder Milch, aber flüssig als Suppen oder Brei, gutgekochter Reis als weicher Brei, auch Hirsengrütze in obiger Brühe oder Milch zubereitet.

Gut gekochtes und gesundes Fleisch schadet auch nicht, nur soll es mit gekochtem Obst, Äpfeln oder Birnen, auch Zwetschgen, genossen werden, und zwar mäßig; denn das Fleisch enthält gleichfort Seelenspezifika gröberer und untergeordneter Art. Wenn es aber mit Obst genossen wird, so werden diese Spezifika gemildert, und es wird solche Speise den Kranken gut zu statten kommen.“ [HS.01_004,07-08 Originaltext der Erstausgabe 1922]


3.4. Erste Kost bei schwerster Krankheit und Ausgezehrtsein
Der nachfolgende Text bezieht sich zwar auf vom Tod Erweckte, könnte aber bei bestimmten Schwerstkranken oder vom Hunger Ausgezehrten hilfreich sein um sie wieder an die Nahrung zu gewöhnen: „ihnen zu essen geben, im Anfang Milch und dann erst eine frische Fleischbrühe mit etwas Brot und gen Abend auch etwas Wein!“ [GEJ.08_217,17]

Zur Stärkung: „etwas Brot und Wein, auf dass sein Fleisch stark werde.“ [GEJ.02_070,13-14]

Jesus: „Dieser nun erweckte Knabe aber […] Nun, da der Knabe sein Brot und den Wein vollauf verzehrt hat und die Dämmerung schon sehr bemerkbar wird, wollen wir uns nach Hause begeben!““ [GEJ.02_071,07-08]


3.5. Enthaltsamkeitsempfehlungen bei starken leidenschaftlichen Trieben
„Ein heißes Blut ist stets mehr verzehrender Natur denn ein kühles; daher sind heißblütige Menschen auch gefräßiger denn die kühlblütigen und haben eine stets wachsende Lust zu vielen und wohlschmeckenden Speisen und Getränken. Wenn sich solche Menschen aber in die Mäßigkeit begeben oder zur Mäßigkeit angehalten werden, indem man ihnen mit freundlichem Herzen das auch erläutert, warum man so etwas für sie tut und ihnen die Mäßigkeit und größere Magerkeit im Essen anempfiehlt, so wird das Blut bald kühler zu pulsen und der sinnliche Trieb sehr an seiner Kraft zu verlieren anfangen, ohne den geringsten Nachteil für die sonstige Gesundheit des Leibes und der Seele.“ [GEJ.03_072,02-03]

„Hüte dich darum vor aller Übermäßigkeit; denn in der Un- und Übermäßigkeit ruht der Same der fleischlichen Wollust! Sei daher in allem mäßig, und lass dich niemals zur Unmäßigkeit im Essen wie im Trinken verleiten, ansonsten du dein Fleisch schwer wirst bezähmen können!“ [GEJ.04_080,19]

„Beachtet auch im Trinken des Weines ein gerechtes Maß, und ihr werdet Ruhe haben in eurem Fleisch!“ [GEJ.06_187,01]

„Sollte aber bei einem sehr begehrenden Weib auch durch längere Beachtung der goldenen Mäßigkeit die Natur noch keinen fühlbaren Umschwung erhalten haben, so soll es bei abnehmendem Mond abends das Wasser von gekochten Sennesblättern mit etwas Aloesaft zu sich nehmen, etwa vier Esslöffel voll, aber nicht alle Tage, sondern nur jeden dritten oder vierten Tag, und es wird dadurch sicher besser mit der hitzigen Natur des Weibes auszusehen anfangen.“ [GEJ.03_072,04]

„Man gebe so einem [von der Geilerei besessenen] Menschen des Tages nur einmal ein nahe ein halbes Pfund wiegendes Stück Roggenbrot und dazu nur einen Krug Wassers, inzwischen kann man ihm aber allenfalls an jedem zweiten Tag ein wenig Aloesaftes, nach Beschaffenheit der Natur des Besessenen gemengt mit ein bis zwei Tropfen Bilsensaft, geben, so wird solche Naturbeihilfe von guter Wirkung sein“. [GEJ.03_069,02]


3.6. Beispiele für weitere Diätrichtlinien bei bestimmten Krankheiten

3.6.1. Bleichsuchtsdiät
„Also sage ihr: Lasse den Kaffee, solange du bleich bist, und nimmer iss gar die gebrannten Giftkörner! […] So musst du dich auch von fetter Speise enthalten und von fetter Milch! […]
Willst du aber ehestens gesund sein, dann beachte folgende Diät: Zum Frühstück nimm entweder eine leichte Schokolade, noch besser einen Kakaokaffee von gerösteten Kakaoschalen oder auch eine Maistee mit leichter (entrahmter) Milch und etwas Zucker. – Zu Mittag iss eine gute frische Suppe mit gebähter Semmel, nicht zu stark gesalzen. Dann auch ein mageres Rindfleisch mit etwas Senf oder auch frischem, aber gezuckertem Meerrettich, den man zuvor mit Essig und Öl anmacht. Auch Kälbernes ist gut. Sollte dir aber solches Fleisch weniger schmecken, so iss gedünstete Äpfel mit Semmel. Aber vor allen Würsten und Käsen musst du dich sorglichst hüten; ebenso auch vor Kohl und Sauerkraut, weniger vor roten und weißen Rüben, dagegen vor gelben Rüben, überhaupt vor allen blähenden Speisen, weil diese ebenfalls die geilen Geister erwecken. – Abends aber begnüge dich entweder auch mit dem, was du des Morgens genießest, oder mit einer Suppe mit gebähtem Brot. Du kannst auch mäßig einen guten Wein mit Wasser genießen. Sonst aber trinke Wasser, das nicht zu kalt ist. Zu allem dem aber gebrauche eine sogenannte Latwerge, die zu dem Behuf in der Apotheke zu haben ist; oder auch die Pillen zu dem gleichen Zweck! Und mache dazu vormittags eine Stunde vor dem Essen eine Bewegung im Freien, am besten an der Mur, wo in dieser Zeit die Luft am reinsten ist – aber nur nicht in einer Allee von wilden Kastanien, die eine schädliche Ausdünstung (für dich) haben. Zu allem dem aber musst du auch hauptsächlich auf Mich vertrauen und recht heiter sein, so wirst du bald wieder rot und gesund sein. Ich habe dich wohl sehr lieb; aber du musst Mich auch sehr lieb haben, so wirst du schon fein gesund werden und verbleiben! – Wenn du aber eigensinnig wärest und hättest ein erregbares Gemüt, da würdest du jahrelang bleich verbleiben.“ [HiG.02_48.02.28,01-07]

3.6.2. Blut, dickes
„Bei den Menschen, besonders weiblichen Geschlechtes, welche schon von der Geburt aus ein mehr dickes Blut haben; diese Menschen haben darum auch stets mehr ein unbehagliches Gemüt, und können sich heimlich sogar über eine Fliege ärgern, obschon sie eigentlich eines Zornes unfähig sind. Dadurch aber geschieht es dann, dass ihr Blut beständig mit galligen Substanzen untermengt ist; wo das Blut dann seine Nährsäfte in den Leiborganismus absetzt, da gelangen auch die im Blut aufgelösten galligen Teile hin, und verdichten somit dieselben. Solches Übel aber kann ja leichtlich gehoben werden durch geistige Mittel, und durch ein gerechtes Fasten […] Was aber ist diese geistige Diät? — Enthaltsamkeit Von allen Ärgerlichleiten, sie mögen was immer für einen Grund haben; denn sobald das nicht streng beobachtet wird, kann an keine Besserung gedacht werden. […] Wie kann aber solches gar leicht vermieden werden? Im beständigen wahrhaften Hinblick im vollen Glauben und aller Liebe auf Mich; aber nicht auch nebenbei auf die Welt und allfällige Verwandte, die zwar viel Gebete tun aus den Büchern, aber wenige aus dem Herzen; darum sie auch große Stücke halten auf Weltärzte; aber dem wahren Hausarzte trauen sie nicht allein ohne einen Weltarzt! […] Was aber die natürliche Diät betrifft, so besteht diese in einem gerechten Fasten; dieses aber besteht darin, dass sich da enthalten werden solle von allen fetten Speisen und schweren Getränken; denn dieses Alles ist ein Gift für derlei Naturen, die da haben ein mehr dickes Blut. Also ist auch der Genuss des Kaffee überaus schädlich an und für sich; so er aber noch zu fett und manchmal zu stark genossen wird, da kann durch ihn die Natur also ganz und gar verdorben werden, dass ihr kaum durch ein Wunder zu helfen ist.  Ebenso schädlich sind auch alle Leckereien und zeitweiligen Speisewechslungen, durch welche dann über einen Tisch alles verdorben wird, was allenfalls sieben ordentliche einfache Tage gut gemacht haben. Also ist auch alle Obstnascherei, besonders an den Nachmittagen äußerst schädlich, wenn dasselbe nicht ehedem gesotten oder- gebraten ist. Weizenbrot, wie z.B. gutgebackene Semmeln, reines Wasser, von allem Fett befreite Milch, frische Fleischbrühen mit Kräutern, als: Salbei und Quendeln, süße Rüben, Meerrettich zum mäßig genossenen Rindfleisch, dann und wann ein lämmerner oder kälberner Braten, dann manchmal auch etwas Wein mit Wasser genossen, solches bedingt die Gesundheit des Leibes, als auch manchmal eine in der Fleischbrühe eingekochte Maisgrütze; — alles andere aber ist ein Gift für derlei Naturen, besonders wenn sie schon sehr durch die Apotheken geschwächt worden sind! Das ist die wohl zu beachtende natürliche Diät. Ferner ist solchen Naturen auch alles Abkühlen nachteiligst; wohl aber ist ihnen eine beständige Bewegung zu empfehlen, natürlich mit Ziel und Maß; das Schlafen unter Tags aber gebiert des Leibes Tod, — wie das warme Baden für solche Naturen“. [Jakob Lorber am 18. August 1841, Sammlung neu-theosophischer Schriften No. 48, 2.Auflage 1895]

3.6.3. Blutreinigung
„Das Obst, besonders gute Äpfel und feinere Birnen, sind sehr tauglich, das Blut zu reinigen und herabzustimmen.“ [Er.01_062,10]

„Den Blutreinigungstee aber nimm auch in der S.apotheke, und nicht in der am Graben, wo dergleichen Medikamente alt und abgestanden sind! Über solchen Tee ist bloß ein siedendes Wasser zu gießen. Nach dem Aufguss muss der Tee 12 Minuten lang wohl verdeckt stehen gelassen werden und erst nach dieser Zeit in eine Tasse abgeseiht und mit Zucker versüßt, eine halbe Stunde vor dem Frühstück und abends eine halbe Stunde nach dem Abendessen getrunken werden.“ [HiG.02_48.02.13,07]

3.6.4. Brustkatarrh
„Dein Brustübelchen aber ist nichts als eine Verkühlung, also ein leichter Brustdrüsenkatarrh, der hauptsächlich durch die unpassenden Medikamente erst zu seiner gegenwärtigen Konsistenz gediehen ist. Halte dich aber nun warm und belege deine Brust mit gestoßenem warmem Leinsamen öfters im Tage und lasse solch einfaches Pflaster auch durch die Nacht auf der Brust. Trinke daneben einen guten Blutreinigungstee morgens und abends! Enthalte dich von zu sauren Speisen und Getränken! Hauptsächlich aber sei nicht ängstlich und vertraue fest auf Mich, so wird dein Übelchen sich bald verlieren. – Nimm dann und wann, etwa alle 14 Tage die Wintermonde hindurch, ein leichtes Abführmittel zu dir, so wirst du auch von deinen Halsübeln befreit sein. Aber auf Mich musst du stets mehr vertrauen als auf die Arzneimittel, die Ich dir hier angeraten habe – sonst möchten sie dir wenig oder nichts nützen. Denn alle Arzneien bekommen erst durch Mich ihre volle Heilkraft. Hauptsächlich aber, wie gesagt, darfst du nicht ängstlich sein. Dann werde Ich dir schon helfen und deinen Leib wieder völlig gesund machen, wie Ich ihn schon öfters gesund gemacht habe.“ [HiG.02_48.02.02.a,08-11]

Brustkatarrh – weiterer Rat:
„Das kleine Brustübelchen wird sich nach und nach schon verziehen, so das angeratene Mittel fleißig angewendet wird – natürlich hauptsächlich durch ein lebendiges Vertrauen auf Mich, den Arzt der Ärzte! […] Den Blutreinigungstee aber nimm auch in der S..apotheke, und nicht in der am Graben, allwo dergleichen Medikamente alt und abgestanden sind! Über solchen Tee ist bloß ein siedendes Wasser zu gießen. Nach dem Aufguss muss der Tee 12 Minuten lang wohl verdeckt stehen gelassen werden und erst nach dieser Zeit in eine Tasse abgeseiht und mit Zucker versüßt, eine halbe Stunde vor dem Frühstück und abends eine halbe Stunde nach dem Abendessen getrunken werden.“ [HiG.02_48.02.13,01-07]

Brustkatarrh – Mahnung zur Geduld:
„Die Diät aber besteht darin, dass du nichts Saures oder keine zu fetten Speisen genießt, ebenso den (Kakaoschalen-)Kaffee lieber mit frischer Milch als mit fetterem Rahm trinkst und nicht stark, kein Schweinefleisch oder zu hartes und zu gesalzenes Rindfleisch isst, so auch nicht saures Kraut oder Kohl, auch keine fetten und herben Brühen, sondern Spinat, Milch Meerrettich, Mandel-Meerrettich und dergleichen.“ [HiG.02_48.05.07,08]

3.6.5. Lebensfeuerverbrauch, unverhältnismäßiger – evangelische Kur
„Kehre auf eine Zeit von wenigstens vierzehn Tagen allen deinen Geschäften den Rücken, sorge dich um nichts, lege alle deine Sorgen volltrauig auf Meine Schultern, und es wird alles zur rechten Zeit in der besten Ordnung sein. Dabei aber lebe recht gut und lasse dir ein von Mir allzeit gesegnetes Essen und Trinken recht sorglos gut schmecken! – Und gebrauche morgens und abends die evangelische Kur, nämlich: Nimm roten, ungerichteten Wein und Olivenöl, das rein ist, und reibe dir damit die Brust, die Glieder, den Rücken, das Genick, am Abend auch das Haupt und ganz besonders die Schläfe im Glauben und Vertrauen auf Mich, so wirst du bald wieder ganz stark und gesund werden! Doch sollst du in der Zeit dich vom Kaffee und vom schlechten Weine enthalten, weil darin arge und unreine Geister hausen, die da stürmisch und sehr unruhig sind.“ [HiG.02_44.04.13,08-11]

3.6.6. Magenleiden
„Sagte Ich [Jesus]: „So du meinst, dass Ich ein Arzt sei, da nimm denn von Mir auch den Rat an! Iss nicht, wie es bisher der Fall war, zu viel und zu fettes Schweinefleisch, und trinke nicht so viel des stärksten Weines den ganzen Tag hindurch, dann wird dein Magenleiden schon ein Ende nehmen! Das ist Mein ärztlicher Rat; wenn du den befolgst, so wird es dir mehr dienen denn dein Aloesaft, der dir wohl den Magen ausräumt, auf dass du ihn darauf wieder desto mehr anfüllen kannst. Der Mensch lebt nicht, um zu essen, sondern er isst nur, um zu leben, und dazu bedarf es keines vollgestopften Magens und keiner täglichen Nervenberauschung durch einen möglich stärksten Wein.“ [GEJ.09_007,02]

3.6.7. Nervenstärkung
„Solch ein physiko-psychisches Übel kann daher, weil es mehr ein physisches als so ganz eigentlich psychisches zu nennen ist, auch zuerst durch ein taugliches Naturmittel geheilt und behoben werden. Dergleichen Mittel wären zum Beispiel etwa ein fünf bis sechs Wochen langer Urlaub vom täglichen Geschäft, Umgang mit heiteren Menschen, häufiger Genuss von reiner Gebirgsluft, Stahlbäder und andere eisenhaltige Mineralbäder, nur keine Schwefelbäder. Auch Meeresbäder wären gut. Essen und Trinken, was einem schmeckt. Ein guter Wein ist jedoch besser als Bier und eine frische Brühe besser als der Kaffee, der schwarze taugt am schlechtesten. So wäre auch der Genuss eines reinen Alpenwassers sehr zu empfehlen, wie überhaupt ein durch ein paar Wochen andauernder Aufenthalt auf einer Alpe. […] Überhaupt aber solle betreffender Leidling auch vom Beischlaf so viel als möglich eine gute Zeit lang sich enthalten, so wird seine Heilung desto eher und leichter erfolgen. Auch der Gebrauch der evangelischen Öl- und Weinsalbe würde ihm gute Dienste tun, und dabei recht viel Bewegung in freier reiner Luft, besonders nach einem Gewitter.“ [HiG.03_49.07.17,05-06; s.a. HiG.03_45.09.15,05-06]

3.6.8. Rheumatische Leiden
Jesus: „Nimm nur noch ein paar Tage hindurch recht fleißig zum Abführen ein und iss eine Zeitlang kein Obst, weil es dir das Blut dick und sauer macht! Halte dir die Füße warm, iss nie zu heiß und meide die Zugluft! Gehe auch nun, da du von diesem Leiden befallen bist, nicht zu früh aus deinem Bett, weil allezeit der Morgenschweiß gegen solche rheumatische Leiden das beste Heilmittel ist! So wird es dir wieder recht bald und dauernd besser gehen. […] Hauptsächlich aber habe auf Mich ein recht lebendiges Vertrauen, so wirst du bald und für immer ohne Schmerzen sein! Auch musst du dich nicht so oft erzürnen wegen nichtiger Dinge, so wirst du zu einem reinen Blut gelangen.“[HiG.02_47.12.01,03-09]

3.6.9. Skrofeln, Gicht, Grippe
„Jenes Menschen Leib wird gequält von einem dreifachen Übel. – Das eine ist innerer Nervenaussatz (oder versteckte Skrofeln). – Das zweite ist bare Gicht. – Und das dritte ist eine an die Brustteile zurückgelagerte sogenannte Grippe (allgemeiner Katarrh). – Wird dem einen abgeholfen, so wird das andere ärger. Und es müsste hier dreien Herren gedient werden, was sehr hart, ja beinahe unmöglich sein wird. – Wären nicht Bäder (in vorangehendem Gebrauch) gewesen, so würde ein allgemeines Zugpflaster bei Milch, frischem Weizenbrot und Wasserkost das Beste gewesen sein; und auf die Nacht etwas Lindentee mit frischem Honig. Jedoch jetzt wird es nicht mehr viel nützen, wenn auch nicht schaden. Es ist in solchen Fällen schwer zu helfen, da die Kranken nur auf Ärzte und sehr wenig auf Mich vertrauen, damit ihnen ihr Glaube hülfe. – Daher tut ihr das Eurige, und Ich werde das Meinige tun entweder noch hier oder in Meinen Reichen. Denn Ich bin allzeit und überall ein Herr des Lebens und des Todes. – Amen.“ [HiG.01_40.08.29.c,03-04]

3.6.10. Die heilbringendste Diät
Jesus: „Willst du zur wahren Gesundheit gelangen – wie des Geistes und so auch zeitlich des Leibes, so salbe dein Herz fleißig mit Meiner Liebe, Gnade und Erbarmung und räuchere deine Brust mit dem ewigen Weihrauch des lebendigen Volltrauens zu Mir, deinem ewig lebendigen allmächtigen Vater, dann wirst du zur wahren zeitlichen und ewigen Gesundheit gelangen! Glaube ja nicht in deiner Brust, dass Ich dir nur durch eine gesegnete Medizin helfen kann, sondern glaube vielmehr, dass Ich dir wie jedermann auch frei helfen kann. So du lebendig allein bei Mir Hilfe suchst, so wirst du vollkommen gesund werden; denn da wirst du in Meiner Liebe das kräftigste Heilmittel gegen jedes Übel in deiner eigenen Brust tragen, welche Arznei ein alleiniges Universalmittel ist! Denn siehe, alle irdischen Arzneien gleichen in Hinsicht ihrer Wirkung wie ein Kampf der Höllengeister untereinander und sind daher allezeit ein wahres malum contra malum. Meine Hilfe aber ist in jeder Hinsicht ein wahres bonum contra malum, daher dasjenige wahre Heilmittel, durch das der Mensch allein von jeglichem Übel aus dem Grund für ewig geheilt werden kann! […] Meine Lehre ist allezeit eine gar heilsame Lehre, wer sie befolgt, der wird niemals Not leiden und nie zu klagen haben. Befolge daher auch du genau Meine Lehre! Hänge nicht zu ängstlich an der Wohlfahrt deines Leibes, sondern sei stets volltrauig heiteren Herzens in Meinem Namen, so wirst du gesund sein zeitlich und ewig amen – in Meinem Namen amen, amen, amen. – [HiG.03_45.09.15, 01-04+08]


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